Donnerstag, 31. März 2011

Aus Alt mach Neu.

Liest sich irgendwie spannend:

Millionenbetrug mit Euro-Münzen aufgeflogen

Einen spektakulären Millionenbetrug mit 29 Tonnen gefälschten Münzen hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft aufgedeckt. Sie wirft einer Bande vor, in Deutschland verschrottete Ein- und Zwei-Euro-Münzen in China wieder zusammengesetzt und dann in Deutschland bei der Bundesbank umgetauscht zu haben.

Fünf Beschuldigte sitzen in Untersuchungshaft, ein sechster mutmaßlicher Münzfälscher soll heute dem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte.

Vier der gestern während einer Razzia Festgenommenen im Alter von 28 bis 45 Jahren sind Chinesen. Die Bande soll von 2007 bis November 2010 insgesamt 29 Tonnen Münzen in einem Nennwert von sechs Millionen Euro eingetauscht haben.

Flugbegleiter als Helfer

Beim Transport der gefälschten Münzen sollen vier Flugbegleiter geholfen haben. Die Lufthansa erklärte dazu: „Lufthansa ist über die zuständigen Behörden über Ermittlungen gegen einzelne Mitarbeiter in Kenntnis gesetzt worden. Zu staatsanwaltlichen Ermittlungen äußern wir uns nicht.“

Die Deutsche Bundesbank in Frankfurt wollte sich zunächst nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft betonte: „Ein Tatverdacht gegen Mitarbeiter der Bundesbank besteht nicht.“ Bei der Razzia, über die bereits die „Bild“-Zeitung (Donnerstag-Ausgabe) berichtete, durchsuchten Fahnder zehn Objekte in Frankfurt, Offenbach, Fulda und Mörfelden-Walldorf.



Eine 1+ für die Idee :)

(c) www.orf.at

Mittwoch, 30. März 2011

Schon gestresst?

Morgen um 4.30 nachmittags wird das Ergebnis des Banken-"Stresstests" publik. Darin wurden irische Banken und Finanzinstitute auf ihre Wettbewerbs- und Existenzfaehigkeit hin untersucht.

Schon im Vorfeld zirkulieren viele Geruechte rund um diese Bekanntgabe. So erwartet man zum Beispiel, dass die Irish Life and Permanent noch diese Woche um Teilverstaatlichung ansuchen wird, weil dem Institut das Eigenkapital fehlt.
Und summa sumarum sollen bis zu 30 Milliarden Euro zusaetzlich notwendig sein, um die irischen Banken im Geschaeft zu halten.

Faesser ohne Boden. Warum man nicht endlich einmal wenigstens ein Institut gegen die Wand fahren laesst, statt weiter lebensverlaengernde Massnahmen bei bereits klinisch toten Banken durchzufuehren, will mir nicht in den Kopf gehen.

Irland befuerchtet Schlimmstes fuer Morgen. Nicht zuletzt deshalb wurde voruebergehend der Aktienhandel fuer alle irischen Finanzinstitute ausgesetzt. Mit Effektivitaet von 6.30 Uhr morgens.

Um "Kursschwankungen wegen kursierender Falschmeldungen" vorzubeugen, sagt die Finanzaufsicht. Um Panikverkaeufen in letzter Sekunden den Riegel vorzuschieben, meinen wir.

Montag, 28. März 2011

Bye bye Supermax



RiP, Kurt Hauenstein

1949 - 2011

Augen auf beim Gebrauchtwagenverkauf

Nachdem ich ja seit letztem Freitag stolzer Neuer-als-der-Wagen-davor-Besitzer bin, gehoert nun die alte Muehle an den Mann gebracht. Und dies via Gumtree oder DoneDeal, nur eben so schnell als moeglich.

Dass es dabei aber auch gewisse Fallen geben kann, zeigt folgender SMS-Wechsel mit einem "potentiellen Kaeufer" (ich steige in die Korrespondenz ein, nachdem man sich schnell (zu schnell?) auf einen Kaufpreis geeinigt hatte, und das ohne Fahrzeugbesichtigung):

Interessent:
Is there insurance disc in window to drive home till i get my disk thanks?

Verkaeufer:
No, sorry, I need the disc for my car.

Interessent:
Shit would be very interested in car :-( because guards take cars up here when no disk in window and have to pay mad money to get back

Verkaeufer:
You can buy insurance online straight away and print it out, that's enough for the guards

Interessent:
It would be so much easier to get disk in car till they post new one out to me i would be intrested in buying straight away. I have disk in my old car but not same reg number so no good. I don;t have credit card or internet (Anmerkung: Wo hat er dann die Anzeige gelesen?) to do online i just ring and change over and wait for disk then.

Verkaeufer:
Sorry mate but I won't hand you out the disc as it is in my own name. Car is sold without my insurance disc.

Interessent:
If you can leave insurance disk in car id be very keen on buying from you so if you change your mind send me a text thanks very much

Verkaeufer:
Sorry mate this won't happen I'm afraid. Car is still there if you change your mind.


Und der Verkaeufer hat nie wieder vom Kaeufer gehoert.

Bleibt die Frage: Warum wollte der Gute unbedingt meine Versicherungsplakette im Altwagen? Da vermute ich mal liderliche Absichten ...

Weiss jemand genaueres? Ich habe da naemlich so eine Vermutung ...

Dienstag, 22. März 2011

Der schnelle Verfall von Sitte und Moral in Irland. Oder aber: Um Himmels Willen, lasst ihn doch :)

Welch ein Skandal, welch eine Schande. Die Garda ermittelt, die Presse hetzt, die Bevölkerung ist hochempört.

Aber warum eigentlich?

Nun, der neu gewählte irische TD Luke Flannagan aus Roscommon hat nun zugegeben, daheim eine kleine Menge Cannabis für den Eigengebrauch angepflanzt zu haben. Ja, er hat es sogar zugegeben.

Schnell wird da der Verfall von Sitte und Moral herbeigeschrien. So zum Beispiel im Garda-Magazine:

An editorial in the Garda Review magazine now warns that the justice system will become a mockery unless action is taken against the Independent TD, who was not named directly.

Wir meinen (ohne Drogenkonsum an und für sich bejahen oder verharmlosen zu wollen): Um Himmels Willen, lasst ihn doch.

Donnerstag, 17. März 2011

Alles wird gut. Obama kommt.

Während des US-Aufenthaltes von Enda Kenny kam die lange erhoffte Nachricht: US-Präsident Barack Obama kommt im Mai auf Irland-Besuch.

Die Meldung wird hierzulande gefeiert, als wäre Kennedy auferstanden und würde nochmals Berlin besuchen - aber bitte.

Natürlich gibts auch sofort den direkten Irland-Bezug aufgewärmt mitgeliefert:

“He (Mr Obama) mentioned he would be seeking the roots of his great-great-great-great grandfather,” he said.

“He recognises his ties to Ireland.”

Na wenn das mal kein Grund für einen Staatsbesuch ist ...

Und nachdem ja die Queen auch im Mai die Fähre von Holyhead nach Dublin nehmen wird (oder so), versammelt sich ja dann eine illustre Gesellschaft.

Die Queen könnte ja meinetwegen im Buckingham Palace bleiben, aber Obama mal sprechen zu hören, würde mich auch interessieren. Mal sehen.

Dienstag, 15. März 2011

Die höchste Arbeitslosigkeit seit 17 Jahren in Irland

Unemployment in Ireland has hit its highest rate in 17 years.

CSO figures released today show that the jobless rate rose dramatically in the last three months of 2010 to 14.7%, when seasonally adjusted, which is the highest level 1994.

The average employment level fell by 4.2% or 81,000 compared to the level recorded in 2009.

Economist with KBC bank Austin Hughes said the fact that more than half of those without work are now classed as long term unemployed is most worrying: "Job conditions remain fairly weak…and I suppose the particularly disappointing aspect is that there's a continuing rise in long-term unemployment.

"Suggesting that is it increasingly difficult for those losing a job to get back into the workforce.

"That's the real issue of the economy for the next year or two."

Na logisch: Der österreichische Spielverderber

Der österreichische Finanzminister Josef Pröll (ein politisches Leichtgewicht, dass aufgrund seiner Verwandtschaft in viel zu hohe Ehren gehieft wurde) rüffelte heute Morgen Irland im Bezug auf den Bailout.

Enda Kenny, der neue irische Taisoech, hatte ja beim Amtsantritt angekündigt (no na), mit der EU über bessere Rückzahlungsbedingungen für die Milliardenspritze zu verhandeln.

Prompt teilte uns der Pepi Pröll aus dem fernen Niederösterreich mit, dass Irland doch zuerst einmal an die eigene Nase fassen sollte. Oder so. Im "englischen O-Ton" liest sich das dann so:

"If Ireland wants concessions, it has to do something for it".


Und so unrecht hat er dabei ja gar nicht, der Pepi ...

Samstag, 12. März 2011

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Oder so.

Samstag Morgen, Blessington, 9 Uhr Ortszeit.

Ein noch etwas müder Blogautor wirft mit trüben Augen seinen Laptop an, um via carzone.ie nach dem längst überfälligen Ersatz für sein in die Jahre (und Reparaturunkosten) gekommenes Fahrzeug zu suchen.

Und reibt sich kurze Zeit später irritiert die Stirn. Da steht er: Der Traumwagen, in hervorragender Ausstattung, mit wenig Kilometerleistung und noch halbwegs leistbar. Endlich - genau, was gesucht wurde.

Schnell eilt der Blogautor zum Festnetztelefon, um den Händler anzurufen. Ja, bestätigt derselbe, der Wagen steht noch da, ist zu haben, und in sehr sehr gutem Zustand.

Also bemüht sich der Blogautor, Frau und Hund (der soll natürlich auch probesitzen) in die alte marode Mühle zu verfrachten, um sich in die große Stadt aufzumachen. Eilig wird die spärliche Barschaft mitsamt der Kreditkarte eingesteckt, und die Tempolimits auf dem Weg zur City werden heute einmal nicht ganz so genau beachtet.

Eine Stunde später erreicht der Blogautor den Autohändler des Vertrauens, und sieht den gesuchten Wagen. Sofort wird derselbe genauestens begutachtet, und für PERFEKT befunden. Und dann kommt auch schon der nette Händler heran, um seine Hilfe feilzubieten. Leider nicht mit dem gewünschten Ergebnis. Der Wagen ist ...

... sold.

Vor 30 Minuten erstand ein unbekannter Mitinselbewohner den Traumwagen des Blogautors.

Wer zu spät kommt ...

Aber zum Glück wimmelt es ja auf der Insel von guten Gebrauchtwagen. Und so wird weiter gesucht.

Donnerstag, 10. März 2011

Und das sind unsere neuen MinisterInnen

The newly-elected Government at its meeting today, on the nomination of the Taoiseach Enda Kenny, has appointed Ministers of State and assigned them to departments with the particular areas of responsibility set out below.

Government Chief Whip & Defence – Department of Taoiseach & Department of Defence Paul Kehoe TD

Housing & Planning – Department of Environment, Community & Local Government Willie Penrose TD

Gaeltacht Affairs – Department of Arts, Heritage & Gaeltacht Affairs Dinny McGinley TD

Primary Care – Department of Health Roisin Shortall TD

Small Business – Department of Enterprise, Jobs & Innovation John Perry TD

Tourism & Sport – Department of Transport, Tourism & Sport Michael Ring TD

Trade & Development – Department of Foreign Affairs & Trade Jan O’Sullivan TD

Disability, Equality & Mental Health – Department of Health & Department of Justice, Equality & Defence Kathleen Lynch TD

NewEra Project – Department of Communications, Energy & Natural Resources & Department of Environment, Community & Local Government Fergus O’Dowd TD

Public Service Reform & OPW – Department of Public Expenditure & Reform & Department of Finance Brian Hayes TD

Food, Horticulture & Food Safety – Department of Agriculture, Marine & Food Shane McEntee TD

European Affairs - Department of the Taoiseach & Department of Foreign Affairs & Trade Lucinda Creighton TD

Research & Innovation – Department of Enterprise, Jobs & Innovation & Department of Education & Skills Sean Sherlock TD

Training & Skills – Department of Education & Skills Ciaran Cannon TD

Public & Commuter Transport – Department of Transport, Tourism & Sport Alan Kelly TD

Oh my God: Bertie Ahern will Irlands Wälder verkaufen

Kam grade per Email rein:

The Irish Government is moving closer to a huge sell-off of the public forests, currently managed by Coillte (The Irish Forestry Board), to private investors. An area greater than 1 million acres, equivalent to two medium sized counties, will be lost forever. This will include some of our most valuable native woodlands, wild places and some of the last refuges of unique native flora and fauna.

Interest has been expressed by Swiss finance company Helvetia Wealth, who own the International Forestry Fund (IFF) - chaired by Bertie Ahern (former Taoiseach) - together with The China Investment Corporation.

Please sign this petition today to tell the Irish Government that Ireland's Forests are not for sale - the petition will be presented tomorrow. These forests are the inheritance of the Irish children and managed wisely can help secure Ireland's social, environmental and economic future. A strong show of support, asserting our rightful ownership of the public forests will make all the difference.

Dienstag, 8. März 2011

Leasing auf Irisch

Wir suchen derzeit einen neuen Firmenwagen. Und als Firma zahlt es sich auch in Irland aus, sich Leasingangebote einzuholen und diese zu vergleichen. Steuerlich kommt das noch immer günstiger als den Wagen zu kaufen.

Da kommen aber auch einige sehr interessante Angebote retour, wenn man nach einem stinknormalen Fahrzeug von der Stange fragt. Mein persönlicher Favorit:

What happens next...

We have now sent your vehicle lease/contract hire quote request to the following 0 approved vehcile suppliers who are registered as being able to supply your vehicle.

They will each respond to your request by either sending a direct quote, asking for more information or by stating that they can't supply the vehicle at this time.


Grosses Service auf dieser Website ;-)
Da werden wir wohl lange auf ein Angebot warten können

Sonntag, 6. März 2011

Der neue Säckelwart der Nation

Heute Morgen war es dann mehr oder weniger offiziell: Der neue Schatzmeister der Republik Irland - und damit Nachfolger des mehr als glücklosen Brian Lenihan - wird ein alter Profi auf der Politbühne: Der bereits 68jährige gebürtige Limericker Michael Noonan.

Damit macht Enda Kenny, der neue Regierungschef, seinen Vorgänger als Fine Gael Leader zu seinem wichtigsten Getreuen.

Noonan war bereits mehrfach Minister. So bekleidete er bereits das Amt des Justizminsters, des Industrieministers und des Gesundheitsministers in Eire. Ein Mann mit vielen Talenten offensichtlich.

Einen gewichtigen Teil seins Ressorts muss er allerdings an Joan Burton von der Labour abtreten.

Es bleibt abzuwarten ob Noonan die richtige Entscheidung für den wohl wichtigsten Regierungsposten ist. Ein ausgewiesener Fachmann wäre mir persönlich lieber gewesen.

Dienstag, 1. März 2011

Heute vor 30 Jahren begann der IRA-Hungerstreik im Maze Prison

Ohne es jetzt einmal in irgendeiner Form werten zu wollen, sollte man dennoch daran denken: Heute vor 30 Jahren begann Bobby Sands den Hungerstreik im Maze Prison. Republikanische Häftlinge traten damals, von Sands geführt, in den Hungerstreik, um auf ihren Gefangenenstatus (Sonderstatus durch Tragen von Zivilkleidung, der 1080 zugesagt wurde) aufmerksam zu machen. 10 der Streikenden überlebten nicht.

Wer mehr zum Thema lesen will: Tante Wiki weiss Bescheid. Oder so.