Montag, 31. August 2009

Lust auf ein Reihenhaeuschen im Gruenen?

Fuer alle, die entgegen der allgemeinen Rezession noch Geld in den Taschen haben, gibts heute einen ganz besonderen Einkaufstipp. Ein 4-Bedroom-detached Reihenhaus im Gruenen, dass sich auf daft.ie geradezu grossartig anhoert:
Superb modern 4 bed detached property with attic room set in this sought after mature devolpment, situated over looking City West Golf course. Accom: hallway, lounge with feature fireplace & recessed lighting, modern fully fitted kitchen with built in wardrobes, diningroom, ensuite off the master bedroom & ff bathroom. Also features gas heating, double glazed windows and garden to the front and rear.
Und so schaut das Haeuschen aus:


Naja, durchschnittlich schoen, oder? Immerhin gross, und ein Eigenheim. Wenn auch nahe beim Nachbarn dran, aber in guter Lage.

Fasziniert hat mich der Asking Price dieser Immobilie: €2,300,000 !!! 2,3 Millionen Euro fuer ein Haeuschen? Na Mahlzeit.

Aber immerhin hat ja daft.ie einen guten Tipp fuer Kaufwillige parat, die grade keine zweieinhalb Millionen in der Tasche haben:
Finance this property from €6,687 per month

Samstag, 29. August 2009

Hitchhiking Stories - Am Strassenrand des Sees

Bei uns am Ende der Welt findet man immer wieder Hitchhiker, die den langen Marsch um die Blessington Lakes mittels Autostopp etwas abkuerzen wollen. Und diese nehme ich gerne mal mit, und hoere mir ihre Geschichten an.

Nachdem das "Problem" mit dem Einsteigen-wollen auf der falschen Seite ja mittlerweile Geschichte ist (langsam gewoehne ich mich an den ersten eigenen Rechtslenker meines Lebens), spare ich mir wenigstens mittlerweile die vielen Erklaerungen, warum das Lenkrad bei mir auf der falschen Seite ist ;-)

Heute morgen, auf dem Weg in die Arbeit: Es beginnt grade heftig zu schuetten, und auf halber Strecke auf dem LakeDrive sehe ich John. Es ist nicht das erste Mal, dass ich ihn mitnehme. Er schafft es, um zehn Uhr morgens schon leicht angetrunken zu sein, aber dennoch immer hoeflich, zuvorkommend, und unheimlich dankbar fuer die paar Meter, die ich ihn mitnehme. Heute war die Wegstrecke etwas laenger, und John hat mir ein wenig von seiner Lebensgeschichte erzaehlt, bevor ich ihn beim Wirt seines Vertrauens (mittlerweile weiss ich schon welcher) abgesetzt habe, wo er seinen Samstag auf seine eigene Art geniessen wird.

John ist vor 30 Jahren zum ersten Mal in Blessington gewesen. Auf der Hochzeit eines Freundes. Und hat dort die Liebe seines Lebens kennen gelernt. Er ist geblieben. Und mittlerweile drei Jahrzehnte ein Einwohner der Ortschaft Lacken, direkt am See. Und es gefaellt ihm hier. Und er wartet hier nach trauriger Eigendefinition auf das Ende. Das sagt er mit klaren Worten, ohne jeden Anflug von Sentimentalitaet oder Depression. Er will hier nicht mehr weg.

Seine Frau lebt schon seit einigen Jahren nicht mehr, und sein bester Freund hat sich vor wenigen Wochen hier im See das Leben genommen, nachdem er von einer schweren Krankheit erfuhr.

Aber John jammert nicht darueber, er sagt selber, er freut sich ueber jeden Tag. Arbeit hat er schon lange keine mehr, aber er kommt ueber die Runden. Und es reicht fuer woechentliche Pubbesuche, bei denen er - vorbildhaft - das Auto daheim im Schuppen laesst. Und sich auf die Freundlichkeit anderer Autofahrer verlaesst, um hin und her zu kommen.

Bei seiner Geschichte (die im Uebrigen leider sehr glaubhaft ist) verwunderlich: John ist nicht verbittert, er ist nicht verhaermt. Im Gegenteil: Er hat immer einen Scherz auf den Lippen, und kann es nach wie vor nicht ganz verstehen, dass Menschen gerade in diese Gegend, gerade in dieses Land ziehen. Trotz aller Erklaerungsversuche meinerseits: John sagt immer: "You really like us mad Irish?" Und kann meine Bejahung fast nicht glauben.

Er ist ein feiner Mensch. Zwar mit einem groeberen Alkoholproblem, but who cares?

Und so habe ich ihm heute schon versprochen, auch naechsten Samstag wieder in die Arbeit zu fahren, und ihn ein Stueck mitzunehmen. Er hat mir dann sein Haus gezeigt, und gesagt, ich soll einfach hupen, wenn ich da bin. Und sich tausendmal bedankt.

Es sind oft die kleinen, belanglosen Stories ueber dieses Land und seine Menschen, die ich dann tagelang in mir trage, und sie auch hin und wieder mit Euch teilen will.

Eine interessante Lebensgeschichte, gehoert just am ersten Jahrestag meiner Ankunft in Irland. Seit 365 Tagen bin ich jetzt Wahlire. Und ja, ich kann das feiern :)

Schoenes Wochenende!

Donnerstag, 27. August 2009

Im Sturzflug


Aer Lingus ist mal wieder in groben Turbulenzen. Satte 93 Millionen Euro Verlust im ersten Halbjahr 2009 machen der ohnehin schwer angeschlagenen Airline noch weiter zu schaffen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Verlust immerhin vervierfacht.

Grund laut Aer Lingus: Ausbleibende Passagiere (no na) und - die Departure Tax von 10 Euro, die die irische Regierung eingefuehrt hat.

Nun, das alles hatten wir doch schon regelmaessig von Ryan Air gehoert. Ich glaube nach wie vor nicht, dass die Departure Tax auch nur einen einzelnen vom Fliegen abhaelt. Zaehneknirschend zahlen und sich aergern - Ja. Aber deswegen nicht fliegen? Das glaube ich nicht.

Aber es ist ja immerhin eine willkommene Ausrede, die Chairman Colm Barrington dankend aufnimmt (Quelle: breakingnews.ie):
Mr Barrington said: “Our results in the period have also been adversely affected by the imposition of the €10 passenger departure tax in Ireland, which we believe is very short sighted and counter productive in the current, very difficult conditions being faced by airlines and by the Irish business and tourism sectors.”
Mehr zum Thema Aer Lingus, und vor allem ueber den Umgang mit potentiellen Kunden von Seiten dieser Airline gibt es in Kuerze in diesem Blog.

Montag, 24. August 2009

Traritrara, die Post ist da ... Oder bald schon nicht mehr?

Wird aus post.at bald post.ade? Gevatter Zufall hat mir dieser Tage etwas sehr Interessantes in die Haende gespielt: In der aktuellen Ausgabe von "The Market Report", dem internen Informationsblatt der irischen Post, steht ein ausfuehrlicher Artikel ueber die oesterreichische Post. Direkter Bezug zwischen neuer und alter Heimat, als Brief- und Paketversender in beide Richtungen ja nicht unbedingt uninteressant.

Die irische Post nimmt die oesterreichische her als gelungenes Beispiel fuer ein Sanierungskonzept in wirtschaftlich schwierigen Tagen. *Raeusper* Gelungen? Naja ...

Immerhin entnimmt man dem irischen Artikel interessante Kennzahlen, die so in der alten Heimat noch nicht veroeffentlicht wurden. Von einer bereits begonnenen Reduzierung der Angestellten von 24.000 auf 15.000 ist da die Rede, und bis 2015 sollen aus 1.380 oesterreichischen Postfillialen lediglich noch 300 werden. Also eine Reduzierung um ueber 1.000 Fillialen, vor allem natuerlich im laendlichen und infrastrukturell schwaecheren Bereich.

Und gleichzeitig wird darueber geklagt, dass der oesterreichische Stellenabbau nur deswegen so langsam von Statten geht, weil 75% der Postbediensteten Beamtenstatus haben und damit faktisch unkuendbar sind.

Schon klar, man muss sich den wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen. Und die Idee privater Zustelldienste ist nicht mehr neu, aber mir noch immer nicht wirklich geheuer...

Ich finds aber vor allem interessant, dass man den tatsaechlichen Umfang des oesterreichischen Post-Sparpaketes hier in Irland zu lesen bekommt, nicht aber in der alten Heimat ;-)

Sonntag, 23. August 2009

Remembering Phil Lynott - 'I'd like to see him in Dublin with white hair'

Am 20. August hätte ein großer Rockmusiker seinen sechzigsten Geburtstag gefeiert: Phil Lynott, Bassist, Komponist, Interpret, Lyriker, Halbire und, obwohl er in England geboren wurde und starb, in Irland als heimische Rockgröße verehrt. Und das auch zu Recht.


Lynott, 1949 als Sohn einer Irin und eines Brasilianers in England geboren, wuchs bei seiner Großmutter in Dublin auf. Im Alter von 20 Jahren gründete er in Dublin die Kultband Thin Lizzy, 1971 folgte das erste, selbstbetitelte Album, und 1972 waren Thin Lizzy mit der Coverversion des irischen Traditionals 'Whiskey in the Jar' weltweit erfolgreich. 1974 stiess dann Gitarrengott Gary Moore zu der Band. Was daraus geworden ist, ist heute jedem Musikfan bestens bekannt.

Bis 1983 ("Thunder and Lightning") erschienen eine ganze Reihe von erstklassigen Alben, und Kompositionen wie "The Boys are back in Town" und "Parisienne Walkaways" gingen in die Musikgeschichte ein.

1986 hieß es dann auch hier "Only the good die young". Lynott, der Zeit seines Lebens mit Drogenproblemen zu kämpfen hatte, starb nach fast zwei Wochen im Koma im Krankenhaus von Salisbury, England an einer Überdosis Heroin.

Thin Lizzy touren auch heute noch, und erhalten das Lebenswerk Lynotts aufrecht. Auch wenn seit seinem Tod nichts Neues mehr von der Band zu hören war, und wohl eher die satten Tantiemen im Vordergrund stehen bei diesen Tourneen. Und auch Dublin feiert ihn noch immer als einen der I(h)ren, wie die Lynott-Statue in der Harry Street beweist und auch sein Grab auf der Halbinsel Howth beweisen.

Und wenn Lynotts Mutter Philomena dieser Tage im Interview mit dem Irish Independant sagt:
"I'd like to see my son Phil on Grafton Street with white hair"
dann möchte man ihr vorbehaltlos zustimmen.

Samstag, 22. August 2009

Die Brücken von Malahide ...

... sind offensichtlich etwas baufällig, wie man an diesem Beispiel sieht (c Irish Times).
Gestern kurz nach 6 Uhr abends ist dort - laut Medienbericht nur Minuten nachdem ein Zug drüber gefahren ist - die Viaduktbrücke über den Broadmeadow estuary zwischen Malahide und Donabate kollabiert.

Personen kamen zum Glück keine zu Schaden, aber auf den Zugverkehr rund um Nord-Dublin hat das für die kommenden Wochen drastische Auswirkungen.

Naja, für Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind die Züge hierzulande ja jetzt sowieso nicht unbedingt bekannt.

Gut nur, dass niemand verletzt wurde.

Mein zweites Auto? Koenigsegg ;-)

Wirtschaftsmeldungen aus der Rubrik 'David schluckt Goliath', soeben geortet in Schweden: Der schwedische Nobelautobauer Koenigsegg (ja, ich musste es auch googeln) schluckt den finanzmaroden Autobauer Saab.

Nun, eine durchaus interessante Nachricht: Koenigsegg besteht seit einigen Jahren, hat 45 (!) Mitarbeiter und baut pro Jahr ca. 20 bis 25 Autos.

Aber: Jede dieser Luxuskarossen kostet mehr als 1 Million Euro, und schaut in etwa so aus (-c- www.koenigsegg.com):
Möglich geworden ist diese proportionsmäßig sehr überraschende Übernahme (die schon im Juni erstmals publiziert worden war) durch Kredite norwegischer Investoren und Darlehen im dreistelligen Millionenbereich von der schwedischen Regierung.

Was das Ganze mit Irland zu tun hat? Nichts, absolut gar nichts. Vor allem dürften die Luxuskarossen wohl eher nicht für den Laneway rauf zu Nachbars Haus in Ballywasweissichwo geeignet sein. Aber interessant ist das allemal, zudem sich hier die Vermutung aufdrängt, dass sich jemand im hohen Norden gewaltig überschätzt.

Dienstag, 18. August 2009

34 - The Year of Vanbiesbrouck

Eishockey im Irlandblog? Falsche Sportart, falscher Platz? Nun ja, es geht hier ja auch nicht um Eishockey. Zumindest nicht vorrangig.

Eher um die Rueckennummer 34, die der ehemalige amerikanische Eishockeygoalie John Vanbiesbrouck - einer der Besten seiner Zunft - Zeit seines Spielerlebens trug.

Und diese Rueckennummer stimmt seit der Vorwoche mit meiner Altersangabe ueberein.

Ausser einer kleinen, aber feinen Feier mit ein paar Arbeitskollegen und Freunden am vergangenen Wochenende (nochmal Danke an alle Anwesenden!) und einem gemuetlichen Abendessen mit meiner Frau war die Vorwoche aber eine wie jede andere.

Aber halt - kurz vor meinem Jahrestag hier - der erste Geburtstag, den ich als "Einwanderer" in Irland verbracht habe.

Und es war halt eben ein Tag, der mich zufrieden Resumee ziehen liess. Nach einer - durchaus turbulenten - Eingewoehnungsphase hier auf der Insel (und nein, sie ist noch keineswegs vorbei) bin ich vollstaendig angekommen. Arbeitsmaessig und privat. Und meine Familie auch.

Die Sturm- und Drangzeiten sind vorbei, ich habe den Lebensabschnitt begonnen, in dem ich ein gemuetliches Glas Wein zuhause vorm Kamin einer Sauftour durch die irischen Pubs bei Weitem vorziehe. Wo ich - trotz aller Klasse des Konzerts - mich bei einem AC/DC-Gig unter 75.000 Leuten schon etwas unwohler fuehle als frueher, und mich im Stillen nach der Stereoanlage zuhause und der CD-Sammlung sehne. Wo ich Pferde im Garten stehen habe, und freie Wochenenden zu geniessen weiss, statt staendig auf der Suche nach der nachesten Herausforderung zu sein. Wo mir die Schoenheit des Landes und die Zeit mit meiner Familie hier bei Weitem mehr bedeutet als der naechste Grossauftrag.

Das soll aber nicht heissen, dass ich alt geworden bin. Und schon gar nicht reif. Aber der Takt wird langsamer, wohl oder uebel. Und das ist ja nicht das Schlechteste.

Ich habe - fragt mich nicht nach Gruenden, die ich selber nicht weiss - Altersangaben oft mit Rueckennummern von beruehmten Torleuten bezeichnet. Grund dafuer gibt es keinen, aber man braucht ja nicht fuer alles im Leben Gruende, oder?

Und Eishockey als Sport bietet sich auch an zum Quervergleich. Hart, schnell und brutal wie das Leben, aber mit Feingefuehl, Witz, der richtigen Taktik und einer guten Portion Selbstvertrauen und Einsatz kann man es ganz schoen weit bringen ;-)

Und so habe ich nun eben das Jahr des Vanbiesbrouck angefangen. Und freue mich darueber. Hier in Irland. Gekommen um zu bleiben - aber das schrieb ich ja schon mehrmals an anderer Stelle.

Bis bald.

Sonntag, 16. August 2009

Leere Geschäfte, leere Kassen?


Zwar nur eine Momentaufnahme, aber trotzdem sehr bedenklich: Das ist die Tiefgarage (für Kunden gratis) des neuen Lidl in Tallaght, nahe dem Square Shopping Center, am Samstag um kurz nach 14 Uhr. (Und es gibt keine Außenparkplätze).

Gähnende Leere, und im Geschäft dann keine 10 Leute. Am Samstag zur besten Einkaufszeit. Offensichtlich war der vierte Lidl auf 3 Quadratkilometer keine so gute Idee mehr.

Freitag, 14. August 2009

Keine Bestattung ohne Erlaubnis, bitte!

Auch in Irland muss man offensichtlich noch um Erlaubnis fragen, bevor man jemanden zur letzten Ruhe legt ;-)
Vom fehlenden"k" in Wicklow mal ganz zu schweigen.

Mit diesem Fundstück wünsche ich mal gleich ein schönes Wochenende.

Mittwoch, 12. August 2009

US-Gericht verbietet Verkauf von Microsoft Word

Ein texanisches Bezirksgericht hat verfügt, dass Microsoft wegen Verletzung eines XML-Patents einer kanadischen Firma künftig Word nicht mehr in den USA verkaufen darf. Microsoft will gegen das Urteil in Berufung gehen.

Neueste Runde im endlosen Reigen der US-Patentstreitigkeiten: Ein texanisches Bezirksgericht unter dem Vorsitz von Richter Leonard Davis hat am Dienstag (Ortszeit) ein Urteil veröffentlicht, nach dem Microsoft der Verkauf seiner Textverarbeitung Word in den USA untersagt wird. Ein Microsoft-Sprecher gab bereits gegenüber der US-Tageszeitung "Seattle Post-Intelligencer" zu Protokoll, dass der Konzern gegen das Urteil in Berufung gehen werde. Konkret betrifft das Urteil die Fähigkeit von Word, Dateien in den Formaten .XML, .DOCX und .DOCM zu verarbeiten.

Wenn diese Meldung auf www.orf.at stimmt, dann stehen in Amerika bald textverarbeitungslose Zeiten ins Haus. Aber Microsoft wirds sicher noch richten (biegen?) koennen ...


Ich finde alleine schon die Vorstellung spannend: Was wuerde passieren, wenn auch nur einen Tag das Quasi-Monopol von MS Word fallen wuerde? Das Comeback von Star Office, oder was wuerde uns dann bluehen? Oder ein ewiges Dahinvegetieren auf veralteten Versionen des Schreibprogrammes.

Wie gesagt, ich denke, die Meldung ist dahin gehend belanglos, weil Microschrott das sicher ausbiegen wird. Aber der Gedanke dran macht mir Spass ...

Worth a try?

Vielleicht erreicht ja dieser Post gerade hier den Richtigen - man weiss ja nie...

Wir suchen derzeit in ganz Irland (auch im Norden) interessierte Jobsuchende, die einen Neuanfang wagen wollen, oder sich einer neuen Herausforderung stellen moechten.

Geboten werden insgesamt 8 Field Sales Positions im Druck- und Designgewerbe.

Natuerlich hat die Sache auch einen Haken: Fuer die ersten drei Monate (so ne Art Probezeit) gibt es Comission only, also kein Fixgehalt. Anschliessend kann man sich zusammensetzen und einen Arbeitsvertrag aushandeln. In der Probezeit gibt es ein Firmenhandy und Firmenemail, sowie Listen von potentiellen Kunden.

Da wir generell eine multikulturelle Firma sind, sind auch nicht-irische Bewerber herzlich willkommen. Deshalb auch dieser Post hier in deutscher Sprache.

Vorteilhaft waere natuerlich, wenn die Interessenten ein gewisses Grundwissen im Druckgewerbe haetten, aber es ist keine Grundvoraussetzung.

Eine persoenliche Bemerkung von mir dazu noch: Der Markt ist wahnsinnig zur Zeit, und es ist keine leichte Aufgabe. Aber die Chancen sind da.

Wenn es jemand ernsthaft versuchen will, kurze Mail an mich, und wir koennen uns schon bald zu einen Gespraech treffen.

Sonntag, 9. August 2009

Dublin: Eat, drink and enjoy!


Fuer die Gourmets unter unseren LeserInnen: Ein Kunde von uns veroeffentlicht jedes Jahr den Dublin Restaurant Guide. Grafisch nicht besonders anspruchsvoll, aber dafuer sehr detailliert werden 33 Restaurants der irischen Hauptstadt vorgestellt, nach Preisen und Ambiente sortiert. Von 'cheap and cheerful' ueber 'moderately priced' bis hin zu 'expensive'.
Wer Interesse daran hat: Wir werden in den naechsten Tagen eine Downloadversion hier reinstellen, bis dahin einfach eine kurze Mail an mich, und ein pdf ist auf dem Weg zu Euch.
Enjoy Dublin!

Freitag, 7. August 2009

Wer kennt diesen Mann?

Die Chance ist verschwindend klein, dass zufaellig einer unserer Blogleser diesen Mann kennt, aber wenn ich schon per E-Mail drum gebeten werde, stelle ich die Sache gerne hier rein:

Unbekannter Toter,

aufgefunden am 16.06.2009

am Strand von Ross's Point Beach,

Sligo/Irland:




  • 178 cm
  • schlank
  • kurzes graues Haar
  • 50-70 Jahre alt
  • litt unter Prostatakrebs
  • rechte Niere entfernt

Bekleidung:

  • schwarze Lederjacke, Marke C & A
  • blaue Hose, Marke C & A, Größe 50
  • schwarze Schuhe, Größe 44
  • schwarzer Ledergürtel
  • Pullunder, Größe M
  • blaue Wollsocken

Mitgeführte Gegenstände:

  • Uhr
  • schwarze Umhängetasche
  • lilafarbener Plastikbeutel
  • schwarze Handgelenktasche

Sachverhalt

Am 16.06.2009 wurde am Strand von Ross's Point Beach, Sligo, Irland die Leiche einer männlichen Person aufgefunden. Todesursache war Ertrinken.

Wo liegen Hinweise auf die Identität des Toten vor?

Sachbearbeitende Dienststelle:
Die Veröffentlichung erfolgt seitens des BKA Wiesbaden, Fachbereich SO 11, auf Ersuchen der irischen Behörden.

Hinweise bitte an:
Bundeskriminalamt Wiesbaden
Kriminaldauerdienst
Tel. 0611/55 - 13101
Fax. 0611/55 - 12141
info@bka.de
oder
jede andere
Polizeidienststelle


Warum das BKA in Deutschland diese Suche durchfuehrt, ist mir zwar nicht ganz klar, aber vielleicht hilft uns ja Gevatter Zufall wirklich weiter.

Ein weiterer Tag in Irland

Einige Splitter zum heutigen Freitag, bevor ein weiteres (hoffentlich sonniges) Wochenende ueber uns hereinbricht:

IKEA bietet 100 Teilzeitstellen
Aufgrund des grossen Andrangs auf das neu eroeffnete Geschaeft in Dublin (rund 15.000 Besucher taeglich) schafft IKEA nun 100 zusaetzliche, wenn auch temporaere Stellen - vorerst fuer 2 Monate. Nun, immerhin was.

Ulster baut weitere Stellen ab
Nach der positiven gleich die negative Nachricht: Die schwer angeschlagene Ulster-Bank muss weitere 250 Mitarbeiter gehen lassen, nachdem fuer die ersten sechs Monate 2009 ein Rekordverlust von 9,3 Millionen Euro vermeldet wurde.

Lehrerschwund
Bis zu 3.500 Lehrerstellen in den Post-Primaries des Landes stehen zur Diskussion. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres im September und den damit einhergehenden Budgetkuerzungen koennte es zu einem Rekord-Tiefststand an Lehrerposten in Irland kommen.

Mord im Phoenix-Park
Ein laut Medienberichten noch immer nicht identifiziertes Mordopfer gab es vor zwei Tagen im Dubliner Phoenix Park. Und eine einigermassen verwirrende Berichterstattung dazu. Die auch mich durcheinander gebracht hat. Noch gibt es keine weitere Leiche, die gefundene ist jedoch wahlweise zwischen 30 und 60, je nach Bericht. Nun gut.
Im Uebrigen muss man hier Irland-Blogger Bernd Recht geben. Die jetzige Verwunderung ist nicht ganz nachvollziehbar, da der Park hierzulande gerade nachts als sehr unsicher gilt.

Kollaps im Pferde-Business
Die Rezession ist nun drauf und dran, eine Menge Tierleben zu kosten. Zumindest, wenn man Berichten von Tierschutzorganisationen Glauben schenkt (und die sind leider sehr glaubwuerdig), stehen an die 1.000 Pferde (durch die "Ueberproduktion" der vergangenen, fetten Jahre vor dem sprichwoertlichen Hungertod.

THE horse industry was told to "open their eyes" yesterday to a looming crisis because of over breeding during the Celtic Tiger era.

An animal welfare charity warned that more than 1,000 horses will starve to death this winter as the downturn takes its toll on the equine business.

Hier gibts den ganzen Artikel dazu im Irish Independant.

Na dann, schoenes Wochenende.

Donnerstag, 6. August 2009

Der Kampf um Jobs

DEVELOPER Johnny Ronan has appealed for the public's help to get permission for a massive development that has already been knocked back twice by planning authorities.

The normally media-shy Treasury Holdings impresario wants people in his hometown of Carrick-on-Suir, Co Tipperary, to publicly show their support for his multimillion euro development of a biotechnology campus on his family's land.

It is claimed the development could ultimately create up to 4,000 jobs for one of the country's unemployment blackspots.

Carrick-on-Suir im Co. Tipperary probt den Aufstand. Schon zweimal wurde der Plan, eine Biotechnik-Fabrik dort zu bauen und zu eroeffnen, von den local authorities zurueckgewiesen.

Am Samstag, 5. September, gibt es nun eine oeffentliche Demonstration fuer die Genehmigung. Die Gegend ist einer der blackspots bei der Arbeitslosigkeit in Irland, und irgendwie ist es verstaendlich, dass gerade dort um jeden Job verbissen gekaempft wird.

Hier gibts den ganzen Bericht im Irish Independant.

Mittwoch, 5. August 2009

Zitat des Tages

“The latest figures confirm our worst fears on job losses which will take more than a generation to reverse,” said ISME Chief Executive Mark Fielding.

“Unfortunately, as the Government holidays, the dole queues lengthen.”

Sonntag, 2. August 2009

ZENSURsula von der Leyen

Nach der Sperrung kinderpornografischer Websites will Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) gegen weitere rechtswidrige Inhalte im Internet vorgehen. Es gehe ihr derzeit zwar um den Kampf gegen die Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder, sagte Von der Leyen der Online-Ausgabe des "Hamburger Abendblatts". Danach müsse aber grundsätzlich darüber diskutiert werden, wie Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet "im richtigen Maß" gehalten werden könnten.

"Sonst droht das großartige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann", warnte Von der Leyen. "Wo die Würde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte für den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt", erklärte die Ministerin.

Grundsaetzlich ist mir ja jede Massnahme herzlichst willkommen, die sich mit dem Stopp kinderpornografischer Seiten im Internet und der Bestrafung der Betreiber befasst. Dennoch schwingt in den neuen Ideen der deutschen Familienministerin fuer mich etwas Bedenkliches mit. Denn wer soll bestimmen, wo Meinungsfreiheit und Demokratie enden?

Ich wuerde gezielte polizeiliche Ermittlungen den undurchsichtigen Sperren bei Weitem vorziehen.

Quelle Artikel: www.orf.at

Samstag, 1. August 2009

Die Poesie der Sarah Palin



Die kuerzlich zurueckgetretene ehemalige Vizepraesidentschaftskandidatin und Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, erstaunte die Welt mit ihrer verworrenen Abschiedsrede.
'Captain Kirk' William Shatner brachte diese im amerikanischen Fernsehen (NBC) dem Publikum gnadenlos gut zu Gehoer.

Und hier die Fortsetzung: