Sonntag, 31. Januar 2010

Wie manche Pfarrer wirklich ticken ...

Wie manche Pfarrer auf diesem Erdenrund wirklich ticken, beweist einmal mehr ein Interview mit dem röm.-kath. Pfarrer Gerhard Maria Wagner aus Oberösterreich, dem erst im vorigen Jahr in letzter Sekunde die Ernennung zum Bischof verwehrt wurde.
Befragt zum schrecklichen Erdbeben in Haiti gab der Mann folgendes von sich:
Für die Sonntag-Ausgabe des "Kurier" wurde der Windischgarstner Pfarrer gefragt, ob die Erdbeben-Katastrophe das Werk eines strafenden Gottes sei.

Wagners Antwort: "Das weiß ich nicht (...). Aber es ist schon interessant, dass in Haiti 90 Prozent Anhänger von Voodoo-Kulten sind."
Ähnliches von Wagner gab es auch schon zum Hurrikan Katrina in New Orleans im Jahr 2005:
Die Frage nach Haiti lag auf der Hand, weil Wagner bereits 2005 mit Aussagen zum Hurrikan "Katrina" in New Orleans für Aufregung gesorgt hatte. "Es ist wohl kein Zufall, dass in New Orleans alle fünf Abtreibungskliniken sowie Nachtklubs zerstört wurden", meinte er damals.
Zum Glück ist der Mann offenbar schon der eigenen Gemeinschaft zu peinlich, wie die Aberkennung der Bischofswürde 2009 eben beweist:
Nachdem Anfang 2009 bekanntgeworden war, dass Wagner Weihbischof der Diözese Linz werden sollte, brachen heftige Proteststürme wegen seiner konservativen Gesinnung los.

Der Windischgarstner Pfarrer verzichtete kurz darauf auf die Weihe: "Der Heilige Vater hat Gerhard Wagner von der Pflicht entlastet, das Amt des Weihbischofs von Linz anzunehmen", hieß es 2009 in einem Bulletin des vatikanischen Presseamtes.
Mich schaudert es bei solchen Aussagen immer ganz gewaltig ...
Die Zitate stammen von www.orf.at.

Samstag, 30. Januar 2010

Mal wieder ein Suchbild

Na, wer findet den Fehler? ;)

Gene Hackman ist 80

Würde man mich spontan nach meinem Lieblingsschauspieler fragen, wäre wohl (neben Al Pacino) sein Name meine primäre Antwort. Gene Hackman, der heute seinen 80sten Geburtstag feiert, hat mich in nahezu jedem Film, den ich mit ihm gesehen habe (und das waren viele *g*) hat mich mehr und mehr von seiner großartigen schauspielerischen Gabe überzeugt.
Die Liste seiner großen Filme ist lang: French Connection, Erbarmungslos, Das Urteil, Der Staatsfeind Nr. 1, Welcome to Mooseport (sein leider letzter Film), Crimson Tide, ... Und über allen steht für mich seine Rolle in Mississippi Burning - Die Wurzeln des Hasses. Ein oft unterschätzter Film, der für mich eine der Sternstunden Hollywoods ist.
Happy Birthday, Gene Hackman. Und Danke für viele große Kino- und Heimkinostunden.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Elternsprechtagzeit

Heute nachmittag steht es also an: Das erste Parent-Teacher-Meeting (vulgo Elternsprechtag) in der Secondary School unseres Sohnes.
Extrem arbeiterfreundlich angesetzt von 13.00 bis 14.30 am Nachmittag. Wirklich nett. Schon klar, am Abend würde das wohl nicht gehen (oder bin ich nur zu sehr verwöhnt von den Elternsprechtagen in Österreich?)
Anyway: Nachdem meine Frau nicht frei bekommt, bleibt es an mir, dort heute aufzutreten. Und mich in eineinhalb Stunden durch 9 verschiedene Lehrkräfte zu kämpfen, die wohl alle ihr Urteil über die - bislang unsere Erwartungen bei weitem übertreffenden - Leistungen von Junior abgeben möchten. Macht nach meiner Rechnung exakt 10 Minuten pro Lehrer(in), Anstellen und Wartezeiten nicht mitgerechnet. Das dürfte spannend werden ...
Den großartigen Cartoon habe ich mit hier geborgt: do.nw.schule.de/kkg/

;-)

Laugh of the day und beste Grüße an jene junge Dame, die aus einem Callcenter aus in einer Druckerei anruft, und fragt, wer denn dort die Bestellung der Drucksorten über hat, und ob man an einem Angebot für Briefpapier interessiert ist ;-)

Sorry, aber der musste sein ...

Ein guter Freund

Mich hat heute Morgen eine E-Mail von einem guten Freund erreicht. Schon vor zwei Tagen abgeschickt, aber ich habe den privaten Account nicht gecheckt.
Der Grund: E. feiert sein dreijähriges Irland-Jubiläum. Er lebt und arbeitet in Dublin, und ist hochzufrieden und glücklich hier. Und er will das feiern. Und das werden wir auch.
Irgendwie eine schöne Nachricht zwischen all den Negativschlagzeilen. Wir freuen uns für ihn. Und können ihn gut verstehen :)

Mittwoch, 27. Januar 2010

Heimat bist du großer Nehmer

Blick zurück in Zorn, und stumm vor Verwunderung.

Liest man als Auswanderer noch Nachrichten aus dem Herkunftsland, der alten Heimat? Nun ja, wir tun es. Nahezu täglich, um etwas up-to-date zu sein. Und manches, ja vieles, dass man da so liest, treibt einem die Zornesröte ins Gesicht, und lässt einen vor lauter Kopfschütteln oft den Alltag hierzulande kurz vergessen. Irland ist bei weitem nicht die einzige Gombeen Nation.

Trotz Wirtschaftskrise und steigender Arbeitslosigkeit: Das Thema der letzten Tage in Österreich war, ob man nun die Textzeile "Heimat bist du großer Söhne" in der Bundeshymne umtexten sollte auf "Heimat bist du großer Söhne und Töchter". Die Koalitionspartner SPÖ und ÖVP liegen deshalb im Clinch. Klar, es gibt ja nichts Wichtigeres heutzutage ...
Vergessen darüber, dass eine neue Ministerin angelobt wurde, die als erste Amtshandlung sofort die endlich abgeschafften Studiengebühren wieder einführen will. Und nebenbei nicht wirklich vor Fachkompetenz strotzt.
Vergessen nahezu auch, dass Österreich ein Land der großen Nehmer ist. So zum Beispiel der Kärntner Steuerberater Birnbacher, Günstling eines ÖVP-Regierungsmitglieds. Im Zuge des Verkaufs der mittlerweile total maroden, mit Staatsmitteln künstlich am Leben erhaltenen und trotzdem noch milliardenschwer verschuldeten Hypo-Alpe-Adria Bank. (oder Group). Jener Herr Birnbacher hat im Zuge des Teilverkaufs an die Bayrische Landesbank ein Gutachten erstellt. So weit so gut. Weniger gut ist allerdings, dass er dieses Gutachten mit 12 Millionen Euro in Rechnung stellte. Und sich nach Publikation dieser Zahlen zu einem Sonderrabatt von 50 Prozent hinreißen lies. Der arme Mann bekommt jetzt nur noch 6 Millionen für das Gutachten. Hoffentlich endet er nicht im Armenhaus ... Noch Fragen?
Das allgemeine Chaos rund um getürkte Einbürgerungen, versteckte Parteienfinanzierungen und -spenden und die Verarsche, die diverse Absplitterungen der rechten Partei mit den Bürgerinnen und Bürgern abziehen, runden das Ganze nur mehr ab.
Vielleicht sind wir ja in Sachen Politik vom Regen in die Traufe gekommen. Hin und wieder lohnt aber ein Blick zurück, damit die Erinnerung an die früheren Zeiten nicht vom Alltag verklärt wird.

Dienstag, 26. Januar 2010

Herr, schmeiß Hirn vom Himmel ...

... und möglichst viel davon.

Manchertags wundert einen ja wirklich gar nichts mehr. So ein Tag ist auch heute. So las ich soeben in einem Irlandforum die wohl dämlichste Begründung, warum man doch möglichst schnell der Heimat (in jenem Falle Deutschland) den Rücken kehren müsste. Das Sozialwesen sei ja so beschiessen (sic!). Ja ne, ist klar.

Zitat gefällig?
zum ersten DAS Sozialwesen in Deutschland ist beschiessen es sei den man kommt aus gewissen ländern.

Klar, die alte xenophobe Leier mal wieder. Die Ausländer sind an allem Schuld. Denen wird das Geld schubkarrenweise in den Allerwertesten geschoben, die werden im Krankenhaus bevorzugt behandelt, und erhalten auch die notwendige Nierenspende vor den heimischen Kranken. Ganz zu schweigen von sämtlichen Sozialleistungen, die erhalten Schwarze doppelt, Chinesen dreifach und Türken zum Quadrat. Und Deutsche gar nicht.
Und außerdem, und überhaupt, und sowieso ...

Der werten Posterin, die unbedingt ins Land der Träume auswandern möchte, ist wohl im Grundsatz dieser Begründungstrategie (mal ganz abgesehen davon, dass ja schon die Grundaussage komplett falsch ist und auf dämlichen Vorurteilen beruht) entfallen, dass eben sie dann in jenem Auswanderungsland auch das wäre, was in der Heimat so furchtbar ist. Nämlich Ausländer(in). Und somit - so meine Deutung - ja um kein bisschen besser oder schlechter als die in der jetzigen Heimat so Bekrittelten.

Manchmal fragt man sich wirklich ...

Montag, 25. Januar 2010

Zu Tode gespart ist auch gestorben

Irland rückt - anders als die meisten anderen Länder - der Krise mit einem rigorosen Sparkurs zuleibe. Zumindest wird das versucht. Statt konjunkturfördernde Gegenmaßnahmen zu setzen, wird an allen Ecken und Enden gespart und gekürzt.
Das war hier im Blog schon desöfteren ein Thema. Zu Tode gespart ist auch gestorben. Und die positiven Impulse, die Hoffnungsschimmer vermisst man in diesem Land, unter dieser Regierung.
Das ist heute auch Thema im Wirtschaftsteil der Homepage www.orf.at
Wer sich selber ein Bild machen will, hier ist der Link zu dem Artikel.

Sonntag, 24. Januar 2010

Sonntag Nachmittag

Ein für den Schisportfan in mir ungewohnt sehr fernsehreiches Wochenende (die traditionellen Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühl standen auf dem Programm - über die Ergebnisse breiten wir hier mal den Mantel des Schweigens *räusper*) neigt sich dem Ende zu. Und mich hat es aus dem dichten Nebel, der seit zwei Tagen über den Blessington Lakes hängt, wieder in die Großstadt verschlagen, um einiges für die kommende Woche vorzubereiten. Mir steht durch zwei längerfristige Urlaube ab Montag bei uns in der Firma ein sehr arbeitsreiches Monat bevor. Ich werde zwar versuchen, nach wie vor täglich hier im Blog zu berichten, aber es kann durchaus sein, dass bis circa 20. Februar der eine oder andere Tag ohne News aus Irland verstreichen wird.
Nachdem mein Auto noch zur Reparatur steht, schlage ich mich nun schon mit dem zweiten Leihwagen über die Runden. Ein 97er Renault Megane ist es diesmal, der mich durch die nächsten Tage begleiten wird. Gar nicht mal so schlecht, der erste Renault, an dessen Steuer ich sitze.

Ansonsten alles beim Alten: Die Woche viel zu lang, das Wochenende viel zu kurz. Aber das kennt ihr ja wohl auch ;-)

Wir lassen es arbeitsmäßig ab Montag gewaltig krachen. Durch die Einweihung einer neuen Maschine senken wir die Preise um durchschnittlich 20 Prozent, und das bei sehr vielen Produkten. Also dürfte - wenn mich meine Hoffnung mal nicht trügt - der Februar ein Monat der stark steigenden Auftragslage sein. Nach einem mittelguten Jänner ein weiteres Zeichen, dass es bergauf geht.

Geht es auch mit Irland allgemein bergauf? Nun wir werden sehen. Ich denke, die Talsohle hatten wir 2009 erreicht. Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis alles "back to normal" ist. Aber eine Entspannung ist - bei uns und auch bei vielen unserer Kunden - erstmals spürbar. Hoffnung keimt.

Schönen restlichen Sonntag!

Freitag, 22. Januar 2010

Welcome back into reality - Manche Recruiter senken ihre Fees

Spuren der Rezession, des Überangebotes an Anbietern im Recruitment, und der mangelnden Nachfrage. Man glaubt es kaum, auch hier gibt es neue Preisstrukturen.
Festgehalten anhand einer mittleren Druck- und Grafikfirma in Dublin, die eine Karrenzvertretung für eine Grafikerin sucht. Und sich zwecks Unterstützung an einen im Segment spezialisierten Recruiter wendet. Preis in den Boomjahren: zwischen 2 und 3 Monatsgehältern als Vermittlungsprovision. Preis am 22. Jänner 2010: 600 Euro plus Mehrwertsteuer.
So ändern sich die Zeiten ...

Schon 10er gesehen?

Irlands Kennzeichen tragen ja das Registrierungsjahr zweistellig voran, so wie auf dem Bild links (das Auto ist also aus dem Jahr 2007).
Nun war es ja während der Boomjahre nahezu Pflicht für jeden, der auch nur halbwegs die finanzielle Möglichkeit dazu hatte, am Jahresanfang so schnell wie möglich ein Kennzeichen des neuen Jahres, und das auch noch mit einer möglichst niedrigen Nummer, zu besitzen. Schon aus Prestigegründen.
Und das first spotting eines Kennzeichens des aktuellen Jahres hat sich irgendwie zu einem kleinen Volkssport entwickelt.
Wie schaut das nun 2010 aus? Bislang (und ich bin relativ viel auf der Straße unterwegs, auch und vor allem in Dublin) ist mir bis zum 22. Jänner genau ein (!) Kennzeichen mit dem Beginn 10 aufgefallen. Sehr wenig.
Zahlen über die Autoverkäufe im Jänner gibt es erst Anfang Februar. Aber der Boom zum neuen Wagen am Dreikönigstag dürfte definitiv dem Sparstift zum Opfer gefallen sein.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Über den richtigen Umgang mit Rechtspopulisten

Wie geht man am besten mit stumpfen Rechtspopulisten um? Am besten, indem man sie so 'interviewt' wie im folgenden Video der österreichische Satiriker Robert Palfrader den Chef der rechtspopulistischen FPÖ, Hans Christan (HC) Strache. Das Video stammt aus der ORF-Satire-Sendung "Wir sind Kaiser".

Twins for Ireland

Ganz liebe Freunde von uns sorgen für Nachwuchs auf der grünen Insel, und das gleich im Doppelformat!

Wir freuen uns mit und gratulieren herzlich.

Und wünschen natürlich alles, alles Gute!!!

PS.: Mögen sie besser ausschauen als die beiden am Bild links ...

Mittwoch, 20. Januar 2010

daft.ie goes Poland



Irlands größte Immobilienseite daft.ie will neue Geschäftsfelder erschließen. Offenbar ist die Zahl polnischer Rückwanderer derart groß, dass sich daft nun auch auf den polnischen Markt konzentriert. Anders kann ich mir dieses Projekt nicht erklären, weil ich nicht denke, dass James und Annie aus Horseandjockey auf einmal auf ein Ferienhäuschen im Großraum Zakopane aus sind. Man wird sehen, wie erfolgreich dieser Versuch ist, zumal ich denke, dass sich die meisten Rückwanderer eher vor Ort umsehen und nicht bei einem irischen Anbieter.

Mehr Infos dazu hier.

Neues vom Immobilienmarkt: Angeblich stehen 300.000 Häuser und Wohnungen leer

Glaubt man einer heute veröffentlichten Studie des National Institute of Regional and Spatial Analysis, so stehen aktuell rund 300.000 Häuser und Wohnungen in Irland frei. Nicht mit eingerechnet wurden hier rund 49.000 Holiday Homes.
Nach Grobschätzung des Autors also Lebensraum für eine Million Menschen aufwärts.
Diese Zahl befindet sich im krassen Gegensatz zu bisher veröffentlichten Zahlen. Die Bauindustrie spricht zwecks Geschäftsaufrechterhaltung von nur rund 50.000 freistehenden Units, der zuständige Minister Michael Finneran von 100.000 bis 140.000.
So oder so, der Wohnraumbedarf für diese Insel dürfte fürs nächste Jahrzehnt wohl mehr als gedeckt sein. Und somit stehen der Bauwirtschaft noch schlechtere Zeiten bevor als bisher.
Nichtsdestotrotz hängt seit der Vorwoche hier in Blessington eine große Reklame, dass hier bald ein neuer Estate mit 28 Häusern gebaut wird. Man darf gespannt sein.
Und: Gut für die Konsumenten: So günstig wie jetzt konnte man schon jahrelang nicht mehr kaufen oder mieten. Denn zwischen dem Wunschpreis (zB auf daft.ie) und dem realen Preis eines Objektes sind derzeit schon massive Unterschiede. Und die platzende Blase wird die Preise noch weiter nach unten treiben.

Den ganzen Artikel dazu gibt es heute im Irish Independant.

Bilderbuch Irland: Der Downpatrick Head






Impressionen vom Downpatrick Head aus dem Jahr 2006. Leider bei miserablem Wetter, nichtsdestotrotz eine der spektakulärsten Szenarien auf dieser Insel - zumindest für uns.

Dienstag, 19. Januar 2010

Tor oder nicht Tor?

... das ist hier eigentlich keine Frage. Nichtsdestotrotz entschied das Schiedsrichtergespann auf Tor für den MSV Dusiburg. Zum Glück nicht spielentscheidend, aber trotzdem. Man möchte dem Schiedsrichterassistenten am liebsten einen Gutschein von Specsavers zukommen lassen.

Knockout in Dublin

Steven Soderbergh filmt in der irischen Hauptstadt.

Ab 2. Februar kommt ein wenig Hollywood-Glanz auf die Insel. Star-Regisseur Steven Soderbergh beginnt mit den Dreharbeiten zu seinem neuen Film "Knockout", und diese finden großteils in Dublin und im Co. Wicklow statt. Ewan McGregor und Michael Fassbender (gilt der eigentlich als deutscher oder als irischer Schauspieler?) sind mit im Boot, und laut Irish Times stehen auch Michael Douglas und Dennis Quaid kurz vor dem Vertragsabschluss.
Der Minister for Arts Martin Cullen freut sich natürlich, solche Prominenz in Irland begrüßen zu dürfen, und auch über die "Hunderte von geschaffenen Arbeitsplätzen dadurch". Wenn diese auch nur für eine kurze Periode existieren.
Und offensichtlich sind die Produzenten begeistert von der irischen Filmindustrie:
US producer Gregory Jacobs said both himself and Soderbergh were delighted with the talent of Irish technicians and crafts people working on the project.
Na dann, auf zum Hollywood-Spotting :-)
It is understood filming will take place at Dublin Docklands, Dublin airport, the Shelbourne Hotel, as well as other locations in the city centre and Co Wicklow.

Montag, 18. Januar 2010

Autoliebe rostet nicht

Dunkel erinnere ich mich zurück an die Zeit, als ich den Führerschein grade frisch gemacht hatte und auf der ersten Autosuche meines Lebens war (Wen's interessiert: Es ist dann ein FIAT geworden). Von der Marke Ford wurde mir ob der sprichwörtlichen Rostanfälligkeit immer abgeraten, die geflügelte Phrase "Fahre Ford und komm nicht wieder" ist mir immer noch in Erinnerung (nichtsdestotrotz habe ich später dann zwei dieser Dinger auch mal besessen).

Nun, offensichtlich gibt es wahre Ford-Fanatiker auf dieser Insel. Was sich liest wie eine großangelegte Marketingkampagne, ist irgendwie auch eine schöne Geschichte zum Tag:
Eileen Lovett aus Clifden im Co. Galway hat dieser Tage ihren 23. Neuwagen Marke Ford erstanden. Im stolzen Alter von 98 Jahren. Einen hellblauen Focus diesmal.

Interessant die Geschichte dahinter. Eileen fuhr das erste Mal im zarten Alter von 12, und erstand ihren ersten eigenen, neuen Ford im Alter von 17. Für 198 irische Pfund. Seidem ist sie der Marke immer treu geblieben. Bis zum 23. neuen Ford, eben letzte Woche. Auch immer vom selben Händler. Das ist wirkliche Kundentreue. Und sie kennt heute noch alle je besessenen Typen und Zulassungsnummern aus dem Stegreif. Beachtlich.

Wer die ganze Geschichte lesen möchte, sie erscheint heute online im Irish Independant.

Ein neuer Name für den Park?

Der Erzbischof Ryan Park am Merrion Square in Dublin sucht einen neuen Namen.

Das Dublin City Council startet auf Initiative der Labour Party in Kürze einen offiziellen Wettbewerb, um einen neuen Namen für den Archbishop Ryan Park am Merrion Square zu finden. Nachdem der besagte Park nach dem ehemals 'Vorzeigeheiligen' der Dubliner benannt wurde (der 1974 die Besitzrechte für dieses Stück Land an die Stadt übergeben hatte), soll er nun hochoffiziell umbenannt werden.
Grund: Die große Kritik an der Vorgehensweise des Erzbischofs im Zusammenhang mit den unglaublichen Vertuschungen rund um den Kirchenskandal, zu Papier gebracht im Aufsehen erregenden Murphy Report 2009.
Man darf gespannt sein, welcher neue Name sich durchsetzen wird. Und, on a different note, ob dieser Parkname nun in irisch oder in englisch sein wird. Denn die Bestrebungen, öffentliche Plätze mit irischen Namen zu versehen, ist ja auch derzeit wieder - unverständlicher Weise - aktueller denn je.

Mehr Infos dazu gibt es in der heutigen Online-Ausgabe der Irish Times.

Sonntag, 17. Januar 2010

Frühling überall?

Wechselhaft launisch präsentiert sich die Wettersituation im Irland des neuen Jahrzehnts. Nachdem Anfang der letzten Woche noch Schnee- und Eismassen regierten, hat sich in den letzten Tagen der Frühling sein Stelldichein gegeben. Tauwetter allertorts, dass gleich das nächste Problem mit sich brachte: Die Schneemassen wurden zu Wassermassen, und diese sorgten gleich wieder für Überschwemmungen und teils sehr schlecht passierbare Straßen.
Das Wetter wird extremer, so oder so. Dem Klimawandel sei Dank. Und Irland hat in dieser Hinsicht (aber nicht nur in dieser) einen sehr großen Aufholbedarf an richtigem Umgang mit dem Wetter. Ich denke, wenn jetzt jemand auf die Idee kommt, rechtzeitig zum kommenden Herbst Winterreifen auf dieser Insel bekannt und beliebt zu machen, stehen demjenigen goldene Zeiten ins Haus.

Offensichtlich, so manche Forenposter, steht auch arbeitsmäßig für Deutschsprachige wieder der Frühling ins Haus. So hat man zumindest den Anschein, wenn man manche Beiträge liest. Ich hoffe nur stark, dass sich jetzt hier niemand falsche Hoffnungen macht.

Denn rosig ist die Lage noch lange nicht, ganz im Gegenteil. Das einzige Glück für German Native Speakers zur Zeit ist, dass auch viele, die bislang einen Job hatten, die Insel verlassen. Und diese Stellen müssen nachbesetzt werden.

Nicht mehr und nicht weniger. Arbeitsmäßig ist vielleicht zartes Tauwetter angesagt, aber der Frühling ist hier noch lange nicht in Sicht.

Ein weiteres gern diskutiertes Thema in den letzten Tagen war die Einreise mit dem vierbeinigen Freund auf die grüne Insel. Auch dazu gibt es eine Vielzahl von Informationen, viele richtig, viele halbrichtig, und manche schlicht und einfach falsch. Es bleibt hier nur die Hoffnung, dass alle Einreisewilligen auch die genauen Fakten auf den Homepages der offiziellen Stellen nachlesen, und sich nicht nur auf die Beiträge mancher Forenposter verlassen. Sonst könnte es die eine oder andere unliebsame Überraschung geben.

Freitag, 15. Januar 2010

Dance with me

Do you want to dance with me
Through one of those lonely nights
It's more than a dream. Baby
We're reaching the Gardens of Delight ...
(aus: Alphaville: Dance with me)


Die Ballsaison steht vor der Tür, und die eingerosteten Tanzschritte gehören mal wieder auf Vordermann gebracht. Beste Tipps dazu gibt es vom ausgewiesenen Irland- und Tanzexperten Walter (M.agic), der uns schon in der Vorweihnachtszeit mit vielen guten Musiktipps zur Seite gestanden ist: http://www.tv-allgaeu.de/nachrichten/nachrichten/beitraege/sts9,377.html

Viel Spaß beim Nachtanzen!

Donnerstag, 14. Januar 2010

Das kranke Gesundheitswesen in Irland

Weitere 1.100 Spitalsbetten werden 2010 gestrichen.

Schon jetzt ist die Warteliste vor allem beim Besuch von Fachärzten monate-, ja oft jahrelang. Und die Spitäler sind oft überfüllt, die Patienten liegen auf den Gängen, und so manch einer muss auf die heilende Behandlung lange (hin und wieder auch zu lange) warten.
Nichtsdestotrotz kündigt nun die HSE die Streichung von weiteren 1.100 Spitalsbetten im Jahr 2010 an, nachdem in 2009 schon rund 900 Betten gestrichen wurden.
Grund: Schlicht und einfach das fehlende Geld.
Irland ist wunderschön. Aber schwerer krank möchte man hier derzeit nicht werden.
Mehr Informationen dazu im heutigen Artikel der Irish Times.

Nachtrag: Blogger Bernd berichtet heute Morgen, dass auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen (!!!) gekürzt werden soll. Klar, die Iren nehmen es sich in Rezessionszeiten natürlich aus Spargründen zu Herzen und werden erst gar nicht krank. Oder sterben gleich ...

Mittwoch, 13. Januar 2010

Reichtum im Müll

Ein Mitarbeiter der städtischen Linz AG in Linz, Oberösterreich findet 38.000 Euro in einem Plastiksackerl im Müll, und meldet den Fund sofort der Polizei.
Hut ab vor soviel Ehrlichkeit!

Hier mehr dazu: http://www.news.at/articles/1002/10/259548/es-finder-linzer-arbeiter-38-000-euro-muell

Dienstag, 12. Januar 2010

Klarer Fall von zu früh gefreut

Heute Morgen, nach zwar umständlichem, aber erfolgreichen Arbeitsweg habe ich noch frohlockt und das Ende der Eiszeit angekündigt. Viel zu voreilig, wie sich jetzt herausstellt.
Zitat aus der Irish Times gefällig? (Heute Abend, 19 Uhr):

Heavy snow falling in the East

Widespread snow and sleet this evening has caused traffic problems and some crashes in Dublin and Wicklow.

Heavy snow is currently falling in the Dundrum and Ballinteer areas according to AA Roadwatch.

Northbound traffic on the M50 at Ballinteer is moving very slowly as a result.

Motorists are advised of treacherous conditions in the Sandyford, Enniskerry and Glencullen areas, which should be avoided if possible due to heavy snowfall.

In Wicklow, the Roundwood to Kilmacanogue road (R755) and the Ashford to Roundwood road (R764) are impassable due to heavy snow in the area.

There is also heavy snow and extremely poor driving conditions in Co Kildare.

Zudem hat mir meine Frau grade gesagt, dass ganz Ballyknockan ohne Strom ist. Und somit auch ohne Heizung. Und irgendwie habe ich das ungute Gefühl, dass das einige Zeit dauern könnte, bis es repariert ist ...

Ich sitze noch im Büro, eigentlich schon für den Heimweg gewappnet. Und schaue mir die Verkehrsberichte an und die Live-Schilderungen von daheim, und überlege dabei, ob es nicht sinnvoller wäre, mal wieder eine Nacht in Dublin zu bleiben. Denn das Risiko, für ein paar Stunden Schlaf heimzufahren, steht fast nicht dafür ...

Es könnte ja auch noch viel schlimmer kommen, wie das nachstehende Foto beweist:
Zum Glück ist den beiden Fahrzeuginsassen in Schottland nichts passiert. Den Bericht dazu gibt es hier, ebenfalls in der Irish Times. Bild: Andrew Milligan/PA Wire

Bye bye Trap? Bleibt er oder geht er?

Die Spatzen schrien es schon länger von den Dächern: Nach der (nur um eine Handbreite) verpassten Qualifikation der Boys in Green für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika steht Irlands Teamtrainer Giovanni Trapattoni vor dem Absprung.
Medienberichten zufolge soll er noch diese Woche als neuer Teamchef der Türkei vorgestellt werden.
Nun, damit ergibt sich sicherlich wieder manches Einsparungspotential im irischen Landesverband, denn günstig war Trap sicher nicht zu haben.
Mal sehen ...

Nachtrag: Mittlerweile dementiert Trapattoni via breakingnews.ie

Ich denke dennoch, die Zeichen stehen für den 71jährigen auf Abschied von der grünen Insel

Back to normal?

Seit gestern taut es in Irland. Schnell genug für meine Begriffe, aber noch ist zumindest bei uns daheim nichts geflutet. Ich habe es heute Morgen (dank nachbarschaftlicher Anstart- und Anschiebhilfe) auch ins Büro geschafft, und nach dem Wetterchaos der vergangenen Tage kehrt auch in den Arbeitsalltag wieder Normalität ein.
Mit leichten Einschränkungen und Verwirrungen: Aus einem mir noch nicht ganz erklärbaren Grund herrscht hier in Dublin Wasserknappheit, und der Wasserzugang wird limitiert. Sprich: Es ist etwas Glückssache, ob die Toilettenspülung nach verrichtetem Geschäft nun funktionieren möge oder nicht. Russisches Geruchsroulette sozusagen ...
Auch sehr interessant: Nachdem gestern via Irish Times verlautbart worden war, dass sämtliche Schulen bis Donnerstag geschlossen wären, öffnen sie nun nach und nach doch schon am Mittwoch. Jener Mittwoch, der für die meisten Schüler nur ein halber Tag ist. Aber bitte.
Gleichzeitig aber fährt zumindest bei uns in der Gegend aus Sicherheitsgründen morgen noch kein Schulbus. Nachdem wir gestern alles umorganisiert hatten bis Donnerstag, sollte unser Sohn nun auf einmal doch schon morgen erscheinen. In unserem Fall leider nicht möglich. Punktum.
Aber das wohl Wichtigste: Irland befindet sich auf dem Weg zurück zur Normalität. Und lernt dabei hoffentlich, dass man sich auf solche Ereignisse auch auf dieser Insel nun dank des Klimawandels einstellen MUSS. Vielleicht erfahren wir noch in diesem Winter und Frühjahr, ob die Lehren gezogen wurden. Spätestens aber im nächsten Jahr, beim nächsten Schnee.

Montag, 11. Januar 2010

Ice Age II in Ballyknockan ;-)

Gemäß dem Untertitel des zweiten Teils von Ice Age geht's heute in Ballyknockan zu: "Jetzt taut's!"
Und das ist auch, wie man hierzulande so schön sagt, greatly appreciated. Vor allem, weil es eher langsam von Statten geht, und somit nicht gleich wieder die Überflutung des Heizraumes anstehen dürfte.
Wir haben uns heute mal Richtung Blessington durchgekämpft, weil meine Frau zum Arzt musste - die Straßenverhältnisse hier im Hinterland werden langsam aber stetig besser. Zwar noch keine Rede von der Bezwingung unseres Laneways, aber relativ nahe dran ans Haus kommen wir schon.
Wenn es so bleibt, kann wenigstens ich morgen wieder in die Arbeit fahren, meine Frau wird noch ein paar Tage das Krankenlager hüten müssen.
Aber - knock on wood! - das Gröbste dürfte mal vorüber sein. Es sei denn, uns stünde wieder ein Temperatursturz bevor. Aber das wollen wir mal nicht hoffen ...

Sonntag, 10. Januar 2010

Besserung in Sicht?

Bis kommenden Donnerstag bleiben jetzt einmal alle Schulen geschlossen. Ich habe die Nachricht gerade an den Nachwuchs weitergereicht, er hat es mit Fassung aufgenommen, aber die seine Traurigkeit war richtig zu spüren ;-)
Und laut Met Eireann wird es wettermäßig besser: Die Temperaturen beginnen etwas zu steigen, und gegen Mitte der kommenden Woche ist ein wenig Entspannung angesagt. Hoffentlich wird es nicht zu schnell warm, dann stünde uns wahrscheinlich die nächste Hochwasserkatastrophe ins Haus. Vom Regen in die Traufe sozusagen.
Bei uns ist Arbeiten morgen gestrichen (im Fall meiner ohnehin noch kranken Frau) bzw. wird von daheim erledigt (bei mir).
Und unser Sohn verbringt die zusätzliche Ferienzeit natürlich ausschließlich mit intensiver Vorbereitung auf die hoffentlich bald wieder beginnende Schule ;-)

Kurze Rundreise durch den Garten

video Ein kurzer videographischer Rundblick durch unseren Garten heute Morgen. Wir warten jetzt noch auf den angekündigten starken Schneefall, mal sehen, wie sich der Tag entwickelt.

Im Hintergrund (hinter dem großen Baum) sieht man übrigens die Blessington Lakes - erstmals seit Jahrzehnten komplett zugefroren und mit Schnee bedeckt.

Samstag, 9. Januar 2010

Wieder daheim

Trautes Heim, Glück allein. Zurück in Ballyknockan.

Gestern gegen 5.30 Uhr nachmittag hatte mein unfreiwilliger Bürourlaub sein Ende gefunden. Nachdem weiterhin alle Busse in meine Richtung gestrichen sind, und die Taxiunternehmen wenig bis gar nicht begeistert von der Idee waren, mich nach Hause zu bringen, hat sich der Kurierfahrer Alex bereit erklärt, es zu versuchen. Glück für mich: Denn zwei Nächte auf dem Boden schlafen, keine frischen Klamotten und keine Dusche für drei Tage haben mich doch etwas gezeichnet. Nicht nur, dass man sich bei solchen Aktionen geruchsmäßig einem Iltis nähert, es zehrt auch halbwegs an den Nerven ...
Gegen drei Uhr nachmittags sind wir vom Büro weg, und noch kurz zum Lidl Vorräte einkaufen, die uns locker über die nächste Woche bringen sollten. Man weiß ja nie. Anschließend der Heimweg: Die N81 überraschend gut passierbar, aber dann: Ab Blessington via Valleymount wird es mit jedem Kilometer schlimmer. Blankes Eis auf den Straßen, teilweise mit viel Neuschnee bedeckt und somit unsichtbar. Dennoch: Der fliegende Schotte (sein Unternehmen heißt Flying Scotsman) schafft es bis kurz vor unser Haus. Lediglich die letzten paar Hundert Meter waren noch zu Fuß zu bewältigen, aber er hat mir sogar noch beim Vorräte schleppen geholfen und ist auf eine Tasse Tee mit ins Haus gekommen.
Beim Wegfahren dann das nächste Malheur. Er bleibt mit seinem Transporter hängen, blockiert die Straße und kommt weder vor noch zurück.
Dank der Hilfe von 3 Jungs aus der Nachbarschaft haben wir dann zu fünft irgendwie das Fahrzeug wieder in Gang gebracht, und Alex hat mir spätabends noch per SMS bestätigt, dass er wieder in Dublin angekommen ist.
Fazit: Die "Haupt"straßen sind NOCH so halbwegs passierbar, weil noch gestreut. Die Nebenstraßen sind Expeditionen auf vier Rädern.
Wenn morgen wirklich der prognostizierte starke Schneefall einsetzt, und die Streumittel wirklich ausgehen, machen wir uns hier überhaupt keine Illusionen, dass der Arbeitsweg am Montag unpassierbar wird.
Was solls. Vorräte sind genug hier, wir haben Strom und Öl, und können zur Not ein paar Tage aussitzen. Das Verständnis unserer Arbeitgeber dürfte vorhanden sein. Ich kann ja mein Ding sowieso auch von zuhause machen, also wirds schon nicht so schlimm sein.
Mal sehen, wie's weiter geht.

Mal so eine kleine Schleichwerbung zum Abschluss, nicht nur weil er mich gestern nach Hause gebracht hat: Wenn jemand einen zuverlässigen und günstigen Kurierfahrer braucht, oder Hilfe bei Übersiedlungen etc, dann kann ich Euch Alex nur empfehlen. Den "Flying Scotsman" erreicht ihr unter 085 107 5106.

Freitag, 8. Januar 2010

Die gute Nachricht des Tages: Bord Gáis hilft den wirklich Bedürftigen

Bord Gáis Energy today (8th January 2010) announced that it will provide €1m towards the gas bills of those most in need as a result of the prolonged cold weather. SVP (Society of St Vincent de Paul) and ALONE, organisations that assist its vulnerable customers, will receive these funds to ensure that those most in need get additional support.

Bord Gáis Energy Managing Director, David Bunworth, said: “We are conscious that the very cold weather has meant that customers need to use more gas to stay warm. Although gas prices are down 25% since last year, we know that with the current economic and weather conditions some customers will still have difficulty meeting their gas bills. Therefore, to encourage the elderly and vulnerable customers maintain adequate heating in their homes, we are providing €1m in additional support through the SVP and ALONE. These organisations do tremendous work to alleviate the difficulties of those in need and we are keen to enable them to respond to greater demand for assistance with energy bills. Meanwhile, we would urge customers, particularly the elderly, to ensure they keep warm during this cold weather”.


1 Million für die wirklich Bedürftigen, damit es alle warm haben. Das finde ich wirklich mal eine gute Idee.

Zum Thema Streumaterial

Nur so nebenbei, weil ich grade ein "nettes" Email bekommen habe, dass wir wettermäßig nicht so übertreiben sollten, weil ich damit alle verunsichere ... (kein Scherz!)

Das Streumaterial droht tatsächlich auszugehen. Wenn der Mailschreiber mir schon nicht glaubt, dann vielleicht diesem Bericht auf breakingnews.ie:

Ireland's local authorities could start to run out of salt in just two days time - with more severe weather forecast from Sunday.

Many schools remain closed again today, and public transport is being curtailed as the country struggles with the ongoing cold snap.

The government's emergency response committee is expected to hear from the National Roads Authority later on the efforts to get more salt and grit for the roads.

Temperatures in Baltinglass, Co Wicklow this morning reached -13.7 degrees Celcius.

Another biting frost has led to treacherous conditions where ice failed to clear yesterday.

The Government has conceded that Ireland will next week receive only half the amount used this week - and some supplies could run out in two days' time.

This could force the NRA and local authorities in making tough decisions about what roads to keep open - and what roads to close.

Met Éireann is warning that from Sunday, there is an increased risk of significant accumulations of snow again in the east, and for the first time, in the south.

Das dürfte noch spannend werden

Zweiter Tag in Folge, den ich im Büro verbringe. Und zwar zu Übernachtungszwecken.

Langsam kommen einem die Zweifel. Obwohl das Wetter heute sogar mal in Richtung Sonnenschein umschlug untertags, sind die Straßen wahre Eislaufplätze. Von den groß angekündigten nächtlichen Streuaktionen hat man heute nicht viel bemerkt. Dublin Bus tat zwar das Möglichste (?), dennoch wurden viele Linien nur eingeschränkt oder eben gar nicht mehr bedient. Aus Sicherheitsgründen ...
So auch die Linie 65, für mich die einzige Möglichkeit, zumindest auf 12 Kilometer nahe zu unserem Haus zu kommen.
Also: Wieder läuft die Heizung im Büro durch, und wieder übernachte ich hier. Soweit so gut. Wenigstens ist meine Frau (krankheitsbedingt) daheim, und Kind und Hund sind versorgt.

Aber hallo? Sind wir hier in Kanada? Ein paar Grädchen Minus, Eis und Schnee, und ein ganzes Land kommt zum Totalstillstand?

Es dürfte aber noch spannender werden. Die Kälteperiode soll laut heutiger Prognose noch 10 Tage (!) andauern, und es wird damit gerechnet, dass schon am Wochenende die Streuvorräte zur Neige gehen. Und dann sollen auch die Hauptverkehrsrouten wirklich betroffen, sprich nahezu unbefahrbar sein.

Wie das jetzt genau weitergehen soll, das weiß wohl keiner so genau.

Andererseits: Strom und Heizung funktionieren im Haus, und der Gefrierschrank ist voll. Back to the really important things heißt das dann: Für das Notwendigste ist gesorgt. Und morgen komme ich hoffentlich irgendwie heim. Arbeiten können wir ja auch noch, wenn die Sonne wieder scheint ;-)

Blogger-Kollege Gombeen Man hat übrigens heute für den Spruch des Tages gesorgt:
All this was after Michael Phillips, chief engineer with the the society of clowns otherwise known as Dublin City Council ... was on radio saying they were not going to be gritted, as "resources were not available". And we still have another ten days of freezing weather to come.

Donnerstag, 7. Januar 2010

Wintermorgen in Dublin

Der Winter hat die Stadt im Griff.

Donnerstag Morgen in Dublin, auf der schönen grünen Insel. Und die wird weiterhin von Schnee und Eis beherrscht. Zwar versucht Dublin Bus heute den Nahverkehr aufrecht zu erhalten, und es wurde die ganze Nacht massiv gestreut, aber trotzdem hat man hier in Tallaght das Gefühl, alles läge im Winterschlaf.
Edit: Mittlerweile (11 am) sind die meisten Linien allerdings wieder gecancelled oder stark beschnitten worden. Beispiel gefällig? Meine Linie 65 zB, mit der ich heute nach Blessington kommen wollte, bleibt am Ortsausgang von Dublin stehen ...
Nach und nach rufen die Arbeitskollegen an und sagen, dass sie entweder viel später oder gar nicht kommen. Und auf dem großen Arreal in unserem Industrial Estate ist selbst das Rübergehen zum Nachbarn schier unmöglich.
Ich ärgere mich scheckig, dass ich die Kamera daheim habe. Es gäbe soviele interessante Fotomotive.
Seit einigen Minuten schaue ich etwa dem Staplerfahrer der Nachbarfirma zu. Diese beliefert Tesco mit Ladeneinrichtungen. Er bemüht sich vergeblich, zwei Paletten vom Parkplatz draußen rein in die Firma zu bringen. Trotz provisorischer Schneeketten (aus Seilen) und zweier Arbeitskollegen, die den gesamten Salzvorrat der Küche rund um den Stapler verstreuen. Die Schimpfworte, die der arme Kerl dabei von sich gibt, sind nicht wirklich jugendfrei.
Nun, noch bin ich alleine im Büro. Und, in Fairness: Wäre ich nicht sowieso über Nacht hiergeblieben, wäre wohl auch ich heute morgen nicht ins Büro gekommen.
Aber so genieße ich halt mal meinen Morgenkaffee, und warte gespannt drauf, ob es heute irgendjemand ins Büro schafft, und wie oft das Telefon heute klingeln wird ;-)
Ich schätze mal, es wird ein ruhiger Tag ...

Noch ein kleiner Nachtrag zum Neuen Jahr



Ich weiß ja nicht, ob es außer uns jemand gesehen hat von Euch - aber auch heuer wieder war das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ein absoluter Höhepunkt in musikalischer Hinsicht.
Als kleines Bonmont der Radetzkymarsch von Johann Strauß Vater - Dirigent ist der 85jährige George Pretre, der unglaublich schwung- und humorvoll durchs Konzert geführt hat.

Einmal im Jahr höre ich den Philharmonikern sehr gerne zu. Auch in Irland. Gehört zum Jahresanfang wie "Dinner for One" am Abend davor ;-)

Mittwoch, 6. Januar 2010

Drive safe in Ireland

Aus den Fahrhinweisen in den heutigen Irish Times (online):
Never try to overtake a car that is skidding or spinning on the road in front of you.
Dass man das extra erwähnt, lässt allerdings tief blicken ...

Hier gibts alle Sicherheitshinweise der Irish Times im Überblick.

Auch unsere Schule bleibt geschlossen

Morgen wird in Irland nicht viel auf das Ende der Ferien hinweisen.

Vor 20 Minuten kam dann endlich auch die Nachricht auf der Homepage der Schule, die unser Sohn besucht: Morgen und Freitag bleibt die Schule geschlossen. Insofern keine Überraschung, weil wir schon gewusst haben, dass kein Schulbus fährt, und angesichts der katastrophalen Straßenverhältnisse rund um Blessington die absolut richtige Entscheidung.

Junior freuts natürlich :-) No na.


Überhaupt bleiben morgen - aus Sicherheitsgründen viele Schulen vor allem rund um Dublin geschlossen. Und damit wird auch dem zu erwartenden Chaos von sommerbereiften SUVs, die kreuz und quer auf die Schulparkplätze einfallen, der Riegel vorgeschoben.

Ansonsten ist es in Dublin grade unlustig: Sämtliche Busse sind gecancelled, voraussichtlich bis morgen früh bleiben Dublin Bus und Konsorten neben der Straße stehen. Und es ist höllisch eisig draußen. Ich habe beschlossen, die Nacht in Dublin zu verbringen und den Heimweg erst gar nicht zu riskieren. Muss ja nicht sein.

Wenigstens hat der Dublin Airport grade nach einer vierstündigen Totalsperre wieder provisorisch eröffnet.

Mal sehen, wie's weiter geht. Wenigstens gehen die Flieger nach Kerry ;-) *scnr*

Von Polizisten, ahnungslosen Arbeitern und hochexplosiven Schnapsideen

Die slowakische Polizei versucht zu Testzwecken Sprengstoff mittels ahnungsloser Arbeiter nach Irland zu schmuggeln. Und es klappt. Na hurra.

Bloggerkollege Bernd hat sich heute diesem Thema schon ausführlich gewidmet. Die slowakische Polizei hat zu "Testzwecken" 9 ahnungslosen Heimaturlaubern je ein Päckchen mit hochexplosivem Sprengstoff untergejubelt. 8 wurden gefunden, eines jedoch gelangte im Gepäck eines slowakischen Arbeiters nach Dublin, und da bis heim zu seiner Wohnung.

Ein Einzelfall, oder nur das zufällige Publikwerden gängiger Praxis? Und: Stimmt die Story so, wie sie uns gestern und heute verkauft wurde? Der ewige Zweifler in mir kommt wieder zum Vorschein.

Schon klar, der Sprengstoff wurde ohne Zünder versendet. Dass es in Europa grade überall Minusgrade hat, dürfte den amtsschimmeligen Planern in slowakischen Polizeistuben dabei irgendwie entgangen sein. Da freut man sich ja richtig drauf, schon bald wieder neben einem Wildfremden im Flieger zu sitzen, der vielleicht - ohne es zu wissen - ein potentieller Sprengstoffattentäter ist ...

Wer mehr über diesen unglaublichen Vorfall erfahren will, hier noch ein paar Links:
ORF: Unschuldig unter Terrorverdacht
Irish Independant: Electrician brings Explosives to Capital
RTE: Slovakian Police apologise over Explosives

Kuriere auf zwei Rädern

Kurzer Zwischenruf: Ich habe grade vom Büro aus einen Kurierdienst mit der Lieferung von Dokumenten beauftragt. Die Dame am Telefon fragte mich allen Ernstes, ob ich einen Car-Courier oder einen Bike-Courier möchte ...

Wenn man bei diesem Wetter Kuriere auf zwei Rädern aussendet, dann frage ich allerdings auch ... ob die noch ganz echt sind, sorry. Und denke an die armen Fahrer, die sich offensichtlich wirklich auf Motorrädern durch die Straßen quälen ...

Nur ein Viertel Leistung

Der Arbeitsalltag in Irland 2010 beginnt spannend.

Nachdem ich ja gestern den Arbeitsweg überhaupt nicht antreten konnte, haben wir uns heute morgen zum Büro durchgekämpft. So irgendwie. Um, hier angekommen, festzustellen, dass ich einer Minderheit angehöre. Exakt 75% der Belegschaft sind aus diversen Gründen nicht im Büro: Noch auf Heimaturlaub, krank oder den Arbeitsweg nicht geschafft (interessanterweise auch Kollegen aus Dublin, während wir aus der Winter-Wildnis in Ballyknockan bis nach Tallaght vorgedrungen sind.

Also laufen wir heute (und sicherlich auch den Rest der Woche) auf einem Viertel Leistung. Aber zum Glück sind wir nicht die Einzigen. Es schaut so aus, als würde die irische Arbeitswelt maximal auf Halbleistung sein. Und - nur - diese Woche bin ich da auch nicht wirklich unglücklich drüber.

By the way: Es hat wieder zu schneien begonnen in Dublin. Der Heimweg heute dürfte mal wieder sehr spannend werden ...

Dienstag, 5. Januar 2010

Lesetipp: Sämtliche Menschen

Verkannte Kunst

Ein Mensch, der sonst kein Instrument,
Ja, überhaupt Musik kaum kennt,
Bläst Trübsal - denn ein jeder glaubt,
Dies sei auch ungelernt erlaubt.
Der unglückselige Mensch jedoch
Bläst bald auch auf dem letzten Loch.
Dann ists mit seiner Puste aus
Und niemand macht sich was daraus.
Moral: Ein Trübsalbläser sei
Ein Meister, wie auf der Schalmei.


Weihnachten war auch mal wieder die Zeit, etwas im Bücherregal zu stöbern und die hinteren Wälzer mal wieder nach vorne zu schichten. Und dabei sind wir auf ein herrliches Buch des Münchner Autors Eugen Roth (1895 - 1976) gestoßen. "Sämtliche Menschen" nennt sich die Sammlung seiner Gedichte, die alle eines gemeinsam haben: Sie beginnen mit den beiden Worten "Ein Mensch".
Ein absolutes Lesevergnügen, mal kurzweilig bis lustig, mal nachdenlich kritisch, mal banal und dann wieder stark hinterfragend - einfach großartig.
Wer deutschsprachige Gedichte mag: Unbedingt zu empfehlen.
"Sämtliche Menschen" ist in unserer Ausgabe 1983 im Verlag Hanser erschienen. Eine neuere Ausgabe der gesammelten Gedichte von Eugen Roth gibt es aber auch heute noch bei Amazon.

Oder, wie Eugen Roth über sich selbst dichtete:

Ein Mensch, der sich zwar selber sagt,
Dass Altersweisheit nicht gefragt,
Läßt trotzdem noch einmal was drucken
Und hofft, die Welt wird es schon schlucken
;-)

Winter in Ballyknockan





So schauts bei uns zur Zeit grade aus: Massen (für Irland zumindest) an Neuschnee über die Nacht, auf die total vereisten Straßen von gestern Abend. Arbeitsweg: Unmöglich. Heute wird von zuhause aus gewerkt.
Wenigstens freut sich der Hund über den Schnee, und die Heizung funktioniert. Vorräte sind auch im Gefrierschrank, also was will man mehr.
Ich mache mich jetzt auf den Weg zu einem kleinen Morgenspaziergang durch die Winterlandschaft von Ballyknockan. Irland ist schön. Nicht mehr und nicht weniger.

Die neue Schlichtheit

Heute starten wir einmal den Testlauf mit dem neuen Layout. Nach dem Ausprobieren von Dutzenden Templates (auf die wir ja mangels Programmierkenntnissen angewiesen sind) über die Feiertage ist letztendlich die Entscheidung zur neuen Schlichtheit gefallen: Schwarz auf Weiß. Es ist einfach nichts besser lesbar. Es waren zwar auch einige andere Versionen in der engeren Auswahl, aber irgendetwas hat schlussendlich immer nicht so richtig gepasst.
Sollten Euch irgendwelche Fehler auffallen in der Funktion, freuen wir uns über eine kurze Mitteilung. Ansonsten wird uns dann diese neue Schlichtheit durch das Jahr 2010 geleiten.

Montag, 4. Januar 2010

Und wie seid ihr heute morgen in die Arbeit gekommen?

Montag, der 4. 1. 2010 - erster Arbeitstag in Irland. Und die Straßenverhältnisse: Wuhaa.... Natürlich vor allem, wenn man wie wir am A... der Welt wohnt. Statt der üblichen 12 Minuten satte 50 rüber nach Blessington auf die ersten freien Straßen, inclusive zweitem Anlauf über einen Hügel, der beim ersten Versuch nicht bezwungen werden wollte. Und teilweise auch in Schlangenlinie zwischen "geparkten" Autos, die zum Teil einfach nicht mehr vor und zurück können.
Und dank den wintergeprüften Fahrkünsten meiner Frau haben wir es doch irgendwie nach Dublin geschafft. Zwar mit kleiner Verspätung, aber besser spät als nie. Und für mich faszinierend: Ich war noch vor den Arbeitskollegen aus dem Dubliner Umfeld im Büro.
Irland steht verkehrsmäßig irgendwie still heute. Und wir hoffen auf Tauwetter am Nachmittag. Sonst steht uns eine wahre Expedition heute Abend auf dem Heimweg bevor. Trotz Winterreifen und Fahrkünsten. Spannend wirds auf jeden Fall.
Ich hoffe, ihr seid alle wohlbehalten angekommen, wohin auch immer Euch der Weg geführt hat heute.

Sonntag, 3. Januar 2010

Mit diesem Blog ins neue Jahrzehnt ;-)

Herzlich willkommen bei News aus Irland im Jahr 2010. Wir verändern gerade das Layout, um es besser lesbar und übersichtlicher zu machen. Deshalb gibt es hier in den kommenden Tagen noch einige Veränderungen, die wir gerade auf Funktionalität überprüfen. Und dann werden diese Veränderungen hoffentlich auch sichtbar ;-)

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins Jahr 2010 gekommen, und freue mich auf ein neues Jahr, auch hier in diesem Blog.