Freitag, 29. April 2011

Hochzeitsfrei

Dieser Blog bleibt hochzeitsfrei. Sollte nur gesagt werden. Weil mir jetzt schon die Radiodauerberichte gewaltig auf die Nerven gehen und es mich einen Dreck interessiert, ob Kates Schuhe nun wirklich zu ihrem Kleid passen.

Donnerstag, 28. April 2011

Da wird sich doch wohl jemand finden ...

ESB Chief Executive Padraig McManus has said he believes the Government will struggle to get someone to replace him for the intended salary cap of €250,000,

Read more: http://breakingnews.ie/ireland/esb-chief-govt-may-struggle-to-find-successor-under-salary-cap-502959.html#ixzz1Kp4T0zIe

Also ich würd's machen. Auch um dieses Gehalt ;-) Mit ein paar Einschränkungen kann man dann schon noch halbwegs leben, denke ich.

Zumindest würde sich jemand um die 250.000 finden, der den Job besser macht als McManus. Soviel ist sicher.

Der Krug geht solange zum Brunnen ...

Was ist eigentlich Chuzpe (abgesehen davon dass es ein herrliches Wort ist, dass immer mehr in Vergessenheit gerät).

Chuzpe ist, wenn eine marode, mehrmals mit milliardenhoher Steuergeldhilfe gerettete Bank ein Joint Venture eingeht, um einen Pleite gegangenen Gesundheitsversicherer aufzukaufen. Darüber habe ich mich ja kürzlich hier schon ausgelassen.

Wahre Chuzpe ist aber, wenn sich dann die Bank (die eigentlich schon lange im Bankennirvana sein sollte statt in der freien Marktwirtschaft) dann kurz nachher öffentlich dazu entschliesst, zwar die Versicherung zu übernehmen, nicht aber deren Schulden in Höhe von 600 Millionen Euro.

Nicht Chuzpe, aber hingegen Idiotie ist es aber dann, wenn seitens des Staates ernsthaft darüber nachgedacht wird, nun eine Sondersteuer (Levy) auf ALLE KFZ- und Haushaltsversicherungen des Landes einzuführen, um die Schulden der Versicherung abzudecken.

Wie lange lässt sich Irland eigentlich noch vera... Sorry, excuse my french.

Irland ist wunderschön. Wir lieben es hier zu leben. Aber an manchen Tagen rollen sich einem die Zehennägel im im Zwielicht von Freunderlwirtschaft, wirtschaftlicher Inkompetenz und blanker Ignoranz.

Irgendwann bald einmal wird der Krug auf dem Weg zum Brunnen zerbrechen. In viele kleine Scherben, und laut krachend ...

Donnerstag, 21. April 2011

Heute ist Taxi-Donnerstag

Warum? Weil es heute Abend nach der Arbeit mit dem Taxi in die Innenstadt geht. Zum ersten mal seit langer Zeit. Firmeninterner Sozialisierungsversuch, sprich "Night out together".

Wir nutzen den morgigen Feiertag (und das damit anstehende 4-Tage-Megawochenende), um etwas Dampf abzulassen und gemütlich und wahrscheinlich doch leicht beschwipst in das Osterwochenende zu gleiten.

Und damit wünscht der noch nüchterne Blogautor ein schönes und angenehmes (und hoffentlich sonniges) Osterwochenende an einem absoluten Prachttag in Dublin.

PS.: Sollte jemand morgen früh in der Dubliner Innenstadt einen lallenden Oesterreicher auffinden, dann ist es a) mit den ganzen guten Vorsätzen nichts geworden und b) wird um Fundmeldung via Blogkommentar ersucht ;-)

Mittwoch, 20. April 2011

Jetzt soll es der Schwarzarbeit an den Kragen gehen

Der verzweifelte Versuch Irlands, Steuergelder aus allen möglichen Ecken (nur eher nicht so von den wirklich zahlungskräftigen) einzuholen, macht nun auch vor einer irischen Selbstverständlichkeit nicht halt.

Heutigen Berichten zufolge soll es nun verstärkt der Schwarzarbeit an den Kragen gehen. Hoffentlich auch der wirklichen, organisierten (bye bye, Cowboys), nicht dem kleinen arbeitslosen Handwerker, der mal beim Nachbarn aushilft.

In die Pflicht genommen wird hier allerdings der Endverbraucher:

“Unlike the big problems of the country, everyone can do something about tax evasion,” she continued.

“Don’t ask a tradesperson to give you a ’cash’ price, and put him/her in an awkward position.

“Don’t pay your service professional in cash if he asks, and make sure you get a receipt, ideally one that shows the VAT you have paid.”

Read more: http://www.breakingnews.ie/ireland/revenue-to-target-black-economy-502107.html#ixzz1K505V81x

Man verspricht sich Zusatzeinnahmen in der Höhe von vielen Millionen - man wird sehen, was davon hängen bleibt.

Samstag, 16. April 2011

Radio Nova: Ein Radiosender wie für mich gemacht

Wenn man am Morgen beim Arbeitsweg Deep Purple's Live-Version von "Smoke on the Water" und gleich anschließend "Living after Midnight" von Judas Priest hört, einem der Nachmittag mit Buffalo Springfield und Bob Dylan verfeinert wird, und man am Abend auf dem Weg zum Seespaziergang "The Number of the Beast" von Iron Maiden auf dem Silbertablett gereicht bekommt, dann ist das kein MP3-Archiv, sondern Dublins neueste und beste Radiostation.

Seit kurzem sendet Radio Nova auf Frequenz 100.3 - und zwar ein Programm, dass mir aus dem Musikfreundherz spricht. Inwieweit das Ganze kommerziell erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten, als großer Freund genau dieser Musikrichtung würde ich mir aber einen dauerhaften Verbleib mehr als nur wünschen.

Nebenbei gibts noch einen Urlaub im Playboy Mansion zu gewinnen (shit, die haben mich noch immer nicht gezogen) und der Samstag Abend wird einem von Rick Wakeman (ja genau dem) zeitvertrieben.

Wer so wie ich auf diese Musik "steht" dem sei Radio Nova sehr ans Herz gelegt. Auf www.nova.ie gibts auch einen qualitativ recht guten Livestream zum Probehören.

Donnerstag, 14. April 2011

Die "Rettung" fuer Quinn Healthcare - und wer rettet da munter mit?

Gute Nachrichten fuer Mitarbeiter der seit einem Jahr nicht mehr in Eigenverwaltung befindlichen Quinn Healthcare: Glaubt man heutigen Zeitungsberichten, steht der marode Gesundheitsversicherer, der dereinst zum Imperium von Sean Quinn gehoerte, kurz vor der Rettung. Saemtliche irischen Arbeitsplaetze sollen bei der Uebernahme erhalten bleiben, lediglich 24 Mitarbeiter in der kleinen Niederlassung in Manchester werden ihren Job verlieren.

Uebernommen wird die Quinn vom amerikanischen Versicherungsriesen Liberty Mutual und von ... ja von wem denn noch ...

Von der Anglo Irish Bank.

Jene Bank, deren Zwangsverstaatlichung Ausloeser fuer die irische Bankenkrise war, und in die irische SteuerzahlerInnen in den vergangenen Jahren zig-Milliarden von Euros gepumpt haben. Jener Bank, der, statt sie endlich ueber den Jordan gehen zu lassen, gerade eben wieder mit Staatsmitteln geholfen wurde.

Nun erwirbt die Anglo Irish ein Aktienpaket in noch nicht genannter Hoehe vom naechsten Desolatunternehmen, der Quinn Healthcare. Zwar unter dem Versprechen, sich aus dem Tagesgeschaeft herauszuhalten, aber dennoch.

Das riecht doch irgendwie nach Verarsche, oder? Und nach begrenzten Erfolgsaussichten.
Warum der Liberty Mutual gerade die Anglo Irish als Partner aufgebunden wurde, bleibt vorerst im Reich der Vermutungen angesiedelt.

Aber offenbar will dieses Volk noch mehr verarscht werden, offenbar ist es noch nicht genug. Man wundert sich und bleibt mit offenem Mund vor der Nachrichtenwebsite sitzen - vieles ist hierzulande moeglich, was woanders ein No-Go waere...

Telemediale Krankenberatung

Worüber kann man sich heutzutage nicht schon telemedial beraten lassen - Vom Online-Flirt über die Sternenkonstellation bis hin zur absolut uneigennützigen Beratung beim Schuldenabbau (mittels überteuerter Mehrwertnummer natürlich) - überall werden sie möglichst publikumswirksam geholfen (Danke, Verona!)

Nun geht der Privatsender Channel 4 neue Wege die sich zumindest mir etwas fragwürdig darstellen.

Im Sommer 2011 geht eine neue Fernsehshow on Air, bei dem Anrufern mit Gesundheitsproblemen "live" geholfen werden soll.

TV viewers will be able to seek live medical advice from doctors from the comfort of their own homes in a new Channel 4 show.

Instead of waiting in a surgery to see a GP, viewers will be able to use video calling in 'Live From The Clinic', a prime-time series to be broadcast this summer.

The show will feature Dr Christian Jessen and Dr Dawn Harper from 'Embarrassing Bodies', the Channel 4 programme where people seek advice for conditions they feel uncomfortable talking to their own GP about.

'Live From The Clinic' – a series of six one-hour live episodes to be broadcast at the end of May – will feature the doctors and guest specialists in a specially-designed studio.


Zwar liegt es mir fern, der Show einen Gleichklang mit telemedialen Selbstbereicherern vom Schlage eines Hornauer zu vergleichen - ob aber ein Anruf bei Channel 4 den Besuch beim Hausarzt ersetzen kann, das bezweifle ich ernsthaft.

Ich wittere hier reine Sensationslust beim Showkonzept, und das ist mir zuwider. Außerdem bleibt ohnehin abzuwarten, ob sich dieses Sendekonzept durchzusetzen vermag. Bei der heutigen Mediengeilheit fürchte ich fast: Ja.

Ob sich da die hohen Ansprüche der Sendungsverantwortlichen bestätigen werden?

“This is a truly innovative public service broadcast commission that will take us into the future of health programming.”

Hoffentlich denken dann nicht ernsthaft Kranke, sich so die Arztkosten sparen zu können und verzichten auf wirkliche "Face-to-Face"-Hilfe.

Mittwoch, 13. April 2011

Do not lose Hope, Ireland!

Die ganze Insel schwafelt derzeit vom anstehenden Besuch von Queen Elizabeth II, und die wenigen, die sich nicht damit beschaeftigen, warten auf US-Praesident Obama.

Dabei ist doch gerade ein wirklicher Geisteskapazunder auf der kleinen gruenen Insel. Fast unter Ausschluss der Oeffentlichkeit ist der vierzehnte Dalai Lama Tednzin Gyatsho zu Gast in Irland.

Und bei seiner Rede in Dublin (deren Termin leider auch am Schreiber dieser Zeilen spurlos vorbei gegangen war) stimmte er versoehnliche Toene an. Irland, so sagte er, " solle nicht die Hoffnung verlieren, und auch denen verzeihen, die Schuld an der augenblicklich schlechten Lage sind."

Vielleicht etwas zuviel Grossmut fuer die geplagte irische Seele, aber dennoch tut es gut, wenn jemand zu Besuch kommt, und auch auf die positiven Seiten hinweist. Vor allem, wenn es sich um jemand handelt, der selbst vom Schicksal schwer gebeutelt ist.

"The ultimate source of happiness, peace of mind, cannot be produced by money," he said.

"Billionaires, they are, I notice, very unhappy people. Very powerful, but deep inside, too much anxiety, too much stress.

Es stimmt: Man braucht nicht zwingend Geld zum Gluecklich sein. Es erleichtert die Sache halt nur ungemein. Vor allem auch in Irland.


Dennoch: Mutmachende Worte sind es, die diese Insel braucht. Der Dalai Lama hat den Anfang gemacht. Moegen andere folgen.

Mehr zum aktuellen Besuch des Dalai Lama gibt es hier.

Dienstag, 12. April 2011

Wenn das so weitergeht ...

... geht mir bald die nächste Hausbank flöten.

Langzeitverfolger unseres Geschreibsels hier werden sich ja vage erinnern, dass wir unser erstes Konto in Irland bei der Postbank hatten. Mittlerweile vom Markt verschwunden.

Als nächstes folgte dann das Konto bei der Halifax mit selbigem Ausgang.

Anschließend wechselten wir beide zur ortsansässigen AIB. Man geht ja zu einer großen Bank, damit sich sowas nicht wiederholt.

Pustekuchen.

Bis zu 2.500 Arbeitsplätze muss die AIB nun abbauen, am Tag der Bekanntgabe eines absoluten Rekordverlustes im Vorjahr. Und sich um bis zu 13.3 Milliarden zusätzlicher Bailout-Mittel anstellen. Und selbstredend auch Filialen schließen. Dass die kleine Filliale in Blessington davon betroffen sein kann/wird, ist leicht auszurechnen.

Könnte bitte eine österreichische oder deutsche Bank hier eine Filliale für den Privatkundensektor aufmachen? Dieses immer wiederkehrende Theater beginnt zu nerven. Und man wird auch ob des kargen Ersparten immer nervöser. Trotz Bailouts und Staatsgarantien

Nebenbei: Wenn der irische Staat derzeit für etwas garantiert, was ist das dann eigentlich wert?

Dienstag, 5. April 2011

Blogfreie Woche

News aus Irland legt eine arbeitsbedingte Zwangspause ein. Hier geht es leider erst am kommenden Dienstag weiter.

Bis dahin empfehlen wir die Blogs in unserem Blogroll auf der rechten Seite, wo unterhaltsam und informativ aus Irland berichtet wird.

Freitag, 1. April 2011

Irland vs. Uruguay

Zum Wochenende nochmal die Kurzzusammenfassung des Freundschaftsspieles Irland gegen Uruguay. Soll sehr sehenswert gewesen sein - zumindest die Tore sind es auf jeden Fall. Ein schoenes Wochenende von der Insel!

Dann waren wir bei den 3 Bs

Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Kreditwürdigkeit von Irland herabgestuft. Die Bonitätsnote für den unter einer schweren Bankenkrise leidenden Staat werde auf „BBB+“ herabgesetzt, teilte S&P heute mit. Damit gelten Investitionen in irische Staatsanleihen nur noch als „durchschnittlich gute Anlage“.

Begründet wird der Schritt damit, dass privaten Gläubigern ein Forderungsverzicht droht, sollte Irland ab 2013 Hilfsgelder über den europäischen Hilfsmechanismus abrufen.

Den Ausblick bewertet S&P jetzt mit stabil, womit vorerst keine weitere Herabstufung droht. „Wir glauben, dass die irische Wirtschaft besser Wachstumsaussichten hat als die portugiesische und griechische“, sagte S&P-Analyst Frank Gill.

Quelle: www.orf.at