Freitag, 31. Dezember 2010

Und natürlich ...

darf das auch nicht fehlen:

This is the end, my friend



Freilich nur von einem weiteren Jahr in Irland.

Wir werden uns morgen zum Start ins neue Jahr mit unserem kleinen persönlichen Rückblick und auch unserer Jahresvorschau melden und genießen heute noch die letzten Stunden des unglaublich schnell vergangenen Jahres 2010.

Euch allen alles Gute fürs Jahr 2011, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit, und natürlich auch genau dasselbe von Herzen, was auch ihr uns wünschen würdet ;-)

Lidl: I'm loving it


Und der Preis für die beste Idee des Jahres geht an: Den deutschen Diskonter Lidl. "Watscheneinfach", wie wir Österreicher zu sagen pflegen, aber dennoch: Beim Lidl gibt es seit kurzem mehrmals täglich frisch gebackenes Brot. In allen möglichen Variationen: Vom Käseweckerl über Salzgebäck bis hin zu richtig gutem Schwarzbrot mit knuspriger Rinde - absoluter Gaumenschmaus, vor allem im Vergleich zu den Sodabroten und geschmacksneutralen Weissweckerln, die man hierzulande bisher bekam.

Im persönlichen Einkaufsduell Lidl gegen Aldi führt damit eindeutig Lidl - schon wegen dem herrlichen Geruch, der einem beim Betreten der Filliale entgegenströmt.

Dienstag, 28. Dezember 2010

Peter Kreisky ist tot

Gestern erreichte uns die Nachricht via Teletext: Peter Kreisky, linker Visionär und Sohn des legendären österreichischen Bundeskanzlers Bruno Kreisky, ist tot.

Er unternahm im Feriendomizil auf Mallorca eine Wanderung, von der er nicht mehr zurückkehrte. Über die genaue Todesursache ist noch nichts bekannt.

Peter Kreisky wurde 66 Jahre alt.

Ich hatte vor vielen Jahren ein einziges Mal die Gelegenheit, ihn persönlich kennen zu lernen. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt referierte er zum Thema sozial gerechtere Vermögensverteilung, und die anschließende Diskussion spiegelt sich bis heute in meiner Erinnerung wieder.

Dass mich diese Nachricht just zu einem Zeitpunkt erreicht, an dem ich mitten in die Memoiren seines Vaters vertieft bin (danke für dieses schöne Geschenk nach Österreich), ist reiner Zufall.

Ein weiterer Visionär, der nicht so im Rampenlicht stand wie sein Vater, der aber dennoch genauso interessante Denkstrategien und Konzepte auf Lager hatte, weilt nicht mehr unter uns.

Das oben gezeigte Bild stammt aus einem Bericht auf www.heute.at

Sonntag, 26. Dezember 2010

Postkartenidylle am Weihnachtstag

Wer hätte das in Irland für möglich gehalten? Absolute Winteridylle, weisse Weihnachten, und ein wahrer Prachttag am 25. Dezember. So wie auf diesen Fotos präsentierte sich Irland zu den Feiertagen 2010:





Mittwoch, 22. Dezember 2010

Dann wünsch ich mal ...


Zwar datumsmäßig noch etwas verfrüht, aber da ich morgen vom Büro direkt in ein paar ruhige Tage im Familienkreis entweiche, besser zu früh als nie:

Wir wünschen allen, die hier hin und wieder, immer wieder, immer öfter oder sogar noch mehr mitlesen, wunderschöne, friedliche Weihnachten und vor allem Zeit, um diese mit den Liebsten zu verbringen.

Mille Grazie fürs Reinschauen, euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest, und wir lesen uns dann nach den Weihnachtstagen wieder.

Und zum Abschluss lassen wir noch mal einen Iren (okay okay, zumindest einen halben) singen:

Oh Tannenbaum ...

... oder so. Es muss ja nicht immer grün und mit Omas Christbaumschmuck sein.

Nebenstehender "Christbaum" wurde im Belvedere Wien gesichtet. Laut der Schaffens- (und wahrscheinlich auch Lebens-)künstlergruppe Gelatin ein wahres Kunstwerk:

Sie erinnere an Kinderspielzeug, (Anm. des Verf.: "Echt???") "aber so groß und dominant, dass wir in die Perspektive des Kindes zurückversetzt werden", hieß es vom Belvedere.

"Ein Fest, das den Bauch kribbeln lässt und Tränen in die Äuglein drückt", will Gelatin mit dem vier Meter hohen "fleischfarbenfröhlichen Baum" beschwören.

Ich verwehre mich gegen alle Vergleiche, wie dieses Ding ausschaut. Naja, gegen fast alle. Wusste gar nicht, dass Beate Uhse jetzt auch Weihnachtsbäume erzeugt.

Bild: (c) www.orf.at

Montag, 20. Dezember 2010

Verdutzter Blick auf einen zugefrorenen See




Zuerst Jahrzehnte nicht, doch heuer ist der Blessington Lake das zweite Jahr in Folge zugefroren. Unser Hund hat etwas überrascht reagiert gestern nachmittag ...

Freitag, 17. Dezember 2010

Another Moody Blues

Die Nachricht verheißt nichts Gutes: Die US-Ratingagentur Moody’s hat die Bonität Irlands drastisch um fünf Stufen gesenkt. Und das, obwohl sich Irland unter den EU-Rettungsschirm geflüchtet hatte. Irland ist nun nur noch zwei Stufen vom „Junk“-Status entfernt. Die Entscheidung platzt mitten in den EU-Gipfel, der die Finanzmärkte beruhigen sollte. Die Entscheidung von Moody’s macht klar, dass der Rettungsschirm als Hilfsmaßnahme nicht ausreicht.

Wir nähern uns also dem Junk-Status. Das verheisst nichts Gutes. Jetzt wird diese Insel erneut den Moody Blues spüren. Baa1, there we go.

Hier gibts den ganzen Artikel nachzulesen. (Quelle: www.orf.at)

Und das hier ist für alle, die zu jung sind, um mit der Anspielung in der Überschrift noch was anfangen zu können.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Cowen, ich tanke Dir!

Ich glaub, mein Schwein pfeift. 1.439 Euro kostet der Liter Benzin heute Morgen in Dublin. (Okay schon ein paar Tage, aber ich achte immer nur drauf wenn der Tank leer ist)

Ich kann mich noch daran erinnern, dass in der alten Heimat vor Jahren die gruene Partei dafuer gegeisselt worden ist, dass sie verlangt hatte, der Liter Benzin sollte 20 Schilling kosten.

Here we go, das waere somit erreicht.

Brian Cowen, ich tanke Dir. Und der Erdoelmafia natuerlich auch.

PS.> In eigener Sache: Sorry, derzeit ist es hier (mal wieder) sehr ruhig, angepasst an die Jahreszeit. Sohn daheim krank, Gattin im Krankenhaus, dazwischen noch immer im Arbeitsverhaeltnis zum Glueck - man moege mir nachsehen.

Schoene stille Zeit an alle hier.

Dienstag, 14. Dezember 2010

BlogSwitch: Weihnachtslieder abseits des Mainstreams

Im Vorjahr haben wir hier in der stillsten Zeit des Jahres eine Auswahl von etwas anderen, teils nicht so populaeren Weihnachtsliedern gezeigt. Dafuer fehlt uns heuer leider irgendwie die Zeit und Musse.

Aber Musikfreunden kann geholfen werden ;-)

Blogger-Kollege Bernd sorgt sich heuer um den Ohrengenuss der IrlandblogleserInnen. Mit einer sehr interessanten Auswahl an Weihnachtsliedern, unter denen einige wahre Juwelen sind.

Montag, 13. Dezember 2010

Mein Vertrauen ins irische Kranken(haus)system

... ist seit heute gewaltig gestiegen. Meine Frau hat die leider notwendige Operation und somit unseren ersten Besuch im Krankenhaus bestens ueberstanden, und in Sachen Professionalitaet kann man sich wirklich nicht beschweren. Sollte auch mal gesagt werden.

Irland ist demokratischer als Oesterreich und Deutschland

Zugegeben, eine sehr gewagte Behauptung. Die sich aber seit heute mit Fakten unterlegen laesst.
Zumindest sieht dass die in Wien ansaessige Democracy Ranking Association so. In ihrem Jahresbericht 2010 beurteilt sie den Demokratiestatus der Weltstaaten anhand der Faktoren Politik, Wirtschaft, Wissen, Gleichberechtigung, Gesundheit und Umwelt. (Die genauen Bewertungsfaktoren wurden leider nicht publiziert.

Auf Platz 1 der Liste der demokratischsten Laender der Welt: Norwegen, dass den bisherigen Spitzenreiter Schweden auf Platz 2 verwies. Mit Finnland schaffte es noch ein weiterer skandinavischer Staat aufs Siegertreppchen.

Platz 4 belegen die Eidgenossen aus der Schweiz, auf Rang 5 folgt Daenemark. Sechster sind die Niederlande, auf Platz 7 folgt die Republik Irland, erst direkt dahinter Deutschland und Grossbritannien.

Meine alte Heimat Oesterreich belegt nur Platz 11, und die USA gar nur Rang 15.

Wie gesagt: So ganz erschliesst sich mir das Bewertungssystem noch nicht, aber dennoch eine interessante Statistik.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Jetzt taut's

Ice Age 2 in Ireland - jetzt taut's.

Sehr zum Leidwesen von Hund und Kind (ersterem wegen des Spasses draussen, zweiterem wegen der schulfreien Tage), aber sehr zum Vorteil der autofahrenden Bevoelkerung taut es derzeit in Irland, und die Schneemassen verwandeln sich in Wassermassen (auch da bibbert der irlanderfahrene Bewohner etwas vor Angst).

Wunderschoenster Sonntagmorgen heute: Die Sonne gibt alles was sie hat, die Strassen sind frei, und es ist eigentlich angenehm warm draussen. Daran koennte man sich gewoehnen.

Ich wuerde mir wuenschen dass es die naechsten zwei Wochen so bleibt, und dass wir dann rechtzeitig zum 24. Dezember wieder Schnee bekommen. Die Tiefkuehltruhen sind voll, das Getraenkelager aufgestockt, also wuerden uns ein paar Tage rund um Weihnachten nicht schaden, an denen man das Haus nicht verlassen koennte ...

Trademark Ice Age 2 (c) 20th Century Fox. Unbedingt den Film anschauen!

BlogSwitch: Kollege Gombeen Man bringts wie immer auf den Punkt

http://gombeennation.blogspot.com/2010/12/lenihans-budget-means-wealthy-pay-less.html

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Arme Sau! *

* umgangssprachlicher gutoesterreichischer Ausdruck der in keinster Weise etwas mit dem Erscheinungsbild des Angesprochenen zu tun hat.

Der Schreiber dieser Zeilen ist kein Freund der billigen Polemik. Und versucht auch immer vorher abzuwaegen, bevor er in bereits geblasene Hoerner reinpustet.

Okay, genug der Hoheitsform, wechseln wir zur Ich-Form ...

Ich mag es allerdings auch keinesfalls, wenn ich verarscht werde. Und schon der Versuch zaehlt.

Bei der Abendlektuere des heutigen Independant bin ich mir mal wieder so vorgekommen. Ja, der irische Haeuptling (raeusper) Brian Cowen hat einen gewaltigen Pay-Cut erhalten. Satte 14.000 Euro weniger kriegt der Guteste nun pro Amtsjahr (was bei ihm nicht mehr schlagend werden wird, weil dieses Problem wahrscheinlich/hoffentlich schon Enda Kenny haben wird).

Vierzehntausend Euronen - bei dem gerade gesunkenen Mindestlohn in Irland eigentlich ein ganzes Jahresgehalt eines Callcentermitarbeiters im Anfangsstadium.

Wie kann der Arme denn nun ueberleben, mit dem Gegenwert eines Neuwagens weniger pro Jahr?

Ganz einfach: Es bleiben ja immerhin noch 214.000 Euro pro Jahr ueber.

In Worten: Zweihundertvierzehntausend Euro. Ein Einfamilienhaus pro Jahr.

Gut, lassen wir die Kirche im Dorf. Auch ich bin dafuer, dass Fuehrungskraefte gut bezahlt werden. Ich will ja auch nicht, dass der Pilot, der mein Flugzeug fliegt, gerade ueber Ratenzahlungen nachgruebeln muss, waehrend ich mich gen Griechenland bewege (Danke Michael Moore).

Aber: Ich wuerde es auch sehr begruessen, wenn zumindest ein wenig nach Leistung bezahlt werden wuerde. Und somit duerfte Brian Cowen schon mal mit den Rueckzahlungen anfangen, denn er (samt Kumpel Bertie) schuldet diesem Land sehr viel.

Genug der Polemik: Vergleichen wir das Ganze doch mal: Angela Merkel bekommt etwas mehr, rund 220.000 Euro im Jahr. Auch sehr stolz, so nebenbei bemerkt. Aber: Mag das vielleicht mal jemand pro regiertem Kopf betrachten (80 Millionen Deutsche vs. 4 Millionen Iren - hmmmmm). Danke fuer diesen Blickwinkel, Chris!

Interessanter wird es schon beim Nachbarn: Der neue britische Premier Cameron bekommt mit 170.000 Euro pro Jahr deutlich weniger als Brian C. Und hat zum Amtsantritt gleich mal auf satte 60.000 Euro pro Jahr verzichtet, ohne wirkliche Notsituation.

Mich treiben solche Augenauswischereien, die dann als grosse Sparmassnahmen getarnt werden, immer die Zornesroete ins gebleichte Antlitz. Samt Einsparungen beim Fuhrpark und zwei Flugzeugen weniger. Laecherliche Propagandamassnahmen, um einmal mehr selbst im Sinkflug noch das Volk fuer dumm zu verkaufen.

Und ja, es ist gut dass auch bei der Regierung gespart wird. Aber solche Laecherlichkeiten sind nicht genug. Erklaert aber irgendwo auch die Loctite-maessige Sesselkleberei des Bertie-Zoeglings.

Neuwahlen. Jetzt.

PS.: Es sei aber auch noch gesagt, dass im Vergleich zu ESB-General McManus (750.000 Euro Package pro Jahr) Brian ja wirklich eine arme Sau ist.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Santa Lenihan und das lange Warten auf die Grausamkeiten

Heute Nachmittag, um 3.45 Uhr, ist es also soweit. Rechtzeitig zur Weihnachtszeit (und zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt für das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel) verkündet uns also Finanzminister Brian Lenihan, welche Einsparungen und Steuererhöhungen uns demnächst erwarten.

Viel ist georakelt worden in den letzten Wochen, und viele Details des "grausamsten Budgets aller Zeiten" (c) Irish Examiner haben auch schon das Licht der Welt erblickt.

Zusätzlich zur Herabsetzung des gesetzlichen Mindestlohns und dem Anziehen der Steuerschraube auch bei den kleineren Einkommen, zusätzlich zu erhöhten Studiengebühren und stark beschnittenen Sozialleistungen erwarten uns natürlich auch Erhöhungen bei den "üblichen Verdächtigen": Zigaretten, Treibstoff und Alkohol. Den Schwarzmarkt wirds freuen, das letzte boomende Geschäft auf der Insel wird wieder Aufwind erhalten.

Anyway: Warten wir ab, welche Überraschungen Brian L (als Gehilfe von Brian C) heute nachmittag für uns auf Lager hat. Ändern werden wirs nicht können. Aber wenigstens geht uns Bloggern der Schreibstoff nicht aus in der sonst ruhigen Vorweihnachtszeit ;-)

Bild: (c) apz.ca

Es grünt so grün

Wirklich nicht zu übersehen. Seit gestern Abend er"strahlt" dieser Irlandblog in grün mit Kleeblättern im Hintergrund. So richtig schön kitschig irisch.

Warum? Weil es mir grade sehr gut gefällt. Ich werde zwar nicht zum Goldtopfsucher, bin aber grade auf der grünen Welle. Ergo auch dieses neue Erscheinungsbild.

Montag, 6. Dezember 2010

Back in the Saddle - Prolog

Der Mensch irrt schneller als er denkt. Gerade noch heute Morgen habe ich mich gefreut, endlich wieder zur Arbeit zu kommen, und auch noch georakelt, dass jetzt wieder Normalitaet einsetzt.

Und nun?

Sitze ich mit einer gemuetlichen Tasse Tee im Wohnzimmer und schaue beim Fenster raus - starker Schneefall mal wieder. Der hoffentlich bald wieder aufhoert, sonst haben wir morgen frueh wieder ein leichtes logistisches Problem ...

Happy Nikolo

und vielen Dank fürs Mitlesen hier.

Interview mit Dan Mulhall, Irlands Botschafter in Deutschland

http://www.european-circle.de/marktwirtschaft/meldung/datum/2010/12/03/irland-ist-nicht-nur-eine-wirtschaft.html

Ganz interessant nachzulesen. Vor allem die übertriebene Blauäugigkeit, mit der Mr. Mulhall an Wirtschaftsthemen herangeht ...

Danke für den Link an Maria-Theresia.

Back in the Saddle

Pünktlich zum Nikolaustag hat sich auch wieder eine Wegmöglichkeit aus den Wicklow'schen Hintergebirgen aufgetan, und ich habe es mal wieder ins Büro geschafft. Nicht ohne um sieben Uhr Morgens fast eine Stunde damit zu verbringen, per Fußmarsch Heisswasser zu organisieren, um das eingeeiste Schloss aufzutauen ... Grummel.

Die Main Roads sind mehr oder minder schnee- und eisfrei. Nicht so aber die Nebenstraßen, die sogenannten Slip Roads. Die machen ihrem Namen nach wie vor alle Ehre. Seit mehr als zwei Stunden versucht draussen ein armer Teufel, seinen LKW, der auf der ebenen Parkplatzfläche hängen geblieben ist, wieder flott zu kriegen. Wir haben zuletzt sogar versucht, mit einem Vierergespann aus drei Gabelstaplern und einem 4x4-Van etwas anzuziehen - vollkommen nutzlos.

Dennoch: Langsam aber sicher nähern sich die Straßenverhältnisse wieder dem Sollzustand, und damit wird auch das Winterthema wieder in den Hintergrund gedrängt, und man kann sich auf die morgige Budgetankündigung von Brian Lenihan konzentrieren.

Ob das allerdings so gut ist ...

Sonntag, 5. Dezember 2010

12 Jahre aus der Krise?

Ermittelt man den durchschnittlichen Wert, dann glauben Frau Irin und Herr Ire, dass es satte 12 Jahre dauern wird, bis sich das Land wieder erholt hat (ich hoffe, man meint damit nicht die Zeit bis zur Rueckkehr des Celtic Tiger).
Der Irish Examiner befragte 1000 Irinnen und Iren, wie lange es denn ihrer Meinung nach dauern wuerde, bis sich die gruene Insel wieder wirtschaftlich erholt hat:
23 Prozent denken, die Sanierung der angeschlagenen Wirtschaft werde in weniger als 5 Jahren von statten gehen. Die satte Mehrheit, naemlich 46 Prozent, schaetzt die Zeitspanne auf 6 bis 10 Jahre.
22 Prozent richten sich auf eine laengere Wartezeit von 11 bis 20 Jahren ein, und 6 Prozent Berufspessimisten kreuzten sogar die Hoffnungslosigkeit per se in Form von einer Erholung erst in 21 oder mehr Jahren an.
Der errechnete Mittelwert liegt somit bei 12 Jahren.

Weiters wurde noch gefragt, wer denn nach Meinung der 1000 Probanden nun die wahre Macht in diesem Land hatte.
Gleich 41% gaben auf diese Frage die Europaeische Union als Antwort an. Der Internationale Waehrungsfond folgt mit 36% auf Platz zwei, und mit grossem Abstand (nur 13%) liegt die irische Regierung abgeschlagen zurueck.

Interessante Einblicke in die Stimmung in diesem Land, die man hier nachlesen kann.
Ich halts da ein bisschen mit dem alten Spruch: Trau keiner Statistik, die du nicht selber gefaelscht hast ...

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Na gut, okay. Dann halt nicht.

Okay, grosser Meister Winter: Auch ich anerkenne deine Gewalt und Staerke, mit der Du dieses ohnehin von so vielen Krisen schon arg gebeutelte Inselchen besuchst, und das auch noch unangemeldet und viel zu frueh.

Soll heissen: Auch uns hats erwischt, und wir befinden uns schon im verlaengerten Wochenende mitsamt Sohn. In die Arbeit kommen: Eventuell moeglich, mit riesengrossem Zeitaufwand und sehr hohem Risko. Und deshalb wird von zuhause aus gearbeitet bis auf Weiteres und eben auch einmal ein bisschen relaxt.

Warum? Darum: