Mittwoch, 30. September 2009

Fast 80 Prozent wollen state-funded Healthcare

Trotz der Rekordneuverschuldung auf der gruenen Insel wollen laut einer heute in der Irish Times veroeffentlichten Umfrage beinahe 80 Prozent der Befragten ein staatlich finanziertes Gesundheitssystem - anstelle des jetzigen Privatversicherungssystems.
JUST UNDER 80 per cent of people believe the State should fund healthcare through general taxation, according to a survey conducted for the Tasc think-tank.
Wuenschenswert, nachvollziehbar, aber genauso unfinanzierbar derzeit, denke ich mal.
Trotzdem ist das Votum mehr als deutlich.

Auch zu anderen Themen wurde gefragt:
It also found that: 88 per cent believe old age provision should be State-funded; 87 per cent believe education should be State-funded; 78 per cent believe health should be State-funded; 58 per cent believe childcare should be State-funded.

Den ganzen Artikel gibts hier nachzulesen.

Langsam, aber sicher frage ich mich wirklich ...

So geschehen in der Steiermark, die Quelle ist www.orf.at

Montag, 28. September 2009

Servus, Kurtl :(

Ich habe grade schlechte Nachrichten aus der alten Heimat erhalten. Leider immer wieder, und immer oefter.
Servus, Kurtl. Hoffe, Du hast nicht zuviel leiden muessen. Die Erinnerungen an die Zeit in dem kleinen Dorf bleiben.

In memoriam Kurt Kirchweger (1975 -2009)

Bild der Woche

Einfach eine tolle Aufnahme, im Zoo von Moskau 2009. Der Fotograf ist ungenannt, das Bild ist lizenziert von Shutterstock.com und gekauft (wenn auch nicht fuer diesen Blog sondern fuer ein anderes Projekt ;-) )

Beim 'JA' zum Lisbon Treaty droht die Todesstrafe!

Nachdem Bloggerkollege Bernd uns ja schon auf die drohenden Tuerkenscharen im Zustimmungsfall aufmerksam gemacht hat, hier nun ein weiteres - durchaus skurriles Argument der Nein-Campaigner zum freitaeglichen zweiten Lisbon-Treaty: Die Homepage no2lisbon2.com macht uns darauf aufmerksam, dass im Falle eines irischen Ja zum Treaty der Wiedereinfuehrung der Todesstrafe Tuer und Tor geoeffnet sind.
Zitat aus der Homepage:

Death Penalty on the Way

Professor Karl Albrecht Schachtschneider has reiterated his argument that the Lisbon Treaty introduces the death penalty. Here is an extract from a recent interview with him:

But is it now unambiguous that the killing of people is allowed if the Treaty takes effect?

Yes, the Charter of Fundamental Rights was declared in Nice in 2000. But since it was not ratified by all countries, it was not binding under international law. If the Treaty takes effect, the Charter will become binding as well.

But this clause is only part of the explanations…

They are binding under article 52 clause 3 and 7 of the Charter of Fundamental Rights. You can read the corresponding explanation of the comment in the Official Journal of the European Union. There is no room for divergent interpretations. And: why should it be written there if it is not meant to be there?

But has not the German Constitutional Court rejected your interpretation by acknowledging the Lisbon Treaty?

Not at all. It has not commented on this question.

Is that the usual procedure?

It is actually the normal case. If the Constitutional Court does not want to tackle an issue, it simply does not comment on it.

Is this legally possible?

Legally this is more than questionable, but it is being done.

According to the explanation, death penalty can be introduced in case of war or danger of war. This is a very theoretical case.

Really? Are not we at war in Afghanistan? Who is defining war? What is danger of war? What about the Yugoslavia war?

But is not it normal that deserters are executed in war or in times of war?

Yes, in dictatorships.

It is even more frightening that in case of insurgency or riot, killings are possible without law and without any approval by a judge. Who is defining this?

Exactly. I think that Monday demonstrations in Leipzig [which led to the overthrow of the communist Regime in East Germany in 1989] can be defined as riot, like virtually any non-authorized demonstration. Or take the turmoil in Greece or the demonstrations recently in Cologne and Hamburg. All you need is a few punks [“Autonome”] throwing stones.

Im Interview mit dem Nuernberger Professor bleibt dieser aber - so scheint es mir - die Beweise fuer diese These eher schuldig. Lediglich den hoffentlich niemals eintretenden Kriegsfall als Argumentation (vor allem nach dieser reisserischen Ueberschrift) anzufuehren, ist mir persoenlich zu duenn.

Stichhaltige Argumente gegen Lisbon gibt es, genauso wie auch dafuer. Nur dieses scheint mir keines zu sein.

Ewiggestrige Ordenstraeger

Weil wir grade beim Streifzug durchs Netz sind, gerade per Zufall gefunden:


Threads: 234,431, Posts: 2,552,587, Members: 19,772, Active Members: 6,580
Welcome to our newest member, skullnbones
234.000 Threads, 2,5 Millionen Posts und 6.580 aktive Mitglieder zum Thema Ordensabzeichen des zweiten Weltkrieges. Nun, wenn ich die rein geschichtlich Interessierten subtrahiere (die es sicherlich gibt) bleibt da eine erschreckende Begeisterung fuer dieses Thema. Zumal das Forum in englischer Sprache laeuft, und somit die echten Rechten Recken (die ja Heimatseite statt Homepage sagen muessen/wollen) dort gar nicht posten, tschuldigung schreiben duerften.

Schwupps ... und weg!

... so hiess es heute fuer zwei basisdemokratisch sehr interessante Threads im Irlandforum. Zum einen der von mir gestartete Thread rund um die Haeufigkeit von Eigenwerbung im Irlandforum, der zugegebenermassen vom Thema abgeglitten ist, aber von mir schon am Wochenende ohnehin gesperrt wurde.
Zum zweiten der Thread des Wanderers, der das Thema nochmals aufgegriffen hat, und der insofern sehr interessant war, weil alle Beteiligten sehr ausfuehrlich und ohne aufeinander einzupruegeln ihre Standpunkte vertreten haben.
Kann sein, dass ich in den letzten paar Stunden Entgleisungen nicht mitbekommen habe.
Was bleibt, ist dennoch die Verwunderung.

Nachtrag: In Fairness, Thorsten (der Admin des Irlandforums) ist soeben auf meine Reklamation per PM an mich herangetreten:
is nicht gelöscht, nur kurzfristig entfernt bis in in 2 tagen wieder
zuhause bin,
gruesse
thorsten
Was etwas definitiv anderes ist. Ich verstehe zwar dennoch nicht, warum ein bereits geschlossener Thread kurzfristig entfernt werden muss, aber immerhin - wenn sie dann ja wieder da sind ...

Sonntag, 27. September 2009

Doppel-Keule

Nicht wirklich mein Wahltag heute. Wenn auch absehbar.
Im alten Heimatbundesland legt ein unfähiger Landeshauptmann in Richtung absolute Mehrheit zu, weil die politische Linke zu inkompetent ist.
Und in Deutschland kommt Schwarz-Gelb. Super für die Wirtschaft. Aber für die Menschen?
Was solls, nicht mein Wochenende: Bayern-Niederlage, Wahldebakel hier und dort, Grippe - wenn jetzt noch nächste Woche gegen den Vertrag von Lissabon gestimmt wird, hab ich alles beisammen ...

So, ausgejammert. Schönen Restsonntag, ich hau mich vors TV!

Ich lass jetzt mal die Fledermaus aus der Hölle

Meat Loaf hat heute Geburtstag. Grund für ihn, zu feiern. Grund für mich, mal wieder "Bat out of Hell" aus der Plattenkiste zu kramen, 'etwas' lauter aufzudrehen und den Nachmittag zu genießen.

Like a Bat out of Hell I'll be gone, when the morning comes ...

;-)


A. Nonym und U. Nbekannt - Wieviel von uns teilen wir im Netz mit?

Aus gegebenem Anlass heute mal ein paar Gedanken zur Anonymität im Netz, und zum Schindluder, das manche damit treiben.

Wieviel soll die Internetgemeinde über uns wissen, welche Informationen geben wir absichtlich oder unabsichtlich weiter, und was hält man besser geheim?

Nun, ich selber gebe eigentlich schon mehr von mir im Netz bekannt, als mir eigentlich lieb ist. Wer diesen Blog aufmerksam liest, und etwas recherchieren kann, könnte sogar meine Wohnadresse rausfinden und auf einmal bei mir vor der Tür stehen. Auch gut, gibt's eine Tasse Filterkaffee und einen kleinen Plausch. Auch meine Emailadresse ist öffentlich abrufbar, und das hat auch schon zu manch "netten" Botschaften in meinem Postfach geführt. Aber sich darüber zu beklagen, wäre falsch: Immerhin bin ich es, der diese Infos reinstellt.

Was es von mir nicht gibt: Familienfotos und Daten zu Frau und Kind. Hier schütze ich unsere Privatsphäre, denn das ist mir heilig.

Berufsmäßig leben wir in einer Welt, in der ohne Xing, Twitter und Bebo schon gar nichts mehr geht. Ständige Erreichbarkeit heißt die Devise, unerwünschte Kontakte zu daten-enternden Freaks hat man einfach in Kauf zu nehmen. Leidig dabei: Sieben verschiedene Online-Accounts so zeitunaufwändig wie möglich tagtäglich zu bearbeiten.

Und weil ich Megabytemasochist bin, habe ich seit kurzem auch noch ein Facebook-Profil. Und bin somit 24 Stunden am Tag 7 Tage die Woche für alle erreichbar. Für die, für die ich erreichbar sein will. Und für die anderen auch ...

Konkreter Anlass dieser Betrachtungen sind aber Avatare und Forenaccounts. Nun, ich persönlich bin in diesem Forum mit meinem richtigen Namen unterwegs. Das habe ich so beschlossen. Andere sind das nicht. Und haben dafür sicher ihre Gründe, die ich zu respektieren habe.

Mir persönlich ist es immer lieber, ich habe ein Bild zu meinem Gegenüber. Ich diskutiere lieber mit Personen, von denen ich weiß, dass es sie real gibt (auch wenn sie nicht notwendiger Weise ihren echten Namen angeben), als mit Kunstfiguren, und Usern mit multiplen (Online-)Persönlichkeiten.

Aber: Ob Hausbootfans, Irlandfreunde oder Fußballdiskutanten: Mehrfachaccounts wird es immer wieder geben. Dem ist auch technisch kein Riegel vorzuschieben.

Es ist jedem selber überlassen, wieviel Informationen er über sich selbst im Netz frei gibt. Das traurige an der Sache ist dann oft nur, dass im Schutze der Online-Anonymität andere in einem Stil attackiert werden, den man sich nicht trauen würde, wenn man dafür den richtigen Namen hergeben müsste.

Für die Geheimhaltung des eigenen Namens habe ich Verständnis. Nicht aber für multiple Internet-Persönlichkeiten, das ist Lächerlichkeit pur. Wobei der Beweis über deren Existenz schwierig bis unmöglich ist. So bleibt vieles blosse Vermutung.

Ach ja, nur so eine Privatmeinung: Wenn irlins und babe ein und dieselbe Person sind, fresse ich einen Besen. Aber das nur am Rande.

Nachtrag: Und nachdem grade so eine Email reingekommen ist: Nein, ich bin auch keiner
von beiden, glaube es aber trotzdem zu wissen.

Bild zum Sonntag

Ich und die Technik!

Kurzer Zwischenruf: Bei Umbauarbeiten hier (incl. Backsave zur alten Version dann) ist hier gestern einiges verloren gegangen. Zum Glück keine Texte, aber alle Links und Menüpunkte.
Wird etwas dauern, bis das wieder alles funktioniert.
Ich sollte einfach die Finger von Dingen lassen, mit denen ich mich nicht auskenne ...
Nichtsdestotrotz baue ich hier weiter fleißig um in den nächsten Tagen! ;-)

Samstag, 26. September 2009

Menschen und ihre Leistungen

Roisin Malone widmet ihr Leben authistischen Kindern und leitet eine Hilfsorganisation dafür.
Karin Leigh hat eine Hilfsorganisation für Kinder mit speziellen Bedürfnissen ins Leben gerufen.
Jane Mullins kämpft für die Rechte von Frauen mit Hepatitis C-Erkrankungen.

Anna May McHugh leitet die internationale Vereinigung der Pflüger.
Ruby Walsh ist Jockey.
Jeamie Heislip spielt Rugby.

Was haben alle sechs oben genannten gemeinsam? Nun, sie sind nominiert für den Kildare People of the Year-Award 2009, der Menschen und ihre besonderen Leistungen auszeichnet.

Ich wüsste, zu welchem Dreierblock ich eher tendieren würde. Bleibt abzuwarten, wer schlussendlich die Auszeichnung erhält.

Edvard Munch: Prints! in Dublin

Meinem Wissensstand nach das allererste Mal, dass eine größere Anzahl von Werken des norwegischen Künstlers Edvard Munch in Irland zu sehen ist.

40 seiner Werke sind in der National Gallery of Ireland vom 19. September bis zum 9. Dezember 09 zu besichtigen.

Verwirrt bin ich etwas hinsichtlich des Eintrittspreises. Denn so steht auf derselben Homepage
Edvard Munch: Prints runs from 19 September - 6 December 2009. Admission free.
aber zwei Zeilen weiter drunten
Tickets & Information
€5 full price / €3 concessions.
FREE all day Monday
Concession rate applies all day Thursday
€4 P/P Group Rate (groups of 10 and over)
€12 Family Ticket (2 adults + 3 children)
Tickets available on the day from the Information Desk in the Millennium Wing, Clare Street, Dublin 2, or telephone (01) 663 3513.
Ich werde sowieso demnächst mal hinfahren, und anschließend berichten, was und ob ich wo was zahlen musste.

Mehr Infos zur Ausstellung gibt's hier.

Freitag, 25. September 2009

Sprich nicht, wenn Du nichts weisst, Ratzinger!

Scheidungen, "wilde Ehen" und Patchwork-Familien sind für Kinder schädlich, weil diese oft die Unterstützung ihrer Eltern verlieren und sich selbst überlassen werden: Das sagte der Papst heute bei einem Treffen mit brasilianischen Bischöfen, die zu einem Ad-limina-Besuch in Rom eingetroffen waren.

Viele Kinder würden sich als Waisen fühlen - nicht weil sie elternlos seien, sondern weil sie "zu viele Eltern" hätten, meinte Benedikt XVI. Er sprach von einer "tiefen Ungewissheit", die sich in der Welt verbreitet habe, "seitdem die westlichen Gesellschaften die Scheidung legalisiert haben".
Es waere wirklich wunderschoen, wenn der Oberhirte der Katholen sich nicht staendig zu Themen aeussern wuerde, von denen er schon statutengemaess nichts verstehen sollte.

Ich sags mal mit Dieter Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat ... einfach mal die Fresse halten."

Schoenen Gruss, Herr Ratzinger.
Der Vater einer sehr gluecklichen Patchwork-Familie. Einer von vielen.

Lehrkurs fuer den Fussballtorwart: Wie machen wir uns das Tor eben mal etwas kleiner ;-)


Geschehen in der ersten schwedischen Liga. Das Spiel endete 0:0. Trotzdem oder deswegen. Und der Torwart gibt offen zu, ein Wiederholungstaeter zu sein:
Der Übeltäter gab später unumwunden zu, dass er dies auf verschiedenen Plätzen schon mehrmals gemacht hatte. "Ich habe den Tipp vor ein paar Jahren von einem Freund bekommen. In manchen Stadien sind die Torstangen nicht fix im Rasen verankert", so Christensen. "Also habe ich das seither von Zeit zu Zeit gemacht."
Quelle: www.orf.at

Why worry?

Baby I see this world has made you sad
Some people can be bad

The things they do, the things they say

But baby I'll wipe away those bitter tears
I'll chase away those restless fears
That turn your blue skies into grey


Why worry, there should be laughter after the pain

There should be sunshine after rain
These things have always been the same
So why worry now


Baby when I get down I turn to you

And you make sense of what I do
I know it isn't hard to say
But baby just when this world seems mean and cold
Our love comes shining red and gold
And all the rest is by the way


Why worry, there should be laughter after pain

There should be sunshine after rain

These things have always been the same

So why worry now

Weils grade zufaellig im Radio lief, und sich mir wieder ins Bewusstsein geschoben hat: "Why worry" von den Dire Straits - in der Liste meiner All-time-favourite-Ballads ganz, ganz weit vorne. Zu finden auf dem Album "Brothers in Arms", mit 30 Millionen verkaufter Einheiten einer der groessten Erfolge der Rockgeschichte. Und fuer mich bis heute das beste Album, das je erschienen ist.

Und so klingt es live:

Donnerstag, 24. September 2009

Dear Sebastian!

So heißt das Buch, über das derzeit nahezu ganz Irland spricht, und das sich seit gestern auf Platz eins der Non-Fiction-Hitleseliste dieses Landes befindet.

Kurz zur Entstehung: Während eines Businesstrips in Australien 2008 erfährt der 35jährige, alleinerziehende Jordan Ferguson aus dem County Cork, dass er Krebs hat und nur noch wenige Monate zu leben. Tatsächlich verblieben ihm nur noch drei Monate.

Auf Anraten seines Psychiaters will er seinem Sohn Wünsche für dessen weiteres Leben in Briefform überlassen. Und weitet diese Idee noch aus, bitte Prominente, Politiker, Künstler des Landes, es ihm gleichzutun.

Was folgt, kann man nun in Buchform nachlesen: Viele Prominente folgen dem Aufruf und schreiben dem Jungen einen Brief. Die Liste liest sich schon wie ein Who is Who:

That was how 'Dear Sebastian' came about. The letters which make up the book came from a host of well-known names including Brian Cowen, Tony O'Reilly, Christy Moore, John Waters, Sr Stan, Pat Kenny, Brian O'Driscoll, Peter Sutherland, Ronan O'Gara, John Magnier, Mary Harney, Daniel O'Donnell, Christy O'Connor Jnr, Patrick Kielty, JP McManus, Sean Og O hAilpin, Michael Smurfit, Eddie Hobbs, Shay Given, Darina Allen, Gay Byrne, Brian Cody, Dermot Desmond and many more.
Und nun gibt es das Buch zu kaufen, und es wird sicherlich zur Grundabsicherung des Jungen gewaltig beitragen. Und insofern ist es auch positiv.

Ob es moralisch gerechtfertigt ist, einen Neunjährigen zum Mittelpunkt dieser Buchstory (die für mich irgendwo eine Mischung zwischen PS I Love You und Das Haus am Meer ist) zu machen, will ich nicht beurteilen. Und ich unterstelle auch niemanden, dass er hier mit dem Leid des Jungen ein Geschäft machen möchte. Naja, eigentlich doch. Hüstel

Ich hoffe nur, dass der Trubel Sebastian nicht zuviel wird. Denn Trauerbewältigung bei einem Neunjährigen sollte - so denke ich - anders aussehen.

Mittwoch, 23. September 2009

We still haven't found what we're looking for ...

(Danke für den Titel, Bono!)

Anfang des Monats habe ich hier schon mal mein Leid über unsere aussichtslose Angestelltensuche geklagt.
Und die Lage hat sich nicht wirklich gebessert. Wir sind nach wie vor auf der Suche nach Verkaufstalenten. Vielleicht kennt ihr ja jemanden?

Was ich in der Zwischenzeit an ahnungslosen Recruitern und sich selbst überschätzenden BewerberInnen gesehen und gespürt habe, das würde mittlerweile wohl einen eigenen Blog füllen.

Wenn man zum Beispiel telefonisch und schriftlich an einen Recruiter herantritt und sagt: Bitte bring mir Kandidaten für 15 Jobs in ganz Irland, würde ich mir zumindest ein Echo erwarten.

Nichts.

Nach zwei Wochen nochmal nachgefragt: Ja, liegt am Tisch, wird bearbeitet. Rückmeldung kommt so schnell wie möglich.

Seitdem sind weitere zwei Wochen vergangen...

Unfähigkeit, gepaart mit Ignoranz und absoluter Fehleinschätzung der Lage - sag ich mal ganz frech.

Und so manches wundert mich schon überhaupt nicht mehr. Faszinierende Geschichte, die ich mir eigentlich ganz anders vorgestellt hätte.

Facts zum Lisbon Treaty

Am 2. Oktober wird nun also abgestimmt. Und noch immer traut sich niemand auf den Ausgang des zweiten Lisbon Treaty zu wetten. Mir fällt nur subjektiv auf, dass ich zur Zeit mehr No-Plakate sehe als die von den Befürwortern.

Informationen zum Lisbon Treaty gibt es auf dieser Website.

Und morgen wird es auch Ryan Air mal wieder in diesen Blog schaffen. Der aggresivste Yes-Campaigner des Landes setzt mal wieder neue Maßstäbe ;-)

Sonntag, 20. September 2009

Die Pfeife mit dem Stinkefinger

Der Schweizer Massimo Busacca, einer der Top-Schiedsrichter Europas, lässt sich im Cupspiel Baden gegen Young Boys Bern zu einer folgenschweren Geste gegen die Badener Fans hinreissen.
Rein menschlich für mich verständlich bei dem, was sich viele Schiedsrichter Woche für Woche auf den Fußballplätzen anhören müssen. Die Geste dürfte allerdings einen großen Karriereknick für Busacca nach sich ziehen.
Das Bild und den Bericht findet man hier. (blick.ch)

Farewell, Ede Z.

Eduard Zimmermann, der Vater der legendären Fernsehsendung Aktenzeichen XY ungelöst, ist tot.
Er starb gestern Abend im 80. Lebensjahr in einer Münchner Seniorenresidenz.
Immer bei dieser Sendung werden Kindheitserinnerungen wach. Heimlich (sprich von den Eltern unbemerkt) am Freitag Abend die Sendung angeschaut, und sich dann die halbe Nacht zu Tode gefürchtet, weil ich jeden Moment damit rechnete, dass der meistgesuchte Kriminelle Europas gerade durch mein Kinderzimmerfenster einsteigen würde ...
Auch wenn es heute eine Neuauflage der Sendung gibt, das Original samt Laiendarstellern und den Schaltungen nach Wien und Zürich werden immer unerreicht bleiben. Ein Stück Fernsehlegende, mit deren Hilfe auch so mancher Verbrecher verdienterweise hinter Schloss und Riegel sitzt.

Samstag, 19. September 2009

Aye, Captain! Sprechen wir doch heute mal wie die Piraten!

Dieses Land hier sehnt sich nach einer Meuterei im politischen Sinn, heute aber steht das mal hinten an, selbst wenn man heute vermehrt Piratenzitate und -flueche zu hoeren bekommen sollte
.
Denn heute ist einer der wichtigsten Feiertage auf diesem Erdenrund. Waaas? Das wusstet ihr nicht? Tststs ...

Nun, ich auch nicht, bis ich zufaellig drauf gestossen bin. Heute ist der Internationale Talk Like A Pirate Day. Und der ist so bekannt, dass es sogar einen Wikipedia-Eintrag dafuer gibt ;-)

Der International Talk Like a Pirate Day (Sprich-wie-ein-Pirat-Tag) ist ein parodistischer Feiertag. Er wurde 1995 von den US-Amerikanern John Baur („Ol' Chumbucket“) und Mark Summers („Cap'n Slappy“) aufgrund ihrer romantisierend-verklärten Sichtweise des so genannten „Goldenen Zeitalters der Piraterie“ ins Leben gerufen. Zunächst war das Ganze mehr ein interner Spaß unter den beiden Freunden. Erst als die beiden dem berühmten Kolumnisten und Pulitzer-Preisträger Dave Barry von ihrem neuerfundenen Feiertag berichteten und dieser daraufhin 2002 eine Kolumne verfasste, worauf weitere Medien aufmerksam wurden und berichteten, bekam die Idee internationale Aufmerksamkeit. Der Tag wird jährlich am 19. September begangen. An diesem Tag soll man beispielsweise statt üblicher Begrüßungen wie „Hallo“ Formulierungen bzw. Akzente gemäß dem Klischee einer angeblich speziellen „Piratensprache“ verwenden.
Alles klar? Na dann, viel Spass beim Nachbessern des Piratenslangs via Fluch der Karibik und Meuterei auf der Bounty ...

(c) Bild: diadefolga

E Zines gratis online stellen

Ich weiss nicht, inwiefern der Link schon bekannt ist, darum stelle ich ihn hier mal rein. In der Zeit des elektronischen Nachrichtenaustausches gewinnt auch das E Zine (simplifiziert ein mehrseitiges PDF mit Blaetterfunktion) enorm an Bedeutung. Und bringt mal Abwechslung auch in Mailings und Angebote.
Die Homepage http://issuu.com bietet die Erstellung und das Hosting solcher E Zines kostenlos an. Ein sehr nuetzliches Tool, das wir auch in der Firma gerne verwenden.
Hier zB ein Link eines fertigen E Zines.

Diebe (?) in der Nacht

Bei uns im Buero wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eingebrochen. Beim dritten Versuch heuer (zweimal wurde versucht die Sicherheitstuer auf der Gebaeuderueckseite aufzuzwaengen) ist es den dunklen Maechten erstmals gelungen, ins Buero einzudringen.

Diesmal sind die naechtlichen Besucher ueber die Gebaeudevorderfront gekommen in den ersten Stock hoch und haben einfach das Fenster eingeschlagen. Und unser Office systematisch durchsucht.

Das Interessante daran: Es fehlt ... rein gar nichts. Die suendhaft teure digitale Spiegelreflexkamera, die Scheckbuecher, Laptops, Mobiltelefone - alles noch da.

Erste Vermutung: Die Einbrecher sind gestoert worden. Wodurch? Keine Ahnung. Dennoch: Es blieb ihnen genug Zeit, Chaos anzurichten.

Zweite Vermutung, diesmal von der Garda: Die Diebe waren ausschliesslich auf Bargeld aus. Und das gibt es in einem Druckbetrieb numal nicht. Wie in den meisten Firmen, die ausschliesslich mit Rechnungslegung arbeiten, ist unser Bargeldbestand im Haus minimal. Gerade mal soviel, um im Fall eines Falles 50 Euro wechseln zu koennen. Und sogar das Geld ist noch da, unser Versteck haben sie offensichtlich nicht gefunden.

Was bleibt, sind Chaos und Kosten. Denn die Reparatur des zerbrochenen Fensters kostet weniger als der Versicherungsselbsbehalt - also selber blechen. Und ein paar Stunden Aufraeum- und Sortierarbeit fuer die Belegschaft.

Postive Nebeneffekte gabs auch: Die Garda war sehr schnell da, und hat ein kompetentes Auftreten vermittelt. Auch wenn die Aussicht auf Fahndungserfolg - trotz genommener Fingerprints - laut den Ermittlern gleich Null ist.

Und noch ueberraschender: Innerhalb von 30 Minuten war eine Fensterfirma vor Ort, und nach 2 Stunden war das zerbrochene Fenster ausgetauscht. Spart wenigstens Heizkosten.

Wer kommt eigentlich auf die irrsinnige Idee, dass in einem Druckbetrieb Bargeld vorzufinden ist? Ich denke mal, Industriespionage koennen wir auch ausschliessen, schliesslich entwickeln wir hier keine Teilchenbeschleuniger, sondern bedrucken Papier. Somit verschliesst sich der Sinn dieses Einbruchs fuer mich, und wird wohl fuer immer im Verborgenen bleiben.

Freitag, 18. September 2009

Die Außerirdischen kommen nach Irland

Hopkinsville ist passé, Roswell genau so. Und der Film 'Independance Day' drängt sich wieder ins Bewusstsein der Menschen. Auch die Außeriridischen finden Geschmack an der schönen grünen Insel, und sehen sich trotz Rezession schon mal in der näheren Umgebung von Dublin nach Ankerplätzen für ihre Ufos um.

Nein, ich habe nicht am frühen Morgen getrunken, ehrlich. Aber obigen Eindruck gewinnt man irgendwie, wenn man den folgenden Artikel im Leinster Leader liest:

UFOs flying high over Naas

Published Date: 17 September 2009
Paul O'Meara
UP to two dozen as yet unidentified objects flew across the sky at Naas last Saturday night, September 12.
The bright red/ orange coloured UFOs were clearly visible for a short period at around 10.30 pm.
Naas woman Patricia Lehane saw the objects from outside her home at Carraig Oscar, off the Kilcullen road.
She was alerted to them by her son, 19-year-old son Cillian, who had just left the house and was his way to meet friends.

The image was witnessed by two other adult residents.

A cluster of eight to nine circular shapes - roughly two thirds the size of a small moon - passed over travelling in a south east to north west direction.

“The most extraordinary thing was that they moved at the same speed and maintained the same distance between each other,” Ms Lehane told the Leinster Leader.

“It may have been that they were Chinese lanterns but it appeared to me that they were propelled at too fast a rate for Chinese lanterns,” recalled Ms Lehane.

Weather conditions were calm and a little hazy on Saturday night and the UFOs were accompanied by perfect silence.

“The incident took us complete by surprise and the first eight or nine had passed by the time we managed to get a camera out and the rest on them appeared in pairs,” said Ms Lehane.

“They maintained the same distance between each other and moved at a consistent speed and I would be surprised if they were manually lit lanterns or fireworks and then allowed to drift skywards,” she added.

The objects appeared to propel themselves upwards at angle of 45 degrees and gradually disappeared from sight rather than fading out or being extinguished.

“It may well have been a some kind of fireworks as a festival although I'm not aware of any such event and it had the appearance of something very mechanical and organised,” she said.

An army spokesman said that there were no military aircraft in the Naas area at the time.
Wir wissen ja nun alle, dass 'die Wahrheit irgendwo da draussen ist' ... ,-)
Und Naas ist eine schöne Gegend ...

Mittwoch, 16. September 2009

Da hat St. Patrick wohl doch versagt ;-)

Der Legende nach hat ja der heilige Patrick mit seinem Stock alle Schlangen von dieser schoenen gruenen Insel vertrieben. Tja, offensichtlich nicht alle...

In Enniscorthy haben Fischer die Leiche einer ausgewachsenen Python gefunden.

Und damit weg vom satirischen Beginn hin zu der Realitaet, schon oft gesehen. Das Statussymbol Schlange wird angeschafft, oft auf dunklen Beschaffungswegen, und nach einer gewissen Zeit weiss man dann nichts mehr anzufangen damit, und irgendwie landet das Reptil in der Kanalisation, und verhungert dort jaemmerlich.

Zu diesem Zeitpunkt eine reine Mutmassung, aber ich traue mich fast zu wetten, dass es so oder aehnlich abgelaufen ist ...

Das Bild ist aus dem Irish Independant.

Naila, 79 - Per Ballon ins neue Leben

Heute auf den Tag genau vor 30 Jahren gelang zwei Familien aus der ehemaligen DDR die spektakuläre FLucht via Heißluftballon nach Westdeutschland. Bilder, die um die Welt gingen.

Die beiden thüringischen Familien Strelzyk und Wetzel samt Kindern landen zwar etwas hart, aber gesund in Westdeutschland, nachdem sie bei der "Republikflucht" Leib und Leben riskierten. In der Hoffnung auf ein besseres Leben jenseits der Grenzen.

Die Gründe für diese Flucht (und die Versuche von vielen Anderen)? Nun, laut Wikipedia wie folgt:

Die Gründe für das Verlassen der DDR waren sehr unterschiedlich. Vielfach gab es familiäre Gründe, viele DDR-Bürger hatten Verwandte im Westen, und durch die Deutsche Teilung waren Familien auseinandergerissen. Ebenfalls häufig waren wirtschaftliche Gründe: Gut ausgebildete Arbeitskräfte wie Ärzte und Ingenieure versprachen sich einen höheren Lebensstandard als in der DDR, eine gezielte Abwerbung durch den Westen fand dagegen nicht statt.[4] Als politische Gründe galten unter anderem die Ablehnung der DDR-Gesellschaft, in der Abweichung von der herrschenden Ideologie das berufliche Fortkommen oder den Zugang zu Studium und höherer Bildung behinderte. Mangelnde Reisefreiheit und der Wunsch nach freier Meinungsäußerung waren bei vielen Flüchtlingen zusätzliche Motive.[5]

Im Vergleich zu anderen Diktaturen war die Motivation für eine Flucht aus der DDR besonders groß. Mit der Bundesrepublik gab es ein aufnahmefähiges und -williges Land, in dem dieselbe Sprache gesprochen wird und das den Übersiedlern sofortige Staatsbürgerrechte gab. Aus Sicht der Bundesrepublik waren die DDR-Bürger Deutsche im Sinne des Grundgesetzes, die nur bislang keine bundesdeutschen Papiere erhalten hatten.

Die beiden Familien im Heißluftballon - eines jener Bilder, dass uns immer wieder begleitet. Als Sinnbild für eine Zeit, die vorbei ist, und die wohl nur diejenigen wirklich richtig beurteilen können, die in der DDR gelebt haben.

Auch wenn ich aus Außenstehender (weil Österreicher) den Eindruck habe, dass die gedachten (und gedanklichen) Grenzen zwischen "Ossi" und "Wessi" oftmals immer noch groß sind - zumindest ist die Zeit der Mauer vorbei.

Naila 79 war wohl ein perfektes Sinnbild für den Widerstand gegen das "Regime". Und Ausdruck der Verzweiflung, insbesondere wenn man bedenkt, dass auch die Kinder diesem Risiko ausgesetzt wurden. 10 Jahre später war die DDR Geschichte, und die Mauer (die aus Stein, nicht die in manchen Köpfen) weg.

Und dreissig Jahre danach, heute also? Mich würde wirklich interessieren, was die Deutschen heute darüber denken. 30 Jahre nachdem eine ganze Nation mit zwei entkommenen ostdeutschen Familien gejubelt hat.








































































































Dienstag, 15. September 2009

Erinnerungen an Patrick S.

Patrick Swayze ist tot. Dem Krebs erlegen im 58sten Lebensjahr.
Nun, warum bewegt mich diese Nachricht irgendwie? Ich habe ihn nicht gekannt, und er war nicht wirklich kein Schauspieler, der mich beeindruckt hat.
I look in the mirror
and all I see

Is a young old man
with only a dream

(Aus: Patrick Swayze, "She's like the wind")
Aber: Er ist ein Stueck Erinnerung an meine Jugendzeit. An Filme wie Ghost und Dirty Dancing. Als wir - irgendwann in der achten Schulstufe oder so - uns in unseren kuehnsten pubertaeren Traeumen vorstellten, wir haetten denselben Body und dieselben Tanztalente wie Swayze, und uns wuerden die Maedchenherzen ganz genau so zufliegen.

Eine Erinnerung daran, als wir alle von den damaligen Freundinnen ins Kino geschleppt wurden, und - in der Hoffnung auf eine Prolongation des Abends - entferntes Interesse an dem Kitschfilm zeigten. Und uns natuerlich gefuehlsbetont bis zum Gehtnichtmehr gaben. Man(n) will ja schlussendlich auch beeindrucken. Von nichts kommt nichts.

Nach Ghost ist ihm der filmische Erfolg weitgehend verwehrt geblieben, und spaetestens seit seinem Auftritt in Keeping Mum an der Seite von Rowan Atkinson weiss zumindest ich auch wieso. Aber es geht hier nicht um die schauspielerische Leistung eines Verstorbenen, vielen hat er sicherlich auch gefallen.

Mit Patrick Swayze stirbt ein Stueck Erinnerung meiner Generation an die eigene Pubertaet. Und wahrscheinlich ist genau das der Grund dafuer, dass mir die Nachricht heute irgendwie nicht aus dem Kopf gehen will.

Lisbon II - Wer sagt Nein zum Vertrag?

Nachdem ich gestern mal als Beispiel für Nein-Sager zum Lisbon-Vertrag die Independant Workers Union herausgepickt habe, im Folgenden einmal eine Liste aller Organisationen, die aktiv ein Nein am 2. Oktober promoten. Diese gibts heute in der Printausgabe der Irish Times.

SINN FÉIN

As during last year’s referendum campaign, Sinn Féin is the only Dáil party calling for a No vote. The campaign director is Brian Tumelty, and Eoin Ó Broin, former director of the party’s European section, is director of strategy. A core team consisting of the party’s elected representatives and other prominent figures, including former Dublin MEP Mary Lou McDonald, will front the campaign. The party’s strategy is three-pronged: it will argue that the treaty itself has not changed; that it still represents a “bad deal”; and that it will only add to existing economic woes.

The party will erect about 9,000 posters throughout the country, and will distribute leaflets setting out the party’s case. Last year Sinn Féin spent €120,000 on its Lisbon campaign, €20,000 of which came from the GUE/NGL grouping in the European Parliament. The party says it has spent €20,000- €30,000 so far this year, and expects to spend up to €100,000, out of which €15,000 will come from GUE/NGL. The remainder will be drawn from party coffers.

SOCIALIST PARTY

Dublin MEP and party leader Joe Higgins is the only MEP campaigning against the treaty. His arguments are similar to those he made in last year’s campaign, namely that the treaty represents a threat to public services and would open the way to more privatisation. The party says it is planning a specific focus on the issue of workers’ rights in the coming weeks, and door-to-door canvassing will be a priority. It says that most of its budget of €55,000-€60,000 comes from the GUE/NGL group in the European Parliament, to which Higgins belongs. The party will put up 4,000 posters nationwide, and plans to distribute leaflets to every household in Dublin and Cork city.

CÓIR

A group based at the same Dublin address as Youth Defence and the anti-Nice Treaty campaigns, Cóir was criticised last year for distributing leaflets claiming the treaty could change Irish legislation on issues such as abortion, euthanasia and prostitution, and this year for erecting posters featuring claims that Lisbon would lead to the minimum wage being reduced to less than €2.

The organisation, which puts its membership at 2,600 people, will erect 14,000 posters and distribute more than a million leaflets this year. Its poster campaign is being rolled out in three waves: the second – featuring pink hearts – was unveiled last weekend; while the third will focus on the economy and the European Court of Justice.

Leaflets targeting specific groups, including students, farmers, fishermen, and people interested in “social and moral issues” will be distributed to households, third-level institutions and at events such as the National Ploughing Championships, according to spokesman Richard Greene. Cóir’s main campaign co-ordinator is Scott Schittl, originally from the US but now a naturalised Irish citizen.

It hopes to raise and spend €250,000 on its campaign – the same amount it spent last year. It says it has spent €120,000 so far, mainly on posters and campaign literature, and that all donations come from Irish citizens.

LIBERTAS

Despite his party’s failure to win more than one seat in the European Parliament elections in June, and his subsequent vow to abandon politics, Libertas founder Declan Ganley announced at the weekend that he would campaign for a No vote again.

Apart from Ganley, the campaign is staffed by spokesman John McGuirk and Alan Kennedy, a regular contributor to the politics.ie web forum. Libertas expects to spend between €50,000 and €200,000 on its campaign, significantly less than last year.

Existing donors will be tapped for funding, and the organisation is also seeking to expand its donor base. McGuirk promises a “provocative” campaign incorporating billboard advertisements, posters, leaflets and multimedia. The first posters will be rolled out early next week. The central theme will be the State’s economic travails.

NO TO LISBON

Also know as the Campaign against the EU Constitution (CAEUC), No to Lisbon is an umbrella grouping representing some 15 affiliates. These organisations include the Communist Party of Ireland; Éirígí; Irish Anti-War Movement; Irish Friends of Palestine Against Lisbon; Irish Republican Socialist Party; Irish Socialist Network; Peace Neutrality Alliance (Pana); People Before Profit; People’s Movement; Sinn Féin; Socialist Party; Socialist Workers Party; and the Workers Party.

Two overseas affiliates – Attac Austria and Attac France – are also represented. Campaigners will distribute about 20,000 leaflets and hold public meetings.

PEOPLE’S MOVEMENT

Former Green MEP Patricia McKenna is the most prominent voice in this broad-based alliance. Artist Robert Ballagh and composer Raymond Deane are among its patrons. The movement says it campaigns “against any measures that further develop the EU into a federal superstate, and works to defend and enhance popular sovereignty, democracy and social justice in Ireland”. The group has distributed leaflets against the treaty and held public meetings.

UNIONS

One of the country’s largest member unions, Unite, is recommending a No vote. The Technical, Engineering and Electrical Union (TEEU) is also advising its members to vote No, as it did last year when it argued that judgements by the European Court of Justice show workers’ rights have been sidelined in favour of corporate interests.

PEOPLE BEFORE PROFIT

Dún Laoghaire-Rathdown councillor Richard Boyd Barrett is the main face of People before Profit’s campaign. The group says it will distribute leaflets and posters, in addition to canvassing heavily to
highlight its claims that “the policies copperfastened in the Lisbon Treaty have contributed directly to the economic crisis”.

PEACE AND NEUTRALITY ALLIANCE (PANA)

Pana encompasses a wide range of affiliated organisations. Its chairman, Roger Cole, says the campaign will focus on issues related to “militarisation, neutrality and the neo-liberal agenda”.

WOMEN SAY NO TO LISBON – AGAIN

Drawn from politics, trade unions, academia and the arts, this organisation’s members include Sinn Féin MEP Bairbre de Brun; several Sinn Féin councillors; two Labour councillors; Maura Harrington of the Shell to Sea campaign; writer Margaretta D’Arcy; and UCD academic Ailbhe Smyth. They argue that the treaty “firmly places the interests of business, not people, at the heart of the European project”. Yesterday, the organisation challenged members of the pro-Lisbon Women for Europe campaign group to a public debate.

ÉIRÍGÍ

A socialist republican organisation that campaigned against the Lisbon Treaty in 2008, Éirígí plans to focus its efforts this year on predominantly working-class areas in Dublin and the Border counties. It will distribute 100,000 leaflets to households, and plans to erect 3,000 posters. It estimates the campaign cost will be “in the low thousands”. It says funding comes from member subscriptions and fundraising events.

REPUBLICAN SINN FÉIN

Republican Sinn Féin will reprise many of the arguments related to sovereignty, democracy and neutrality that it used in last year’s campaign. It will produce 20,000 posters and 40,000 leaflets for distribution throughout the country. Vice-president Des Dalton estimates the group’s total campaign spend will be under €10,000, a sum he says will be raised through individual donations.

NATIONAL PLATFORM

Run by retired TCD lecturer and Eurosceptic Anthony Coughlan, National Platform runs its campaign through a website and regular mail bulletins.

OTHER GROUPS

Farmers for No is led by James Reynolds, a former chairman of the Irish Farmers Association in Longford, who also campaigned for Libertas last year. It includes members of the Irish Farmers Association who disagree with its pro-Lisbon stance.

There are several small left-wing groups campaigning for a No vote. Kieran Allen of the Socialist Workers Party continues to maintain the website – VoteNo.ie – he set it up ahead of last year’s referendum.

In Kürze gehts hier weiter. Wer sagt Ja zum Vertrag? Wie ist die Stimmung momentan? Und wird Brian Cowen im Falle einer erneuten Ablehnung endlich zurücktreten? ...

Montag, 14. September 2009

Lisbon II - Independant Trade Union says No to Lisbon

Am 2. Oktober stimmt Irland erneut über den Vertrag von Lissabon ab. Nach dem knappen "Nein" im Vorjahr ist auch heuer das Rennen noch offen, zumal jetzt auch seit gestern - trotz gegenteiliger Versprechungen - die Libertas wieder mit einer "No"-Kampagne im Rennen ist.
Ich möchte mich in den kommenden Wochen etwas mit der Meinung von politischen Parteien und Institutionen zum Referendum beschäftigen.
Meine persönliche Meinung sage ich gleich mal vorne weg: Obwohl ich von der politischen Richtung her eher mit den Nein-sagenden Parteien sympathisiere, würde ich mir ein klares "Ja" zum Vertrag von Lissabon wünschen. Denn ich denke, Irland braucht die EU und die Ratifizierung des Vertrages jetzt mehr denn je.

Mit einer eigenen Internetseite zum Thema meldet sich die Independant Workers Union zu Wort. Und ruft alle Mitglieder auf, dem Vertrag nicht zuzustimmen. In gewerkschaftstypischer Manier wird da gleich die Zwei-Klassen-Gesellschaft herbeibeschwört:
This is a battle between the peoples of Europe that support democracy and the Elite that want an Empire.
Und auch die politischen Lager werden zum Konflikt hochstilisiert. Das alte Links-Rechts-Gefälle muss zur Begründung herhalten.
Right now – the forces of the Right are threatening the Irish People – saying that we must vote YES on this occasion or face economic collapse and isolation from the rest of Europe. Progressive forces in Ireland are trying to maintain the NO vote with little or no resources.
Nun: Die "rechten Truppen" verängstigen Irland in diesem Punkt nicht. Anders als das Libertas und Konsorten in der Vergangenheit getan haben. In Fairness ...

Die offizielle Stellungnahme der Trade Union zu ihrer Nein-Kampagne liest sich so:
The Independent Workers Union is campaigning for a NO vote in the October 2nd Lisbon 2 referendum. We are doing so from a position of support for workers rights and support for democracy. Please visit our special page ‘Lisbon Treaty’ where we are now carrying appeals for a NO vote, analysis of the impact of ratification of the treaty and requests for funding for the campaign.
Ob der Ruf nach einem Nein eine Unterstützung für die Demokratie ist, wage ich mal zu bezweifeln. Das Recht darauf haben sie natürlich. Aber, und deshalb kann ich die Haltung nicht ganz verstehen: Ihren Mitgliedern wird die Gewerkschaft wohl mit dieser Haltung eher einen Bärendienst erweisen.

Wer mehr Infos haben möchte: www.union.ie

Freitag, 11. September 2009

Maerchenonkel Brian Cowen erzaehlt wieder

Taoiseach Brian Cowen has launched a strong defence of the Government's Nama plan and has rejected claims that it is a bailout for banks and developers.

Speaking on RTÉ's 'Prime Time' last night, Mr Cowen said the Government's sole motivation in setting up the controversial agency was to get credit flowing in the economy.

He said developers would still owe the full value of their loans to Nama and both the banks and the developers would still face the consequences of the risks they took.

He said taxpayers' money would be protected in the scheme.

Meanwhile, Mr Cowen also used the interview to push the case for a 'Yes' vote in the forthcoming re-run of the Lisbon Treaty referendum.

He claimed ratification of the treaty was crucial to Ireland's economic recovery and future prosperity.

Wenn jetzt die ersten behaupten, NAMA ist die Abkuerzung von "Nur aus Mitteln Anderer", dann moechte man fast zustimmen ...

Quelle: www.breakingnews.ie

Auf das hat diese Welt noch gewartet!

Nicht genug, dass wir quer durch die Nacht von duemmlichen Seilspringspielchen mit halbnackten Frauen wach gehalten werden auf DSF und Konsorten, nun hat der amerikanische Footballfan endlich auch das Augenschmausvergnuegen, ihren Lieblingssport ausgefuehrt von spaerlich bekleideten, jungen und athletischen Damen zu betrachten.
Die Lingerie Bowl in Amerika geht in ihre erste Saison, und wird als "Disneyland fuer Football-Fans" bezeichnet. Warum? Das weiss ich auch nicht.
Absolut verzichtbar. Aber wems Spass macht, bitte schoen.

Hier gehts zum Bericht auf www.orf.at

Mittwoch, 9. September 2009

Ist bei Obama der Lack ab?


Zumindest sieht das dieser Demonstrant in den USA so, und zwar gleich ganz krass.
(c) APA/news.at

PS.: Persoenlich sehe ich es allerdings anders ... Besser als Bush allemal.

Neue Schulden machen gegen die Krise?

Auf einen sehr interessanten Kommentar zum Thema Rezession bin ich im dieswoechigen 'profil' gestossen (eine woechentliche Pflichtlektuere auch fern der alten Heimat). Wirtschaftsjournalist Georg Hoffmann-Ostenhof ruft den Staat (in diesem Fall Oesterreich, aber universell einsetzbar) auf, zur Ankurbelung der Wirtschaft nicht Sparpakete zu schnueren, sondern weitere - aber sinnvolle - Schulden zu machen. Im Folgenden der gesamte Artikel (c) www.profil.at

Weitere Schulden machen, bitte!

Nicht Sparen, sondern Wirtschaftswachstum reduziert das Staatsdefizit.

Wer wird das alles einmal bezahlen? Noch war nicht klar, ob die Gelder, die der Staat in die Wirtschaft pumpte, tatsächlich die Ökonomie vor dem Kollaps retten würden, da wurde schon allerorten, und auch bei uns in Österreich, die bange Frage nach der Zeit danach gestellt. Wie kann man den Schuldenberg abtragen, wo müssen überall die Staatsausgaben gekürzt werden, um das in der Krise entstandene Riesendefizit zu reduzieren?

Man hat den Eindruck, viele erschrecken mehr vor einer fantasierten Katastrophe in der Zukunft als vor der Katastrophe, die man gerade erlebt. Auch jetzt: Da mag die Talsohle bereits im Blick sein. Aber noch schrumpft die österreichische Wirtschaft, noch erwartet man ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit. Und schon räsoniert Finanzminister Josef Pröll über einen zukünftigen Sparkurs und fordert IHS-Chef Bernhard Felderer „eine möglichst rasche Rückzahlung“.

Warum soll das notwendig sein? Und was ist eigentlich so schlecht an Staatsschulden? Nichts, antwortet Robert Reich, Ökonom und einstiger Arbeitsminister unter dem demokratischen US-Präsidenten Bill Clinton, in einem Artikel mit dem Titel: „Was soll die Defizit-Hysterie? Ich wünschte, wir würden uns mehr verschulden.“ Das scheint zunächst frivol angesichts der Prognose, die USA würden in den kommenden zehn Jahren ein Defizit von unvorstellbaren neun Billionen (9000 Milliarden) Dollar akkumulieren. In den kommenden Jahren hieße das Staatsschulden im Ausmaß von 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und das – so Reich – klinge bei Weitem nicht so furchtbar. Entwickelte Nationen könnten ein derartig hohes Defizit durchaus managen, argumentiert er.

Es sei zudem weniger das staatliche Sparen, welches das Loch im Budget wieder auffüllt, als vielmehr eine wachsende Wirtschaft: So sei es der Nachkriegsboom in den USA gewesen, der die riesige Staatsverschuldung von 119 Prozent des BIP im Jahr 1945 in nur wenigen Jahren dramatisch reduzierte. Und George Bush senior hat seinem Nachfolger Clinton einen enormen Schuldenberg hinterlassen. Von 1993 bis 2000 brummte aber die US-Wirtschaft, und am Ende der zweiten Clinton-Amtszeit hatte Washington einen ansehnlichen Haushaltsüberschuss. Die Expansion der Ökonomie füllte die Staatskassen, nicht die von den Republikanern erzwungenen Haushaltskürzungen. Die wurden erst später wirksam, argumentiert Reich.

Gewiss: In Österreich bewegen sich die öffentlichen Haushalte über die Jahre hinweg anders als in den USA. Die Staatsschuldenquote ist bei uns in jeder Rezession gestiegen, und sie konnte in der jeweils darauf folgenden Konjunktur bestenfalls marginal gesenkt werden. Darauf wies der österreichische Ökonom Gunther Tichy jüngst in einem Artikel im „Standard“ hin: Das Defizit stieg von zehn Prozent Anfang der siebziger Jahre auf 50 Prozent Ende der achtziger und 60 Prozent seit den neunziger Jahren. „Bei 20 ebenso wie bei 60 Prozent – immer klagte man über die untragbare Zinsenbelastung und forderte eine drastische Einschränkung der Staatsausgaben – und gewöhnte sich dennoch bald an die höheren Quoten.“ Das wird auch bei künftigen 80 Prozent so sein. Eins steht fest: Die großen Staatsdefizite haben die Welt gerettet. Und jetzt, noch inmitten der Rezession, daran zu denken, bereits wieder die öffentlichen Gelder zu verknappen, könnte verheerende Folgen zeitigen. Der leicht begonnene Aufschwung der Weltwirtschaft würde frühzeitig abgewürgt.

Das meinen nicht nur notorische Freunde des keynesianischen Deficit-Spending wie Robert Reich. Die OECD, die gerade eine vorsichtig optimistische Prognose veröffentlicht hat, plädiert ebenfalls dafür, dass die Staaten weiter mit Konjunkturpaketen die Ökonomie stimulieren. Und vor allem die Regierungen in Washington und London – just jene, die traditionell wirtschaftsliberal eingestellt sind – warnen davor, jetzt bereits mit einer „Exitstrategie“ zu beginnen, den Staat also wieder als Animateur der Konjunktur zurückzunehmen, wie es etwa die Regierung in Berlin will.

Nein, die Staaten müssen sich weiter verschulden. Um in zukünftiges Wachstum zu investieren. Es muss freilich richtig investiert werden. „Es ist wie beim Familienbudget: Es wäre vertrottelt, sich Geld zu borgen, um eine Weltreise zu machen. Aber selbst für verschuldete Familien macht es Sinn, Geld aufzunehmen, um die Kinder aufs College zu schicken“, schreibt Reich. So sei die von Präsident Barack Obama angepeilte Gesundheitsreform, die von den rechten Defizit-Hysterikern wütend bekämpft wird, ebenso angesagt wie generöse Förderung von alternativen Energien und die Reparatur der in den USA vielfach kaputten öffentlichen Infrastruktur. All das bahnt den Weg aus der Krise und schafft zukünftigen Reichtum, auch für die kommenden Generationen.

Auf Österreich umgelegt, hieße das: Dort – auf Pump – investieren, wo es ohnehin im Argen liegt: allem voran in eine Modernisierung des Schulwesens, das im Vergleich zu anderen Industriestaaten weit hinterherhinkt, zum Teil noch im 19. Jahrhundert steckt. Auch eine vielfach beschworene und bisher niemals durchgesetzte Verwaltungsreform brächte einiges. Da gilt es halt diesmal wirklich den bisher alles blockierenden Föderalismus kräftig zurückzudrängen. All das würde das künftige Wachstum auf eine stabile Basis stellen.

Noch eins: Dass es Clinton gelang, innerhalb von wenigen Jahren auf ein Budgetplus zu kommen, war unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass er „tax the rich“, seinen Wahlkampfslogan von 1992, wahr machte. Die Superreichen wurden zur Kassa gebeten. Sollten in Österreich die Steuern auf große Vermögen nur auf den Stand der übrigen EU-Staaten angehoben werden – man könnte um einiges entspannter auf die Staatsdefizite blicken. Da bräuchte dann nicht der apokalyptische Krieg der Generationen ausgerufen zu werden, wenn die Alten die Erhöhung ihrer Pensionen um zwei Prozent fordern.

Endlich: So gewinnt man den Expartner zurueck ;-)

Wieder mal ein Fundstueck aus der weiten Welt des Internets: Eine in der Folge kostenpflichtige (no, na) Website verspricht die nahezu problemlose Rueckgewinnung des Herzens des Expartners.
Ob man das will, bleibt die andere Frage.

Fuer alle, die es versuchen wollen: www.expartner-zurueck.de

Viel Erfolg ;-) Oder auch lieber nicht ...

Dienstag, 8. September 2009

Der wiehernde Amtsschimmel, ein gemeingefährlicher Furz und die Lächerlichkeit an und fuer sich ...

Ein kurioser Fall sorgt in der Steiermark für Verwunderung: Ein 20-Jähriger wurde zu einer Strafe von 50 Euro verurteilt, weil er bei einem Zeltfest einen Furz gelassen haben soll. Damit hat er gegen das Landessicherheitsgesetz verstoßen.
L
ächerliche Nachrichten aus der alten Heimat, gefunden auf www.orf.at
Hier gibts den ganzen Artikel.

Falschmeldung auf breakingnews.ie ;-)


Die richtige Ueberschrift hierzu waere gewesen:

Taoiseach claims election would harm Fianna Fail, I would lose my job and couldn't afford my wife anymore ...

Der Moderator P verabschiedet sich aus dem Irlandforum

Und ich finds schade. Und dazu stehe ich auch. Fuer alle, die dort nicht mitlesen, auch hier mein Beitrag vom heutigen Morgen.
Ich brech mal eine Lanze fuer den ModP
... auch wenn ich grade lesen musste, dass er seine Moderatorentaetigkeit hier eingestellt hat.

Vorab: Ja, ich kenne und schaetze ihn persoenlich. Und habe eine Ahnung, wieviel Zeit und Energie er als Mod aufgewendet hat. Und ja, er ist ein "Landsmann". Aber das sind nicht die Gruende, warum ich mich hier als einer derjenigen oute, die es nicht wirklich freut, dass der Mod P Geschichte ist.

1. Wanderer, ich schaetze die ausfuehrlichen Beitraege in deinem Blog, und dein Hintergrundwissen nach vielen Jahren in Irland. Was ich nicht schaetze, ist die Art des oeffentlichen Angriffs auf den Mod. Ich denke, das waere viel besser via PM oder Email im kleinen Kreis abgehandelt worden. Sorry, aber hier orten meine Sensoren ein gewisses Mass an "oeffentlicher Zuspruchssuche" Wir sind hier nicht bei "Das Leben des Brian", und es gibt keine falschen Baerte und Steine zu verkaufen, auch wenn es manchmal den Anschein hat.

2. Ich gebe Dairbhre recht: Seit Mod P hier moderiert hat, ist es um einiges angenehmer geworden. Es waren gewissen Strukturen vorhanden. Und vor allem Forumsneulinge haben ein gewisses Mass an Sicherheit erhalten, und das "Bashing" hielt sich in Grenzen.

3. Ich kann Mod P auch in weiten Zuegen verstehen. Wenn zum 82sten Mal in der Kalenderwoche nach dem Wetter in Ballywasweissichwo am 26. November um 23.28 Uhr gefragt wird, wird es irgendwann langweilig. Und letztendlich hat er viele Halb- und Missinformationen dahingehend entkraeftet, dass er immer und immer wieder darauf hingewiesen hat, dass das hier ein Forum und keine Steuerberatungskanzlei, Detektei oder Anwaltsorganisation ist.

4. An alle, die gerne aktiv dieses Moderatorenbashing betreiben: Wie waers mit Selber machen? Selber unbezahlt Stunde um Stunde auf jeden auch noch so langatmigen oder dutzendmal widergekaeuten Thread rumschwirren, um alles in halbwegs geregelten Bahnen zu halten.

5. Mal nachgefragt: Wie oft ist es in den letzten Monaten vorgekommen, dass Neumitglieder mit grade mal 5 Beitraegen in ihrem ersten Posting ausserhalb des Who is Who gleich mal auf den Mod einpruegelten? Viel zu oft.

6. Ob er als ModP immer den richtigen Ton getroffen hat? Keine Ahnung, wahrscheinlich nicht. Aber er hat fuer Grundzuege gesorgt, und sehr vielen geholfen. Und wer immer alles richtig macht und den richtigen Ton trifft, der soll mal den ersten Stein zum werfen suchen.

Ich kann die Entscheidung des Mod P nachvollziehen. Kindergaertner sind besser bezahlt als Forumsmoderatoren, und das bei weniger Stress und Aerger. Schade ist aber allemal drum.

Das Forum wird weiter leben. Hoffentlich auch mit den Beitraegen des Moderator P als Zivilperson. Denn diese haben uns in der ersten Zeit viel geholfen, als wir noch richtig von falsch und gut von "boese" zu unterscheiden lernen mussten. Und das ist nicht auf Mitglieder, sondern auf Informationen bezogen.

Mod P, alles Gute. Und bleib uns hier erhalten.

Denn, wie sagt man so schoen auf oesterreichisch? "Es kommt selten was besseres nach ..."

@ Thorsten: Alles Gute fuer die OP.

ZU guter Letzt: Jede/r, der nach vielen Jahren des in Irland lebens (so wie der ModP) mit guten und richtigen Tipps sowohl Touristen als auch den hier lebenden immer weiter helfen kann, wird schmerzlich vermisst und kostet Substanz fuer das Forum.

just my 2 cents ...

Montag, 7. September 2009

Na dann ... PROST!

Ohne hier irgendwelche Vorurteile von den dem Alkohol stark zugeneigten Irinnen und Iren wiederbeleben zu wollen, aber trotzdem eine Erwaehnung wert:

IRISH adults are unknowingly drinking more than recommended, knocking back an average of 550 pints of beer each every year, according to a new report.

The study from the Health Service Executive (HSE) shows that over the past decade stronger alcoholic beverages are being sold in larger containers through off-licences.

Now officials want bottles to be labelled with clear health warnings, in particular for pregnant women and for those taking medication, driving or operating machinery.

'A Standard Drink in Ireland, What Strength?' shows that the average Irish person takes 21 standard alcoholic drinks a week -- just over 10 pints.

Catherine Murphy, assistant national director for health promotion at the HSE, said the new report highlights the dramatic expansion in the range and alcohol content of products on the Irish market.

"This, combined with the absence of clear labelling, militates against making healthy choices," she said.

The recommended upper weekly limit for alcohol intake in Ireland is 14 units for women and 21 units for men.

Na dann ... Prost, Mahlzeit.

Die Meldung stammt aus dem heutigen Irish Independant.

Auf dem Weg nach Südafrika?

Ich weiß schon, Fußball ist hier auf der Insel nicht die beliebteste Sportart. Schon gar nicht der irische. Dennoch gelingt es den Mannen von Giovanni Trapattoni, ein kleines Feuer zu erfachen. Zwei Spiele vor Schluß der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika steht Irland auf dem zweiten Tabellenplatz, und das würde die Chance zur Relegation bedeuten. Mit einem 2:1-Sieg in Zypern am Samstag wurde dieser Platz einzementiert.
Nun warten noch Tabellenführer Italien (10. 10.) und Montenegro daheim (14. 10.) auf die noch ungeschlagenen Iren (4 Siege, 4 Unentschieden).
Auch wenn Irland in einer - auf dem Papier - leichten Gruppe angetreten ist, so ist der zweite Platz bislang dennoch eine Überraschung. Die Fachwelt hatte zB Bulgarien um einiges stärker eingeschätzt.
Schon klar: Selbst im Qualifikationsfall wird Irland nicht Weltmeister. Aber freuen würde es mich auf jeden Fall, wenn zumindest Irland nächstes Jahr dabei wäre. Denn auf mein Heimatland Österreich brauche ich diesbezüglich keine Hoffnungen setzen ;-)

(c) Logo: Fifa.com; Die Tabelle stammt von www.orf.at

Die aktuelle Tabelle:
1.Italien752011:317
2.Irland844010:616
3.Bulgarien725010:511
4.Zypern71247:115
5.Montenegro70436:124
6.Georgien80354:113

Samstag, 5. September 2009

Neues von der Verkaeufer-Suche

Illustration: Louis Jefferson III, Working Man Morning

Irgendwie ist es ein kleines bisschen zum Verzweifeln: Seit einigen Wochen suchen wir in der Firma Sales Representatives in allen Counties Irlands. Zwar vorerst nur als comission only, aber mittlerweile bieten wir bei Erfolg schon eine Fixanstellung mit absicherndem Festgehalt nach nur drei Monaten. Bislang - erfolglos.

An Bewerbungen hat es nicht gemangelt. Ungefaehr 250 waren es bislang, davon auch einige von Rectruitern (das waren die schlimmsten, nebenbei bemerkt).

Angestellt haben wir bislang ... niemanden.

Nun, sicher nicht, weil wir so pingelig sind, oder die, auf gut oesterreichisch, 'eierlegende Wollmilchsau" suchen.

Sondern weil die gut 20 Bewerber, die wir bisher fuer persoenliche Gespraeche geladen haben, schlicht und ergreifend ungeeignet waren, aus den diversesten Gruenden.

Der eine weigerte sich, Kunden direkt zu besuchen, und wollte ausschliesslich via Telefon verkaufen. Der andere kann auf keinen Fall vor 10 Uhr anfangen, weil er nach Eigendefinition ein Morgenmuffel ist. Die dritte waere eigentlich ganz gut geeignet, ist aber am ersten Trainingstag nicht erschienen, weil sie krank wurde. Sie kaeme hundertprozentig am naechsten Tag... Nie mehr gesehen ...

Dann war noch derjenige, der unbedingt einen Dienstwagen wollte, und der, der zwar unbedingt arbeiten will, aber seine driving license erst irgendwann in ferner Zukunft wieder zu sehen bekommt.

Mag alles sehr negativ klingen. Ist es auch. Frustrierend, und an immense waste of time.

Wie schon bemerkt, bislang waren die Vorschlaege der Recruiter noch schlimmer als die Eigenbewerbungen.

Darum haben wir uns auf Anraten eines Freundes entschlossen, eine neue Recruitment Agency zu versuchen. Um Rueckruf gebeten. Keinen erhalten. Nach einer Woche nochmal angerufen. Jaja, alles kein Problem, natuerlich und sowieso. Einfach das Job Spec durchschicken, und dann melden sie sich sofort.

Das Job Spec habe ich letzten Montag gemailt. Und die Antwort darauf ... Erraten: Keine.

Donnerstag, 3. September 2009

Oskar Matzerath wird 50.

Nein, nicht Karl Ramseier feiert Geburtstag, sondern Oskar Matzerath. Und mit ihm die Blechtrommel, einer der wohl einflussreichsten Romane der Nachkriegszeit, erschienen 1959.

Guenther Grass beschreibt darin die Sichtweise der Erwachsenenwelt durch ein "ewiges Kind", Oliver, der seit seinem dritten Lebensjahr nicht mehr waechst. Als Teil der legendaeren Danziger Trilogie hat der Roman Einzug in die literarische Hall of Fame gefunden, und ist bis heute der bedeutenste Roman von Grass geblieben.

Aber das ist ja hier kein Literaturblog, dafuer gibts Reich-Ranitzky, Heidenreich und Konsorten, die koennen das besser.

Mir ist es nur deshalb eine Erwaehnung wert, weil es eines der Buecher war, die mich schon zur Jugendzeit fasziniert haben und mir den Weg zum Viel-Leser ebneten. Und, ich gestehe: Zum Fan von Guenther Grass.

Mittwoch, 2. September 2009

September in the Rain



Irgendwie passend zum heutigen Tag :-(

Langsames Einsetzen der Trendwende? Oder nur ein kurzes Durchschnaufen?

429.000 Menschen in Irland sind nach neuesten Zahlen bei der Dole als arbeitslos gemeldet. Oder, anders gesagt, 12,4%:
Official figures showed the unemployment rate in August was 12.4% – with 4,321 new people applying for social welfare.