Montag, 29. November 2010

Es ist mal wieder diese Jahreszeit

Pünktlich zum ersten Adventwochenende, aber doch in Irland früher als erwartet, hat der Winter in all seiner Strenge Einzug gehalten in Irland.

Gestern, am ersten Adventsonntag, sind die Temperaturen den ganzen Tag über nicht in den Plusbereich gestiegen. Die Kinder freuts (unser Sohn spekulierte bis zuletzt, dass vielleicht die Schule ausgesetzt wird) - die Autofahrer weniger.

Und fahren auf Irlands Straßen im Winter ist ja nun wirklich ein Erlebnis. Salzstreuung und Räumfahrzeuge Mangelware beziehungsweise nicht vorhanden, Winterreifen ebenso nicht. Dafür aber eine Nation von nicht winterfesten AutofahrerInnen, die den täglichen Arbeitsweg zum Erlebnis sondergleichen machen.

Besonders beliebt: Die Panzerfahrer. Jene, die gerade ein kleines Sichtfenster freikratzen am Morgen, und sich dann in den Berufsverkehr hetzen. In Schlangenlinienform und als große Gefahr für die Anderen. Ebenso toll: Jene, die ihr Auto nicht abkehren, schon gar nicht die Scheinwerfer. Die kommen einem dann um 7 Uhr Morgens in der Dunkelheit unbeleuchtet entgegen, und wundern sich wahrscheinlich, warum sie so wenig sehen. Und selbst da gibts noch die Bonusstufe: Nämlich dann, wenn ebensolche die Nebelscheinwerfer unterhalb der Schneegrenze am Auto einschalten, um wenigstens etwas erleuchtet bzw. beleuchtet zu sein.

Ich wundere mich wie jedes Jahr, dass (zum Glück) nicht mehr passiert auf den Winterstraßen Irlands. Und gehöre zum Glück zu denen, die genug Zeit am Arbeitsweg haben, weil ich ja nicht punktgenau anfangen muss am Morgen. Lang lebe die Gleitzeit.

Für die Iren sind solche Wetterverhältnisse aber auch eine gerne angenommene Entschuldigung. Vier mal läutete heute Morgen schon das Telefon. Nur leider keine Kunden mit Großaufträgen, sondern ArbeitskollegInnen, denen der Arbeitsweg zu gefährlich war, und die "aus Sicherheitsgründen" lieber daheim bleiben wollten. Interessantes Detail am Rande: Derzeit sind wir zu zweit: Ein Kollege aus Wexford, und ich aus Blessington. Die Dubliner Kollegen, die oft nur wenige Kilometer ins Büro haben, sind die, die uns grade erklären, dass die Straßen zu gefährlich zum Fahren sind ... ;-)

Sonntag, 28. November 2010

Jede Krise hat auch ihre Lieder ...

Das Rettungspaket für Irland steht. Aber zurückzahlen wollen wir die Schulden lieber nicht.

http://orf.at/stories/2027893/2027891/

Das internationale Hilfspaket für das hoch verschuldete Irland steht. EU-Diplomaten berichteten am Sonntag in Brüssel, eine Arbeitsgruppe aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) habe die technischen Vorbereitungen für die milliardenschwere Finanzhilfe praktisch abgeschlossen.

Das letzte Wort haben nun die EU-Finanzminister, die noch am Sonntag über das Paket entscheiden wollen. Irlands Premierminister Brian Cowen hatte den Umfang der benötigten Hilfe auf voraussichtlich 85 Milliarden Euro beziffert. Das Land ist das erste, das unter den im Mai aufgespannten Rettungsschirm schlüpfen wird. Zuvor hatte allerdings schon Griechenland internationale Hilfen von EU und IWF beansprucht.

Die Verhandlungen über das Hilfspaket werden weltweit mit Spannung verfolgt. Befürchtet wird, dass nach Griechenland und Irland auch weitere EU-Staaten wie Portugal oder gar Spanien finanzielle Hilfe benötigen könnten.

...

Iren gegen Rückzahlung der Schulden

Die Iren lehnen unterdessen die vollständige Rückzahlung ihrer Staatsschulden laut einer Umfrage mehrheitlich ab. In der Erhebung des Instituts Quantum Research, die die irische Sonntagszeitung „Sunday Independent“ veröffentlichte, sprachen sich 57 Prozent der Befragten dafür aus, dass ihre Regierung die Rückzahlung der Schulden aussetze. 43 Prozent sprachen sich für die Rückzahlung aus. Zudem lehnten rund zwei Drittel der Befragten die am Mittwoch beschlossenen Sparmaßnahmen der irischen Regierung ab.


(c) www.orf.at

Samstag, 27. November 2010

Morning Surprise

Leichter Schock beim Aufstehen heute Morgen - frueher als erwartet Schnee. Und jetzt grade schneit es auch wieder etwas, und der Nebel faellt ein ueber Blessington. Morgentermine verschoben, Fruehstueck verlaengert. Warum eigentlich nicht ;-)

Und nebenbei gibts heute Morgen auch noch eine Quasi-Premiere: Das erste richtige Gewitter, dass ich in ueber zwei Jahren Irland wissentlich miterlebe.

Freitag, 26. November 2010

Mahlzeit!

Ich vermisse nicht viel aus der alten Heimat (abgesehen von der Verwandtschaft jetzt mal), lediglich das Gesundheitssystem und Leberkäse.

Für eine Abhilfe bei ersterem besteht keine Hoffnung, aber wenigstens mit dem Gaumenschmaus kann einem geholfen werden.

Kleiner Insidertipp für alle in der Dubliner Gegend: Am 4. und 11. Dezember macht der German Butcher Shop aus dem County Kerry in Dublin Station:

We will be in Dublin on 2 dates before Christmas, December 4th and 11th. At the following address:

Foster Motor Company,Aftersales Dept

VW Service Centre

1 Blackthorn Place,

(opposite the Beacon Hotel)

Stillorgan Industrial Park,

Sandyford,

Co. Dublin.

We will be at this location from 10am to 12pm.


Neben Lerkäse und allerhand anderen Fleischgenüssen gibts auch Weihnachtsbäckerei und vieles Andere, alles strikt gegen den Diätplan.

Mahlzeit.

Ach ja: Man muss vorbestellen: www.germanbutchershop.com - dort gibts auch Preislisten etc.

--- unbezahlte Anzeige --- ;-)

Mittwoch, 24. November 2010

Budget? Au weh!

Heute war es also soweit: Die irische Regierung ist mit ihren Sparplänen für die kommenden vier Jahre an die Öffentlichkeit getreten. Nicht dass diese Regierung noch die Chance kriegen wird, diese wirklich fortdauernd umzusetzen, aber das ist eine andere Geschichte.

Ein großer Teil des Sparziels von 15 Milliarden Euro soll bereits 2011 erreicht werden, nämlich rund 6 Milliarden. Man darf gespannt sein.
Nebenbei wurde eine Zweidrittelgewichtung auf Einsparungen angegeben, nur rund ein Drittel soll aus Steuererhöhungen kommen.

Measures include cutting social welfare by €3bn, reducing the public sector pay bill by €1.2bn and increasing VAT by 2%.

Also große Einsparungen im Sozialbereich und im öffentlichen Dienst. Das war zu erwarten. Wem allerdings die Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 21% auf 23% eingefallen ist, der sollte dringend auf einem öffentlichen Platz in Dublin möglichst zentral am Pranger stehen.

Gerade mit Jahresbeginn wurde die Mehrwertsteuer um ein halbes Prozent reduziert, um etwas konkurrenzfähiger mit dem Norden der Insel zu sein. Nun widerruft man diese sinnvolle Senkung, und erhöht gleich um zusätzliche 1,5%. Schwachfug sondergleichen. Mal wieder.

Desweiteren wird das Mindestgehalt um einen Euro pro Stunde auf 7,56 gesenkt. Die Zeichen stehen auf den Einzug der "Working poor", auch hierzulande.

The Government plans to increase revenue from income tax, by widening the tax bands and eliminating a range of tax reliefs. The effect of those measures will be that many of those currently paying no tax will be asked to pay tax on some income.

By 2014 anyone earning €15,300 will start paying tax, down from the current level of €18,300.

Public service pensions will be cut, while all new teachers, gardaí, nurses and public sector workers will start on salaries 10% less than current ones.


Okay, es soll also mehr Steuereinnahmen geben, gut so. Dann müssten aber auch viele Schlupflöcher gestopft werden.

Zudem gibt es eine neue Flat-Fee von 2000 Euro pro Jahr und 3rd Level Education, die müssen auch einmal von den Betroffenen eingenommen werden.

Gesamt gesehen ist aber immer noch Spielraum, man muss jetzt einmal abwarten, wie sich die Steuererhöhungen auswirken. Die Property Tax scheint ja beschlossene Sache zu sein, Zigaretten und Sprit werden ganz sicher teurer (alleine schon durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer) ... Es wird noch einiges daher kommen.

Das Budget ist fantasielos und unsozial. Das ist zwar fast jedes Budget, dieses aber besonders. Vor allem, weil ja noch nicht alle Fakten am Tisch sind, und es noch schlimmer kommen kann und wird.

Da muss man fast mitleidig lachen, wenn uns Brian Cowen erklärt, dass dieses Budget für die Bevölkerung von Irland gemacht wurde:

“We are a smart, resilient, proud people and we are going to come through this challenge,” Mr Cowen said.

Mr Cowen said no one can be sheltered from a plan for national recovery.

“It’s to bring certainty for our people,” the Taoiseach said.


Irland muss sparen. Das ist klar, das ist richtig. Sozial ausgewogener wäre aber hier auf alle Fälle besser gewesen. Aber was will man schon von der Koalition der Unfähigen erwarten ...

Erfreuliches Detail am Rande: Noch hält die Körperschaftssteuer von 12.5%, einer der wichtigsten Faktoren im Kampf um neue Firmen und Arbeitsplätze. Noch ...


Zitate aus breakingnews.ie

Das Budget im Kurzüberblick:

The budget roadmap includes the following savings and tax reforms:

- The minimum wage is cut by €1 to €7.65;
- VAT will increase 1% to 22% in 2013 and to 23% in 2014;
- Corporation tax will remain at 12.5%;
- Public sector workforce to be cut by almost 25,000 to 24,750, bringing staff numbers back to 2005 levels;
- A reformed pension scheme will apply for new entrants to the public service, while new staff will be hired at a salary of 10% less than currently;
- A new student contribution to third level education of €2,000 a year will replace current charges, while a new €200 registration fee will apply to PLC courses;
- Water metering will be brought in by 2014;
- Carbon tax charges will double to €30 a tonne, raising €330m;
- A site-value tax will be introduced next year, rising to just over €200 per household by the end of 2014.

Read more: http://breakingnews.ie/ireland/huge-cuts-revealed-in-four-year-fiscal-plan-483084.html#ixzz16DeYxfYR



Dienstag, 23. November 2010

Stürmische Zeiten, mein Schatz

Konstantin Wecker möge mir nachsehen, dass ich mit einen Liedtitel von ihm ausgeborgt habe, aber irgendwie passt das so wunderbar zum Leben in Irland 2010.

Was soll man eigentlich dieser Tage über Irland schreiben, was noch nicht geschrieben wurde? Die Creme de la Creme des internationalen Journalismusadels stürzt sich auf das Thema Irland wie hungrige Hunde auf den letzten Brocken Fleisch, es wimmelt von wirklichen und selbsternannten (und oft nichteinmal das) Irland-Spezialisten in sämtlichen Medien von Analog bis Digital, und es gibt nichts, aber auch wirklich gar nichts, was nicht zum hundertsten Mal aus diversen Blickwinkeln widergekaut wurde.

Ich habe an anderer Stelle (und auch hier schonmal) geschrieben, dass Irland 2010 pleite, aber spannend ist. Spannend aus vielen verschiedenen Gründen: Natürlich interessiert es uns, wie sich dieses Land (das zu unserer Wahlheimat geworden ist) weiterentwickelt. Es interessiert die baldige Besserung der finanziellen Situation, aber auch die persönliche Entwicklung, die die Bewohner dieses Landes derzeit durchmachen. Und hemd-näher-als-rock-artig interessieren natürlich zuallererst die eigenen Perspektiven in diesem Land.

Und die - man möge mir nachsehen - sind für uns persönlich durchaus gut. Meine Frau arbeitet für einen Multi ohne Abwanderungsgedanken, dafür aber mit gesicherter und stetig steigender Auftragslage. Ich selber arbeite in einer Firma, die - dem Zyklus entgegen - inverstiert, expandiert und sich in einem umkäpften Markt besser denn je behauptet. Denn welche Firma kann schon von sich behaupten, gerade 2010 im umsatzstärksten Jahr ihrer Geschichte in Irland zu sein? Nebenbei sind wir gesund, unser Sohn entwickelt sich bestens in der Schule, und wir genießen das Leben hier. Nicht immer, aber oft. Öfter vielleicht als woanders.

Nun aber genug dieser Schilderung, die wohl für viele ein Schlag ins Gesicht ist in der Gegenwart. Natürlich sind wir nicht das Paradebeispiel für Inselbewohner 2010. Natürlich gibt es viele, mehr wohl als in den letzten Dekaden, die vor großen finanziellen Problemen stehen. Die zwar teilweise durchaus hausgemacht und vorhersehbar waren, aber diese großartige Feststellung hilft weder Schuldner noch Gläubiger wirklich weiter.

Und nebenbei gibt es noch diesen Aberwitz, der sich Regierung nennt. Und all dem voraus prescht der Häuptling Brian Cowen, der uns heute allen Ernstes versichern will, dass er kein Sesselkleber ist.

Den Witz kapiert?

Im Vergleich zu Cowens Klammergriffen rund um seinen Regierungssitz muten metallene Daumenschreiben wie kitzelnde Gänsefeder an. Auch wenn er kein leichtes Amt angetreten hat (die Schuhe von Bertie waren zu groß, und die dunklen Löcher, die ihm hinterlassen wurden, zu viele). Es ist Zeit, dass sich der Häuptling zurückzieht, und dieses Land dem Rat der wirklich Weisen überlässt.

Immer wieder höre ich, es mangelt an Alternativen. Das mag schon sein, auch mir springt kein wirklicher "Bessermacher" ins Auge. Und ich bin auch kein Freund von Enda Kenny, und kann einer Regierung von Fine Gael gemeinsam mit der Labour auch eher wenig abgewinnen (wie übrigens Koalitionen in Krisenzeiten generell). Aber: Lassen wir es Kenny doch einmal probieren. Er kann es auf gar keinen Fall schlechter machen, und vielleicht sind schon kleine Verbesserungen das, was den Karren Irland wieder zurück auf Schiene bringt.

Lassen wir es doch auf einen Versuch ankommen. Wie gesagt, schlimmer kanns nicht werden.

to be continued

Montag, 22. November 2010

Montezuma und ich

Ich wüsste zwar nicht, dass ich ihm persönlich etwas getan hätte, aber zur Zeit trifft mich Montezumas Rache mit aller Gewalt. Und da ich zu den Leuten gehöre, die den Laptop nicht mit auf den intimsten Ort der Welt nehmen, bitte ich um etwas Nachsicht und Geduld, bis es hier wieder weiter geht.

Sonntag, 21. November 2010

Her mit der Kohle

Die Sptzen haben es schon von den Daechern gepfiffen, und dennoch kommt es zumindest fuer mich frueher als erwartet: Irland bestaetigt erstmals mehr direkt als indirekt, dass man auf EU-Hilfe angewiesen ist, um das Land weiter halbwegs auf Kurs zu halten.
Laut Finanzjongleur Brian Lenihan soll die Summe, die - wenn das Parlament zustimmt - angefordert werden soll, 'nicht dreistellig' sein.

Naja, 99 ist auch nicht dreistellig.

Laut wahren Finanzkapazundern fernab der Insel braucht Irland irgendwas zwischen 40 und 100 Milliarden Euro, um der Banken- und Wirtschaftskrise Herr zu werden.

Und muss sich natuerlich im Gegenzug zu einem harten Sparkurs verpflichten. Und hoffentlich zu einem Regierungswechsel. (Man wird ja noch traeumen duerfen)

Eines scheint aber trotz heftiger Dementis aus der irischen Regierung fast sicher: Die extrem niedrige Koerperschaftssteuer fuer Unternehmen (12.5%) duerfte der Vergangenheit angehoeren. Und das finde ich persoenlich nicht gut, weil es einer der letzten Anreize fuer die grossen internationalen Firmen war, sich hier niederzulassen.

Donnerstag, 18. November 2010

Ireland for Sale. Zumindest auf daft.ie

Hat was, die Idee ...

Irland 2010: Die Spannung steigt. Greifen wir in den EU-Topf oder trauen wir uns nicht?

Patrick Honohan, Chef der Central Bank,fordert heute, dass sich Irland Geld von der EU holt. Wenn auch nicht wirklich zahlenmäßig präzise.
'Tens of Billions of Euro' sollte sich Irland aus dem Schutzschildfond der EU holen, also einen zweistelligen Milliardenbetrag. Und Honohan fordert die Regierung auch mit Nachdruck auf, dieses Darlehen anzufordern.

Meine Sorge: Soweit wird es gar nicht kommen. Zu groß die Angst der "Herrschenden", dass man die wirtschaftliche Eigenständigkeit aufgeben muss, und die Bücher öffnen. Keiner mag daran denken, was da alles zum Vorschein kommen könnte.

Wo sind die Milliarden und Abermilliarden hin, die in den Celtic-Tiger-Jahren an Überschuss erwirtschaftet wurden? Sie sind nicht in den Schulen oder Krankenhäusern, nicht auf den Straßen (dort sind nur EU-Subventionen niedergeteert) und schon gar nicht im Schienensystem.

Wo sind sie also? Man kann nur mutmaßen. Ein Schelm der an Böses denkt. Ein Schelm, aber ein Realist, wer da vermutet, dass so mancher mehr profitiert hat an dem wirtschaftlichen Aufschwung, als er eigentlich sollte oder dürfte.

Anyway: Irland 2010 bleibt spannend. Und es wird uns noch so manche Überraschung erwarten.
Wenn sich hier aber nicht bald einschneidende Kursänderungen ergeben, dann wird Irland in diesen Topf greifen müssen - das steht für mich außer Frage.

Denn: Irland kann es aus eigener Kraft schaffen. Aber nicht mit den Steuermännern, die derzeit das Boot lenken.

Mehr zum Interview mit Patrick Honohan hier.

Montag, 15. November 2010

Wenn man mal blau machen will

Hilfreiche (?) Ausreden zum Thema Krankfeiern, Blau machen, ... findet man hier.
Teilweise ganz witzig, nicht immer glaubhaft, aber vor allem eines: Großteils sehr unglaubwürdig.
Denn meist ist auch der, dem man die Ausrede auftischt, ein Mitglied einer denkenden Spezies ...

Da crashte die Garda-Website ...

Mehrmals musste heute Morgen die Website der Garda (Polizei Irlands) offline genommen werden, weil sie aufgrund der ungewohnt zahlreichen Seitenbesuche crashte.

Grund: Seit heute sind stationäre Radargeräte im Einsatz, und auf der Website der Garda kann man sich über die genauen Standorte informieren.

Auch eine irische Lösung ;-)

EIn deutscher Mechaniker

Für alle, die ihr geliebtes KFZ - aus welchen Gründen auch immer - lieber in deutsche als in irische Hände legen wollen: In Blessington gibt es einen deutschen Mechaniker, der am Skoda meiner Frau wahre Wunderdinge verbracht hat, innerhalb der versprochenen Zeit, und sogar etwas günstiger als veranschlagt.

Wir haben das auch bis zur Vorwoche nicht gewusst, können ihn aber wärmstens empfehlen. Kontaktdetails gibts gerne auf Anfrage.

Samstag, 13. November 2010

VIP-Kennzeichen? Wunschkennzeichen!

Kurze Frage in den unendlich weiten Raum des World Wide Web: Ich bin heute morgen auf dem Weg in die Arbeit hinter einem nicht mehr ganz neuen Jeep gefahren, der ein irisches Kennzeichen mit der Aufschrift "VIP 255" hatte anstatt der üblichen Nummer.

Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen, was das bedeutet?

Übrigens: Ein kleiner Schritt auf dem Weg in die Krise: Führt anstatt der statusschädigenden Jahreskennzeichen doch endlich Wunschkennzeichen ein. Ich denke, vielen auf der Insel wäre KE-PADDY 1 oder WW-WWW1 mindestens einen guten Hunderter wert. Nimmt man das mit - sagen wir mal - 100.000 Wunschkennzeichen in den ersten zwei Jahren, ist es auch ein Batzen Geld.

Aber mich fragt ja keiner ...

Freitag, 12. November 2010

Das Ende des halben Mittwochs?

Unser Sohn geniesst - so wie viele (alle?) SchülerInnen in Irland den Mittwoch als halben Schultag. Was nachmittag Zeit für Sport und Unfug lässt, aber viele Familien mit kleineren Kindern auch vor große Probleme stellt.

Das soll sich nun ändern, wenn man heutigen Berichten Glauben schenkt. Zumindest solange, bis sich die Lehrergewerkschaft mal wieder stärker aufplustert als notwendig und glaubhaft ...

Efforts to make schooling more "parent-friendly" would see the end of half-days being given to children to facilitate teacher meetings and training.

Details of the new procedures, which would affect 90,000 workers in the education sector, are contained in a plan, prepared as part of the Croke Park agreement.

The Department of Education is also considering proposals to make teachers work an extra hour every week, and to monitor the workload of third-level lecturers.

Read more: http://breakingnews.ie/ireland/end-of-school-half-days-proposed-
481488.html#ixzz154IdvTHp

Back to Basics. Back to the Rooster.

Irland sucht ständig nach Möglichkeiten, die extrem bescheidene Exportrate dieses Landes aufzubessern. "Dank" großer Ernteausfälle vor allem in Osteuropa hat sich diese Möglichkeit nun aufgetan.

Zum ersten Mal seit Dekaden exportiert die grüne Insel ein allzu bekanntes Gut in großen Mengen: Die irische Kartoffel, den Rooster.

Rund 16.000 Tonnen sollen laut Schätzungen nun vor allem nach Russland und in andere Staaten Osteuropas exportiert werden. Auch aufgrund einer sehr guten Ernte hierzulande:

“While Ireland has had a long tradition of exporting seed potatoes very few people can remember the last time Ireland exported ware potatoes and this is a novel development,” he said.

John Petit, a Teagasc tillage expert said there had been a remarkable potato crop this year bearing in mind there had been a 3 per cent decline in the area planted (11,454 hectares).

“The yields from the Rooster crop averaged 43.2 tonnes per hectare which was a 28 per cent increase on the 2009 crop and an 8 per cent increase on the 2003-2010 average,” he said. He added that there was a similar increase in yield for the Kerr’s Pink crop.

Back to the Basics also. Man besinnt sich wieder auf ureigene Stärken - die Agrarwirtschaft. Ob die irischen Kartoffeln - die normalerweise eher geschmacksneutral sind - den Osteuropäern munden, bleibt allerdings noch abzuwarten.

Mehr dazu heute in der Irish Times.

Mittwoch, 10. November 2010

Der Jobmarkt ist wieder eröffnet ...

Falls jemand das hier liest und zufällig Interesse hat: Wir suchen zum sofortigen Eintritt einen Rezeptionisten oder eine Rezeptionistin. Full-Time-Permanent Position in Tallaght, Dublin 24, Arbeitszeit 8.30 bis 17.30, Freitag 9 bis 16 Uhr. Buslinie 65 hält quasi vor der Tür.

Einzige wirkliche Bedingungen: Fluent English (und zwar wirklich) und sehr gute Umgangsformen.

Wenn jemand sich selbst oder eine Bekannte/einen Bekannten in dieser Beschreibung wiederfindet, dann bitte mit mir Kontakt aufnehmen.

Betrugs-Spam, diesmal auf Irisch

Ich kanns zwar nicht lesen, denke aber mal, dass die Welle der Betrugs-Emails nun auch die irische Sprache erreicht hat, oder?

Tá an ríomhphost a chur in iúl duit go bhfuil do Seoladh Ríomhphoist Uimhir ag gabháil le Ticéad (106,012) a fuair an Suim Gradam de 850,000,00 Euro) (ocht gcéad caoga thausand Euro amháin) Sa chlár seo R-phost Sweepstakes ar siúl ar an 1 Samhain, 2010 . i Maidrid Spáinn Téigh i dteagmháil leis an oifigeach éileamh trí na sonraí teagmhála thíos a thugtar ar an Éileamh

Fernando Gonzales Mr
EURO i gcomhairle & AIRGEADAIS
R-phost: standardtrust112@aol.com
Teil / 0034-672-922-459

Dienstag, 9. November 2010

Wider dem Bankrottgerede

Ich weiß nicht, ob viele von Euch das Interview mit Morgan Kelly gestern gelesen haben. Ein Mann, der eigentlich meist den Nagel auf den Kopf trifft, und seine Prognose war eher düster.
Was auch ausländische Medien (im konkreten Fall die österreichische Nachrichtensendung Zeit im Bild) dazu veranlasste, über die Krise in Irland zu berichten.
Dort wurde mit Felix Mitterer ein sehr guter Autor eingeladen, der 15 Jahre in Irland gelebt hatte, aber leider außer netten und nicht so netten irischen Alltagsgeschichten nicht viel zum Thema beizutragen hatte.

Eines vorweg: Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich mir durchaus bewusst, dass Irland vor einer der größten wirtschaftlichen Herausforderungen seiner Geschichte steht. Ich bin mir auch bewusst, dass mittelfristig das EU-weite Sparziel erreicht werden muss. Und ich weiß auch ganz genau, dass die Insel derzeit wirtschaftlich eher dunkelgrau als grün ist.

Aber: Ich denke, zur Zeit passiert das Fatalste, was passieren kann. Das dauernde und ewige Dogma des "Wir müssen radikal sparen" und "Wir sind fast bankrott" hat eine gewaltige Negativseite. Die Menschen werden noch mehr verunsichert.

Anstatt der Spirale gegenzusteuern, zB günstige Kredite an Firmen zu vergeben, um Arbeitsplätze und somit volkswirtschaftlich wichtige neue Einkommen (die dann auch wieder in die Wirtschaft rückfliessen können) zu schaffen, wird die Kreditvergabe quasi gestoppt, die finanziellen Anreize für Betriebsansiedelungen werden mehr oder minder abgeschafft, und die Bevölkerung wird weitestgehend im Dunklen gelassen und verunsichert.

Und hier liegt der Haken: Verunsicherte Menschen konsumieren nicht(respektive weniger). Und somit bleibt das Geld (dass in diesem Land noch zuhauf vorhanden ist) auf dem Sparbuch. Der Autokauf wird verschoben, der Hauskauf auf die lange Bank geschoben.

Menschlich verständlich. Absolut.
Wirtschaftlich eine Katastrophe.

Man muss den Menschen dieses Landes und auch den Firmen (und jenen die vielleicht noch dazu kommen) auch einmal wieder Hoffnung geben.

Denn nur Menschen und Betriebe, die an die Zukunft dieses Landes glauben, werden wieder konsumieren und investieren. Und genau das - nicht mehr und nicht weniger - braucht dieses Land jetzt vielleicht mehr denn je.

Und natürlich eine neue Regierung. Aber das ist eine andere Geschichte ... auch wenn es Überschneidungen gibt.

Deshalb: Persönlich denke ich, dass etwas weniger Negativschlagzeilen in diesem Fall mehr sind. Dieses Land ist nicht am wirtschaftlichen Stand von Afghanistan, auch wenn es einem manchmal beim Zeitunglesen so vorkommt.

Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass Morgan Kelly in vielen Punkten Recht hat, und dass man sich jetzt den Problemen stellen muss.

Montag, 8. November 2010

Man lese das und zittere ...

http://www.irishtimes.com/newspaper/opinion/2010/1108/1224282865400.html?via=rel

So düster sieht Ökonomieprofessor Morgan Kelly die Zukunft.

Der Sturm kam. Aber anders als alle dachten.

Eigentlich hatte man ja in Irland gestern nacht den großen Sturm erwartet, doch zum Glück blieb er vorläufig aus. Es war zwar ganz schön windig in der Nacht, aber von eventuellen Schäden ist noch nichts bekannt.

Einen Sturm der ganz anderen Art gab es aber heute Morgen. Nämlich einen absolut gerechtfertigten auf den Drogenhandel auf der Insel. Zeitgleich (ja das geht sogar in Irland) wurden heute 33 Häuser überprüft, und dabei wurden 13 Mitglieder des organisierten Drogenhandels festgenommen.

The arrested men included a 20-year-old in Cork, a 48-year-old in Enniscorthy, three men aged 17, 23 and 61, taken to Store Street, another 23-year-old and a 41-year-old detained in the Bridewell, a 40-year-old in Mountjoy and a 20-year-old in Whitehall. They are all being held under Section 72 of the Criminal Justice Act.

It is understood the operation was aimed at drug distribution networks. The raids targeted those suspected of moving the drugs hauls around the country to dealers. The crime gang is involved in heroin, cocaine, cannabis and ecstasy trafficking.

Gut, dass es hier wenigstens mal Fortschritte gibt, und ein paar Arschlöchern des organisierten Drogenhandels hier mal zumindest vorübergehend das Handwerk gelegt wurde.

Hier gibts den ganzen Bericht.

Sonntag, 7. November 2010

Der Wind erobert die Nacht

Den ganzen Tag hatten wir wunderbarstes Herbstwetter hier in Blessington. Aber mit der Finsternis hat sich nun auch der Wind eingestellt, gepaart mit Dauerregen. Es blaest ganz schoen heftig draussen, und ich habe gerade meinem Hund schonend beigebracht, dass er heute mit seinem Abendspaziergang noch etwas warten muss.

Aber hier im "Landesinneren" ist es noch auszuhalten, an den Kuesten ist es derzeit sicher nicht lustig. Hoffentlich halten sich die Schaeden in Grenzen.

Mega-Shopping: Der groesste Tesco Irlands

Wir haben uns gestern nachmittag mal in den Rummel reingewagt und dem offiziell groessten Tesco Irlands besucht. Vor wenigen Tagen hat dieser in Naas, Co. Kildare eroeffent, also quasi in der Nachbarschaft.

266 Arbeitsplaetze sind dort geschaffen worden, das verkuendet auch das ausgesandte Coupon-Heft voller Stolz. Und 24-Stunden-Shopping wird dort angeboten, auf einem Areal, das die Groesse von mehreren Fussballfeldern hat.

886 Parkplaetze gibts auch, die meisten davon am Samstag zur Mittagszeit gefuellt. Vielleicht auch, weil RTE2 live von dort broadcastete, und staendig auf der Suche nach Interviewpartnern war, die ihr Shoppingerlebnis mit der ganzen Insel teilen wollten.

Fazit: Beeindruckend gross, viele sehr gute Einfuehrungsangebote. Und endlich mal eine Zeitschriftenecke, die mehr als Quasi-Tittenblaetter und Yellow Press beinhaltet! So sind wir nun stolze Besitzer eines Classic Rock Magazines und der neuesten Ausgabe des Times Magazine und des Wildlife-Magazins. Dachte schon, auf Lesekultur muss man ausserhalb Dublins ganz verzichten. Tesco sei Dank ist das anders

Freitag, 5. November 2010

Hurricane-Warnung für Irland?

Das ist ja mal was Neues: Die Ausläufer des verhehrenden Hurricanes Tomas sollen am Sonntag Nachmittag Irland treffen, und das Dublin City Council hat schon mal eine Flutwarnung herausgegeben.

Via Radio werden alle Hausbesitzer (Mieter auch, no na) aufgefordert, sicherzustellen, dass alles draussen fest angezurrt ist, und keine Gegenstände frei herumfliegen können.

Hoffentlich wirds nicht zu stark. Mal abwarten.

Donnerstag, 4. November 2010

Lenihan als später Nikolaus

Einen Tag nach dem Nikolaus (den es ja hierzulande so nicht gibt) wird nun also Brian Lenihan die "frohe Botschaft" verkünden: Am 7. Dezember sollen die Details des vorläufig 6 Milliarden Euro schweren Sparpakets bekannt gegeben werden. Man darf gespannt sein.

Interessantes Detail am Rande: Der Irish Independant stimmt Irland schon einmal auf ein finanztechnisches Massaker ein (auch im Zusammenhang mit den Studentenunruhen gestern): Vom 6-Milliarden-Blutbad wird da schon mal gesprochen ...

Mittwoch, 3. November 2010

Heute ist der Welttag des Mannes

Glueckwuensche werden gerne entgegen genommen :)

Und zur Feier des Tages ein kleiner Ausblick auf ein bisschen sexy Fleisch ...
















Schnelle Zeiten brechen an

Seit gestern ist die Zukunft in Blessington angekommen ;-)
Nach all den Problemen mit den mobilen Broadband-Sticks (zuletzt von Vodafone) surrt seit gestern Abend (per Selbstinstallation) ein Wireless-Broadband-Modem von Eircom. Und nach diversen Aufrüstarbeiten sind auch alle Computer damit verbunden.

Offenbar hat Eircom aus den lausigen Kundenreviews der Vergangenheit gelernt. Am 26. Oktober geordert, gestern war alles freigeschaltet und betriebsbereit.

Und im Vergleich zu dem Mobile Stick kommen wir uns vor, als würden wir in einer Zeitkapsel sitzen.

Als Nebeneffekt gibts dann auch gleich noch eine Landline, die wir zwar nicht brauchen, die aber einfach im Preis integriert ist.

Mit 30 GB Download pro Monat, dem Festnetz und 1000 Freiminuten in irische Netze kommt das Ding auf 45 Euro im Jahresschnitt - zwar nicht billig, aber noch unter Eindruck der "Lichtgeschwindigkeit" im Vergleich eigentlich ganz okay.

Dienstag, 2. November 2010

Die Wirren der Suche

Manchmal verwundern mich Online-Suchergebnisse. Ich suche grade nach einer PC World hier in der Umgebung, weil sich Currys den ganzen Tag weigert, in der Filliale Tallaght ans Telefon zu gehen. Also Golden Pages bemüht ... Das Suchergebnis lässt dann doch staunen.

Wenn sich die Spirale dreht ...

Negativrekordverdächtige 91 Fälle von Mortgages, die über längere Zeit von den Schuldnern nicht bedient wurden, wurden gestern vorm High Court verhandelt. Und in 10 Fällen (darunter 8 Family Homes) wurde den Besitzern das Haus entzogen und an die Bank beziehungsweise Mortgage-Company zurückübergeben.

Auffällig dabei: Offensichtlich halten sich die Banken NOCH etwas zurück mit den sogenannten Repossessions. Unabhängige Mortgage-Broker hingegen schiessen schon aus vollen Rohren, so wurden zB 42 der insgesamt 91 Fälle gestern alleine von Start Mortgages betrieben.

In einigen Fällen von lange angehäufter Schuld (und vor allem keinerlei Bemühen, eine Einigung zu finden) halfen auch tragische Einzelschicksale nicht wirklich weiter. So wurde eine Witwe enteignet deren Mann unmittelbar nach Einreichen der Klage verstorben war, weil seit eineinhalb Jahren (!) kein Cent bei der Mortgage-Company eingegangen war.

Auch dem Businessman, der, um eine Mortgage Company zu bedienen, ein weiteres Objekt verkaufte, half dies nicht. 4,8 Million Schulden auf einer Immobilie sind trotzdem zuviel, befand die Richterin. Reposession!

Einer Familie im County Roscommon hingegen, die noch drei Kinder unter 10 Jahren hat, wurde ein weiterer Aufschub gewährt. Sie darf bis auf weiteres mit 600 Euro monatlich die Ursprungsschuld von 475.000 Euro abzahlen. Ob das auf Dauer gut gehen wird, bleibt aber dahingestellt.

Ich habe generell den Eindruck, dass hier in Irland wirklich bis zum allerletzten Zeitpunkt gewartet wird, bis endgültig scharfgemacht wird. Oft vielleicht auch zulange?

Und viele dieser tragischen Geschichten wären wohl auch mit rechtzeitiger Kontaktaufnahme und dem Willen, eine Lösung zu suchen, aus der Welt geschafft gewesen.

Dass viele tragische Schicksale dahinterstehen hinter solchen Zahlen, ist allerdings auch nicht von der Hand zu weisen. Und dass viele das einstige kaufmännische Unvermögen jetzt einholt, auch. Obwohl sicher viele in Kaufentscheidungen getrieben wurden, die man mit klarem Menschenverstand niemals machen hätte dürfen.

Montag, 1. November 2010

Momentaufnahme: Das Kratzen am heiligen Gral der Öffnungszeiten

Vielleicht nur eine ortsbedingte Momentaufnahme heute Morgen, aber es sieht so aus, als würde langsam aber sicher am heiligen Gral des Fast-Rund-um-die-Uhr-Shoppings in Irland gekratzt.

Mein Referenzbeispiel: Der Centra gleich hier bei uns um die Ecke, Greenhills Road, Tallaght. Bislang war täglich von 7 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends geöffnet, Sonntags von 8 bis 8 Uhr.

Nun, die Sinnfrage der Sonntagsöffnung eines Supermarktes in einem Gewerbegebiet hat sich mir schon immer gestellt, war aber ganz komfortabel, falls es mich mal grade wieder an einem Sonntag ins Büro verschlagen hatte.

Seit heute hat der Centra neue, radikal gekürzte Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 7 Uhr abends, Samstags von 9 bis 5 Uhr abends. Sonntags geschlossen.

Offenbar hat sich da mal jemand bemüssigt gefühlt, eine Kosten-Nutzen-Rechnung über die Öffnungszeiten anzustellen. Denn so komfortabel es auch sein mag, nahezu rund um die Uhr shoppen zu können, wirtschaftlich kann es wohl nicht sein, den ganzen Sonntag für den Passanten offen zu halten, der vielleicht einen Liter Milch vergessen hat.

Ich orakle mal (muss ja jetzt ich machen, nachdem Paul nicht mehr ist) dass diesem Beispiel noch viele Geschäfte in Kürze folgen werden, und dass das Shop-Around-the-Clock bald weitestgehend der Vergangenheit angehören wird.