Samstag, 31. Oktober 2009

"Schweinegrippe", hautnah

Gerade zurück von einer kurzfristig angesetzten morgendlichen Besprechung, die - jenseits von den üblichen Arbeitsbesprechungen, diesmal ein anderes Hauptthema hatte: Die "Schweinegrippe", oder wissenschaftlicher ausgedrückt, das HiN1-Virus.

Zwar wird dieses Thema schon mit großer Media-Coverage bedacht, ist bei mir aber ehrlich gesagt weitestgehend vorbeigegangen, da ich der im Fünfjahresrhythmus wiederkehrenden diversen Grippen mittlerweile etwas leid bin.

Doch, auch ich mache mir nun etwas vermehrt Gedanken, natürlich mal wieder erst dann, wenn die 'Gefahr' direkt vor der Tür steht.

Der Grund dafür: Die 14jährige Tochter unserer Accounts-Chefin wurde am Freitag ins Krankenhaus gebracht. Akuter Verdacht auf Schweinegrippe. Und sie wurde zur Beobachtung dort behalten, vorerst einmal bis Dienstag.

Nun, ohne in die allgemeine Panik einstimmen zu wollen, waren auch wir zum Handeln mehr oder weniger gezwungen. Unser Accounts Departement muss vorläufig ohne Chefin auskommen, und eine unserer Grafikerinnen, die im dritten Monat schwanger ist, bleibt bis auf Weiteres ebenso zuhause. Bei vollen Bezügen natürlich.

Außerdem werden auch wir jetzt die diversen Desinfektionsmittel anschaffen, und von den normalerweise benutzten Keramiktassen für Kaffee und Tee auf Wegwerfbecher umsteigen.

Überreagiert? Nun, wenn es nach mir geht, ja. Ich finde eine Panik verfrüht, wenn auch Vorsichtsmaßnahmen nicht schaden können. Und ich war im Bezug auf unser schwangeres Teammitglied einer Meinung mit den "wirklichen Entscheidungsträgern". Sonst nicht wirklich.

Aber schon klar: Hier herrscht reger Kundenverkehr, und auch unsere Mitarbeiter können relativ schnell einen eventuell vorhandenen Virus draußen verbreiten. Darum ist es - at the end of the day - wohl besser, umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen durchzuführen, zumindest bis vom Krankenhaus (hoffentlich) Entwarnung kommt.

Freitag, 30. Oktober 2009

Happy Halloween!

Der Verfasser dieses Blogs verabschiedet sich in ein geruhsames Familienwochenende, und wünscht allen, die hier mitlesen, ein Happy Halloween!
Lang leben die irisch-amerikanisch-irischen Bräuche, oder whatever.
Hier geht's am Montag weiter.
Foto: buckfargo.com

Donnerstag, 29. Oktober 2009

The way of the world - God's Own Country im Waffenwahn

Kurze Gedankenreise über den Inselrand hinaus. Gestern Abend, ARD, spät nach den Fußballberichten, ein äußerst interessanter Einblick in die amerikanische Seele. Ohne hier generalisieren zu wollen. Wenn das 'the way of the world' ist, na dann gute Nacht ...

Es geht um das Thema Schusswaffen. 250 Millionen Schusswaffen sind in den USA derzeit registriert, und das bei ca. 305 Millionen Einwohnern. Statistisch gesehen hat also fast jeder Amerikaner vom Säugling bis zum Tattergreis eine Knarre unter dem Bett. Offiziell, legal und gesellschaftlich geachtet und befürwortet.

Aber nicht nur unterm Bett ist die Knarre versteckt. Im südlichen Bundesstaat Tennessee hat der treuamerikanische Bürger und dessen weibliches Pendant die geliebte Glock auch gleich ins Pub um die Ecke mitnehmen. Natürlich aus Sicherheitsgründen.

Ja, richtig gelesen: Das Mitnehmen von Schusswaffen in Lokale ist dort gesetzlich gestattet.
Obwohl die Kombination Alkohol und Knarre sicher nichts gutes verheißt.

Schon aus Michael Moore's Filmen wissen wir über die unglaubliche Arroganz und Omnipräsenz der National Rifle Association (NRA). Unvergessen das Charlton-Heston-Zitat "From my dead cold hands", hat sich ja mittlerweile bewahrheitet. Aber das nur am Rande.

Faszinierend gestern Abend im ARD das Beispiel der 34jährigen Amerikanerin, deren Mann während eines Bühnenauftrittes niedergeschossen wurde. Seit diesem traumatischen Erlebnis engagiert sich die Witwe - erraten - FÜR die NRA und das Recht auf freien Zugang zu Schusswaffen. Denn, so die makabere Begründung: "Hätten wir damals Waffen tragen dürfen, dann wäre mein Mann nicht erschossen worden.

Das Recht auf Selbstjustiz, oder das Recht auf Selbstverteidigung? Eine Diskussion, die sich ewig im Kreis dreht, und nur sinnlos noch mehr Menschenleben fordert.

In meinen Augen ist die NRA nichts anderes als eine Werbeorganisation für einen der hochprofitabelsten Wirtschaftszweige der Welt: Die Waffenindustrie. Mit einer stärkeren Lobby als viele andere Unternehmen, und mit viel, viel mehr Geld ausgestattet, ist sie weiter auf Profitmaximierung aus.

Und Herr und Frau Amerikaner haben wenigstens das Grundrecht auf die eigene Knarre verfassungsrechtlich verankert.

14.000 Tote jährlich nur in den USA durch Schusswaffen, 350.000 Verbrechen mit legalen Waffen in God's Own Country.

Und das Mitnehmen von Revolvern in die Lokale von Tennessee wird wohl auch nicht zur Verbesserung dieser Statistik beitragen.

Irgendwie kriege ich es mit der Angst zu tun, wenn ich sowas sehe ...

Mittwoch, 28. Oktober 2009

I wanna be a Popstar!



Eine witzige Persiflage auf das Leben mancher Pop-Sternchen ;-)

Dienstag, 27. Oktober 2009

Der erste Geburtstag

Heute genau auf den Tag vor einem Jahr hat dieser Blog als kleine Information für die damals noch Daheimgebliebenen begonnen. Nun gibt es ihn tatsächlich schon ein ganzes Jahr. Vielen Dank fürs Mitlesen und Kommentieren. Auf ein Neues ...

Die handgefertigte Geburtstagskerze auf dem Bild gibts bei yatego.com.

Montag, 26. Oktober 2009

Working in Ireland: Der Vergleich mit der alten Heimat (I)

Nach mehr als einem Jahr Arbeitsalltag auf der schönen grünen Insel ist es nun einmal an der Zeit, die Arbeit hier in Irland ein wenig mit der Arbeit in der alten Heimat zu vergleichen. Da das ein umfangreiches Unterfangen ist, habe ich es in mehrere Teile unterteilt, die in den nächsten Tagen und Wochen hier zu lesen sein werden. Eines gleich vorweg: Es handelt sich hierbei um rein subjektive Erfahrungen, die weder Leitfaden für andere Auswanderungswillige darstellen noch irgendwelche Tipps beinhalten. Denn wie das generelle Leben ist auch das Arbeitsleben hier wie dort nicht vergleichbar, und von Individuum zu Individuum oft sehr verschieden.

Teil I: Out in the fields - Der Außendienst in Irland
Teil meines zum Glück sehr umfang- und abwechslungsreichen Arbeitsfeldes ist der Außendienst (für alle die es noch nicht hier gelesen haben, ich arbeite im Druck- und Designgewerbe). Ein bis zwei Tage die Woche bin ich 'out of the office', um Kunden zu besuchen. In den seltensten Fällen sind das Neukunden, meistens bestehende. Dabei gibt es einige gravierende Unterschiede zur vergleichbaren Tätigkeit in Österreich.

1. Der fahrbare Untersatz.
Anders als von Österreich gewohnt, fahre ich hier alle Dienstfahrten mit meinem privaten Fahrzeug. Dienstautos sind - wohl auch aus Kostengründen - hier auf der Insel nicht so verbreitet. Dafür gibt es eine monatliche Car Allowance zur Abdeckung von Unkosten wie Sprit und Versicherung. Ich fahre so eigentlich besser, auch wenn es kein Kilometergeld gibt. Dafür brauche ich aber weder ein Fahrtenbuch zu führen, noch muss ich privat gefahrene Strecken oft mühsam in die Firmenwege hinein jonglieren.

2. Die Termine selber
Kundentermine laufen hier auf der Insel - so meine Wahrnehmung - entspannter ab als in Österreich. Man hat weniger das Gefühl, der Bittsteller eines Lieferanten zu sein, sondern mehr der willkommene Partner, der auch geschätzt wird. Vielleicht mag dieser Umstand auch damit zusammen hängen, dass die Kunden jetzt hier "größer" sind, also höhere Umsatzzahlen schreiben. Mir ist aufgefallen, dass sich irische Einkäufer früher beraten lassen als woanders, zumal sie auch oft materienfremd sind, und auf die Ratschläge und den Support des Lieferanten mehr angewiesen als woanders. Die Termine laufen in freundschaftlicher Atmosphäre ab, sind oft eher mit Kaffeekränzchen zu vergleichen als mit Arbeitsbesprechungen. Das allgemein übliche "Du" trägt da natürlich sein Schärflein dazu bei.
Viel wichtiger als woanders sind hier auf der Insel die Empfehlungen anderer Firmen. Wichtigster Bestandteil - auch bei schon bestehenden Kunden - der Ausrüstung des "Verkäufers" ist die Mappe mit Empfehlungsschreiben anderer Kunden, diese werden auch gerne stichprobenartig überprüft - das schafft dem Käufer ein ruhiges Gewissen. Gut so.
Pünktlichkeit ist eher Nebensache, auch wenn hier Besserung in Sicht ist. Sehr selten findet man einen Gesprächspartner zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Ort bereits wartend und bestens vorbereitet vor. Aber: That's irish.

3. Die schlagkräftigen Argumente
In den letzten Jahren in Österreich war das mit Abstand wichtigste Verlaufsargument der beste Preis. Qualität und Pünktlichkeit wurden ohnedies vorausgesetzt. Das ist in Irland (noch) anders. Zwar merkt man in den letzten Monaten natürlich ein vermehrtes Augenmerk auf die Preisgestaltung (sicherlich auch rezessionsbedingt), dennoch zählen hier auch noch andere Werte wie Pünktlichkeit der Lieferung und Qualität (diese ist hierzulande nicht immer als selbstverständlich anzusehen). Und vor allem das vermittelte Gefühl, das man weiß, wovon man spricht. Irische Einkäufer wollen sich nach der Auftragsvergabe um nichts mehr sorgen, und schieben den Ball früher zum Lieferanten ab, als woanders. Und haben - bei rechtzeitiger Information - auch weniger Probleme mit einer kurzfristigen Lieferverzögerung als zB in Österreich. Auch Zusatzleistungen wie Verpackung, Grafik oder Eilzuschläge werden hier noch mehr honoriert als woanders. Dazu ist auch anzumerken, dass die Spannen hierzulande (zumindest in unserem Gewerbe) trotz Rezession und Price Dropping noch immer doppelt so hoch sind wie woanders.

4. Die Nachbetreuung
Woanders selbstverständlich, hierzulande noch in den Kinderschuhen und mit viel Aufholbedarf: Die Nachbetreuung nach dem Job. Die bestand die letzten Jahrzehnte hier nur aus Schreiben der Rechnung und Hoffen auf Bezahlung.
Als ich die ersten Kunden nach erfolgreichem Auftrag anrief, um festzustellen, ob alles geklappt hat und sie zufrieden wären (ein Akt der Selbstverständlichkeit eigentlich), habe ich äußerst positiv überraschte Gesprächspartner vorgefunden. Als ich meinem Chef vorschlug, mit der Rechnung einen Kundenfragebogen über die Zufriedenheit mitzusenden, hat er mich mit großen Augen angesehen. Mittlerweile liegt dieser Fragebogen jeder Rechnung bei, und 30 Prozent davon werden auch beantwortet (ein Hammerwert im Vergleich). Und wir merken schon einen höheren Wiederkehreranteil der Kunden, und haben auch bereits einige Nachahmer bei der Konkurrenz gefunden ;-)

5. Das Fazit
Außendienst in Irland ist vergleichsweise relaxter als in Österreich. Wenn auch unser Segment sehr hart umkämpft ist zur Zeit, da viele Mitbewerber im Überlebenskampf sind und alteingesessene Strukturen erstmals überdenken, so ist es hier doch angenehmer, nicht nur als Bittsteller, sondern als Partner unterwegs zu sein - bezogen auf den Dubliner Raum wohlgemerkt. Ich habe keine Erfahrungen mit dem Verkauf in anderen Counties, weil ich ja hauptsächlich doch noch im Büro sitze, und nicht den ganzen Tag unterwegs bin.

Soweit einige Gedanken zum Außendienst in Irland, in Kürze gibts hier Ausführliches zum Büroalltag in Tallaght.

Schönen Feiertag nach Österreich und Irland, und schönen Montag in die anderen mitlesenden Länder :-)

Samstag, 24. Oktober 2009

Schusskraft mit Schreibschwäche?

Bayern München hat heute in der deutschen Bundesliga hochverdient gegen Eintracht Frankfurt mit 2:1 gewonnen. Und alle Bayern-Fans freuen sich. Auch der Bayernfan "Alex" im Forum auf www.sport1.de:
Bayern hat 2 zu 1 gewonnen es hätte noch höhe sieg gewessen für Bayern. Die Spieler von Bayern waren auch Müde nach der CL. Van Gaal macht alles richtih wenn man siet 20 zu 8 torschüsse , nur die Spieler machen ihre Tore nicht amsosnten Spielt Bayern gut. Und die schwache Punkt ist immer hin die RV.
Da dürfte schon die eine oder andere Sieges-Maß geflossen sein vor diesem Posting. Hoffentlich zumindest.

... schreibt einer, der selber viele Fehler macht in seinen Blogeinträgen. Aber hoffentlich nicht sooo viele ;-)
Und noch eine kleine Randbemerkung: Ich bin mir fast sicher, dass der Verfasser der obigen Zahlen in seiner Muttersprache schreibt. Sonst würde ic mich nicht drüber "lustig" machen.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Gesunde Kinder in den Rollstuhl? Liebe Aer Lingus - Geht's noch?

Schon vor einigen Wochen bei mir im E-Mail-Postfach eingetrudelt, ich stelle es aber erst heute rein, weil ich es erstmal verifizieren musste:

Auf interessante Ideen kommt Aer Lingus neuerdings, wenn es um jugendliche Passagiere geht. Bekannte von uns mussten aufgrund eines Trauerfalles ihren 13jährigen Sohn alleine in den Flieger Richtung Heimat schicken. Und haben sich - als besorgte Eltern verständlich - mal bei Aer Lingus (besser gesagt bei der DAA) erkundigt, ob eine Möglichkeit bestünde, ihn bis zum Gate zu begleiten, da er noch nie alleine gefolgen ist.

Nun, schon klar, Sicherheitsbestimmungen verbieten das. Und Aer Lingus begleitet ja aus Kostengründen keine minderjährigen Passagiere mehr zum Flieger, wie das früher Usus war.

Also: Das Unternehmen "Bis-zum-Flugbegleitung" war von vorne herein zum Scheitern verurteilt.

Faszinierend jedoch finde ich den Ideenreichtum der Aer Lingus in der Beantwortung der Frage. Ich zitiere mal aus dem Antwortmail:
Hello
Thank you for your query, there is no possibility for you to accompany the passenger to the gate, I’ve contacted Aer Lingus as they no longer help unaccompanied minors to the gate they suggested that you order a wheelchair and this way someone from OCS 018145505 will then have to accompany your passenger to the gate? Just a suggestion and as long as your son doesn’t mind being wheeled down?
Regards
A***** H
Soll also im Klartext heißen: Sie sollten den kerngesunden (zum Glück) Jungen in einen Rollstuhl setzen, damit er zum Flieger gebracht wird. Und somit einen Service missbrauchen, der für wirklich Bedürftige ohnehin nur sehr dürftig zur Verfügung steht.

Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich finde das selten geschmacklos.

Und wie sollte das dann am Gate weitergehen? Die wundersame Heilung? Sollte er dort aufspringen und rufen: "Ein Wunder!"? Die Blicke der nicht Eingeweihten rundherum würde ich nicht sehen wollen.

Zumal man auch seinen Kindern so etwas nicht beibringt. Ich sags mal ganz ehrlich: Ich denke, die Mitarbeiter von Aer Lingus haben mit solchen Vorschlägen ordentlich einen an der Klatsche. Aber zum Glück ist es ja, wie auch so schön vorsichtig im Mail steht, just a suggestion...

Ach ja, die Antwort wurde mir auch mitgesendet:
Thanks for your reply to our query.
I know it’s not your fault, but personally I think that this is no more than an affront against everybody who has to use a wheelchair.
We will hopefully find a better solution.

Thanks anyway for your fast reply / not blaming you at all. BUT: Blaming Aer Lingus for the stupidity and inhumanity of this idea.

Thanks a million for trying to help us.

C******

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Bankomaten mit Öffnungszeiten?

An anderer Stelle lese ich grade, dass man in ländlichen Gebieten aufgrund der vermehrten Überfälle auf Bankomaten vorhat, die ATMs nur noch während der Banköffnungszeiten verfügbar zu machen.
Räusper, hüstel, ... Das wäre ja wohl an Schwachsinn nicht mehr zu überbieten.
Aber langsam wundert einen ja gar nichts mehr.

Dienstag, 20. Oktober 2009

... und noch ein paar irische Impressionen





Auch das ist die schöne, grüne Insel... ,-) Soeben per E-Mail erhalten.

Irland im Kleinformat


Den Link habe ich grade gefunden. Da schlägt das Herz des ehemaligen Modelleisenbahnbauers natürlich sofort höher: Der Versuch (und dieser durchaus gelungen), eine irische Kulisse im H0-Format nachzubauen. Weitere Infos zu diesem Modellbau-Fanatiker gibt es auf www.tobingen.de
Sehr gelungen.

Suchbild

Preisfrage: Was gehört hier nicht ins Bild?

Montag, 19. Oktober 2009

Trapattonis Jungs fordern Frankreich


In den Relegationsspielen um die Teilnahme bei der Fussballweltmeisterschaft 2010 in Suedafrika geht es fuer Trapattonis Irlaender gegen den Welt- und Europameister Frankreich. Das wahrscheinlich schwerste Los...

Das Hinspiel findet am 14. November in Dublin statt, am 18. November steigt das Rueckspiel in Frankreich.

Nachtrag: Ich lass den Begriff 'Irlaender' hier mal stehen, auch wenn ich an anderer Stelle darauf aufmerksam gemacht wurde, dass es 'Trapattonis Iren' heissen müsste. Ich find Irländer auch schön ;-)

Danke schön

Zwischendurch mal kurz ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die hier mitlesen. Kurz vor dem ersten "Geburtstag" dieses Blogs hat der Click-Counter die 30.000 überschritten!
Schön, dass dieses kleine Online-Tagebuch auch gelesen wird. Freut mich sehr.

H.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Ein Samstag in Trim

Kurze Ruhepause vom stressigen Oktobergeschäft dieses Wochenende, und endlich mal wieder die Zeit gefunden, einen kurzen Ausflug zu unternehmen. Schließlich war ja die Schönheit der Insel mit einer der Gründe, warum wir hierher ziehen wollten.

Uns hats diesmal zum Trim Castle im Count Meath verschlagen. Und das Wetter war uns gnädig - ein wunderbarer Herbsttag in Irland.

Kurz zum Geschichtlichen: Trim Castle wurde ab 1172 von Hugh de Lacy, dem ersten Lord of Meath, und seinem Sohn Walter gebaut, nachdem die de Lacys das Land geschenkt bekamen. Aber schon 1173 wurde das ursprüngliche Castle im Zuge der Attacken von König Ruaidrí Ua Conchobair niedergebrannt.
Ab ca. 1175 begann Walter nun mit dem Wiederaufbau der Festung aus Stein, und mit ca. 30.000 Quadratmetern war Trim dereinst die größte normannische Massivfeste Europas, umgeben vom umgeleiteten River Boyne, der einen natürlichen Wassergraben für die Festung darstellre.
Heute sind ledglich noch die Außenmauern und ein Teil des Hauptgebäudes erhalten, dennoch zeigt sich die Festung am Ufer des River Boyne noch immer von ihrer beeindruckendsten Seite.

Wer das Trim Castle besucht, kommt natürlich an einem Film nicht vorbei: Braveheart. 1995 war Trim Castle Drehort für den Film über die schottische Legende, und im Castle Cafe findet man detaillierte Fotoprotokolle der Dreharbeiten und den einen oder anderen Bericht von Zeugen, die jemanden kennen, der als Statist mitgespielt hat und Mel Gibson die Hand schütteln durfte ...


Bei schönem Wetter ist Trim unbedingt als Ausflugsziel zu empfehlen, zumal auch weite Landschaften für Spaziergänge zur Verfügung stehen, und auch das Parken dort direkt beim Castle leistbar ist (60 cent pro Stunde). Der Eintritt? Nun, ohne Führung 3 Euro pro Erwachsenem, und 1 Euro für Schüler. Vertretbar.

Wunderschön auch der River Boyne, direkt neben dem Trim Castle:

Für uns gings von Trim dann weiter nach Skerries, um dort am Meer spazieren zu gehen. Auch beeindruckend, der Blick auf die Skerries Mills. Auf dem Weg dorthin haben wir aber noch etwas Anderes gefunden, nämlich eine Rinderrasse, die wir noch nie gesehen haben, die aber durchaus sehenswert ist:

(Und nein, kein Zufall, mit dieser sehr geometrischen Zeichnung gab es mehrere Exemplare)
Böse Vermutungen, dass es sich um Schneidemarken für den Fleischer handelt, konnten bislang nicht bestätigt werden ...
Im Ernst: Kann mir bitte jemand sagen, um welche Rasse es sich handelt? Würde mich wirklich interessieren.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Bob Geldof: Ich ertrage die Pornografie der Armut nicht

Ein sehr interessantes Interview mit dem irischen Rockmusiker Bob Geldof habe ich in der Welt Online gefunden:
WELT ONLINE: Hat es, wie bei Bono von U2, etwas mit Ihrem Irischsein zu tun? Schließlich hat es auch hier lange gedauert, bis die Hunger- und Terrorismusinsel durch die EU, durch wirtschaftliche Prosperität, zu einem Eiland der Seligen wurde?
Geldof: Das ist möglich. Aber wohin führt uns das? Sagen wir so: Ich habe mich eben lange mit Afrika beschäftigt. Es ist lächerlich, aber ich bin ein Experte. Als Kind interessierte mich Sport nicht sehr, mich zog es zur Musik und zur Politik. Popmusik artikulierte den Wunsch nach Veränderung in meinem Leben: Ob Mick Jagger, John Lennon, Bob Dylan, sie standen dafür. Ich mochte die Vorurteile des damaligen Lebens einfach nicht, dieses: Der trägt einen roten Bart, oh je, oder Manchester United muss besser sein als Bayern München. Das war wie Apartheid, nicht fair, nicht frei. Schon mit 13 wurde ich Anti-Apartheid-Aktivist. Damals war Afrika nicht wichtig, es war geradezu lächerlich. Dann sah ich 1984 einen BBC-Bericht über Hunger. Und wusste: Wir in der EU haben Überschüsse, die wir vernichten, während dort die Menschen des Hungers sterben. Lächerlich!

WELT ONLINE:
Das ist gegen den gesunden Menschenverstand.
Geldof:
Ja, intellektuell absurd, moralisch empörend und ökonomisch ein Ausdruck von Analphabetentum. Ich habe ein Lied gesungen, das Instrument, das ich habe. Und ich wurde zum Thema. Das ist das Problem mit den Medien. Sie machen dich zum Helden, und der Hunger wird Nebensache. An einem bestimmten Punkt entsteht ein Wirrwarr zwischen Pop und Politik: Geht es um die Sache, Stars oder Politiker, die sich immer mehr als Berühmtheit inszenieren? Ich habe keine Ahnung, wie Frau Adenauer aussah. Aber wer Herr Merkel ist, das weiß sogar ich. Wir wollen alles wissen, über die Kinder, die Frauen. Kennedy fing damit an, mit seiner glamourösen Frau. Oder schauen Sie auf die Sarkozys: eine Seifenoper. Politiker sind Berühmtheiten geworden.
Das ganze Interview gibts hier nachzulesen.

Geldof ist für mich der viel bessere, weil ehrlichere Bono. Nur so am Rande bemerkt.

Schon heute für die Touristen von Morgen sorgen

Heute per Email bekommen (danke Johanna!): Offenbar sorgt man schon heute für die Irland-Touristen von Morgen, zumindest in Österreich. Schon Kinder im Volksschulalter müssen/dürfen dort auf einem offiziellen Lehrblatt beantworten, warum sie gerne einmal nach Irland fahren möchten.

Wer weiß, vielleicht zahlt ja Irish-net.de da schon einen Druckkostenbeitrag? ;-)

PS.: Ja, ich weiß, gibts wahrscheinlich/sicher auch für andere Länder. Aber hier gehts halt um Irland.

Bild der Woche

(c) Michael Steden for Shutterstock.com

:-(

Irgendwie kommen aus der alten Heimat keine guten Nachrichten zur Zeit ...

Im Gedenken an Stefan Alas, der seinen Kampf gegen den Krebs am 5. Oktober 2009 verloren hat.

Danke fuer die Freundschaft, die langen Gespraeche ueber Fussball und das Leben, und fuer die ganze technische Unterstuetzung, die ich von Dir bekommen habe.

Und auch danke im Namen all der Kids, denen Du ueber die Jahre Dein fussballerisches Talent weiter gegeben hast.

Only the memory remains ...

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Wünschen wir uns allen Gesundheit

Die Zustände in Krankenhäusern und die langen Wartelisten bei Doktoren (vor allem Spezialisten) geben immer mehr Grund zur Besorgnis in diesem Land. Egal wie die nächste Regierung zusammengesetzt sein wird, eine der dringlichsten Aufgaben wird die Reform und Verbesserung des Gesundheitssystems in Irland sein.

In Fairness: Wir leben in einer eher kleineren Stadt, und müssen zumindest beim GP nicht allzu lange warten. Sind aber gleichzeitig in der glücklichen Lage, noch kein Krankenhaus und keinen Spezialisten auf dieser Insel benötigt zu haben. Und hoffen, dass das so bleibt.

Denn immer wieder liest man die Horrormeldungen von tagelangem Warten auf Gängen, und dringender medizinischer Vorsorge, die einfach nicht geleistet werden kann.

Hier sieht man die Nachteile des Privatversicherungssystems. Aber gut, die Zeiten der allgemein gleichen guten staatlichen Gesundheitssysteme dürfte leider vorbei sein.

Denkt man jetzt vielleicht noch, wenigstens Kinder würden bevorzugt behandelt, so gibt ein heutiger Artikel im Irish Independant anderes von sich:

CHILDREN with arthritis are at risk of life-long deformity because they must wait up to 13 months to be seen by the country's only specialist, it was revealed yesterday.

Dr Orla Killeen, who is the only paediatric rheumatologist in the hospital system, described the delays -- which leave the children in severe pain -- as "horrendous and shameful".

She is currently "swamped with referrals" and has a waiting list of 350 in Our Lady's Hospital for Sick Children in Crumlin with people left queueing for a first appointment.

Children should be seen in six weeks -- but even emergency cases cannot get an appointment for four months at the earliest.

Dr Killeen was speaking as Arthritis Ireland launched a new campaign -- spearheaded by some of the 1,000 children who suffer the condition -- to get a second specialist appointed.

She said there has been a 250pc rise in young patient referrals with arthritis in the last two-and-half years .

Outlining the risks of not treating the condition early, she said the children with delayed treatment are not just left in pain but are also at risk of joint deformity, delayed growth, muscle wastage and even blindness due to eye inflammation.

The condition can affect children as young as six months.

Bis zu 13 Monate warten also Kinder mit Arthritis auf die Behandlung beim einzigen Spezialisten des Landes. Erschreckend.

Den ganzen Artikel gibt es hier zu lesen.

Wir wussten, dass man das Gesundheitssystem in Irland nicht mit dem österreichischen vergleichen kann, bevor wir auf die Insel gezogen sind. Also kein Grund, sich darüber zu beschweren. Das ist einer der Nachteile, die man in Kauf nehmen muss.

Dennoch erschüttern solche Meldungen, zumal es nicht unbedingt Einzelfälle sind. Und man kann sich selbst und allen anderen nur Gesundheit wünschen. Um das kranke Krankensystem möglichst wenig beanspruchen zu müssen.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Gracias, Mercedes



Gracias a la vida - zur Erinnerung an Mercedes Sosa.

Konstantin Wecker hat sich von ihr in seiner unnachahmlichen Art und Weise verabschiedet.

NACHRUF AUF MERCEDES SOSA

Liebe Freunde!
Nun ist also kurz nach Charly auch noch Mercedes von uns gegangen. Und ich
hätte sie doch so gerne noch einmal gesehen. Gespürt. Wäre so gerne noch
einmal von ihr in den Arm genommen worden. Wen Mercedes umarmt hatte, der
wird das nie vergessen. Sie konnte umarmen wie niemand auf der Welt,
und immer hatte man das Gefühl, von Mutter Erde selbst umarmt zu werden. Uns
alle hat sie mit ihrer Stimme in den Arm genommen, mit dieser unvergleichlichen
Belcanto-Stimme, die immer reiner Ausdruck ihrer Seele war. Nie war etwas
gekünstelt an dieser wunderbaren Frau, dieser tapferen Frau, dieser Ikone
mutigen Widerstands gegen die Militärdiktatur. Sie strahlte für mich das
wichtigste aus, was einen großen Menschen ausmacht: Güte.
Was für eine Ehre und was für ein Geschenk, dass ich mit ihr auf einer Bühne
stehen durfte, mit ihr zusammen singen und musizieren konnte, dass sie sogar
Lieder von mir gesungen hat. Das war 1988, die Tournee, Three Voices, ein
ewiger Höhepunkt meines Musikerlebens: Mercedes Sosa, Joan Baez und ich,
begleitet unter anderem von Charlie Mariano. Vor kurzem erst ist mir der
Charlie weggestorben, jetzt Mercedes.
Wer Mercedes Sosa einmal gehört hat, wird sie schwer vergessen können.
Wer sie noch nie gehört hat, sollte sich sofort eine CD besorgen, oder
wenigstens ihr Gracias a la Vida auf Youtube ansehen. Und wer dann nicht weinen
muss, kann kein Mensch sein.
Es gibt Menschen, die dir nur durch ihre Nähe den Weg zu dir selbst weisen.
Mercedes hatte diese Kraft.
Ich hab mich kaum mit ihr unterhalten - sie sprach kein Englisch, ich nur
Italienisch.
Aber wir hatten andere Wege uns zu verstehen. Oft hat es mir genügt neben ihr zu
sitzen.
Keine Worte.
Nur Schwingungen.
Liebe.
Groß der Tod von Reinhard Mohn, Aufmacher, Schlagzeile. Klein und fast versteckt
der Tod von Mercedes Sosa.
Was uns das über die Wertigkeit von Kultur in unserer Gesellschaft zeigt, mag
jeder selbst beurteilen.

Gracias Mercedes
Ich werde dich immer lieben

Dein Konstantin

Endlich wissen wir's: 'The Boss' is irish!

Endlich wissen wir nun, mit welch wichtigen Dingen sich Ahnenforscher teilweise ihr Geld verdienen. Und haben schwuppdiwupp einem neuen internationalen Superstar (zuletzt ja Obama) das "Eigentlich ist er ja Ire"-Kleeblatt auf die Pobacke geheftet.

Obwohl er selber 'stolz' "Born in the U.S.A." tönt (damit jedoch kritisch mit der USA-Position im Vietnam-Krieg abrechnet), und im gelobten Land so eine Art Hannes Wader mit mehr Erfolg ist, wissen wir seit dem heutigen Bericht in der Irish Times, dass auch Bruce Springsteen irgendwie doch auch mindestens ein halber Ire ist.

Be aware, Bono: Da kommt jetzt ein Kaliber, was selbst deinen Kultstatus als erfolgreichster irischer 'Rocker' ins Wanken bringen kann.

Ich seh in meinem geistigen Auge schon Springsteen (der Name an sich ist übrigens holländischen Ursprungs) bei der nächsten St. Patricks Parade gemeinsam mit den Dubliners irische Traditionals intonieren ...

Hier gibts den Bericht dazu.

A NEW book has confirmed what his legion of Irish fans have always suspected – Bruce Springsteen is one of our own.

Despite his surname which is of Dutch extraction, Springsteen has Irish ancestry through his paternal grandmother Martha O’Hagan. She married Springsteen’s grandfather Antony Springsteen in 1899.

Her grandmother in turn was Ann Garrity who came from outside Mullingar. She crossed the Atlantic for the Promised Land of the US in 1852.

Further back Springsteen has Farrell, McNicholas, Sullivan, O’Hagan and McCann ancestry.

The claim is included in a new book Land of Hope and Dreams: Springsteen in Ireland which is being released to coincide with the 25th anniversary of his landmark concert at Slane Castle in 1985 and his regular visits to Ireland since then.

Hoffentlich findet keiner irische Wurzeln bei Tokyo Hotel und Konsorten ...

Sonntag, 11. Oktober 2009

Boyzone-Sänger tot

Boyzone-Sänger Stephen Gately ist tot. Gestorben mit 33 Jahren in Mallorca. Todesursache? Vorläufig unbekannt.

Der 33-Jährige ist nach Angaben auf seiner Internetseite am Vormittag im Hotelzimmer tot aufgefunden worden. Er habe zuvor in Clubs gefeiert und Alkohol getrunken. Nach der Party-Tour sei er in sein Hotel zurückgekehrt und am Vormittag nicht aufgewacht.

Hier gibts den ganzen Bericht auf www.orf.at.
Bewusst objektiv geschrieben von einem, dem bei der Erwähnung des Namens Boyzone die Nackenhaare zu Berge stehen. Hat aber nichts mit dem traurigen Todesfall zu tun.

Breakingnews.ie weiß mittlerweile schon, dass es keine außerordentlichen Umstände zu Gatelys Tod gibt:
Police investigating the death of Boyzone singer Stephen Gately said there were “no signs of suspicious circumstances” today.

The 33-year-old Irish pop star and actor was on holiday with his long-term partner in Majorca when he “tragically died” yesterday, according to the Boyzone Tour website.

A spokesman for the police in Spain said Gately died at 1.45pm yesterday in his house in Port Andratx, and added: “At the moment it is not known how he died. There are no signs of suspicious circumstances.”

The Guardia Civil is investigating the death, the police spokesman added.

The four remaining members of the band would be flying out to the Spanish island today, a message on the band’s tour website said.

The circumstances surrounding Gately’s death remained unclear but the News of the World reported he died after a night out.

Boyzone manager Louis Walsh told the newspaper: “We’re all absolutely devastated.”

A spokeswoman for Walsh said he was “very shocked and exceptionally upset”.

No changes have been made to tonight’s 'The X Factor' finals at the moment, and Walsh is still planning to appear as one of the judges on the hit ITV show, but the situation may change later.

Speaking to the newspaper last night, band member Shane Lynch said: “Me and the boys are flying out in the morning.

“We just need to get over to where he’s passed and work out what we need to do.”

Gately, who married his partner Andrew Cowles in a civil union in 2006, sent ripples through the pop music world ten years ago when he announced that he was gay.

He joined Boyzone in 1993 after answering an advert in Dublin to audition for Ireland’s first boyband.

The band went on to enjoy huge success with six number one singles, but split up in 2000.

They reunited seven years later, but their recent 19-date Better tour failed to fill stadiums, despite offers of free tickets.

Gately also starred in West End musicals, including 'Joseph and The Amazing Technicolor Dreamcoat', and appeared on the ITV1 show 'Dancing on Ice'.

He last posted a message on his Twitter page on October 6, writing: “Still busy, lots going on. Focusing on finishing my book next so may be quiet here.”

Wieder zurück

So, wie versprochen/angedroht, gehts ab sofort wieder weiter in diesem Blog. Nach einer recht geschäftigen Woche, in der aber auch so viel passierte, ein paar Punkte, die mir in Erinnerung geblieben sind.

Mercedes Sosa ist tot
"La Negra", so haben sie ihre Fans genannt. Und jahrzehnte lang hat sie uns mit wunderschöner, südamerikanischer Folklore bezaubert, und war dabei eine der weltweit stärksten mahnenden Stimmen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus - Mercedes Sosa ist am 4. Oktober im 75. Lebensjahr gestorben.
Unvergessen auch ihr Auftritte gemeinsam mit Konstantin Wecker oder Sting. Zeit, mal wieder durch die Plattensammlung zu sehen.

Kein Klopapier
Fellow Bloggers hatten bereits intensiv darüber berichtet: Die Rektorin einer irischen primary school ersucht die Eltern, ihren Kindern Klopapier mitzugeben. Nun: Eine Prolongation des schulischen Rippoffs hier. Schon klar, Schule kostet. Aber - man kann es eindeutig auch übertreiben. Wie eben diese Schule. Würde man zB einmal von den komplett überwucherten Schuluniformen absehen, oder zumindest die lächerlichen (alles verteuernden) Wappen samt Copyright-Abgabe für die Familie des Designers (!) weglassen, könnten sich die Kids wenigstens wieder den Hintern abputzen.
Aber: Zum Glück ein Einzelfall. Noch.

Siam Thai/Winters Bar
Nur so ein kleiner Gourmet-Tipp: Wir waren am Donnerstag eingeladen zum Essen im Siam Thai im Dundrum Shopping Center. Sehr gut. Sehr zu empfehlen. Sehr teuer. (Letzteres zum Glück nicht mein Problem ;-)
Anschließend noch auf einen kleinen Absacker in Winters Bar unterwegs, gleich nebenan. Der Rest der Geschichte ist leider nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ... ;-) Sollte mich jemand auf der Tanzfläche gesehen haben ... ich streite alles ab.

Die Grünpartei, Strohhalme und sinkende Schiffe
Mit überwältigender Mehrheit haben sich die Grünen für einen Verbleib in der Regierungskoalition mit der Fianna Fail ausgesprochen. Und klammert sich damit an einen Strohhalm. Lieber gemeinsam als einsam untergehen, lautet hier offenbar das Motto. Denn Zukunft für diese profillose Kleinpartei dürfte es leider, leider hierzulande eher nicht geben. Schon gar nicht, wenn man als Wurmfortsatz auf dem sinkenden Regierungsschiff funktioniert.

John O'Donoghue
Ja, der war auch noch. Als Beweis, dass Frechheit siegt. Perfekt passend die Grafik, die der Gombeen Man auf seinem Blog eingestellt hat.

Wahre Comebacks und nicht ganz so wahre
Gestern Abend, nach langer Zeit einmal wieder RTL geschaut: Sonja Zietlow präsentiert die 25 größten Comebacks der Geschichte (Nun, welcher Geschichte, das lässt sie offen - Napoleon ist nicht vorgekommen zB)
Man lernt beim Genuss dieser Sendung Folgendes: Der Krebs von Anastacia ist weniger wert als der von Kylie Minogue. Erstere ist auf Platz 17, letztere auf Platz 2. Man lernt, dass die Fortsetzung von Knight Rider mit neuen Schauspielern für Platz 9 reicht, noch vor Tina Turner und ähnlichen wahren Comebacks.
Und auf Platz 1: Michael Jackson. Comeback? Räusper. Da müsste schon ein Medium beistehen, um den Gesang nochmal erklingen zu lassen. Gemeint war der Geldmachfilm der Familie, der bald in die Kinos kommt. Eigenartiges Comeback, though ...

By the way: Auch dabei, und für mich das Comeback der Comebacks: Herbert Grönemeyer. Selbst gestern Abend hats mir bei den Klängen von "Mensch" wieder die Gänsehaut aufgezogen ...

Und der Mensch heißt Mensch

Weil er irrt und weil er kämpft

Und weil er hofft und liebt

Und weil er mitfühlt und vergibt

Und weil er lacht

Und weil er lebt

Du fehlst

Donnerstag, 8. Oktober 2009

AC/DC und der Rip Off Ireland - eine Fortsetzung

Ein ueberraschendes und erfreuliches "Nachspiel" gibts zum Bericht ueber meinen Besuch beim AC/DC-Konzert in Punchestown im Juni.

Ein Blogleser hat die Story gelesen, und den Teil mit dem Rip Off (30 Euro fuer ein Parkticket) an eine Musikzeitschrift (Rock Hard) weiter geleitet. Und das wurde prompt abgedruckt.


Danke an Blogleser Renfield fuer die Erwaehnung!

Dienstag, 6. Oktober 2009

Kurze Pause

In diesem Blog gibt es derzeit eine kurze - erneut arbeitsmaessig bedingte - Schreibpause. Mit neuen Themen geht es voraussichtlich ab Freitag weiter, so sich mein Boss besinnt wieder gesund zu werden ;-)

Samstag, 3. Oktober 2009

Irland sagt JA zum Vertrag von Lissabon!

Beim zweiten Lisbon Treaty sagt Irland mehr als deutlich JA zum Vertrag von Lissabon. Das kann man zu diesem Zeitpunkt schon sagen, obwohl das endgueltige Ergebnis erst am spaeteren Nachmittag bekannt gegeben wird. ZUM GLUECK!!!

Early indications indicate a 'Yes' vote in the Lisbon Treaty referendum, just over an hour after counting commenced this morning.

Tallies so far in Dublin, the west and the south generally indicate the 'Yes' vote has carried. In Galway East and West, Carlow/Kilkenny, Mayo and Clare there are indications that it could be 2 to 1 in favour, while Dublin South West, which voted 'No' last time around, is swinging to 'Yes'.

Voter turnout passed the 50% mark yesterday.

A Fine Gael exit poll suggested that the referendum will be carried with 65% of voters choosing ‘Yes’ and 35% ‘No’. The poll also indicated a 70% ‘Yes’ vote in Dublin and that 17% of those who voted did not vote in last year’s referendum.

"Based on the Fine Gael figures there is a realistic chance that the ‘Yes’ vote outpolled the ‘No’ vote in every province," the party said today.

During last year’s referendum it was thought a large turnout would boost the Yes side, but despite more than half of all voters coming out (53%) the 'No' camp clinched it, with the final result 53.4% to 46.6%.

Opinion polls showed the 'Yes' side pull ahead over the summer months, but the pro-treaty camp fears a growing anti-government voice could have reared its head at the ballot box.

Ireland is the only country holding a public vote on Lisbon because a constitutional amendment is necessary to accept the treaty’s provisions.
Quelle: breakingnews.ie

Freitag, 2. Oktober 2009

Der Tag, an dem Irland Ja sagt?

Heute ist also Doomsday - der Tag, an dem die Irinnen und Iren zum zweiten Mal über die Ratifizierung des Vertrages von Lissabon abstimmen.
Bis gestern Abend wurde noch (trotz eigentlichen Verbots am letzten Tag) um Ja- bzw. Nein-Stimmen zum Vertrag gekämpft. Ich war gestern am späteren Nachmittag in Blessington, und habe den unerschrockenen Mut und die Ausdauer der No-Campaigner bewundert, die mit Megaphonen und Parolen bewaffnet durch den Ort zogen, trotz eigentlich fast keiner Zuhörer. Hat irgendwie den Eindruck bezahlter Aktivisten vermittelt, ich kann mich aber auch täuschen.
Ist nun heute der Tag, an dem Irland - beobachtet von der ganzen Welt - den Vertrag ratifiziert? Nun, selbst zum jetzigen Zeitpunkt traue ich mich das nicht definitiv zu sagen. Ich tippe auf ein Ja mit 53 Prozent, meine Frau zB auf ein Nein mit 52. Hoffen würden wir beide auf ein Ja.
Nicht unbedingt, weil wir beide glühende Verfechter der EU und dieses Vertrages sind. Sondern weil wir beide meinen, dass es notwendig für Irland ist, diesem Vertrag zuzustimmen.
Warum? Nun weil wir beide glauben, dass es für Irland essentiell wichtig ist, starker Partner in einem starken Europa zu sein.
Am Ende des Tages wissen wir mehr. Die Spannung bleibt auf jeden Fall erhalten. Und die Frage, was bei einem neuerlichen Nein passieren sollte.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Alles Gute. Und Danke.

Alles Gute zum Hochzeitstag, mein Schatz!
Und Danke, dass es Dich gibt.

Ich liebe Dich.



Du weißt ja noch:
Was ich an dir mag, ist unbeschreibbar,
ist ein ungeschriebenes Gedicht,
besser ich beschränke mich aufs Staunen,
mag dich weiter und erklär dich nicht.


(c) K. Wecker

DIe Iren sind die fünftbesten Liebhaber der Welt. Iren. So wie der auf dem Bild ;-)

Wieder einmal ein herrliches Fundstück, diesmal aus der gestrigen Ausgabe des Herald AM. Auf der Titelseite ein wunderschönes Bild unseres Ministerpräsidenten, der in Uncle-Sam-Manier auf die Heerscharen von ihn liebenden WählerInnen zugeht, um sie um ein "Ja" zum Lisbon Treaty zu bitten.

Ob beabsichtigt oder nicht, im Zusammenhang wird der Artikel daneben zur Lachnummer. Neben dem Portrait unseres BIFFO ein Artikel, der uns Männer schaudern lässt - es geht um die Qualität unserer Liebesleistungen im europäischen Vergleich.

15.000 "globetrotting females" (was immer das auch jetzt genau in diesem Zusammenhang heissen soll) wurden nach der Güte und dem Genuss des Sexualaktes in verschiedenen europäischen Länern gefragt.

Gute Nachrichten für Irland: Immerhin Platz fünf für Paddy und James aus Horse and Jockey, nicht schlecht.

Die Top-Fünf Liebesnationen männlicherseits:
1. Spanien, 2. Brasilien, 3. Italien, 4. Frankreich, 5. Irland

Doch nun, liebe Blogleserinnen (ihr solltet es ja wissen) und liebe Blogleser (tut mir leid): Das Schlimmste kommt zum Schluß: Die schlechtesten Liebhaber der Welt sind ...
... die Deutschen. Weil sie zu streng riechen. Und das wahrscheinlich nicht nach 4711 Echt Kölnisch Wasser.

Tut mir leid, steht aber so da. Sagen 15.000 females. Nicht ich. Österreich wird im Übrigen in dieser Umfrage nicht einmal erwähnt. Schluchz. Heul.

Die schlechtesten Liebhaber der Erde kommen aus:
1. Deutschland (zu geruchsintensiv), 2. England (zu faul), 3. Schweden (zu schnell fertig), Holland (zu dominant), 5. USA (zu rauh). Interessant auch noch der Platz 10: Die Russen sind zu haarig. Russischer Bär und so.

Die Umfrage wurde auf www.OnePoll.com veröffentlicht. Und ist so notwendig wie ein ... Naja, aber lustig irgendwie.

So weit so gut, mein Oswald-Kolle-Anflug ist hiermit beendet. Hab halt auch nach einer Begründung gesucht, hier mal wieder ein leichtbeschürztes Wesen abbilden zu können. ;-)

In diesem Sinne - einen schönen Donnerstag.