Nach den schweren Missbrauchsskandalen unter dem Dach der katholischen Kirche in Irland soll im Herbst eine Apostolische Visitation in vier Diözesen des Landes beginnen.
Wie der Vatikan heute mitteilte, will der Heilige Stuhl mit den Ermittlungen "Bischöfen, Klerus, Gläubigen und Laien helfen, der durch die tragischen Skandale um den Missbrauch von Minderjährigen durch Priester entstandenen Situation adäquat entgegenzutreten". Zudem solle die Visitation zur spirituellen und moralischen Erneuerung der irischen Kirche beitragen. Mit der Untersuchung werde in den vier Stadtdiözesen Dublin, Armagh, Cashel and Emly und Tuam begonnen.
Ein Bericht der Richterin Yvonne Murphy hatte 2009 dokumentiert, dass mehr als 300 Kinder in den Jahren 1975 bis 2004 von Priestern allein in der Erzdiözese Dublin sexuell missbraucht wurden.
Dieser Blog wird ab sofort auf www.irlandlive.com fortgesetzt! Wir freuen uns auf Euren Besuch auf der neuen Domain!
Montag, 31. Mai 2010
Ein Wachhund für die irische Kirche
Glenmalure Valley
http://www.visitwicklow.ie/attractions/glenmalure-valley.htm
Sensationell. Ein wunderbares, nicht wirklich (trotz besten Wetters) überlaufenes Stück Irland. Das Tal, wo einst wilde Schlachten der irischen Rebellen stattfanden (und wo auch viele den Tod fanden), präsentiert sich von seiner allerschönsten Seite.
Endlose Wanderwege entlang des Wassers (fragt mal unseren Hund ;-) ), herrliche Stille und Abgeschiedenheit, und reinstes Irland - für uns einer der schönsten Plätze, die wir bislang gesichtet haben.
Absolut begeistert - wird wärmstens weiter empfohlen. Wenn auch der angepriesene Wasserfall mittig auf der wohl längsten Cul de Sac der Insel (wer schon mal dort war wird wissen was ich meine)
Zum Abschluss gab es noch ein feines Dinner, und das sogar relativ preiswert (3 Cola und 1 Cafe 8 Euro, billger als sonstwo hier) im Glenmalure B&B & Restaurant.
Wer auf der Suche nach einem Sonntags-Wanderausflug ist - zieht Glenmalure Valley in Betracht.
Der deutsche Bundespräsident tritt zurück
a) Wieso?
b) Wieso jetzt?
c) Wieso so schnell?
d) Geht das überhaupt so einfach?
Der Verfasser dieser Blog-Zeilen ist sehr gespannt auf die weitere Entwicklung. Und wünscht sich, Brian Cowen möge diesem Beispiel raschest möglich folgen ... ;-)
http://www.orf.at/100531-51840/index.html
Sonntag, 30. Mai 2010
Euer Star in Oslo
Für mich hat gestern nicht der beste Song, und auch nicht die beste Interpretin gewonnen. Lena war zwar erfrischend anders, reichte aber gesanglich bei Weitem nicht an manche Kollegen und Kolleginnen ran. Immerhin hatte sie aber den Mut, ihr Siegerlied frech und anders zu interpretieren. Auch was wert.
Ihre Interviewfähigkeit hingegen grenzt an jene von Guido Westerwelle - aber in Fairness: Ich wäre mit 18 nicht von der Toilette runtergekommen, wenn ich da hätte rausmüssen.
Und der Goldriecher von Stefan Raab hat sich gestern auch wieder unter Beweis gestellt. Wobei ich mal denke, er war genauso überrascht wie wohl alle ...
Persönlich schmerzt es den Österreich in mir ein wenig: Immerhin war unser Nationalmusikstolzgefühl jahrzehnte lang darauf aufgebaut, dass wir genauso viel Siege (nämlich einen) wie der große Nachbar hatte. Seit gestern liegt Deutschland im internen Rennen in Front, und mangels Teilnahme Österreichs wird sich das auch nicht mehr so schnell ändern.
However, meine persönliche Wertung des gestrigen Abends nach dem Anhören aller Beiträge war so (wohlgemerkt: Wir stimmen so, wie wir denken, dass Europa entscheiden wird - nicht (nur) nach persönlichem Geschmack):
1. Belgien
2. Frankreich
3. Aserbaidschan
4. Irland (ja, ich gestehe)
5. Deutschland
6. Dänemark
7. Türkei
Gekommen ist es aber dann anders. Ich dachte mir, dass der belgische Charmebolzen Europa im Sturm erobert hätte, aber offensichtlich war es dann eher der deutsche Charme, der gefragt war.
Das Ergebnis zum Nachlesen gibts hier.
Was mir noch so nebenbei aufgefallen ist:
1. Der englische Beitrag war eine absolute Katastrophe. Auch ohne Aitken haben Stock und Waterman nicht mehr Talent, und ein talentfreier Interpret dann auch noch dazu - gute Nacht.2. Im ersten Augenblick dachte ich, Russland sendet eine Parodie zur Veranstaltung. So unangepasst wie nur irgendwie möglich, und das hatte dann schon wieder einen gewissen Reiz.
3. Ich muss GANZ DRINGEND einmal nach Armenien. (siehe Bild ;-)
4. Die Iren sind diesmal wirklich unter Wert geschlagen worden. Sooo schlecht war das Lied nun wirklich nicht, und auch gut interpretiert.
5. Die furchtbare Zeit der Mid-Tempo-Disko-Pop-Europa-Erfolgsnummern ist vorbei. Charlotte Nilsson würde heute im Halbfinale scheitern.
6. Es war - meiner bescheidenen Meinung nach - der beste Songcontest seit vielen Jahren. Kaum ein Lied fiel negativ ab, und die Beiträge wurden abwechslungsreicher, und waren auch gesanglich um einiges besser und bunter als in vergangenen Jahren.
7. Ich gebe Bernd bis zu einem gewissen Maß Recht: Satellite ist ein Ohrwurm. DER eingängigste Song des Songcontests ist leider im Halbfinale gescheitert. Ich oute mich als Fan von "Sha-La-Li" :-) Ich hab den Song jetzt noch im Ohr.
Der Suchtfaktor Songcontest besteht nach wie vor. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr.
Donnerstag, 27. Mai 2010
Carry On, Ireland ...
32.000 Mortgage-Holder sind mit ihren Hausrückzahlungen drei oder mehr Monate im Rückstand. Nicht mit eingerechnet jene, die schon mit den Banken und Mortgage-Companies einen Deal ausgehandelt haben. Eine erschreckende Zahl. Und eher über kurz als über lang werden die Repossesions starten, und so mancher Eigenheimbesitzer wird vor diese Bezeichnung ein Ex- stellen müssen. Ob da die für 2011 von der OECD vorausgesagten 3% Wachstum mal nicht zu spät kommen.
Dennoch scheint sich - spannenderweise - der Immobilienmarkt ein ganz kleines bisschen zu erholen zur Zeit. Das verstehe, wer will ...
Irland weigert sich aus "rechtlichen Gründen", die Zahl der in Pflege gestorbenen Kinder in der letzten Dekade an Amnesty International weiterzuleiten. Amnesty International wundert sich drüber. Ich auch.
Das irische Defizit ist höher als das von Griechenland. Auch relativ beunruhigend. Trotzdem ist die Situation hierzulande noch besser, und der Staatsbankrott droht nicht. Vor allem wohl auch wegen der vielen internationalen Firmen, die nach wie vor auf der grünen Insel wirtschaften (und das im Gegensatz zu der hiesigen Regierung auch können) - und diese Firmen spielen trotz aller Vergünstigungen doch eine gewaltige Menge an Steuergeldern direkt oder indirekt in die Staatskasse.
Inwieweit der (von mir nicht wirklich freudig herbeigesehnte) Regierungswechsel beim großen Bruder England sich dann noch auf die wirtschaftliche Situation hierzulande negativ auswirkt, bleibt noch abzuwarten.
Was Hoffnung gibt: Die Zahl der Firmenschliessungen sinkt. Zumindest, wenn man den weekly Creditor Reports Glauben schenkt, die ich montäglich per Email bekommen. Während die Zahl der wöchentlichen Liquidations noch in den Anfangsmonaten 2010 so zwischen 60 und 90 war, pendelt sich die Zahl seit zwei Monaten irgendwo zwischen 10 und 20 ein. Und die Zahl der neueröffneten Betriebe steigt, wenn auch viele Ein-Mann-Unternehmen (oft aus der Redundancy heraus notgegründet) darunter sind.
Irland 2010 ist spannend. Teilweise Besorgnis errgend (wie eigentlich überall), aber der Hoffnungsschimmer scheint etwas größer zu werden.
Carry on, Ireland ...
Dienstag, 25. Mai 2010
Von Traumwetter und viel zu wenig Zeit
Temperaturen jenseits der 25 Grad am Wochenende und Dauersonnenschein lassen selbst den eingefleischtesten Computer- und Blogfreak nach draussen ins Warme stroemen, und deshalb bleibt die Aktivitaet in diesem Blog leider etwas auf der Strecke.
Nicht weil es mich nicht interessieren wuerde, und schon gar nicht weil es nichts zu schreiben gaebe. Ganz im Gegenteil.
Aber so wie ich mein Irland kenne, gibt mir das Wetter schon bald wieder Gelegenheit, mich diesem Hobby hier wieder ausfuehrlicher zu widmen.
Wie sagen die Iren so schoen (und oft): Sorry 'bout that. ;-)
Donnerstag, 20. Mai 2010
Du merkst, dass du ein Arbeitstier (Idiot?) bist, wenn ...
Mittwoch, 19. Mai 2010
Die Wieder-und-Wiederholungstäterin
Grund: Fahren ohne gültige Versicherung.
Was sich im ersten Moment nach einer leicht überzogenen Reaktion auf eine große Dummheit anhört, wird bei genauerer Betrachtung dann doch klarer und durchaus nachvollziehbar.
Die junge Dame kann im zarten Alter von 27 stolze (?) 85 Vorverurteilungen aufweisen. Davon 11 für Fahren ohne Führerschein und 9 für unversichertes Fahren.
Carol K. (27) ... had 85 previous convictions, including nine for driving with no insurance, 11 for not having a driving licence and two for drink-driving, the court heard.Was mich an der ganzen Geschichte ein wenig wundert: Wenn ich das irische System richtig verstehe, sollte die junge Dame doch spätestens seit dem zweiten Zwischenfall kein Auto mehr haben, weil es ge"seizt"wurde, oder?
Und nebenbei zeigte sich laut Irish Times auch noch dem Richter gegenüber uneinsichtig:
Jailing her, Judge Murrough Connellan said she was laughing at the system, courts, gardaí and everyone around her.
Because she was pregnant, she was looking for some form of sympathy from the court.
He pointed out that the offence in question, at Coolbeg, Ashford, on August 18th, 2009, came five days after her last conviction for driving without insurance.
Montag, 17. Mai 2010
Ronnie James Dio ist tot
Bin ich also nun wirklich schon in den Lebensabschnitt vorgerückt, in dem die musikalischen Idole meiner Jugend das Zeitliche segnen?Einer der wohl unbestritten besten und vielseitigsten Sänger im Hardrock-Bereich ist gestern verstorben: Ronnie James Dio (Ronald James Padavona) ist gestern in Houston seinem im Vorjahr diagnosizierten Magenkrebs erlegen.
Als Frontman von Black Sabbath, Elf, Dio und zuletzt Heaven And Hell war er für mich die letzten 20 Jahre ein musikalischer Wegbegleiter - für mich einer der besten Sänger überhaupt, wenn auch oft unterschätzt, und vor allem bei Black Sabbath immer im Schatten von Madman Ozzy Osbourne (der ihm gesanglich bei weitem nicht das Wasser reichen konnte).
Und außerdem der "Erfinder" des Mana Conuto (jener spezielle Gruß im Heavy Metal Bereich - siehe Bild) - nun ja, wohl nicht der Erfinder, aber zumindest derjenige, der diesen Gruß im Musikbereich etabliert hat.
Zeit, mal wieder Holy Diver und Children of the Sea auszugraben aus der CD-Sammlung, und ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen ...
Samstag, 15. Mai 2010
Zwei Unfälle am frühen Morgen
Nachdem wir von dort über Schleichwege rundherum geschickt worden waren, habe ich zuerst an eine Suchaktion oder Ähnliches gedacht, vor allem wegen dem massiven Polizeiaufgebot.
War aber leider ein tödlicher Unfall, laut breakingnews.ie kurz nach Mitternacht. Wie schlimm dieser gewesen ist, wenn um 7 Uhr morgens noch die N81 total gesperrt ist, kann man nur erahnen. Und ich will es auch eigentlich gar nicht genauer wissen.
Donnerstag, 13. Mai 2010
Rest in peace, P.
Rest in peace, P.
Die Erinnerung bleibt.
Trendwende beim Neuwagenkauf
Für die Statistiker unter Euch: Im April waren 65% der Neuwagen Dieselfahrzeuge, 34% Benziner und weniger als 1% Hybridautos.
Offensichtlich erholt sich der schwer angeschlagene Automarkt entgegen vieler Prognosen doch ein wenig, zumal auch im Monatsvergleich März - April 2010 ein Plus von 8% zu verbuchen war.
Dienstag, 11. Mai 2010
Gedanken zur europäischen Lage ...
Generell: Die Kolumnen von Nikowitz sind jede Woche mehr als nur lesenswert. Zu finden auf www.profil.at
I am from Austria
Nicht einmal im Traum hätte der Franz im Jahr 2010 gedacht, dass sich seine
Zukunft so entwickeln würde.
Als die griechische Krise ausbrach, hatte sich
der Franz zwar auch über diese arbeitsscheuen Südländer geärgert, die den ganzen
Tag Sirtaki tanzten und in Ouzo badeten, bis sie dann mit 48 Jahren und 120
Prozent ihres letzten Gehalts in Pension gingen – und jetzt aus ihm nicht
begreiflichen Gründen mit seinem Geld gerettet werden mussten. Aber um der
Wahrheit die Ehre zu geben: Dass Rapid damals gegen die Austria verloren hatte,
hatte ihn mehr zerrüttet.Auch als Portugal folgte, war ihm das noch wurscht
gewesen. Als sich aber dann wenig später herauskristallisierte, dass die EU
Spanien nicht auch noch derheben würde, ging alles wahnsinnig schnell. Zuerst
hatte sich der Franz ja sogar noch gefreut, als es hieß, der Euro sei jetzt
Geschichte. Er rechnete sowieso immer noch in Schilling und hatte dieses
neumoderne Spielgeld nie leiden können. Auch als an einem Montag seine
Bankfiliale nicht mehr aufsperrte, hatte er noch gedacht, es sei deswegen, weil
dieser Montag ein Fenstertag war. Er hatte sich ja schließlich auch einen Tag
Krankenstand genehmigt. Seit er beim Stadtgartenamt pragmatisiert war, musste er
das ja alles nicht mehr so eng sehen. Dann merkte er aber rasch, dass seine Bank
gar nicht mehr aufsperrte. Wie alle anderen Banken in Europa auch. Und als ihm
schließlich so ein Wirtschaftsheini im Fernsehen erklärte, dass seine Bank das
Geld, das er auf dem Sparbuch hatte, ja in Wirklichkeit gar nicht in einem
Tresor aufbewahrte, sondern dass es jetzt einfach weg war, bekam der Franz einen
richtigen Zorn. Und der wurde nicht kleiner, als der Finanzminister sagte, mit
der staatlichen Einlagensicherung sei das so eine Sache. Die gelte nämlich
nur, solange man sie nicht in Anspruch nehme. Als sie ihm bald darauf beim
Stadtgartenamt erklärten, auf seine wohlerworbenen Rechte werde jetzt aber so
was von gepfiffen und man brauche jetzt wirklich keine Beamten mehr, die ein
astreines Parallelogramm aus Tulpenzwiebeln bauen konnten, wunderte ihn gar
nichts mehr. Er war ja keineswegs der Einzige, der plötzlich auf der Straße
stand. Alles ging den Bach hinunter. Und als HC Strache in seiner Antrittsrede
sagte: „Ich kann euch nichts geben. Kein Glas zum Einschenken. Nichts. Aber
bitte glaubt an dieses Deutsch-Österreich!“ – da wusste der Franz, dass es
irgendwie an der Zeit war zu gehen. Und jetzt saß er bei der
Einwanderungsbehörde in Astana vor einem Beamten, der aussah wie Borat und ihn
nicht verstand. „I am from Austria“, sagte der Franz zum hundertsten Mal. Und:
„Asyl!“ Es war nicht sein erster Versuch, ins gelobte Ausland zu kommen. Vor
sieben Monaten schon hatte er, vom Vorarlberger Frastanz kommend, nachts
stromaufwärts die eiskalte Samina durchschwommen und war so über die grüne
Grenze nach Liechtenstein gelangt. Allerdings war er bei seinem Versuch, bei
einer Briefkastenfirma in Vaduz als Postbote Arbeit zu finden, sofort als
vollkommen ortsunkundiger Fremder enttarnt und an einem Rafting-Floß
festgebunden die Samina stromabwärts wieder abgeschoben worden. Also hatte er
beschlossen, diesmal Nägel mit Köpfen zu machen und die Sache anders anzugehen.
Der Schlepper seines Vertrauens hatte ihm erzählt, dass in Südkasachstan gerade
Schafhirten mit einem österreichischen Pflichtschulabschluss total gesucht
waren. Arbeitsbewilligung würde es natürlich keine geben, aber er könne um Asyl
ansuchen und dann schwarzarbeiten. Borat bellte ihn barsch an und zeigte immer
wieder auf ein Plakat, das an der Wand hing. Franz zuckte hilflos mit den
Achseln. Hatten die keinen Dolmetscher hier? Was war das für ein unglaublicher
Saftladen?„Austria“, wiederholte er trotzig. „Asyl!“Franz hatte den Schlepper
mit den acht Vierteldukaten, die er zur Firmung von seinem Göd bekommen hatte,
bezahlt. Es war sein letzter Besitz gewesen. Er hatte dann sechs Wochen
gebraucht, um sich nach Kasachstan durchzuschlagen. Im doppelten Boden von
Drogenschmuggel-Lkws, auf der Unterseite von Zügen. Und in Baku bestieg er mit
40 anderen ein Boot, das ihn über das Kaspische Meer brachte. Zumindest fast.
Die letzten zehn Kilometer musste er schwimmen, nachdem ihn seine Fluchthelfer
ins Wasser geworfen hatten. Die Tür ging auf, und ein Mann kam herein. Er
schaute den Franz prüfend an und sagte dann: „Sprechen Sie Deutsch?“ Mit einem
Mal fiel alle Last von Franz ab. Er hatte es geschafft. „Ja“, rief er glücklich.
„Ich komme aus Österreich. Ich bitte um Asyl!“ Der Dolmetscher sagte etwas zu
Borat. Borat zeigte wieder auf das Plakat, griff sich ein vorgedrucktes Formular
und knallte einen Stempel drauf. „Was steht da auf dem Plakat?“, fragte Franz.
„In Kasachstan – san nur mir daham“, sagte der Dolmetscher. Franz schluckte.
„Und auf dem Zettel?“ „Wirtschaftsflüchtling“, sagte der Dolmetscher.Aus einer
Ecke des Raums lösten sich zwei Uniformierte. Einer griff zu seinen
Handschellen. Und am Gürtel des anderen baumelte eine Rolle Klebeband.Quelle: http://www.profil.at/articles/1018/567/268255/rainer-nikowitz-i-austria
Montag, 10. Mai 2010
Status Quo live im County Kildare
Ich habe heute (freier Tag nachdem ich das Wochenende gearbeitet hatte) im Independant gelesen, dass ich am 4. Juni auf ein Konzert gehe ;-)Die britischen Altrocker Status Quo geben sich die Ehre auf der grünen Insel, und zwar am Curragh Racecourse im Co. Kildare.
Der lebende Beweis, dass Dieter Bohlen nicht der einzige ist, der mit eineinhalb Akkorden im Musikbusiness höchst erfolgreich ist, wird ganz sicher für beste Laune und Partystimmung sorgen. Und der Eintrittspreis ist mit 30 € durchaus fair (auf dieser Insel sogar schnäppchenhaft) angesetzt. Zum Vergleich: Soviel mussten wir im Vorjahr bei AC/DC alleine für den Parkplatz zahlen.
Wer die alten Herren auch genießen will: Tickets gibts unter 081 8300281 oder unter www.curragh.ie
Das Bild stammt von der Homepage www.statusquo.co.uk
Freitag, 7. Mai 2010
Musikalische Entwicklungshilfe: Österreicher fördert deutsches "Talent"
Man möge sich den obigen Bericht bitte auf der Zunge zergehen lassen. Der Selbstdarsteller, Baupleitier und Opernballlogengast Richard Lugner, Österreichs personifizierte Peinlichkeit, übernimmt jetzt angeblich eine Art Managertätigkeit für den neuen Protagonisten des "Jailhouse-Rock", den 'Wannabe-A-Bad-Boy-but-also-wanna-sell-my-fucking-records-to-little-girls' Menowin Fröhlich, unlängst zweiter in der unnötigsten Casting-Show der Welt, namely DSDS.
Eigentlich ja schon bedauerlich genug, dass ich all diese Details weiß, ohne Google anwerfen zu müssen ;-)
Da haben sich ja nun offensichtlich die zwei richtigen Seelen gesucht und gefunden ...
Wieso ich einen Link von der Bildzeitung habe, möchte ich noch kurz klarstellen - das war das Quellzitat auf www.orf.at ...
Lost in Dublin. Oder: Vertraue niemals dem Navi ...
Weswegen Mann ja - dem High-Tech-Zeitalter sei Lob und Dank - ein Navigationsgerät verwendet, um von A nach B zu kommen. In meinem Fall sogar am Blackberry, damit ich auch zu Fuß nicht verloren gehe als Landjunge in der Großstadt.
Jetzt bitte nicht vorverurteilen: Ich finde mich in Dublin am Tag schon ganz gut zurecht, und die ca. 100 Liter Sprit pro Jahr, die ich zusätzlich verfahre, weil ich wo falsch abgebogen bin oder einen Kreisverkehr dreimal umrunde, bringe ich irgendwie ins Budget.
Aber: Mit Navi ausgestattet, dachte ich mir weniger dabei, als ich vergangenen Freitag Abend zu einem Treffen ins Royal Hospital (bevor sich jemand wundert: Das ist ein Restaurant) in der Military Road nach Dublin 8 musste.
Navi angeworfen, und den freundlichen Anweisungen der sonoren Stimme detailgetreu gefolgt. Zumindest auf der ersten Weghälfte.
Nächste Ausfahrt: Military Road. Großartig, schon fast da ... Oder so. Nachdem die ersten drei Abzweigungen, die mir das Navi in die Military Road vorgeschlagen hat, mit weißen Eisentoren versperrt waren, hat dann leider der männliche Urinstinkt (Ach, das finde ich schon) über den Drang zum Passanten-Fragen gesiegt. Mit dem Ergebnis, dass ich im Phoenix Park festgefahren war. Und mich dann dort wieder auf das Navi verlassen musste, weil ich am Abend noch nie da drin war.
Der unerschütterliche österreichische Autofahrer in Dublin spätabends lässt sich auch von großen Schildern, auf denen "No Through Road" steht, nicht abhalten. Das Navi wird schon wissen, was es tut ...
Tu cut a long story short. Nach eineinhalb Stunden kreisfahren, reversieren und umdrehen habe ich dann wia Irvin Road hingefunden. Bei ausgeschaltetem Navi und mithilfe der guten alten Landkarte, die ich aus dem Kofferraum gekramt habe ...
My confession: Mein Name ist Harald, und ich bin orientierungslos....
Euren Applaus bitte, Selbsthilfegruppe ;-)
Donnerstag, 6. Mai 2010
Sag mir wo die Kohlen sind ...
Spannende Geschichte aus dem irischen Bankenwesen, aus erster Hand (leider) erzählt:Vergangenen Freitag hat meine Firma mein Gehalt angewiesen. Das wird bei uns (Teil des Vertrages aus gewissen Gründen) per Same-Day-Bank-Transfer angewiesen. Soll heißen, es wird am Vormittag angewiesen von der Firma, und ist schon am Nachmittag auf meinem Konto verfügbar. Und das klappt eigentlich ganz hervorragend.
Diesmal allerdings mit großem Verwirrspiel verbunden: Unsere Buchhalterin hat einen kleinen Fehler gemacht, zwar stimmen Kontonummer und Bankleitzahl, jedoch wurde ein falscher Name in der Buchungszeile eingetragen.
Am Dienstag Problem bemerkt, und die Bank kontaktiert. Leider können sie das Geld nicht auf mein Konto anweisen, trotz Gespräch mit unserer Buchhalterin und dem Faxen des Originaltransfer-Beleges. Aber sie senden es sofort zurück zur Urpsrungsbank.
Seitdem geht es hin und her. Die eine Bank sagt, es ist die Schuld der anderen Bank, und natürlich vice versa.
Faktum: Auch heute, eine Woche später, ist mein Gehalt irgendwo. Nur nicht auf einem der beiden Konten. Nicht auf meinem, und auch nicht retour auf unserem Firmenkonto.
Langsam aber sicher wirds spannend.
Sag mir wo die Kohlen sind, wo sind sie geblieben ...
Man fliegt wieder
Also alles halb so schlimm, gleichzeitig aber wird schon gewarnt, dass die Aschewolke den Flugverkehr im ganzen Sommer behindern könnte, und immer mal wieder Streichungen und massive Verschiebungen an der Tagesordnung stehen könnten.
Und irgendwie kommt mir dabei in den Sinn, dass a) die ohnehin durch die ruinöse Preisgestaltung angeschlagene Flugindustrie sicher bald um große Zuschüsse ansuchen wird (und diese wahrscheinlich dann auch noch bekommt) und b) die Tickets sicher bald wieder teurer werden mit der "Vulkanbegründung".
Anyway: Derzeit ist wieder alles normal, und gestern ist dann auch das Chaos mehr oder weniger ausgeblieben.
Mehr dazu hier: http://breakingnews.ie/ireland/airports-open-as-irish-air-space-clears-456515.html
Dienstag, 4. Mai 2010
Montag, 3. Mai 2010
Monday Morning, 7 am
So ein Bank Holiday (oder ugs. Feiertag) hat schon seine guten Seiten. Nachdem meine Holde heute arbeiten muss, und der Wecker erbarmungslos wie ein Blick von Charles Bronson geklingelt hat um halb Sieben, habe ich gleich die Chance genutzt, samt Hund einen kleinen Ausflug zu wagen.Nachdem das Wetter am Wochenende ja eher bescheiden war, und alle angekündigten Pläne von wegen Ausflug sprichwörtlich ins Wasser fielen, sind wir wenigstens heute Morgen dazu gekommen, Natur pur aufzusaugen, an den Ufern der Blessington Lakes.
Zwar ist leider wieder die Jahreszeit angebrochen, zu der man auf den ersten Metern über die einfach am Strand entsorgten Reste von 20 Barbecues der Vortage stolpert (der Mensch ist ein Schwein), aber je weiter man sich von den Public Spots entfernt, umso schöner wird es.
Absolute Ruhe, der Hund kann laufen und tun und lassen was er will, und auch dem Herrchen schadet so ein Morgenspaziergang nicht im Geringsten. Im Gegenteil, die bürosesselabgestumpften Glieder kommen wenigstens mal wieder in Bewegung.
Was will ich eigentlich damit sagen? Nun, Irland zeigt zwei Gesichter in meinem Leben. Das eine: Hektisch und stressig in der Arbeitswelt, nachdem bei uns gerade Hauptsaison ist. Das andere, bevorzugte: Wunderschöne, idyllische Weiten, die viel Raum und Gelegenheit zur Entspannung geben. Und durch den Feiertag auch die Zeit, diese Gelegenheit beim Schopf zu packen.
So entspannt wie jetzt gerade bin ich schon seit Wochen nicht mehr beim Morgenkaffee gesessen.
Das Leben ist schön.
Sonntag, 2. Mai 2010
Und noch so ein Fundstück
mittlerweile habe ich mich ganz gut eingelebt. Viel Lauferei, vor allem nehmen Auslaender, die zum Social Welfare muessen es nicht so genau mit dem Nummer ziehen. Puh, da haben mein Kollege und ich aber ganz schoen Aerger bekommen, weil sich jeder vordraengelte.sagte der Österreicher, der in der Vorwoche nach Irland ausgewandert war ...
Ah ja ... ;-)
Gefunden im Irlandforum.
Fußballfans und Rechtschreibkünste 2
Wir haben euch die Meisterschaft geschengt, im gegenzug schenkt ihr uns den D.F.B.- Pockal. Oder ? Georg:.02.05.2010 da sind wir quiet. ( EIN BREMER - FAN).

