Mittwoch, 24. Februar 2010

Es regnet in Dublin ...

tja, Regen in Irland ist ja an sich nichts ungewöhnliches. Und wenigstens sind die Temperaturen etwas noch oben geklettert, und vielleicht ist der - laut unserem ehemaligen Nachbarn Vincent - längste irische Winter seit 1963 dann auch mal Geschichte.

Und - zumindest wenn ich mir unseren Mitarbeiterstand heute anschaue - es geht offensichtlich wieder eine Grippewelle um. Wundert ja auch keinen bei diesem Wetter.

Ich finde heute endlich einmal die Zeit, mich ein wenig mit den Nachrichten der letzten Woche vertraut zu machen. Da treten Minister zurück, Brian Cowen macht sich in der Ryan-Air-Causa mal wieder zum öffentlichen Gespött, und offensichtlich ist es auch im Irlandforum einige Male heiß hergegangen.

Schon witzig, was man in dieser Informationswelt so alles versäumt, wenn man einmal eine Woche nicht wirklich im Internet rumsurfen kann. Aber: Es lebt sich auch ohne elektronische Dauerinformation ganz passabel.

Spätenstens jetzt habe auch ich das kapiert. ;-)

Dienstag, 23. Februar 2010

Von Rückenschmerzen und einem neuen Wohnkomfort

Nach drei Nächten in der neuen Bleibe erinnern nur mehr die Rückenschmerzen und die vielen noch zu leerenden Kartons und Kisten an den Umzug am Wochenende. Und ein neues Gefühl von Wohnkomfort beginnt sich einzustellen. Nach unserem zugigen 5-Bedroom, das nur mit astronomischen Heizkosten (und wir sprechen hier von - give or take - 300 Euro Öl pro Monat!!!) halbwegs warm zu halten war, genießen wir die Behaglichkeit der Gasheizung im neuen, kleineren und viel besser isolierten Haus.
Nur unser Hund hat noch leichte Umstellungsprobleme - ich denke er wartet insgeheim noch auf die Rückkehr *ggg* - aber auch das wird sich legen.

In der letzten Zeit hat sich immer wieder herausgestellt, dass Zeit ein wichtigeres Gut als Geld ist. Und so sind auch Vorsätze gefasst worden, beruflich ein wenig kürzer zu treten in diesem Jahr - wir werden sehen was daraus wird.

Da sich im Augenblick jedoch ein weiteres Projekt auftut, dass mein großes Interesse erweckt hat, bleibt es hier wohl beim Vorsatz.

Aber - und das ganz ohne Jammeransatz - die Rückenschmerzen vom Wochenende erinnern doch dann immer daran, dass ich die jungen wilden Zwanziger auch schon ein paar Jährchen passiert habe, und dass trotz der neuen Behaglichkeit im Haus ein wenig mehr Ruhe angesagt wäre.

Ach ja, in Kürze widme ich mich auch wieder mal dem irischen Tagesgeschehen, nur keine Sorge ;-)

Sonntag, 21. Februar 2010

Back on Track

Kurze Zwischenmeldung eines verschollen geglaubten Bloggers nach einer verrückten Woche.

So, nach der längsten Blogpause bislang (und hoffentlich auch auf längere Sicht) geht es nun weiter mit den News aus Irland. Nach einer kurzen Dienstreise und der Tatsache, dass ich gleich anschließend meinen urlaubenden Boss vertreten musste und auch noch immer muss, blicke ich auf eine sehr sehr arbeitsintensive Woche zurück, und musste daher leider diesen Blog kurzfristig hintenan stellen.

Noch ein Grund: Wir sind gestern und heute - eine Woche früher als eigentlich geplant - in unser neues Domizil übersiedelt. Einfacher Grund: Uns ist im bisherigen Haus das Öl ausgegangen ;-) Und auffüllen wollten wir den Tank nun auch nicht mehr, deswegen haben wir uns mit dem neuen Landlord geeinigt, und sind schon früher umgezogen.

Wer jemals einen gröberen Umzug mit Kind, Hund und Kegel und den eigenen sieben(tausend) Sachen durchgeführt hat, kann erahnen, was für eine Woche hinter uns liegt.

Aber nun ist fast alles geschafft. "Nur noch" das alte Haus putzen und übergeben, und dann das neue Haus gemütlich einrichten. Wenigstens warm ist es dort schon ;-)

An alle, die es interessiert: Wir sind gut im neuen Haus angekommen, und fangen grade an, uns dort wohlzufühlen. Und an dieser Stelle ganz lieber Dank an das kleine Team, das gestern ganz toll mitgeholfen hat (an dieser Stelle sei mal wieder der Flying Scotsman Alex sehr lobend erwähnt), und auch an alle jene, die nächste Woche mithelfen wollten ;-)

Ihr könnt dann eigentlich schon zum Grillen kommen, sobald der Schnee weg ist ...

Mittwoch, 17. Februar 2010

Closed for Lunch

Der dauert aber leider etwas länger.
Ich bin auf beruflicher Reise für den Rest der Woche und daher geht's hier leider erst nächsten Montag weiter.
Wie die Iren so schön (und oft) sagen: "Sorry 'bout that!"

Montag, 15. Februar 2010

Und dann war da noch ...

... der Flyer heute morgen in meinem Postkasten. In großen Lettern stand da drauf geschrieben "Keep Jobs Local - only shop local". Fair enough.
In sehr kleinen Lettern stand da nochwas drauf. Nämlich der Name einer gar nicht so unbekannten Werbeagentur, die dafür bekannt ist, alle ihre Produkte ausschließlich in Indien drucken zu lassen.

No more words to say ... ;-)

Sonntag, 14. Februar 2010

The next step - Ein weiterer Umzug steht an.

Seit dieser Woche ist es nun fix. Nach einem Jahr in unserem vermeintlichen Traumdomizil am See haben wir uns - zwar schweren Herzens aber letztendlich einstimmig - dazu entschlossen, noch einmal umzuziehen.
Auch wenn wir unsere "Finca" in Ballyknockan nicht gerne verlassen, letztendlich haben die Pros die Contras übertrumpft.
Der Hauptgrund dafür war unser Sohn. Der Schulbustransport ist an Unzuverlässigkeit nicht zu überbieten hier in der Gegend, und er hat deswegen schon einige Tage in der Schule versäumt. Und mehrmals waren wir auf die Hilfe von Nachbarn angwiesen, da wir nunmal beide ganztags arbeiten. Und das wird auch so bleiben.
So sehr wir Erwachsenen das Jahr hier draußen genossen haben, so schwierig war es aber für unseren Sohn, weitab von Schulkameraden Anschluss zu finden. Und deshalb treibt es uns jetzt weiter, in die Stadt rein, in ein Semi-detached 100 Meter von der Schule weg. Näher bei seinen Freunden, in Gehdistanz zur Schule, und in einer sehr netten Siedlung.
Unser neues Haus ist zwar um einiges kleiner, aber auch um einiges neuer als unser jetziges. Und letztendlich auch etwas billiger. Und soll uns die nächsten fünf Jahre Heimat sein, bis unser Junior die Secondary hinter sich gebracht hat.
Okay, wir müssen Kompromisse eingehen in punkto Ruhe, Abgeschiedenheit und Platz. Auch den großen Garten werden wir vermissen. Dafür sind wir um einiges näher an allen wichtigen Einrichtungen wie Ärzten usw., um 15 Kilometer näher an unseren Arbeitsstellen und auch die Gefahr im Winter wieder abgeschnitten zu werden von der Zivilisation ist gebannt.
Und so, zwischen dem Kisten packen und dem Planen des Raums im neuen Haus, freuen wir uns, den next step zu gehen. Weil er uns selber bestätigt, dass wir gerne hier leben. Und auch hier bleiben wollen. Weil wir es einfach mögen.
Trotz der Kompromisse.
Und wer weiß, vielleicht ziehen wir ja irgendwann wieder zurück in die Abgeschiedenheit ...

Stillstand kennt unser Leben ohnehin keinen. Das wäre uns auch nicht recht. Also gehen wir jetzt diesen nächsten Schritt, und freuen uns auf einige Jahre im nächsten Haus.
Was genau die Zukunft für uns auf Lager hat, weiß man sowieso nie im Voraus. Wir nehmens wie es kommt.

Ach ja: Wir ziehen am Wochenende vor dem ersten März um. Bis dahin kann es sein, dass hier leider der eine oder andere Tag ohne Aktuelles aus Irland verstreichen wird. Man möge uns das bitte nachsehen. Aber es gibt viel zu tun.

Cork & Me

Mit Städten ist es irgendwie wie mit Frauen. Manche sind einem sofort sympathisch, mit manchen erwärmt man sich mit der Zeit, zu einigen entwickelt man eine Hassliebe, und manche gehen gar nicht.

Ich war vergangenen Freitag Nachmittag auf einem geschäftlichen Termin in Cork. Und ich mag Cork nicht. Sorry. Jetzt mal abgesehen vom Anfahrtsweg (das Nadelöhr bei Abbeyleix ist sensationell am Freitag Nachmittag, und wer die Idee gehabt hat, die M8 direkt mit einem Kreisverkehr aufhören zu lassen, der gehört gesteinigt) - Cork (und NICHT die Menschen, die dort wohnen!) ist einfach nicht meine Stadt.

Warum? Nun, das ist einfach nicht zu beantworten. Schon seit meinem ersten Besuch hat sich eine Antipathie gegen diese Stadt entwickelt. Gegen den Geruch, die grau-in-grau-Teile und - vor allem - gegen das Verkehrssystem in Cork.

Auch wenn es schöne Teile in Cork gibt, und ich zum Beispiel den Marktbesuch mit einem lieben Freund extrem spannend und schön fand - Sorry, Cork - aber wir werden uns wohl nie finden.

Was sich nicht wirklich begründen lässt. Zumindest nicht rationell. Ist halt einfach so.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Sportler und ihre Interviews

"Es ist nicht leicht, aber es ist schwer, schnell zu sein. Du darfst nicht in der Gegend rumfahren, und auch nicht zu gerade."

...sagte der österreichische Abfahrer nach dem ersten Training auf der Olympiastrecke. Jaja, Mailand oder Madrid, Hauptsache Spanien ... ;-)

Mittwoch, 10. Februar 2010

Die irischen Gewerkschafter und der schottische Bankenriese

Ich bin grundsätzlich ein Verfechter der Idee von Gewerkschaften. Solange diese mit der Zeit gehen, und nicht im Pfründe-Mittelalter vergangener Jahrhunderte feststecken und unbeweglich sind. Es gibt Szenarien in der Arbeitswelt, wo Gewerkschaften richtig, wichtig und berechtigt sind.
Stellungnahmen wie jene gestern nach der Bekanntgabe des Rückzugs von Halifax aus Irland lassen mich aber doch am Realitätssinn mancher Funktionäre zweifeln.
Nun gut, die Gewerkschaften sind gegen die Schließung. No na. Fair enough. Und kündigen Protestmaßnahmen an, um diese Schließung zu verhindern.
Wie genau sollten denn diese aussehen? Werden dann die leeren Halifax-Fillialen bestreikt? Großdemos vor dem Square in Tallaght, bis die ATMs wieder in Betrieb gehen? Gar etwa ein gewerkschaftlicher Aufruf zum Boykott einer Bank, die sowieso bald nicht mehr da ist?
Ehrlich, für die betroffenen Arbeitnehmer ist es ein Schock. Sehr gut verständlich. Aber die Gewerkschaft hat gegen die Schließung der Halifax-Fillialen absolut gar keine Handhabe. Die Konzernentscheidung ist gefallen. Unwiderruflich.
Und ein paar protestierende Funktionäre geben sich höchstens selber der Lächerlichkeit preis, ändern aber nichts an der Situation.
Das sollten auch die jetzt tosenden Funktionäre verstehen. Tun sie aber offensichtlich nicht.

Gar kein Rädchen steht mehr still
wenn dein schwacher Arm es will ...

Dienstag, 9. Februar 2010

Da sperrt uns doch glatt die Bank zu.

Nein, nicht wegen der oft zu kurzen Öffnungszeiten direkt vor der Nase, sondern gleich ganz und gar. Halifax, die Tochter der Royal Bank of Scotland, zieht sich aus Irland zurück. Dabei gehen 750 Jobs verloren, und (bei weitem nicht so bedeutend) auch unsere Bankverbindung.
Wir waren mit der Halifax eigentlich sehr zufrieden. Aber das ist (schrittweise ab Mai) nun Geschichte, und wir müssen uns eine neue Bank unseres Vertrauens suchen. Derzeit liegt die Permanent TSB hoch im Kurs bei uns - um Erfahrungswerte wird gebeten.
Witziges Detail am Rande: Ich war heute morgen noch in der Filiale, um einen größeren Betrag abzuheben. Und konnte zwei Stunden später ohne Problem eine neue Standing Order anlegen.
Kein Wort von Zusperren oder so.
Am Nachmittag dann die Pressekonferenz, und ich habs grade im Auto auf dem Weg von einem Kunden zurück ins Büro auf Newstalk gehört.
Tja, das Leben (in Irland) birgt Überraschungen. Aber es gibt Schlimmeres.

Mehr Infos hier: www.halifax.ie

Montag, 8. Februar 2010

Ich weine ...

... wenn ich diese Sprit-Preise sehe. Wenn auch nur für eine Werbeaktion von Hofer (aka Aldi), und nur für zwei Tage, dennoch sehnt man sich bei so manchem Tankstellenbesuch hierzulande nach den heimischen Spritpreisen ;-)

Aber man kann halt nicht alles haben.

Ewige Nadelstiche: Morddrohung gegen Gerry Adams

Der Parteichef der an der Regierung in Nordirland beteiligten katholischen Sinn Fein, Gerry Adams, hat eine Todesdrohung erhalten. Adams sei angedroht worden, er werde binnen 24 Stunden umgebracht, erklärte die Sinn Fein am Sonntagabend. Außerdem habe die paramilitärische Protestantengruppe Ulster Freedom Fighters, die von Großbritannien als Terrororganisation eingestuft wird, in einem Telefonanruf das Sinn-Fein-Kabinettsmitglied Gerry Kelly mit dem Tode bedroht.

Die pro-irische Sinn Fein regiert seit 2007 mit der pro-britischen Protestantenpartei DUP in Nordirland. Vergangene Woche hatten sie sich nach zähem Ringen auf eine Polizei- und Justizreform geeinigt. Damit ebneten sie den Weg für eine größere Eigenständigkeit Nordirlands.
So wirkliche Ruhe wird in diesem Konflikt wohl niemals eintreten.
Quelle: www.orf.at

Sonntag, 7. Februar 2010

A friend of a friend knows somebody ...

Wie kommt man in Irland eigentlich ins Geschäft? Nun, natürlich gibt es auch hier viele Wege, die nach Rom führen. Der mit Abstand erfolgreichste und sicherste ist allerdings das personal referral, die persönliche Empfehlung durch jemanden (vorzugsweise irischer Herkunft).
Warum ich mir darüber Gedanken mache?
Nun, ich hatte diese Woche Mailkontakt mit einer deutschen Designerin, die gerade in Irland durchstarten will. Und dabei haben wir unter anderem auch diese Frage diskutiert.
Besser als jede Homepage-Werbung, jedes direct mailing und jeder Cold Call (das sowieso) ist die persönliche Empfehlung. Ein Freund eines Freundes kennt jemanden, dessen Nachbar schon einmal was dort hat drucken (oder gestalten, reparieren, ...) lassen. Und schon ist der Kontakt hergestellt.
So läuft es hierzulande, und so wird Business gemacht. Oft relativ unabhängig von Preis (auch wenn der jetzt wieder mehr zählt als früher) und Qualität (über die Qualität des irischen Designs könnte man ohnehin Horrorromane verfassen).
Diese personal referrals sind der sicherste Weg zum Ziel. In Irland - so meine Einschätzung - noch viel mehr als zB in Österreich.

Freitag, 5. Februar 2010

Mein Mechaniker und ich

Mein Mechaniker ist ein sehr netter Typ. Graham ist sein Name, er stammt ursprünglich aus Zimbabwe, wurde dort mit seiner Familie vertrieben, und lebte viele Jahre in Südafrika. Seit ein paar Jahren betreibt er in Irland eine kleine Werkstatt, und ist ein sehr guter und fähiger Mechaniker.
Allerdings hat er sich schon die irische Gelassenheit zugelegt, und das wurmt etwas. Nachdem mein Passat zur Reparatur steht (Ende der Geschichte offen), hat nun auch mein Leihwagen einen gröberen Defekt. Sprich es tropft Wasser in den Motor. Ergibt Überhitzung und starken Rauch.
Nun gut, natürlich wird der Wagen abgeholt, gleich morgen um halb Zehn.
Aus morgen wird übermorgen, und nach ein paar Anrufen holt er ihn dann doch. 37 Stunden später als vereinbart. Auch gut.
Er wird sich sofort drüberstürzen. Am Freitag Abend. Ja ne, ist klar.
Nun gut, dann hat er wenigstens angerufen. Um mir mitzuteilen, dass ich frühestens am Mittwoch das Leihauto retour bekomme. Na bestens.
Nun bin ich also noch ein paar Tage ohne Transportmittel. Einen sehr wichtigen Termin in Cork habe ich grade in letzter Minute absagen müssen, und auch für ein lange fälliges Bier mit einem lieben Freund ist morgen leider keine Zeit :-(
Aber naja, alles wird gut. Zeit auch für mich, mir noch mehr dieser vielgepriesenen Gelassenheit zuzulegen. Und die Zornesröte im Gesicht mit jener der Kälte auszutauschen, in die ich mich nun begebe. Ich bin jetzt raus aus dem Büro und hoffe auf die Pünktlichkeit von Dublin Bus ...

Schönes Wochenende!

Donnerstag, 4. Februar 2010

Wenn der Postmann klingelt ...


... und ein Amazon-Päckchen dabei hat, dann bringt das hin und wieder auch was ungedrucktes, nämlich DVDs für gelegentliche Heimkino-Abende.
Seit gestern sind wir stolze Besitzer der Komplettausgaben von "Black Adder" (genial!) und "Monty Python's Flying Circus" (noch genialer!)
Britischer Humor, wie wir ihn lieben. Rotzfrech, auch mal unter der Gürtellinie und vor allem: Schwarz, schwärzer, am schwärzesten.
Gestern gabs gleich mal ein paar Gustostücke aus der ersten Black Adder-Staffel. Herrlich. Wenn auch geschichtlich nicht immer ganz korrekt ;-)
8 DVDs mit Monty Python, 6 DVDs mit Black Adder. Jeweils 13,98 englische Pfund. Reasonable pricing as well ;-)

Sehr zu empfehlen.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Wenn ein Ort kollektiv zur Schaufel greift ...

Spread the word - we need your help this Saturday ... So beginnt eine Text-Message vom örtlichen Bauunternehmer in Ballyknockan. Der Grund dieser spätabends gesendeten SMS: Der Zustand der Straßen hier am Lake Drive rund um die Blessington Lakes.
Die ohnehin schon nicht wirklich gut befahrbaren Straßen haben unter dem Wintereinbruch vor ein paar Wochen hier stark gelitten, und am morgendlichen Weg am Drive kommt man sich mehr wie ein Ingemar Stenmark am Steuer als wie ein Autofahrer vor ... (Für die jüngeren Leser: Ingemar Stenmark bitte googeln ;-)

Diesen Samstag geht's also rund: Ein ganzer Ort soll kollektiv zur Schaufel und zum Spaten greifen, der Bauunternehmer sponsort das Material und am Abend dann die eine oder andere Runde Bier im ortsansässigen Pub (das zufällig seiner Schwester gehört *ggg*) - und Ballyknockan steht unter dem Motto "Hilfe durch Selbsthilfe".

Es gibt keine staatlichen Mittel, um die beschädigten Straßen zu reparieren. Also muss man sich selber abhelfen. Um den Arbeitsweg so halbwegs schlaglochfrei antreten zu können, und auch, um später im Jahr den Touristen eine halbwegs sorgenfreie Umrundung des Sees zu ermöglichen.

Wer schaufelt mit?

Montag, 1. Februar 2010

Einbremsen in Dublin

Ehrlich, mich hats heute morgen auch kalt erwischt - diese Änderung ist spurlos an mir vorbei gegangen. Seit heute gilt in gewissen Zonen Dublins eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h - und wird offenbar auch gleich strengstens überprüft.
Die Taxifahrer beschweren sich grade im Radio lautstark drüber (warum eigentlich: Mehr Zeit im Taxi heißt doch mehr Geld für die Fahrer, oder?) - die Stadtregierung Dublins verteidigt allerdings diese Maßnahme mit geringerem Unfallrisiko und weniger Verletzten. Wenn das stimmen sollte, passt's ;-)

Wo gilt nun die neue Beschränkung? Dazu ein Zitat aus breakingnews.ie:
The limit came into effect this morning in areas around the city, from Bolton Street on the northside to St Stephen's Green on the southside.