Sonntag, 29. August 2010

Hilfe, wir haben einen Teenager! ;-)

So schnell vergeht die Zeit. Unglaublich aber wahr. Unser Sohn wird morgen 14. Ein pubertierendes, rotzfreches, pickelübersähtes Exemplar der Sorte Teenager. Einziger Lebenszweck für die nächsten Jahre: Die "Alten" zu nerven, woimmer und wannimmer es nur geht.

Und dennoch, oder gerade trotzdem: Wir sind stolz auf ihn, und froh dass wir ihn haben.

Alles Gute zum Geburtstag, Großer!!!

Zwei Jahre Irland - Eine Zwischenbilanz

Heute auf den Tag genau vor 2 Jahren bin ich auf der Insel aufgeschlagen - voller Tatendrang und Hoffnung, im Kofferraum ein paar Kisten mit Kleidern und meinem Computer, ein paar Euro fünfzig unter den Socken versteckt - ein Aufbruch in eine ungewisse Zukunft, ein Abenteuer begann.

Zwei Jahre später sitze ich nun am Sonntagnachmittag im Büro, kann mich vor Arbeit kaum erwähren (im Jahr 2010 die schönste Klage der Welt) und nehme mir jetzt ein paar Minuten Zeit, für mich ganz allein die letzten zwei Jahre im Rückspiegel zu betrachten.

Der Start war holprig. Das steht außer Frage. Probleme mit nicht zahlenden Arbeitgebern, Probleme mit den Autos, Integrationsschwierigkeiten unseres Sohnes am Anfang, drei Umzüge, die lange Suche meiner Frau nach dem passenden Job, und letztendlich auch meine Aufs und Abs im Arbeitsleben am Anfang in Irland.

Aber - vom heutigen Standpunkt aus gesehen - es hat sich gelohnt. Zwar sind wir noch nicht am Ziel, aber auf dem Weg dorthin. Wir sind damals nach Irland gegangen, weil wir dieses Land liebten und noch immer lieben, und weil wir für uns selber beschlossen haben, dass es uns hier besser gehen kann.

Es hatte nicht immer den Anschein. Doch derzeit befinden wir uns in einer sehr soliden Ausgangslage, und all die anfänglichen Probleme sind jetzt aus der Welt geschaffen.

Klar, man vermisst so Einiges. Die Daheimgebliebenen, Lebensmittel, soziale Sicherheitsnetze im Ernstfall - so manches lässt der Wanderer eben beim Aufbruch zurück.

Doch es ist uns auch viel Neues geschenkt worden. Neue Freundschaften, ein geregeltes Leben in dem Land in das wir immer wollten, Arbeitsplätze, die uns Spaß machen und in denen wir mehr als in der alten Heimat verdienen, und vor allem das, was wir vor allem suchten. Ruhe und Frieden.

Aber es ist auch hier einiges auf der Strecke geblieben. Durch die Aufs und Abs auf der Irland-Achterbahn in der ersten Zeit sind leider so manche sich gerade entwickelnde Freundschaften im Sumpf des Zeitmangels und der zu vielen Aktivitäten zum selben Zeitpunkt versickert. Wenn mir etwas leid tut, dann das.

Dennoch blicken wir froh in die Zukunft. Arbeits- und Wohnsitutation ist geregelt, das 'trying to make ends meet' der Anfangszeit ist aus der Welt, unser Sohn ist mehr und mehr integriert, und baut sich grade so etwas wie einen Freundeskreis auf, und: Das Leben ist schön hier.

Das ist keine Allgemeinformel. Lediglich die Aussage, dass es für uns jetzt und hier passt. Sehr gut sogar. Und die Unterschrift unter der Feststellung, dass wir es nicht bereuen müssen. Ganz im Gegenteil. Auch wenn es nicht immer leicht war. Aber so ist es eben, das Leben ...

Freitag, 27. August 2010

Der Musiktipp zu Wochenende

Nachdem dieser Blog derzeit etwas vor sich hinschlummert, weil die Arbeit einfach zu zeitintensiv ist im Moment, gibt es aber immerhin zum Wochenende noch einen - diesmal sogar irisch-stämmigen - Musiktipp zum Wochenende und das Versprechen auf vermehrtes Auftreten neuer Beiträge hier in Kürze.

Everlast mit "Black Jesus" - ich mag seine Stimme einfach. Enjoy - und ein schönes letztes Augustwochenende.




Und weil heute der seltene Romantiker in mir duchscheint, gibt es auch noch ein wunderschönes Lied vom von mir sehr hoch geschätzten Konstantin Wecker mit auf den Weg in den Freitag: "Was ich an dir mag"
Zu diesem Lied habe ich damals immerhin "Ja" gesagt ...

Mittwoch, 25. August 2010

Der Dummheit der Menschen sind keine Grenzen gesetzt

The home of a woman filmed picking up a cat and throwing it into a rubbish bin is under police guard in Britain after her actions sparked outrage from animal lovers and even death threats.

Mary Bale (45) told the Sun newspaper on Wednesday: "I really don't see what everyone is getting so excited about - it's just a cat."

"I don't know what came over me, but I suddenly thought it would be funny to put it in the wheelie bin, which was right beside me. I did it as a joke because I thought it would be funny. I never thought it would be trapped. I expected it to wriggle free.”

Ms Bale admitted she “shouldn’t have done it” but added that she did not deserve the hatred of people around the world.

The cat's owner, Darryl Mann, had installed security cameras outside his house after vandals damaged his car so consulted the CCTV footage after his tabby Lola went missing for 15 hours and was finally found crying for help inside the bin.


Noch Fragen?

Hier gibt's den gesamten Bericht.

Dienstag, 24. August 2010

Wie kommen eigentlich immer diese Schuhe auf die Straße?

Ich weiß ja jetzt nicht, ob ich der Einzige bin, dem das auffällt, aber auf meinen arbeitsbedingten Streifzügen durch Dublin fällt mir eines immer wieder auf (in den letzten Tagen drei- oder viermal): Einzelne Schuhe, die herrenlos auf der Straße herumliegen.
Eigentlich habe ich dem nie große Bedeutung zugemessen, aber die Häufigkeit des Vorkommens stellt die Frage: Wie kommen diese Schuhe dahin?
Nachdem ich ja nicht denke, dass Autofahrer sich während der morgendlichen Staus mal einfach ihres halben Schuhwerkes entledigen, kann es sich nur um jugendliche Streiche handeln? Oder Mobbing-Aktionen?

Irgendwie fängt mich das jetzt während dem Schreiben zu interessieren an: Wie kommen immer diese einzelnen Schuhe auf die Straße?

Wenn der eigene Vater 60 wird ...

... sollte das zumindest eine Erwähnung hier im Blog wert sein. Und man merkt daran, dass man auch selber nicht mehr der Jüngste ist ... ;-)

Im Ernst jetzt: Alles Gute in die alte Heimat!

Freitag, 20. August 2010

Der Musiktipp zu Wochenende

Ich habe voriges Wochenende zum ersten Mal den Film "Lord of War" mit Nicholas Cage gesehen - und war eigentlich relativ begeistert. Weil der Film mit seinen Aussagen relativ kompromisslos war, und man zum ersten Mal in einem amerikanischen Film auch heftige Kritik an der Waffenpolitik der amerikanischen Regierung hört.
Das Allerbeste an diesem Film ist aber der Soundtrack. Eine überraschende Anhäufung von wirklich guten Nummern, zB von Eric Clapton und Jeff Buckley (der Cohens Halleluja sehr gut interpretiert), aber auch Wagner und Tschaikowski kommen vor.

Das Highlight ist aber ein leider schon fast in Vergessenheit geratener Titel von Buffalo Springfield: "For What it's Worth"

Und damit wünscht der Blogautor ein angenehmes Wochenende :-)

Aus der Serie "Besondere Ortsnamen" ...

... heute mal was walisisches.

LLANLLWCHAIARN

Wer die richtige Aussprache kennt, soll sich bitte mittels WAV-Datei melden ;-)

Donnerstag, 19. August 2010

Das endgültige Aus für die Bank of Scotland (Ireland)

Der Name klang immer komisch, darum betrieb man auch von 2006 bis 2010 das Fillial-Netzwerk unter dem Namen Halifax. Nachdem die Schließung der Fillialen im März 2010 schon 730 Arbeitsplätze gekostet hat, stehen nun weitere 830 Mitarbeiter vor dem Abschuss, nachdem die Bank (eine Lloyds Tochter) heute bekannt gab, sich komplett vom Standort Irland zu verabschieden.
Mehr dazu gibts hier: http://breakingnews.ie/business/bank-of-scotland-ireland-to-close-469921.html

Dienstag, 17. August 2010

Das Symbol für die Krise in Irland: Ghost Estates?

So sieht das zumindest heute die Presse in der alten Heimat, führend dabei das staatliche Radio Ö1:
http://oe1.orf.at/artikel/255199/

Aber gleichzeitig versichert uns auch der im Artikel zitierte irische Experte, dass Irland besser gerüstet dasteht als andere EU-Staaten:

Dennoch werden Irlands Chancen im Euroraum günstiger beurteilt als das Schicksal notleidender Mittelmeer-Länder. Zum einen haben die Iren früher und radikaler begonnen zu sparen. Zum anderen erwirtschaften multinationale Firmen noch immer Exportüberschüsse für Irland. Das bedeutet, Irland wird kaum der Anlass für die Apokalypse des Euro sein.

Poppen auf Staatskosten


Ein 21 Jahre alter Brite bekommt jetzt auf Antrag seines Sozialarbeiters hin einen Liebesurlaub auf Staatskosten in Amsterdam bezahlt - inklusive Spending Money zum Prostituierten-Besuch.

Der Grund:
Der Sozialarbeiter des 21-jährigen Briten berief sich laut der britischen Tageszeitung "Daily Mail" auf Sex als Grundrecht und beschreibt seinen Patient als frustrierte Jungfrau. Also geht es für ihn nächsten Monat ab ins Rotlichtviertel von Amsterdam, wo er mit seinem persönlichen Budget machen kann, was er will.

Der Betreuer sagt über seinen Klienten, er sei ein verärgerter, frustrierter und ängstlicher Mensch, der Sex benötigt. "Die Frauen in Amsterdam arbeiten legal und geschützter als britische Prostituierte. Lasst ihn etwas Spaß haben – ich hätte den auch gern!" Und meint weiter: "Wer sagt denn er könne nicht tun, was er will? Wir können einen jungen Mann nicht einschränken, der die Welt erleben will."
Nachzulesen gibts das Ganze hier auf www.news.at

Ich enthalte mich da mal der Beurteilung ...
Okay, doch nicht ganz: Wenn er schon unbedingt diesen Besuch notwendig hat, was ich ihm ja nicht abstreiten moechte, wirds doch wohl wenigstens dazu reichen, sich den Liebeslohn selber zu erarbeiten ...

Bild: (c) APA, oe24.at

Samstag, 14. August 2010

Der Hörtipp zum Wochenende

Nachdem er am kommenden Dienstag 50 wird, sollte man sich auch wieder einmal an Stéphan Eicher erinnern. Als Mitglied der Band "Grauzone" hat er uns mit "Eisbär" einen der wenigen wirklich guten NDW-Hits beschert, aber seine musikalisch hochwertige Solokarriere blieb leider außerhalb seiner Schweizer Heimat weitestgehend im Verborgenen.

Zu Unrecht, finde ich. Wer sich für ihn interessiert, dem sei vor allem das grandiose Album "Engelberg" aus dem Jahr 1991 ans Herz gelegt.

Zum Reinhören gibt es hier seinen wohl bekanntesten Solotitel "Déjeuner en paix" als Akkustikversion. Ein schönes Wochenende!

German Man missing in Dublin

Appeal for German man missing in Dublin

The public has been asked to help trace a German man who went missing in Dublin yesterday.

Roland Linder, 38, was last seen leaving the Guinness Storehouse at St James's Gate at 3.50pm yesterday afternoon.

He is 6' tall, has dark brown hair and weighs about 88kg.

When last seen he was wearing a brown/green top and three-quarter length blue jeans. He was also wearing orthopaedic shoes.

Mr Linder has an intellectual and physical disability.

Gardaí have appealed for anyone with information to contact them at Kilmainham Garda Station on 01-6669700.

The public can also ring the Garda Confidential Line of 1800-666111 or drop into any garda station.

Donnerstag, 12. August 2010

Rücktritt vom Rücktritt

Nächstes Kapitel in der Posse rund um den Missbrauchsskandal in der irischen Kirche. Zwei Bischöfe, die der Dubliner Erzbischof Martin wegen Vertuschungen zum Rücktritt drängen wollte, dürfen nun doch nicht zurücktreten. Untersagt vom Deutschen im Vatikan oder dessen Schergen. Nachzulasen unter Anderem heute auf www.orf.at

Neulich am Flughafen in Dublin

Kurzer Drop-Off von Bekannten. Noch mit reingegangen, einen Kaffee getrunken und die Bekannten zur Sicherheitsschleuse begleitet. Parkzeit im Kurzzeitparkhaus: 1 Stunde 15 Minuten. Kosten dafür: € 7,25. Stolz, meine Herren. Offensichtlich zahlt man da extra für den Blick auf den neuen Flughafen"anbau"...

Mittwoch, 11. August 2010

Time to get used to a new number ...

Das Aviva-Stadion wird heute eröffnet

Heute Abend wird nach fast 4jähriger Bauzeit das neue Aviva-Stadion an der Lansdowne Road mit einem Freundschaftsspiel gegen Argentinien wiedereröffnet. (Bilder: (c) orf.at)


Zumindest offiziell. Schon in der Vorwoche gelang ja Manchester United (welch Wunder) ein 7:1-Erfolg gegen eine irische Ligaauswahl.

Der 410 Millionen teure Neubau an der Stätte des 2007 abgerissenen alten Stadions wird also heute zum Schauplatz einer Fußballpartie zwischen Irland (ohne den erkrankten Trainer Trapattoni) und dem WM-Viertelfinalisten Argentinien (auch noch ohne fixen neuen Coach, nachdem Diego Maradonna (vorläufig) zurückgetreten ist.

Und gleichzeitig ist es Länderspiel Nr. 100 für den irischen Kapitän Robbie Keane. Sogar in Österreich war das eine Meldung wert, zumindest auf der Onlineplattform www.orf.at

Neben den Heimspielen der Fußball- und Rugby-Nationalmannschaft wird künftig auch das Rugby-Team von Leinster seine Gegner im ersten Stadion Irlands empfangen, das von der FIFA in der höchsten Kategorie eingestuft wurde. Eigentlich hätte bereits das Finale der UEFA Europa League 2009/10 in Dublin steigen sollen, musste aufgrund von Verzögerungen aber nach Hamburg verlegt werden. Dublin hat dafür die Austragung des Endspiels 2011 erhalten.

Na dann: Come on, ye Boys in Green!

Aus dem Leben eines Tourist-Guides

Derzeit ist Hochsaison für den Tourismus in Irland, und Hundertschaften von Tourist-Guides bemühen sich mehr oder weniger intensiv, Touristengruppen die Schönheiten dieser Insel näher zu bringen.
Interessante Einblicke gibt es heute dazu in der Online-Ausgabe der Irish Times unter dem Titel "The Smooth Guide to Ireland". Nachzulesen hier.

Wenn aus dem Irlandforum der Inländerrum wird ;-)

Obiges kriegt man zu sehen, wenn man in der deutschen Wikipedia nach dem Irlandforum sucht. Der vorgeschlagene Ersatzbegriff hat einen gewissen Satirefaktor ...

Freitag, 6. August 2010

Kurze Pause im Blog

Wie manche sicherlich schon bemerkt haben, befindet sich dieser Blog in einer kurzen, "not"gedrungenen Pause. Hier geht es wieder weiter ab Mittwoch, 11. August mit täglichen News aus Irland.

Bis dahin eine schöne Zeit!

Dienstag, 3. August 2010

Back to Work, once again ...

Irland ächzt sich nach dem Bank-Holiday-Wochenende bei strömendem Regen (zumindest hier in Dublin 24) zurück zum Arbeitsalltag. Und auch für mich ist das schöne lange Wochenende (von dem ich nicht viel hatte weil ich die meiste Zeit scheintot (krank) im Bett verbrachte) wieder vorbei.
Zeit, wieder in das Day-to-Day-Business einzusteigen, auch wenn sich die Lust dazu heute morgen nur sehr schwer einfinden will.
Denn auch wenn der August traditionell der mit Abstand ruhigste Monat in unserem Geschäft ist, so deutet doch die Anzahl der E-Mails, die über das Wochenende eingegangen sind, auf eine eher hektische Kurzwoche hin. Mal abwarten.
Irgendwie beneide ich unseren Sohn grade - der ist derzeit auf "Heimat"urlaub in Österreich und genießt Temperaturen jenseits der 30 Grad. Da schweifen doch hin und wieder die Gedanken ab, wenn man regendurchnässt nach dem kurzen Weg vom Auto ins Büro den Schirm in die Ecke stellt zum Trocknen ...
Anyway: Bank Holiday Weekend farewell, die Normalität hat Irland wieder.