Montag, 28. Februar 2011

Ein irisches Tabu

Nein, kein neuer Beitrag zum Thema Abtreibung, oder über eines der vielen anderen totgeschwiegenen Themen hierzulande - Tabus können in Irland durchaus auch spannend sein und sehr gut lesbar.

Aktuell beim Autor dieses Blogs auf dem Nachttisch: Casey Hill's "Taboo". Casey Hill ist das Pseudonym, unter dem Bestsellerautorin Melissa Hill und ihr Ehemann (beide in Dublin sesshaft) gemeinsam Krimis verfassen.

Und im vorliegenden Werk "Taboo" gelingt das auch hervorragend: Reilly Steele, beim FBI in Quantico ausgebildet, verschlägt es auf die vermeintlich ruhige Insel. Doch schon bald macht ein Serienmörder die Ruhe zunichte ... Mit einem erschossenen jungen Liebespaar nimmt das ganze den Anfang, und von da an ...

heisst es selber lesen. Ich bin ja nicht Marcel Reich-Ranitzky und verderbe schon im Vorhinein die Spannung.

Auf jeden Fall eine heisse Empfehlung für Liebhaber des Genres.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Fundstück: Was kann denn das Lamm dafür?


Gerade online gefunden:

Lok Plowdiw abergläubisch: Tieropfer für mehr Erfolg

Beim bulgarischen Erstligisten Lok Plowdiw scheint der Aberglaube überhandzunehmen. In der Hoffnung auf bessere Leistungen in der zweiten Saisonhälfte wurde am Mittwoch im Heimstadion ein Lamm geopfert.

Anschließend beschmierten Spieler wie etwa Kapitän Zdrwko Lazarow und der französische Goalie Florian Lucchini die Torstangen mit dem Blut des Tieres, das zuvor von einem Priester und großen Fan des Clubs rituell geschlachtet worden war.

Lok Plowdiw, ein Verein aus der zweitgrößten Stadt Bulgariens, liegt nach 15 Runden der Meisterschaft auf Platz fünf, elf Punkte hinter Spitzenreiter Litex Lowetsch.

Na, ob das hilft, die Champions League zu erstürmen?

Quelle: www.orf.at
Bild: 1001ausmalbilder.de

Land der Hausbewohner

Eine neue europaweite Studie verrät uns heute unter Anderem, dass die Irinnen und Iren das Wohnen in Häusern dem in Wohnungen bei Weitem vorziehen. Während im europäischen Schnitt 42 Prozent der Bevölkerung in Wohnungen wohnt, sind es auf der Insel lediglich mickrige 3.1 Prozent, die in flats und nicht in houses residieren.

Nun, das hat 2 Gründe: Erstens bekam man hierzulande noch bis vor 2 Jahren ohne jegliche Probleme die benötigten Mittel zum Hauskauf von der Bank nachgeworfen (das mit dem Zurückzahlen ist allerdings dann ein anderes Paar Schuhe), und zweitens kommen gefühlte 250 leerstehende Häuser auf eine leerstehende Wohnung, wenn es ums Anmieten geht.

Das ist einfach der Irish Way of Life. Das war schon immer so und wird wohl auch nicht großartig veränderbar sein. Was dem Franzosen seine Mietzinswohnung, ist dem Iren sein Cottage.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Neues vom Strohwitwer

Die Woche der "Einsamkeit" neigt sich dem Ende zu, morgen in der Nacht darf ich mich dann wieder zum Terminal 2 am Dublin Airport begeben, um die Lieben und die genauso lieben Geschenke, die sie aus der Heimat bringen, abzuholen.

Und was ist das Fazit nach einer Woche Strohwitwerdasein?

Die mentale Liste war lang, was nicht alles zu erledigen wäre, während im Haus Ruhe herrscht, und es Zeit gäbe, dies und das zu erledigen. Am Ende der Woche ist die Liste nicht wirklich kürzer geworden. Da ist noch Room for Improvement, lieber Harald ...

Dennoch schön, wenn die Familie ab Morgen wieder vereint ist. Und auch schön, dass ich gerade ein Gespräch mit einem Headhunter hatte. Gut, gewollt zu werden. Auch wenn ich nicht einmal eine Veränderung suche.

Nun ja, die Gehaltsvorstellungen des offererierten Jobs via Experteer und meine gingen ja dann doch deutlich auseinander, zumal damit ein inselinterner Umzug verbunden gewesen wäre. Und das spielts sowieso nicht. Zumal ich mit meinem jetzigen Job durchaus glücklich und zufrieden bin.

So sitze ich jetzt im Heimbüro, arbeite noch ein paar Emails ab, und lass mir dabei die Frühlingssonne auf den reichlich vorhandenen Bauch scheinen.

Als nächstes steht dann ein langer Spaziergang mit dem Hund an, wir werden nochmal die Blessington Lakes unsicher machen. Und anschließend vor dem Fernseher gemeinsam *ggg* die CL-Partie meiner Bayern anschauen.

Ich hoffe heute auf einen 2:0 Erfolg der Münchner. Mal sehen.

Ab Morgen bleibt dann noch etwas Zeit, sich auf der Zielgeraden mit der Wahl zu beschäftigen, die für unsere Firma viel Geschäft gebracht hat, und für das Land hoffentlich eine Veränderung zum Guten bringt.

Wir werden sehen.

Schöne Grüße von der Insel - das Prachtwetter lockt nach Draussen.


PS.: Nachtrag 21.41 Uhr irischer Zeit: So schlecht bin ich nicht gelegen mit obigem Fussballtipp: Bayern hat in einem tollen Spiel 1:0 in Mailand gewonnen!

Sonntag, 20. Februar 2011

Strohwitwer reloaded

Ich bin derzeit mal wieder 'ganz auf mich allein gestellt' ;-) Frau und Sohn nutzen die Gelegenheit der Schulferien, um der alten Heimat einen Kurzbesuch abzustatten, und haben mich hier samt Hund und Meerschweinen zurückgelassen.

So bleibt auf einmal Zeit für alles Mögliche ;-) Der längst überfällige Computer-Frühjahrsputz war grade angesagt, Dutzende von sowieso schon lange nicht mehr gebrauchten Dateien wurden grade in Richtung Papierkorb verschoben, und auf einmal ist auf der Festplatte wieder genügend Platz für neue Taten. Nebenbei kann ich in (semi-detached-angepasst) ordentlicher Lautstärke endlich mal wieder Deep Purple hören, ohne von unserem Sohn mit fragenden Blicken und einem leichten Kopfschütteln für geschmacksabartig oder gar geisteskrank angeschaut zu werden.

Und aus der DVD-thek werden mal wieder einige Gustostücke hervorgekramt, die eher familienfilmsuntauglich sind. Und deshalb die meiste Zeit des Jahres im Regal verweilen.

Gestern war ein Film-Meisterwerk an der Reihe. Robert de Niro als Boxer Jake LaMotta in Raging Bull (dt. Wie ein wilder Stier). Ein Film, den man gar nicht oft genug sehen kann. Eine der letzten Oscar-Prämierungen, der ich vorbehaltlos zugestimmt habe (wobei es eh egal ist, weil mich sowieso keiner fragt). Wer den noch nicht kennt (immerhin waren ja auch schon 30 Jahre Zeit, ihn zu sehen) - Nachholbedarf.

Heute Abend wird dann noch einmal dem 'Männerfilmklischee' alle Ehre gemacht, und es gibt Godfather Pt. 1 im TV. Und Pizza vom Zustelldienst.

Wenn man genauer überlegt: So schlecht ist dieses Strohwitwer-Dasein eigentlich gar nicht ;-)

Samstag, 19. Februar 2011

Der kleine, aber feine Unterschied

Zumindest für mich persönlich: Vorgestern war Partei A bei uns daheim, um um unsere Stimmen zu werben. Als ich Ihnen sagte, dass wir nicht für die Wahl registriert sind, und somit nicht wahlberechtigt, haben sie beinahe grusslos mit einem knapp gemurmelten 'have a nice day' kehrt gemacht.

Heute, als ich grade von der Arbeit heimkam, wartete schon Partei B auf mich. Ich erzählte ihnen genau das selbe. Sie bestanden dennoch darauf, dass ich den Flyer nehmen und aufbewahren sollte, und falls der Kandidat der Partei B gewählt würde, wäre er auch selbstverständlich für mich erreichbar. Und ob ich politisch interessiert wäre, undsoweiter.

Preisfrage: Welche Partei würde ich wohl wählen, wenn ich dürfte, wie ich könnte ...

Freitag, 18. Februar 2011

Bravo!

Ein weiterer kleiner Schritt ist gegangen!

Mittwoch, 16. Februar 2011

Böse Labour, böse Labour

Wer mich etwas genauer kennt, weiß, dass ich, falls wahlberechtigt, in Irland am ehesten Labour wählen würde. Frei nach dem Prinzip des geringsten Uebels.
Und Kenner meinerselbst wissen auch, dass ich ein Befürworter des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch bin. Nicht einfach aus Lust und Laune oder Bequemlichkeit, sondern in genau durchdachten Fällen.

Umso interessanter war für mich ein "Artikel" (eigentlich eher eine Hetzschrift" in der unwichtigsten Zeitung Irlands, "Alive!" (Unwichtig nicht weil es eine katholische Zeitung ist, sondern ob der Inhalte).

Dort wurde an prominenter Stelle gegen den Diskussionsansatz der Labour auf Abänderung des Abtreibungsgesetzes im Irland des Jahres 2011 gewettert. Und zwar in ganz schon radikalem, nicht gerade brüderlichen Ton.

Auszug gefällig?

"The deliberate killing of even one unborn child, much less an "open season" all year round, is horrific. What is happening to us as a people if we are not appaled at the possibility of such slaughter?
...
He (Eamon Gilmore) has made the legalised killing of the unborn a moajor issue in the coming election.
...
It is a grave matter of conscience. We cannot vote for this policy and then wash our hands of the terrible evil that it may bring.


Undsoweiter undsofort. Kurzform: Lieber Leser unseres Blattes, wähle auf keinen Fall die Labour. Denn wenn die an die Macht kommt, wird das Texas-Chainsaw-Massacre wie ein Kinderfilm aussehen gegen das Blutbad, dass dan angerichtet wird in diesem Land.

Radikalisierende Schwarzweißmalerei statt offener Diskussion. Genau deswegen ist es bei gewissen Problematiken nahezu unmöglich, ihre Lösung sinnvoll anzugehen.

Montag, 14. Februar 2011

Irland deine Werbung: Zahlenlose Ersparnisse für den Winter

Wahrscheinlich schaut man, wenn man solange im Druckgewerbe ist wie ich, anders auf die bei der Tür reinschneienden Flugblätter. Genauer, und aus einem anderen Blickwinkel. Deshalb gibts immer wieder Flyer und Leaflets aus dem Kuriositätenkabinett, die anderorts wahrscheinlich einfach in den Mistkübel gewandert wären, die mich dann noch etwas beschäftigen.

Heute habe ich mal wieder ein Gustostückerl gefunden bei mir daheim im Briefkasten:

Eine lokale Firma wirbt Mitte Februar dafür, diesen Winter doch bares Geld zu sparen, wenn man eben deren Produkte kauft. Und verspricht bei Vorlage dieses Flugblattes sogar stolze 5% Nachlass.

Nun, abgesehen davon, dass es nun wohl etwas spät für diese Werbung ist, und die "Smokeless Coal" offensichtlich so besonders gut ist, dass man den 40-Kilo-Sack gleich zweimal preislos anpreist, hat mich am meisten verwundert, dass das entscheidende fehlt: Die Preise nämlich, einziger Fakt, warum man nicht im Baumarkt, sondern bei diesem Anbieter kaufen würde.

Die wurden einfach unterschlagen. Also kriege ich dann 5 Prozent Rabatt auf ... Ja, auf was eigentlich?

Auch die Rückseite gibt keinen Aufschluss:


Aber immerhin bekomme ich auf der Rückseite des Flyers mitgeteilt, dass ich in eben diesem Geschäft auch Hundefutter in allen möglichen Sorten und Rattengift kaufen kann. Warum man diese zwei ausgerechnet hintereinander aufführt, verschließt sich mir. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

So schlecht kann allerdings die Werbung dieses Betriebes ja nun auch wieder nicht sein. Immerhin teilt man uns stolz mit, dass die Firma nun schon 50 Jahre in Blessington besteht.

Wohl eher trotz der Flugblattwerbung, nicht wegen ...

Sonntag, 13. Februar 2011

Suchbild: Wer findet den "Fehler"?

Leider ist die Qualität nicht berauschend, das iPhone ist nicht wirklich für Nachtbilder während der Autofahrt konzipiert - wert war es dieser Schnappschuss aber allemal ...

Freitag, 11. Februar 2011

Was für eine Woche ...

Auf der Arbeit herrscht Chaos. Und wo Chaos ist, ist Harald immer mittendrin ...

Bei uns in der Arbeit ging es die letzten Wochen drunter und drüber. Vor allem durch zusätzliche Jobs wegen der anstehenden Wahlen, aber nicht nur. Wir blicken auf einen sehr erfolgreichen Start ins Jahr 2011 zurück. Und das gibt Hoffnung.

Dazu kamen diese Woche noch ein Unfall eines Mitarbeiters (gute Besserung Dave, zum Glück hats nur dein Knie erwischt - siehe Foto) und ein paar Krankenfälle (jaja, die Grippewelle krassiert).


Der Rest der Belegschaft hat das dann natürlich auszubaden, und immer mittendrin in sowas ist der Schreiber dieser Zeilen. Schlag jetzt habe ich 62 Stunden diese Woche in der Arbeit verbracht. Kein Scherz. Und ich lechze nach dem Wochenende.

Und bevor jemand noch auf die Idee kommt, mir zum schnellen Reichtum zu gratulieren: Meine Extrastunden sind gedeckelt ...

Nebenbei ist dann noch die Frau krank daheim, und zwischendurch musste auch noch kurz Zeit dafür sein, mit dem Sohn Klamotten kaufen zu gehen, damit der beim freitäglichen Tete-a-tete einen netten Eindruck macht für die neue Facebook-Bekanntschaft ;-)

Die Energie geht zur Neige. Und da freut man sich umso mehr aufs Wochenende. Und auf das Entspannen vor dem Fernseher bei der Schi-Weltmeisterschaft und die Zeit, mal wieder ein gutes Buch zu lesen.

Ach ja, noch eine Randbemerkung: Am Flatscreen hier im Büro läuft nebenbei Lars von Triers Film Antichrist. Kennt den jemand? Sehr starker Tobak ...

Dienstag, 8. Februar 2011

VoteWatch: The Green Party

Kurz vor den anstehenden Wahlen ist es an der Zeit, sich ein wenig mit den namhaften Parteien auseinanderzusetzen, die man hierzulande in zwei Wochen ankreuzen könnte.

Den Anfang macht John Gormley mit seiner Green Party. Dabei ist auch bitte nicht zu vergessen, dass eben diese Green Party in den vergangenen Jahren die Königsmacher für die Regierung Brian Cowen waren. Zwar lediglich als Ersatzreifen am Regierungsfahrzeug, aber immerhin.

Mitgehangen, mitgefangen.

Bei der heute im ISFC abgehaltenen Pressekonferenz wurde dies aber tunlichst verschwiegen.
Leichtes Geschmunzel kam auf, als John Gormley den Anwesenden erklärte, die Green Party habe in den letzten Jahren 20.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Und, sollte sie wieder an die Macht kommen, würden in den nächsten Jahren weitere 100.000 folgen.

Beweise für beide Theorien blieb er allerdings schuldig.

Notgedrungen bei einer Grünpartei auch das Versprechen, neue Waldflächen in Irland zu schaffen. Und das ist der Teil des Grünprogrammes, den ich auch aktiv unterstützen würde.

Spannend dann auch diese Aussage:

Mr Gormley added: "We have a proven track record of delivery and that's why the electorate can believe in our jobs plan. The recovery will be green."


Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

Leider werden die Grünen (die diese Insel sooo dringend nötig hätte) nach dieser Wahl wieder absolut in der Versenkung verschwinden. Wenn nach diesem Regierungsfiasko kein personaller und inhaltlicher Kurswechsel ansteht, wann dann?

Und da dieser nicht erfolgt ist, und es den WählerInnen am Glauben fehlt, wird es für die Grünen am 25. Februar sehr düster aussehen.

Sonntag, 6. Februar 2011

RIP Gary



Gary Moore ist tot :(

DIe Politik der Spätentschlossenen - 'I am thinking of running in the elections'

Eine Email, die mich via Firmenaccount am Freitag Abend erreichte, gibt doch durchaus Einblick in die Ernsthaftigkeit und langfristige Planung, die so mancher Kandidat bei den General Elections am 25. Februar an den Tag legt.

... I am thinking of running in the upcoming elections. Can you please quote me for ...

Zwei Wochen vor der Wahl denkt der Guteste daran, vielleicht zu kandidieren. Als Independant natürlich. Ob das gesetzlich überhaupt noch möglich ist, weiß ich nicht. Besonders durchdacht erscheint es mir auf jeden Fall nicht.

Freitag, 4. Februar 2011

Der Brüller zum Wochenende: Waaaas, Nutella ist nicht nahrhaft und gesund?

Eine kalifornische Mutter zieht wegen irreführender Werbung für den Brotaufstrich Nutella vor Gericht. Sie sei „entsetzt“ gewesen, als sie erfahren habe, dass Nutella nicht „gesund und nahrhaft“ sei, sondern viel Zucker und einen „gefährlich hohen Anteil gesättigten Fetts“ enthalte, hieß es in der Klageschrift von Athena Hohenberg. Hohenberg fordert deshalb eine Änderung der Werbung und Entschädigungen für Konsumenten.

Hier gibt's den ganzen Artikel. Selten so gelacht und den Kopf geschüttelt.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Wunder gibt es immer wieder. Oder: "If you organize it, I'll pay for it"

Tausende von Schulen auf dieser Insel kämpfen ums finanzielle Existieren. Mit Charities, Raffles, Konzerten und viel Eigeninitiative von Lehrern, Schülern und Eltern wird da ein Spalt in der Mauer gekittet, dort ein desolates Turngerät ausgewechselt, oder eine überfällige Gasrechnung abgestottert.

Hin und wieder geht es aber auch ganz einfach. So zum Beispiel in Rolestown bei Swords. Dort war sprichwörtlich der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Und hatte auch noch das nötige Kleingeld.

Wobei Kleingeld hier wohl der falsche Begriff ist. Stolze 7 Millionen pumpte Selfmade-Millionär Pat McDonagh (der mit dem Verkauf seiner Anteile an Riverdeep ein Vermögen gemacht hatte) in die Sanierung der desolaten Schule.

Ein Beispiel, dass im wahrsten Sinne des Wortes Schule machen sollte.

Nachzulesen hier im Irish Independant.

Dienstag, 1. Februar 2011

Bruchlandung vorporgrammiert?

In Zeiten, in denen man eigentlich von Arbeitgeber- wie auch von Arbeitnehmerseite alles dafür geben sollte, den Arbeitsplatz bzw. den Erfolg des Unternehmens so wenig als möglich zu gefährden, steigert sich die Posse rund um den Arbeitskampf bei Aer Lingus mit jeder Runde.

Es sei gesagt: Ich bin grundsätzlich ein Fan von Gewerkschaften. Diese sind wichtig, haben eine Berechtigung und haben vieles erreicht.

Aber leider haben falsch agierende Gewerkschafter (die die Grundidee der eigenen Organisation falsch interpretieren) auch schon sehr viel Schaden angerichtet.

Der Flugticketmarkt liegt ohnehin brach, und durch das Back and Forth zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern steigt die Unsicherheit beim Kunden, dem Passagier. Und der wechselt in Scharen zur Konkurrenz.

Und so wird der ohnehin schwerst defizitären Fluglinie weiterer Schaden zugefügt. Allein heute mussten 20 Flüge storniert werden.

Das soll jetzt keinesfalls heissen, dass sich Arbeitnehmer alles gefallen lassen sollten. Aber alles - auf beiden Seiten - sollte immer mit Maß und Ziel geschehen.

Im Fall von Aer Lingus ist hier eher die Bruchlandung vorprogrammiert ...

Mehr dazu hier.

Das wars dann, Brian.

Das politische Leben des Brian Cowen ist seit heute vorbei. Auch offiziell. Und selbst vor seiner letzten Rede ereilte ihn noch einmal der lange Schatten Bertie Aherns. Und ein mehr als unglückliches Kurzkapitel irischer Politik ist damit zu Ende. Wie auch wohl - zumindest verläufig - die Regierungsbeteiligung der Schicksalssoldaten der Fianna Fault.

Nebenbei: Nachdem gestern die Labour zu Gast bei uns war, versuchte heute die Fine Gael unsere Stimmen zu ergattern. Eifrig bemüht, die beiden aussichtsreichsten Parteien...