Samstag, 29. Januar 2011

Die ersten Trends: Wer lenkt Irland nach den Wahlen?

Am 25. Februar wählt Irland die neue Regierung. Und morgen werden die ersten halbwegs seriösen Trends publiziert. Irland will vermehrt parteiunabhängig wählen.

Demzufolge zeichnet sich ein starker Trend hin zu den parteiunabhängigen Kandidaten aus. Fast 15% wollen die sogenannten Independants wählen. Zum Vergleich: Nur unwesentlich mehr planen, der gerade gescheiterten Fianna Fail ihre Stimme zu geben (16%).

Die nach den Wahlen zu erwartende Koalition liegt in Führung: Die Fine Gael mit Enda Kenny liegt bei 33%, die Labour bei 21. Und 13 Prozent der Befragten planen, ihre Stimme der Sinn Fein zu geben. Wer dann noch übrig bleibt, wird wohl grün wählen. Vernachlässigbar.

Interessant (und etwas gegen den Trend) wird die Frage nach dem geeignetesten Regierungschef beantwortet. Hier sprechen sich immerhin 31 Prozent für Cowen-Nachfolger Martin aus, 26 Prozent halten Labour-Chef Eamon Gilmor für den besten Zukunftslenker Irlands, und nur magere 16 Prozent setzen ihr Vertrauen in Enda Kenny (Bild) von der Fine Gael.

Der erschreckenste Wert, wenn auch keineswegs überraschend: 95 Prozent sind mit der Arbeit der letzten Regierung unzufrieden. Wen wunderts ...

Donnerstag, 27. Januar 2011

Others fire. We hire.

Das sind Nachrichten, die im jetzigen Klima sehr positiv sind. Und darum stelle ich sie auch gerne hier ein. Vielleicht liest ja die geeignete Kandidatin oder der geeignete Kandidat mit.

Wir suchen zum sofortigen Eintritt in unserem Medienbetrieb in Dublin 24:

1 Grafiker/in Vollzeit, unbefristetes Arbeitsverhältnis
1 Chefbuchhalter/in, 30 Stunden pro Woche, unbefristetes Arbeitsverhältnis
1 Digitaldrucker/in (bevorzugt Erfahrung auf Xerox, Serie 5000 und in der Endfertigung), Vollzeit, unbefristetes Arbeitsverhältnis

Sollte jemand Interesse haben, kurze Nachricht an mich via harald@optimal.ie, und vielleicht lernen wir uns dann ja schon bald kennen ...

Mittwoch, 26. Januar 2011

Rastplatz


Ohne Worte ...

Also wurde der "Rebell" zum neuen Boss ...

Michèal Martin hat das Rennen um die Nachfolge von Brian Cowen als Chef der Fianna Fault gemacht.

The newly-elected leader of Fianna Fáil says he is relishing the challenge of bringing the message to the people on behalf of the party.

Micheál Martin - a TD for Cork South Central - said that he is absolutely thrilled with his victory - but he admits his role will be very tough.

In his first press conference as leader, he said that he has already written to Opposition party leaders requesting two leaders' debates instead of one.

He is looking for one debate at the start of the campaign, and one at end. He also said that he would prefer if all leaders conducted one of the debates in the Irish language.

Read more: http://www.breakingnews.ie/ireland/martin-thrilled-by-fianna-fail-leadership-victory-490878.html#ixzz1CAQUIAAT

Somit hat sich mein Tipp nicht bewahrheitet. Ein Grund mehr, nicht um Geld zu wetten ...

An dieser Stelle muss ich mich auch mal für die Kürze der Beiträge hier zur Zeit entschuldigen. Wahlsaison heisst im Druckgewerbe Verdopplung der Arbeit ... Bei gleichem Lohn übrigens ;-)

Montag, 24. Januar 2011

Der König ist tot. Lang lebe der König.

Am Samstag erst hat sich Brian Cowen 'freiwillig' in den Ruhestand begeben, gestern dann haben die Grünen die Regierung verlassen (welch Mut zur Schadensminimierung), und heute kursieren die Gerüchte über Neuwahlen schon Mitte Februar.

Doch wer wird für die Soldaten des Schicksals antreten, wenn deren Schicksal besiegelt wird. Nun, breakingnews.ie zur Folge bewerben sich vier illustre Politpersönlichkeiten um die Nachfolge von Brian Cowen:


Four contenders - Ministers Brian Lenihan, Mary Hanafin and Eamon O'Cuiv as well former Minister Micheal Martin - have declared to contest the race to succeed the Taoiseach Brian Cowen.


Ich tippe mal aus dem Bauch heraus auf Mary Hanafin. Am Mittwoch Abend wissen wir mehr.

Sonntag, 23. Januar 2011

Der Häuptling legt den Kopfschmuck ab

Mit viel Wirbel und Trara fand die Pressekonferenz gestern im noblen Merrion Hotel in der Dubliner City statt. Und Brian Cowen, glückloser und unfähiger irischer Premier, legte darin - nach Rücksprache mit seiner Familie und 'vollkommen ohne Zwang und aus freien Stücken' den Vorsitz der Fianna Fault zurück. Premier will er bis zu den Wahlen am 11. März noch bleiben, aber die Partei kann sich schon einmal nach einem neuen Spitzenkandidaten umsehen.

Mit dem Abdanken Cowens geht eines der wohl erfolglosesten Kapitel irischer Innenpolitik zu Ende. Der Ahern-Günstling wirkte Zeit seiner Amtszeit krass überfordert mit der schweren Bürde des Amtes, stolperte tollpatschig von einem Fettnapf in den nächsten, und ist für die aktuelle Krise und die anstehende Wahlschlappe der Schicksalssoldaten hauptverantwortlich. Der Rechtsanwalt aus Offaly wirkte immer so, als wäre er in ein Amt gezwungen, dass er nicht wollte, und dem er auch nicht gewachsen war. (Sinowatz, anyone?)

Wie auch immer: Wir werden abzuwarten haben, was die Neuwahlen bringen. Verbesserung erhofft.

On a different note: Weil wir grade über Staatenlenker reden: Gestern wäre Bruno Kreisky 100 Jahre alt geworden. Okay, hart, Cowen und Kreisky im selben Artikel zu nennen. Aber erinnern sollte man sich doch auch an den Sonnenkönig, der so viel (wenn auch nicht nur) Gutes für meine alte Heimat bewirkt hat. Ein ähnlicher Visionär wäre jetzt auch auf der Insel willkommen ...

Donnerstag, 20. Januar 2011

Am 11. März wird gewählt

Nun ist also die Katze aus dem Sack (nur wenige wirds allerdings noch überraschen): Biffo Brian Cowen hat in einem hoffentlich letzten staatsmännischen Akt Neuwahlen für den 11. März ausgerufen.

Na dann sag ich mal: Arbeitsmäßig stehen turbulente Wochen bevor. Und generell auch. Mögen die Spiele beginnen.

Der Scherbenhaufen, der sich einst Regierung nannte

Sechs Minister haben in den letzten 24 Stunden die Regierung von Brian Cowen verlassen. Wie hiessen nochmal die Tiere, die sinkende Schiffe verlassen ...

Ja, ENDLICH: Die Neuwahlen stehen an. Ob was besser oder gar anders wird, bleibt abzuwarten. Schlimmer kann es nicht werden.

Spannend wirds auf jeden Fall.

The Taoiseach Brian Cowen is absent from leader's questions in the Dáil today as he reshuffles his Cabinet after an exodus of five ministers in the past 24 hours.

Minister for Enterprise, Trade and Innovation, Batt O'Keefe is the latest expected to resign from Cabinet shortly.

The Cork North West TD will not contest the general election either.

It means there are six vacancies at Cabinet but the Greens are reluctant to support the positions being filled.

Their Parliamentary Party is currently meeting with a tweet from Deputy Paul Gogarty that it is up to the Taoiseach "to see sense or go".

There have been animated scenes in the Dáil with Opposition leaders demanding answers from the Tánaiste Mary Coughlan.

Dienstag, 18. Januar 2011

Grade nochmal so

Brian Cowen hat das Misstrauensvotum heute überstanden, die Mehrheit der 71 abstimmenden Delegierten stellte sich hinter sich und nicht hinter Hauptkritiker Martin. Der Außenminister trat nach der Niederlage auch umgehend zurueck.

Taoiseach Brian Cowen tonight retained control of the ruling Fianna Fáil party after winning a motion of confidence in his leadership.

Mr Cowen saw off the challenge from Foreign Affairs Minister Micheal Martin and will head the party in the upcoming general election.

Voters are expected to go to the polls in late March.

In a brief statement a party official said: ``The Fianna Fáil parliamentary party has voted confidence in the leadership of An Taoiseach Brian Cowen TD.''

Seventy-one TDs voted in a secret ballot after a near three-hour meeting in the party rooms in Leinster House, Dublin.

Mr Cowen had retained majority support of the Cabinet ahead of the vote.

Was für Namen :)

Wer kann mir sagen, wie man diese Namen fehlerfrei ausspricht?

Saidhbh und Daithi

Ich weiß es nicht.

Die irische Sprache verblüfft mich immer wieder.

Wahlen vor der Tür

Man spürt es, man liest es überall - in Irland stehen Wahlen ins Haus. Brian Cowen schlägt sich mit Misstrauensvoten und flüchtenden Ministern rum, und auch wir spüren derzeit die Anspannung. Viele politische Parteien fragen derzeit Druckmaterial an, und die ersten Entwürfe sind bereits eingelangt und zum Druck freigegeben.
Zeit den Bestand an Corriboards (das Material, auf dem die Poster gedruckt sind, die an den Straßen hängen) aufzustocken, und der Dinge zu harren.
Und sich auf einen heftigen, aggressiven Wahlkampf vorzubereiten. Denn die ersten übermittelten Sujets lassen einen solchen erwarten.

Freitag, 14. Januar 2011

Beim Geld fängt die Feindschaft an

Ein Thema, welches leider auch hier immer wieder vorkommt, ist die Zahlungsmoral auf der Insel (okay, nicht nur hier und geschäftlich gesprochen). Ich komme grade aus einem längeren After-Hour-Meeting bei uns in der Firma, bei dem unter anderem aus akutem Anlass auch dieses Thema wieder auf den Tisch kam.

Außenstände jenseits der 90 Tage-Marke: Sechsstellig. Davon wahrscheinlich ein Teil uneinbringlich. Nicht existenzbedrohend zum Glück, aber trotzdem ein großes Problem.

Auch wenn sich die Wirtschaft langsam zu erholen beginnt, die Zahlungsmoral verschlechtert sich.
Und mittlerweile ändert sich auch das Verhalten der Schuldner. Demut und Reue war gestern, offensichtlich ist nun Offensive angesagt. Und Frechheit auch gleich.

Jüngstes Beispiel: Die Veranstaltungsagentur, die die Hochglanzprogrammhefte nicht zahlen kann oder will. Nach Wochen und Wochen vergeblicher Kontaktaufnahmeversuche durch nahezu jeden bei uns im Büro hat es mit besagtem Kunden ein unangekündigtes Erscheinen bei der Heimadresse des "Chefs" gebraucht (Danke, CRO). Seine Mutter war dann doch etwas überrascht über den Besuch.

Nun ist ein paar Tage später Bewegung in die Sache gekommen. In Form einer Email des Schuldners. Wer aber jetzt zumindest eine Entschuldigung fürs Nichtzahlen erwartet hat, ist Fehl am Platz.

Zwar kam eine halbherzige Entschuldigung für den 'Delay in coming back to you', aber statt dem Vorschlag einer Lösung des Problems hat uns der Schuldner die Geschäftsbeziehung aufgekündigt.

Ja, richtig gelesen. Er uns. Kein Scherz. Leider.

Nothing else to say ...

Mittwoch, 12. Januar 2011

Weiter wasserlose Nächte in Wicklow

Im County Wicklow, ebenso wie in Teilen von Dublin und im County Kildare gibt es auch weiterhin wasserlose Nächte. Sprich, ab ca. 6 Uhr abends wird die Wasserversorgung abgeschaltet, und erst am nächsten Morgen wieder angestellt.
Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Während in Dublin die Reservoirs wirklich noch leer sind, sind in Wicklow und Kildare vor allem beim letzten Frost geborstene Leitungen dafür verantwortlich.
Nun, das ganze ist nicht wirklich ein Beinbruch, man kann sich gut darauf einstellen. Zum Glück hat es uns hier ja nicht so stark erwischt wie kürzlich Nordirland.
Aber ein paar Tage wird diese Unbequemlichkeit (und eine ebensolche ist es) schon noch andauern.

Dienstag, 11. Januar 2011

Der Gasboiler schnurrt wieder. Das Auto noch nicht ganz.

Heute mal wieder (wie eigentlich immer) ein positives Erlebnis mit einem irischen Handwerker, in diesem Fall dem Plumber. Rund um die Feiertage hat unser Gasboiler etwas gekrächzt und geröchelt, und deswegen haben wir uns zum Service entschlossen (sprich unseren Landlord mit sanftem Druck dazu bewegt, weil das letzte Service nun doch schon im April 2007 war).
Auf die Minute pünktlich gekommen, sauber und kompetent gearbeitet, freundlich noch dazu - und unser Gasboiler schnurrt wieder wie neu eingebaut. Und gleichzeitig wurden noch als Dienstleistung ein paar Heizkörper entlüftet, und damit gibts sicherlich auch wieder ausreichend Warmwasser.

Eins plus!

Ach ja, zum Autothema: Mein Rover wird weiterleben, nach saftiger Reparatur. Derzeit bin ich mit einem 97er Corsa (Lend von der Werkstatt) unterwegs. Don't ask ...

Wenn ich es jetzt auch noch schaffen sollte, diesen dämlichen HP-Wifi-Drucker am Netzwek anzumelden, ist die To-Do-Liste mal wieder aufgearbeitet ... Aber das ist eine andere Geschichte.

Montag, 10. Januar 2011

Goodbye my car, goodbye ...?

Ein wunderbarer Start in die neue Woche *grummel* Mein liebes, nettes, ansonsten so zuerlässliches Fahrzeug liess sich heute Morgen nicht anstarten, und gab Geräusche von sich, die nichts Gutes vorausahnen lassen.

Telefonische Vermutung des Mechanikers: Bei den Fluten vom vergangenen Freitag auf dem Heimweg von Drogheda könnte der Luftfilter von unten Wasser angesaugt haben. Sollte sich das bewahrheiten, wird es wohl aufgrund der Kosten-Nutzen-Rechnung eher Auf Wiedersehen, geliebtes Fahrzeug heissen.

Also sitze ich jetzt hier, harre der Dinge die da kommen, und starte die Woche mit meinem Generalmotto: Es kann jetzt eigentlich nur mehr besser werden ...

Samstag, 8. Januar 2011

Hach wie schön - der Alltag hat uns wieder, und nebenbei ist auch das kleine Büro fertig.

Viel zu schnell sind die Feiertage vorbeigebraust, und in einer Woche, in der ich eigentlich noch die meisten daheim im Urlaub wähnte, hat das Arbeitsleben schon wieder Fahrt aufgenommen, und Business as usual (or even better) ist eingekehrt.

Warum? Nun, wir arbeiten in einer Branche, die viel mit Jahresverträgen arbeitet. Und diese werden jetzt vergeben. Soll heissen, nicht nur den letzten, sondern schon den Zweitbesten beissen die Hunde.

Der Januar ist - so komisch das klingen mag - arbeitsmäßig wohl der spannendste Monat des Jahres. Und auch mit einer der anstrengendsten.

Aber kein Grund, mich zu beklagen. Ich habe Arbeit, ich liebe meine Arbeit. Das ist was beruflich zählt. Ach ja, und bezahlt werde ich auch noch dafür.

Gelegenheit zu dieser relativ sinnfreien Reflexion von Arbeitswoche 1 im Kalenderjahr 2011 hatte ich am Freitag Abend bei der Heimfahrt von Drogheda. 77 Kilometer bei strömendem Regen und aufkommendem Nebel. Hach, wie ich das mag.

Aber immerhin hats noch für einen kleinen Zwischenstopp beim schwedischen Möbelgiganten in Ballymun gereicht, und heute morgen haben wir es nach fast einem Jahr im Haus dann doch endlich geschafft, auch den letzten Raum fertig einzurichten und den Desktop-PC vom provisorischen Büro am Küchentisch in das richtige Büro zu übersiedeln ...

Donnerstag, 6. Januar 2011

Kranke Gebühren

Autsch, das tut weh. Die VHI, größter privater Krankenversicherer in Irland, erhöht die Gebühren - und das gleich in stolzem Ausmaß.
15% werden die Gebühren im Mindestfall ab dem nächsten Renewal angehoben (wir hatten etwas Glück, unser Renewal war grade letzten Monat). Je nach Plan kann die Erhöhung aber auch bis zu 45 Prozent ausmachen. Näheres dazu hier.

Die VHI hat im Jahr 2010 nach eigenen Angaben 48.000 Kunden verloren (ich möchte gar nicht dran denken, wieviele aufgrund der Rezession die Zusatzversicherung aufgekündigt haben) und 170 Millionen Euro Verlust eingefahren. Als Hauptursache dafür gab die Versicherung an, das man soviele ältere und kränkere Menschen versichern würde ...

Naja, den Mitgliederschwund wird es wohl nicht gerade stoppen, wenn jetzt die Gebühren so satt erhöht werden.

Und um nebenbei auch noch mit einem Vorurteil aufzuräumen: Es geht auch ohne private Krankenversicherung in Irland. Man muss auch dann nicht auf der Straße verrecken wenn man eine Grippe hat. Aber es ist komfortabler, und man wird bevorzugt behandelt, und ich denke mal, auch etwas besser ...

Montag, 3. Januar 2011

One out of 10 (1): Ozzy Osbourne

Er kanns noch. Ex-Black Sabbath-Sänger und Rocklegende Ozzy Osbourne überzeugte 2010 mit dem Album Scream, seinem besten seit langem. Und hat sich auf Platz 1 in meinen ganz persönlichen Charts gespielt.

Meine Nummer 1: Ozzy Osbourne mit Diggin me down

One out of 10 (2): Carlos Santana

Carlos Santana begeisterte (nicht nur) mich 2010 mit dem Album Guitar Heaven, in dem einer der größten Gitarristen aller Zeiten die größten Gitarrenhits aller Zeiten aufarbeitete.
Bei seiner Version von Back in Black hats mich am Anfang geschüttelt, aber mittlerweile geht diese - zugegeben eigenartige - Version nicht mehr aus meinen Gehörwindungen raus ;-)

Mein Platz 2: Carlos Santana mit Back in Black

One out of 10 (3): My Chemical Romance

Seit 10 Jahren liefern MCR aus New Jersey Qualitätsarbeit ab, und so auch 2010 wieder. Sollen angeblich Ende 2011 nach Irland kommen. Da freu ich mich schon mal.

Mein Platz 3: My Chemical Romance mit Sing

One out of 10 (4): Linkin Park

A Thousand Suns von Linkin Park war für mich vielleicht DAS Album 2010. Wie immer wird da beste Qualität abgeliefert.

Mein Platz 4: Linkin Park mit Catalyst

One out of 10 (5): Unheilig

Als Bewunderer von Oomph! konnte ich zuerst mit Unheilig eher wenig anfangen. Das hat sich aber 2010 geändert. Das Album Große Freiheit ist sehr gelungen, und die Singleauskopplung Geboren um zu leben ist ganz große Klasse.

Mein Platz 5: Unheilig mit Geboren um zu leben

One out of 10 (6): Meat Loaf

Seine Stimme ist ohne Zweifel eine der besten im Musikbusiness, und er begleitet mich auch schon seit Kindertagen mit seiner Musik. Als ich diese Nummer zum ersten Mal hörte, hatte ich so meine Zweifel, aber je öfter man Los Angeloser hört, umso mehr prägt sich diese Nummer ein. Und am Ende des Jahres kriege ich sie nicht mehr aus dem Kopf.

Mein Platz 6: Meat Loaf mit Los Angeloser

One out of 10 (7): Slash feat. Fergie

Dieser Mann war nie weg, und hat dennoch 2010 ein großartiges Comeback geliefert. Slash, ehemaliger Gitarrist der Guns N'Roses, meldet sich auch in den Hitparaden zurück, hier mit Unterstützung von Fergie von den Black Eyed Peas.

Mein Platz 7: Slash feat. Fergie mit Beautiful Dangerous

One out of 10 (8): Freddy Sahin-Scholl

Diese Gesangsleistung hat mich etwas vom Hocker gehauen, als ich das zum ersten Mal gehört habe (für alle, die ihn nicht kennen: Er singt alle Tonlagen in diesem Lied selber). Dieser Mann hat das Supertalent 2010 auf RTL gewonnen (unglaublich, was ich so alles mitkriege, oder ;-) und kann trotzdem singen - großartige Stimme(n).

Mein Platz 8: Freddy Sahin-Scholl mit Carpe Diem


One out of 10 (9): The Black Keys

Auf Platz Nummer 9 wirds bluesig. Und gleichzeitig war das auch eines der nettesten Videos des Jahres, oder? The Black Keys kommen aus Amerika, sind dort schon relativ bekannt, und warten noch auf den Durchbruch in Europa. Der leider auch mit dem 10er-Album "Brothers" nicht gelungen ist. Aber immerhin durften sie schon mal beim Soundtrack zu einem der schlechtesten Filme des Jahres mitmachen: In der nutzlosen Neuauflage des A-Teams gibts Bluesiges zu hören.
Auf Platz Nr. 9: The Black Keys mit Tighten Up

One out of 10 (10): Meine musikalischen Favoriten 2010 - The Gaslight Anthem

Die paar freien Tage nach Weihnachten waren auch mal wieder die Zeit, die musikalischen Gustostücke und auch Fehlkäufe etwas einzuordnen, die das abgelaufene Jahr mit sich gebracht hat. Und dabei hatte ich die Idee (oh Gott, welch neuer Einfall), meine ganz persönlichen Top Ten des 10er Jahres zu erstellen. Here we go...

Platz 10 geht an eine amerikanische Formation, die so klingt und auch klingen will, als würde Bruce Springsteen nochmal 20 sein, und als Frontman einer Band an den Start gehen. Das mittlerweile dritte Album von The Gaslight Anthem ist auch das bisher beste. Und daraus gibt's den Titeltrack, mein Platz 10 im Jahr 2010: American Slang.

Sonntag, 2. Januar 2011

Schnee auf dem Weg?

Ich versuche mich mal kurz als Metereologe (Gibt es eigentlich schon einen Dauerersatz für Kachelmann?). Wenn ich heute so den Vögeln an den Futterhäuschen bei uns im Garten so zuschaue, wie sie sich um die letzten Körner bekriegen, würde ich mal sagen, uns steht bald wieder eine Lawine Schnee ins Haus.
Oder die Viecher sind einfach nur stinkfaul geworden ...

PS.: Grade gesehen: Dies war Post Nr. 1000 in diesem Blog. Auch eine Randbemerkung wert ;-)

Godfather Theme by Slash

Ex Guns N' Roses-Gitarrist Slash versucht sich brilliant am Theme von Godfather (Der Pate). Nachdem ich Fan von beidem bin, eine perfekte Kombination in meinen Augen.

Samstag, 1. Januar 2011

1. 1. 11: Was war, und was noch kommen soll

Das einzig schöne am heutigen Tag (wenn man mal aus dem Fenster rausschaut) ist das Datum. Am 1. 1. 11 bleibt die Zeit, das gerade eben zuende gegangene Jahr 2010 ein wenig Revue passieren zu lassen, und sich auch ein paar Gedanken darüber zu machen, was uns denn so erwarten wird in 2011.

2010: Irland ist allgegenwärtig

Unsere Wahlheimat hat im abgelaufenen Jahr für viele Schlagzeilen gesorgt - nur leider waren nahezu alle im Negativbereich. Ein ganzes Jahr lang ist eine schlecht bis nicht regierte Nation von einem Skandal zum anderen geschrammt, und kurz vor Jahresende gipfelte die Gratwanderung zwischen Staatsbankrott und Weiterwursteln in der Annahme einer 80 Milliarden schweren EU-Finanzhilfe, die wiederum größtenteils in die Aufrechterhaltung des runinösen Bankensektors auf der Insel gepumpt wird.
Unglaublich für mich ist, dass sich die desolate Regierung Brian Cowens allen Unkenrufen zum Trotz noch immer im Sattel gehalten hat. Schon okay, die Weltwirtschaftslage ist kritisch, aber was diese Regierung in den letzten Jahren alles falsch bzw. nicht gemacht hat, würde den Rahmen dieses Blogs sprengen. Erst jetzt - viel zu spät - stehen uns Neuwahlen ins Haus. Ob diese allerdings die dringend notwendige politische Kurskorrektur bringen werden, bleibt noch abzuwarten. Die Hoffnung lebt, und ich denke, man sollte Enda Kenny und der Fine Gael jetzt in Zusammenarbeit mit der Labour die Chance geben. Es kann nur besser werden.
Irlands Bild in Europa hat sich auf alle Fälle grundlegend verändert. Von der schafbesiedelten grünen Idyllinsel hat sich Irland 2010 zum europaweiten wirtschafts- und finanzpolitischen Sorgenfall entwickelt. Bye Bye Celtic Tiger. Hello Finanzmisere. Hausgemacht, aber das ist eine andere Geschichte.

2010: Irland ist weiß

Unerwartete Wetterkapriolen haben die Insel im abgelaufenen Jahr heimgesucht. Gleich zwei relativ strenge Winter in Folge, mit Rekordschneefällen, haben wochenlang Irland in Schockfrostzustand versetzt und das Autofahren für die zu 95 Prozent sommerbereiften irischen AutofahrerInnen zur Lotterie gemacht. Auch wenn vergleichsweise wenig passiert ist, der wirtschaftliche Schaden war enorm. Und die Insel war kein Deut besser vorbereitet auf den Winter als im Vorjahr. Auch wenn dieses Jahr das Überraschungsmoment nicht mehr so groß gewesen sein dürfte. Man darf gespannt sein auf den nächsten Winter. Und der kommt bestimmt. Klimawandel sei Dank. Beteiligung am Winterreifenimport, anyone?

2010: Irland wird Heimat

Aber lassen wir das große Ganze für einen Moment beiseite. 2010 war für uns ganz persönlich ein sehr gutes Jahr. Über die postitive berufliche Entwicklung für uns in sicheren Jobs und die gute Schullaufbahn unseres Sohnes habe ich hier schon desöfteren berichtet. Aber 2010 hatte für uns mehr zu bieten als das. Irland ist ein Stück weit Heimat geworden. Nicht mehr Ausreiseziel oder kurzfristiges Abenteuer. Die Wurzeln haben den Boden erreicht und beginnen sich festzusetzen. Ferienstimmung und Abenteuerlust sind dem Sich-Wohlfühlen und der Behaglichkeit gewichen. Und das ist wohl das Schönste, was man sagen kann.

2011: Irland bleibt spannend

Zum Abschluss eine vorsichtige Prognose für 2011: Irland wird spannend bleiben. Zum einen bleibt abzuwarten, wie sich die politische und wirtschaftliche Situation entwickelt. Besserung ist erhofft und erwünscht, aber bei Weitem noch nicht garantiert. Zum anderen wird es auch ein spannendes Arbeitsjahr: Meine Frau arbeitet weiter am Aufstieg innerhalb der Firma, und bei uns steht in den nächsten Tagen ein großer Relaunch bevor, der in den nächsten Wochen meine ganze Kraft erfordern wird. Still und heimlich haben wir formal seit heute Optimal Print Solutions zum Leben erweckt, und da wird noch einiges an Arbeit auf mich zukommen. Auch für unseren Sohn steht die Herausforderung an, die zweite Klasse gut zu meistern, und sich noch weiter ins Sozialleben einzufügen.

Wir freuen uns auf ein neues Jahr in Irland. Weil Irland trotz aller Probleme wunderschön ist, und es sich hier wunderbar leben lässt.

Auf ein gutes Neues, noch besseres Jahr 2011.