Dienstag, 30. Juni 2009

Coldplay: Free Download

Derzeit dreht sich hier irgendwie alles um Musik. Macht aber nix. Das wollte ich Euch nicht vorenthalten:
Die britische Band Coldplay bedankt sich bei den Fans auf der ganzen Welt mit der Möglichkeit, das Album "Left Right Left Right Left" gratis downzuladen. Und das vollkommen legal.

Hier ist der Link dazu: http://lrlrl.coldplay.com/leftright.html

Countryside Truckers - Die Traktorenparade von Ballyknockan







Wenn ein 150-Seelen-Ort in idyllischer Lage plötzlich zum Mekka der regionalen Farmerschaft wird, wenn die sonst ruhige Lake-View-Road gesperrt wird und hunderten von tuckernden Dieselmonster Platz bietet, wenn die hiesige Polizei einmal generös auf Alkoholkontrollen verzichtet, und Jung und Alt der ganzen Region auf den Beinen ist: Dann ist das traditionelle Tractor-Race in Ballyknockan nahe Blessington.

Große Unterschiede bei den Spritpreisen

Ein kurzer Blick über die Grenzen hinweg in die alte Heimat zeigt, was an Zapfsäulen alles möglich wäre. Auch wenn es nur eine Marketingstrategie der Eröffnung neuer Tankstellen bei Fillialen des Diskonters Hofer (Aldi) ist, so sind die Spannen schon sehr überraschend. Nachzulesen heute morgen auf www.orf.at:
Bei drei Filialen des Lebensmitteldiskonters Hofer (Aldi) kann im Großraum Salzburg nun auch billig getankt werden. Geschäftsführer der neuen Billigtankstellen ist der ehemalige Formel-3000-Rennfahrer Markus Friesacher, und der sah sich bereits am ersten Tag nach der Eröffnung einem Preiskampf gegenüber. Seit Sonntag sind auf den Parkplätzen der Märkte in Wals-Siezenheim (Airportcenter), Obertrum und im Salzburger Stadtteil Schallmoos die Zapfsäulen offen. Dort sollte Diesel um 0,565 Euro, Benzin 91 und Super um 0,632 Euro verkauft werden. Doch die Konkurrenz zog mit und sorgte dafür, dass die Preise noch weiter fielen.
Zum Vergleich: selbe Zeit, Blessington, Co. Wicklow, Irland: Diesel: 1,069 Euro; Benzin: 1,209 Euro.

Montag, 29. Juni 2009

For those about to Rock: Der Rock N'Roll Train von AC/DC rauscht über Punchestown



Gestern Abend ist also der Rock N' Roll Train über Punchestown (nahe Naas, Co. Kildare) gerauscht. Dort, wo sich normalerweise eher der gehobene Pferdesport abspielt, zitterte der Boden und über 70.000 lederbejackte und headbangende Musikfans kamen in den Genuss eines der besten Konzerte, dass ich seit langem gesehen habe.

Damit ist schon eines vorweg genommen: Das Konzert der älteren australischen Herrschaften war grandios. Tolle Show, perfekter Sound und beste Leistung fürs Geld (die Karte kostete knapp 80 Euro).
Die Wahl der Spielstätte und die Organisation ließ aber stark zu wünschen übrig.

1. Vorher - Rip Off Ireland lebt!
Pünktlich waren wir zum Konzert angereist, und um ca. 17 Uhr waren wir in Punchestown und wurden via "Blue Route" in die Einöde geschickt. Gewundert haben uns die ausgedehnten Abschleppzonen entlang der schmalen und schwer zugänglichen Landstrasse. Doch das sollte sich aufklären, sobald wir den Parkplatz vor uns fanden.

Satte 30 (!) Euro zahlte man für einen Parkplatz an der einzigen Stelle, wo Parken überhaupt erlaubt war. Irgendein Feld war zur Cash-Cow unfunktioniert worden, und man konnte nicht einmal wirklich aussteigen, bevor man von umsatzhungrigen Helfern um die Summe erleichtert wurde. Das finde ich persönlich den kompletten Rip-Off. Und der Hammer: Die Wegstrecke von diesem Parkplatz zum Konzert dauerte ca. 30 Minuten. Anstellen in der Schlange nicht mitgerechnet!
Weitere Preise in der Arena: 0,33l Stilles Wasser waren für 3 Euro zu kaufen. Der trockene Burger mit einer Scheibe Käse kostete 6 Euro, Softeis mit soetwas Ähnlichem wie Vanillegeschmack 3 Euro.

2. Die Vorgruppen
Ging die erste Vorgruppe noch sang- und klanglos unter (mit einer Ausnahme: Als man als Reminiszenz an den verstorbenen Micheal Jackson das Riff von "Beat it" einbaute, spendete die anwesende Menge frenetischen Applaus), schaffte es dann die nordirische Hardrockband The Answer, eine gute Stimmung aufzubauen. Ein gelungener Opener. Leider dauerte dann die Umbaupause sehr lange, und es setzte auch noch teilweise starker Regen ein. Doch dann endlich wurde es 9.15 pm:

3. For those about to Rock: AC/DC live.
Um Punkt 9.15 abends wurde die Lautsprecheranlage bis zum Anschlag raufgedreht, die Lichtanlage nahm ihre Tätigkeit auf, und via Videoeinspielung kam das Intro zur aktuellen Single "Rock N'Roll Train", bevor die 5 australischen Herrschaften die Bühne betraten und in gewohnter Manier loslegten. Und dann waren zwei Stunden High Power angesagt.
Wer auf der Suche nach Innovationen war, war am falschen Platz. AC/DC sind, wie sie sind. Sie erfinden sich nicht neu, sondern ziehen ihr Ding seit ewigen Zeiten durch. Und das perfekt.
Wenn ich mich nicht verzählt habe, waren es genau vier Stücke vom neuen Album "Black Ice", der Rest war altbewährtes. Und deswegen waren ja auch über 70.000 Fans in den hintersten Winkel der Welt, nach Punchestown, gekommen.
Ob "Thunderstruck", "Dirty Deeds Done Dirt Cheap", "Whole Lotta Rosie", oder das geniale "The Jack" (über die entblössten Brüste einiger weiblicher Fans auf der Videowall haben sich sicherlich so manche entrüstet *g*) - AC/DC fuhren das volle Programm. Mit pefekter Show dazu. Natürlich fehlten auch "Hells Bells" und "Dog Eat Dog" nicht in der Greatest Hits Show der verkaufsmäßig erfolgreichsten Heavy Metal Band der Welt.

Die Bühnenshow war aufwendig wie immer, die Pyrotechnik gut eingesetzt, die Spezialeffekte spärlich aber passend. Im Mittelpunkt stand die Musik. Und das gnadenlos geniale Gitarrenspiel von Angus Young, der - ab Lied Nummer 5 nur noch mit kurzer Hose bekleidet - die Show wie immer an sich zog. Angus Young ist AC/DC. Er hat das Publikum im Griff, ohne ein einziges Wort zu sprechen. Er lässt seine sechs Saiten für ihn reden. Und das seit mehr als 30 Jahren sehr erfolgreich.
Bei seinem 8minütigen Solo war die Stimmung am absoluten Höhepunkt, und alle Hände waren ihm entgegen gestreckt.
Nach exakt zwei Stunden war dann Schluß. Viel zu früh. Die beiden obligaten Zugaben "Highway To Hell" und "For Those About To Rock - We Salute You" entließen die Zuschauer in die regnerische Nacht. Als Draufgabe noch ein Feuerwerk, und dann war der erste AC/DC-Gig in Punchestown sehr erfolgreiche Geschichte.


4. Danach: Das Chaos
Das Konzert endete um 23.15, und anschließend drängte die Menge zurück zu den Parkplätzen. Und hier zeigten sich die extremen organisatorischen Mängel. Busse fuhren zurück nach Dublin, nur konnte man eine Stunde lang keine Tickets dafür kaufen. Erst als eine Menge von Fans die Einzäunungen niederbrach, kam Bewegung in die Sache.
Diejenigen, die mit dem PKW kamen, machten sich auf den 30minütigen Fußmarsch zu den Parkplätzen. Und das im Dunkeln. Eine Beleuchtung des Weges hielt man offenbar nicht für notwendig. Aber gut, wenigstens waren die - nicht numerierten - Parkplätze so halbwegs beleuchtet. Der Rückweg zu den Parkplätzen war übrigens ein Anderer als der Hinweg - auch das sorgte für große Verwirrung. Man hatte mitten auf dem Weg zum Blue Parking Space eine Gabelung eingebaut - unbeschildert ...
Dann wurden die Autos alle auf einmal in die Nacht hinausgelassen. Überforderte Helfer und Polizisten versuchten erfolglos, die Situation etws in Griff zu bekommen. Um ca. 12 saß ich im Auto. um 2.45 morgens war ich (ohne Zwischenstopp im Pub) daheim. Das dürfte glaube ich alles sagen. Ach ja, ich wohne 12 Kilometer vom Konzertort entfernt.

5. Das Fazit
Punchestown ist infrastrukturell absolut ungeeignet für Konzerte dieser Größenordnung. Und das haben hoffentlich alle Beteiligten eingesehen.
Das Konzert an und für sich war absolute Spitze. Genau das was man erhofft hatte. Auch wenn man viele Nerven wegen dem Drumherum brauchte - es hat sich gelohnt.

Hier noch ein paar weitere Impressionen - leider in schlechter Qualität wegen Entfernung und Gedränge ;-)



Zwischenruf

Grade auf TodayFM gehört: 3.000 zusätzliche Einstellungen im öffentlichen Dienst zwischen Jänner und März 2009. Und die öffentlichen Gehälter sind in diesem Zeitraum um 3,4% gestiegen. Die Vereinigung der Small and Medium Enterprises weist jetzt darauf hin, dass es so nicht weitergeht...
Bin gespannt, wie lange sich Irinnen und Iren noch vera... lassen.
Aber schön für alle Betroffenen.

Sonntag, 28. Juni 2009

Vergangenheit im neuen Glanz




Erste Impressionen vom Ballyknockan Hillbilly Festival & Tractor Race

Blogfreier Sonntag

In der Metropole, in der wir leben, ist diesen Sonntag die Hölle los. Da wird leider keine Zeit zum Blogschreiben bleiben.
Tagsüber ist der Hillbilly-Tractor-Run rund um die Blessington Lakes. Was der Grand Prix für Monaco ist, das ist diese Veranstaltung für Lacken und Ballyknockan *g*
Und am Abend geht's dann zu AC/DC nach Naas.
Am Montag gibts Berichte und Fotos zu beidem.

Bis dahin ein schönes Restwochenende von der Insel :-)

Fehlersuche

Wer findet den Fehler auf diesem Ausschnitt von www.tagesschau.de?

Kleiner Tipp: Offenbar hat der Redakteur das ganze nicht Korrektur gelesen ;-)

Freitag, 26. Juni 2009

Christmas Eve/Sarajevo - 12/24

Okay, jetzt spinnt er komplett. Es ist schön und warm draußen, wir schreiben Ende Juni, und der Österreicher schreibt in seinem Blog von Weihnachten?! Häh?

Nun, keine Angst, mein Geisteszustand hat sich seit gestern nicht verändert - was immer das auch heißen mag.

Aber ich habe grade beim Stöbern in der CD-Sammlung einen Silberling vom Trans-Siberian Orchestra entdeckt (eine Weiterentwicklung der Rockband Savatage in Verbindung mit einem Orchester). Und damit dröhne ich den Ort grade voll.

Und weil ich weiß, dass dieses grandiose Projekt in Europa nicht wirklich bekannt ist, dachte ich, ich lass Euch mal virtuell mithören.

Egal ob Weihnachten ist oder nicht.

Enjoy!

School's out for Summer :-)

In wenigen Stunden ist es soweit, und zig-Tausende Kinder und Jugendliche in diesem Land beginnen wieder ihre schönste Zeit des Jahres.
Darunter mit seinen ersten irischen Ferien auch unser Sohn, nach hervorragend gemeistertem Einstieg in das irische Schulsystem.
Schöne Ferien!

Cashless Nights

Wer dieser Tage in den Abend- und Nachtstunden oder am Wochenende Geld aus einem BoI-Bankomaten ziehen möchte, könnte eine böse Überraschung erleben:

BANK of Ireland has infuriated customers in a number of "high-risk" branches by curbing the opening hours of their ATMs to daytime hours only.

The bank, which has been targeted by criminals in a spate of attacks recently in the south east and Midlands, says it is tightening security.

But the ATM restrictions mean a round trip of up to 15 miles to get cash outside of the strict new Monday to Friday, 10am to 4pm window.

Die Bank of Ireland wurde jetzt aktiv und hat die Öffnungszeiten vieler Bankomaten rigoros verkürzt. Der Anlassfall dafür war unter anderem der spektakuläre Diebstahl eines ATMs in Graiguenamanagh (Bericht dazu hier). Dabei erbeuteten die Täter angeblich rund 100.000 Euro.
Hier stellt sich mir aber die Frage, warum in einem Bankomaten in dieser nicht gerade als Weltmetropole angesehenen Ortschaft soviel Bares rumliegt. Ich denke kaum, dass 1000 Leute je Nacht genau bei diesem ATM jeweils 100 Euro ziehen möchten ...

Wie jetzt die arbeitende Bevölkerung in gewissen Regionen zu Geld kommt (zumal bei den tollen Filial-Öffnungszeiten hier auf der Insel), hat die BoI aber noch nicht erklärt ...

Donnerstag, 25. Juni 2009

Michael Jackson tot

Irgendwie droht hier die Gefahr einer Falschmeldung - aber damit wäre ich in bester Gesellschaft, denn auch rennomierte Onlinemedien wie Spiegel.de und orf.at haben die Meldung der amerikanischen Boulevard-Plattform TMZ unisono übernommen:
Angeblich ist der 'King of Pop' Michael Jackson heute verstorben. Die nächsten Tage werden über den Wahrheitsgehalt dieser Meldung Klarheit bringen.
Einer der drei Engel für Charly ist jedoch heute von uns gegangen: RIP; Farrah Fawcett.

Update: Hatte ich anfangs noch dran gezweifelt, hat es sich mittlerweise bestätigt: Michael Jackson ist gestern im 51. Lebensjahr verstorben. Detaillierte Berichte gibt es dazu derzeit ja zuhauf, ebenso Nachrufe (von fan-artigen bis kritischen). Ich sag nur eines: Man kann über den Menschen Jackson denken, was man will. Aber für viele meiner Generation war er ein musikalischer Wegbegleiter durch viele Jahre. Und verantwortlich für Meilensteine wie 'Thriller' und 'Bad'.
Und er hat mir immer irgendwie leid getan.

Wir sind ein Katalog

Liebe LeserInnen, dieser Blog ist ein Katalog. Also sowas wie Quelle, Bauhaus oder whatever.

Glaubt ihr nicht? Nun, hier ist der Beweis:
Was Seiten wie diese bezwecken sollen, ist mir nicht im Geringsten klar. Auch nicht, wie diese Listings erfolgen, wer die eigenartigen Textfragmente auswählt, und was man hier zum Kaufen finden sollte.

Aber: Wir sind also ein Katalog. Auch gut. Nur Bestellungen können wir im Augenblick leider keine entgegen nehmen ;-)

SoKo Ferienhaus: Der Stromverbrauch soll den Unterschied machen

Ab 31. Juli soll sie also kommen: Die neue Steuer auf Zweit- und Mietshäuser. Jährlich 200 Euro sollen die Besitzer an den Staat jährlich abdrücken.

Nun, nachdem das Ganze angekündigt war, macht man sich langsam Gedanken über die Umsetzung der zusätzlichen levy. Und kommt dabei auf interessante Ermittlungsmethoden.

Während es noch relativ einfach ist, die vermieteten Häuser ausfindig zu machen (ca. 200.000 Häuser sind derzeit beim Private Residential Tenancies Board registriert - die nicht registrierten und 'privat' vermieteten Häuser fallen aber auch aus dem Schema), stellt es schon eine größere Herausforderung dar, die Holiday Homes der Irinnen und Iren ausfindig zu machen.

Neuester Vorschlag: Der Stromverbrauch soll den Unterschied machen. Häuser, die in den Sommermonaten einen erhöhten Stromverbrauch auf der ESB-Rechnung ausweisen, sind potentiell verdächtig.

Die SoKo Ferienhaus wird sich also durch alle unsere Stromrechnungen wühlen und dann festsetzen, wo ein Holiday Home ist und wo nicht. Und Mithilfe aus der Bevölkerung wird auch erhofft und erwartet. Also: Grade in der Ferienzeit die Kids nicht zuviel Fernsehen und PS spielen lassen, sonst macht man sich verdächtig ;-)

Spannend.

Steuerhinterziehern drohen Strafen von 20 Euro je Monat. Abschreckungscharakter: Definitiv keiner. Mich würde interessieren, ob da der Aufwand der Nachforschung nicht mal wieder die Einnahmen durch die Levy übersteigen wird.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Die Höllenglocken läuten über Naas

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Und die genieße ich derzeit in vollen Zügen. Das Ticket liegt schon längere Zeit bei einem Freund, der mit mir das Konzert besuchen wird. Welches? Nun, am Sonntag um 19 Uhr spielt die australische Rockband AC/DC live in Naas, am Punchestown Racecourse. Und irgendwo in der frenetisch jubelnden Headbanger-Menge wird sich auch der Schreiber dieses Blogs vergnügen.
Ganz ehrlich: Ich mag AC/DC. Sie erfinden sich nicht neu, aber machen konsequent ihr Ding, und das seit vielen, vielen Jahren. Und für mich ist es - stolze 16 Jahre nach meinem ersten AC/DC-Konzert - mal wieder die Gelegenheit, Klassiker wie "Hells Bells" (daher der Post-Titel für alle Nicht-Rock N' Roller), "You Shook Me All Night Long" oder "Highway To Hell" zu hören.
3 Akkorde, ein Fließbandrhytmus und eine markant einschneidende Stimme genügen, um die Massen glücklich zu machen.
Das beweisen auch die Verkaufszahlen: Das Album "Back in Black" ging bis heute 42 Millionen Mal über die Ladentische. Und ist damit das zweit-meistverkaufte Musikalbum der Geschichte - gleich hinter "Thriller" von Michael Jackson.
Und natürlich ist auch das Konzert in Naas restlos ausverkauft (Danke an Jörn, ohne den ich auch keine Karte mehr bekommen hätte!)
However - ich freu mich auf das Konzert. Und lockere schon mal provisorisch die Nackenmuskeln, damit das mit dem Headbangen auch richtig klappt am Sonntag Abend.

Dienstag, 23. Juni 2009

Ein sommerlicher Ausflugstipp: Birds of Prey in Sligo beobachten



R.I.P, Barney!





Die Zeit der Sommerausflüge naht. Wir haben einen Tipp für Euch, den wir hier schon einmal vorgestellt haben. Das Eagles Flying Projekt im Co. Sligo. Was Lothar und seine Familie da auf die Beine gestellt haben, ist schon großartig. Und immer einen Besuch wert. Oben einige Impressionen von einem unserer letzten Besuche dort - auch uns wirds heuer im Sommer mal wieder rübertreiben.
Nähere Informationen auf www.eaglesflying.com

Montag, 22. Juni 2009

Irland vs. Österreich: Duell am grünen Rasen

Oha, was lesen meine alten Augen: In der Quailfikation zur nächsten Champions-League kommt es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Alter Heimat und Wahlheimat:
Red Bull Salzburg trifft in der zweiten von insgesamt vier Qualirunden der Champions League auf Bohemians Dublin. Das ergab die Auslosung am Montag in Nyon. Spieltermine sind der 14./15. und 21./22. Juli, Österreichs Meister hat dabei im ersten Spiel Heimrecht.
Naja, ich tue mir leicht - ich habe Red Bull Salzburg nie gemocht. Ich weiß, zu wem ich helfen werde. Up Bohemians!

Das wird sicher ein großer Fußball-Leckerbissen bei zwei so erfolgreichen Fußballnationen, die da beteiligt sind ;-)

Sonntag, 21. Juni 2009

Persönliche Notizen (6): Zwischen Urlaub und Alltag

Nach fast 11 Monaten Sesshaftigkeit auf der grünen Insel Irland ist es heute einmal Zeit, sich Gedanken über eines der meistverwendeten Forumszitate zum Thema 'Leben in Irland' zu machen. Und dieses Zitat ist nicht nur für Irland gültig, sondern wohl für jedes Land, dass man vom Urlaub kennt und in das man auswandert.
"Urlaub in Irland und das Leben dort sind nicht zu vergleichen."
Nun, schon klar, auch wir waren nicht so blauäugig, dass wir der Meinung waren, die Auswanderung nach Irland würde einem immerwährenden Urlaub im Schlaraffenland gleichen. Keineswegs.

Aber: Wie groß ist der Unterschied zwischen dem Irland, dass wir immer wieder als Urlaubs- und Erholungsziel angeflogen sind, und dem Irland, in dem wir heute leben - tagtäglich?

Eines vorweg: Natürlich ist die Insel noch genau so schön wie immer. Und man verliert auch den Blick für die wunderbare Natur und die vielen Sehenswürdigkeiten der Insel nicht. Auch wenn man sie täglich hat. Auch heute noch genießen wir den Weg durch die Wicklow Mountains, lieben die Spaziergänge am Ufer des Sees oder des Meeres, und genießen die alten Burgen, die vielfältigen Arten des Grüns und die ländliche Idylle hier bei uns. Genauso, wie wir sie schon in den Urlauben genossen hatten.

Natürlich: In einem Land leben ist immer etwas anderes als es im Urlaub zu besuchen. Man muss sich auch mit den Dingen beschäftigen, die in Irland nicht idyllisch und verzeigehaft sind. Man verzweifelt an manchen Behörden, am Gesundheitssystem und an der Tagespolitik - alles Dinge, die einen während der Urlaube nicht beschäftigt hatten. Nur: Ist das nicht in jedem Land das Gleiche?

Elmar, ein lieber Freund von uns, der seit mehr als zwei Jahren hier lebt, hat es einmal wunderschön auf den Punkt gebracht:
"Ich gehe zwar hier arbeiten, aber an den Wochenenden komme ich mir immer noch so vor, als würde ich hier Urlaub machen."

Solange man den Blick für die schönen Seiten der Insel nicht verliert, und regelmäßig aus dem Alltagstrott auszubrechen vermag, läuft sich die Faszination dieser Insel nicht tot. Ganz im Gegenteil: Noch viele Bereiche, noch viele Sehenswürdigkeiten und Landstriche warten darauf, erkundet und genossen zu werden.


Natürlich ist Erholung und Entspannung hier auf der Insel mehr als vielleicht woanders auch eine Frage des nötigen Kleingeldes. Und ohne Mittel in Irland zu leben, gehört sicher nicht zu den anstrebenswerten Dingen.

Solange aber jobmäßig alles in Ordnung ist, der Freundeskreis passt und der Wille, Dinge auch bewusst positiv zu sehen, vorhanden ist, ist das Leben in Irland trotzdem irgendwie mit Urlaub zu vergleichen.

Die gesteigerte Lebensqualität, die wir hier haben, gleicht so manchen Makel wieder aus. Und wir genießen es jeden Tag, hier zu sein.
Titelbild: www.photoappar.at; Bild "Geist": (c) News aus Irland 2006

Mehr Iren bleiben heuer daheim

Failte Ireland hat es schon vor Monaten gefordert (Bericht dazu hier), die Rezession und die Kassenebbe in den Privathaushalten hat das Übrige dazu getan: Die Irinnen und Iren machen heuer vermehrt Urlaub auf Balkonien.
Diesen Trend kann man vom Rückgang der Auslandsflüge im Zeitraum Jänner bis März ableiten. Stolze 13 Prozent weniger Departures gab es ins Ausland.
Zeitgleich kamen auch um 9 Prozent weniger Geschäftsleute und Urlauber hier auf der Insel an. Und der Trend wird sich - darin sind sich die Experten einig - über das ganze Jahr so fortsetzen.
Foto: www.blattfuerblatt.com

Freitag, 19. Juni 2009

Broadband to go - zur Konkurrenz

Sorry, aber heute muss ich einmal Dampf ablassen, auch wenn es möglicherweise die falschen trifft:

Liebe Hotline-Mitarbeiter von Three Mobile Broadband!
Ich weiß, ihr seid in schlecht bezahlten, nicht zufriedenstellenden Jobs angesiedelt. Oft fern der Heimat, den lieben langen Tag Nörglern und Nervern wie mir ausgesetzt, die doch tatsächlich erwarten, dass sie für die monatliche Überweisung an Euch auch irgendeine Form von Gegenleistung bekommen. Frechheit eigentlich.
Ich beneide Euch nicht um diesen Job, nicht im geringsten. Ohne etwas dafür zu können, dass Euer Produkt in nicht-urbanen Regionen schlicht und einfach Scheiße ist, werdet ihr den ganzen Tag damit konfrontiert. Von Usern wie mir.
Euer einziger Vorteil: Ihr seht am Bildschirm vor Euch, wer anruft, wie oft und wegen was der schon angerufen hat, usw. Und ihr braucht Euch einen Dreck drum zu scheren, ob der Telefonkunde sich gut oder schlecht versorgt vorkommt.
Ihr steht am untersten Ende des Gehaltsschemas, und so etwas wie eigenes Denken und Courage kann man dafür auch nicht erwarten.
So weit, so gut. Aber eines möchte ich Euch noch mit auf den Weg in Euer wohlverdientes, hoffentlich geruhsames Wochenende geben: Den nächsten Mitarbeiter von Euch, der mich nach Schilderung meiner Verbindungsprobleme (zum dritten Mal in dieser Woche kein Trägersignal) noch einmal fragt, ob ich mein Modem auch eingesteckt habe, den möge der Blitz beim Sch... treffen. Excuse my french.
______________________________________
Ja, ich weiß, Hotline-Mitarbeiter gehen nach Schema F und den Fragen am Bildschirm vor. Und ja, ich weiß auch, manchmal wird sicher einer anrufen, der wirklich sein Modem nicht eingesteckt hat. Aber wenn ich vorher mit einem Mitarbeiter die Settings Punkt für Punkt durchgehe in den Modemeinstellungen am Bildschirm, und er mir anschließend diese Frage stellt, dann komme ich mir etwas verarscht vor. Zumal das diese Woche schon das zweite Mal ist.
Broadband to go - und zwar schnellstmöglich zur Konkurrenz

Donnerstag, 18. Juni 2009

Wenn der letzte Ton gespielt ist

Jazz-Legende Charly Mariano ist tot.

Der Amerikaner Charly Mariano, einer der bekanntesten und besten Saxophonisten und Flötisten in der Jazz-Welt, ist vorgestern in Köln im 85. Lebensjahr verstorben.

Ich habe Mariano immer gerne gehört. Vor allem auch in fortgeschrittenem Alter sein Bemühen, den Jazz moderner und flexibler zu gestalten.

Zuletzt habe ich ihn 2007 im Circus Krone in München bei der Geburtstagsfeier von Konstantin Wecker live gesehen, und man merkte ihm noch immer die pure Spiel- und Lebensfreude an.

Mariano war ein Wegbereiter für den Stilwechsel des Jazz, und ein Meister der leisen und auch der lauten Töne.

Er wird der Jazz-Welt sehr fehlen.

Ein sehr persönlicher Nachruf von Konstantin Wecker auf seinen Freund Mariano findet sich hier.

Jenen, die in Marianos Werk reinhören wollen, seien unter anderem die folgenden drei Alben ans Herz gelegt:
  • Jasper van't Hof, Charlie Mariano, Steve Swallow: Brutto Tempo 2001
  • Charlie Mariano & Quique Sinesi: Ecos Del Alma 2007
  • Charlie Mariano Group: Plum Island 1985


Klagen über Klagen

Der Bürgermeister der türkischen Stadt Batman verklagt die Filmproduzenten Warner Bros. wegen der gleichnamigen Filme rund um den Fledermaus-Superhelden und macht die Amerikaner gleichzeitig für die erhöhte Verbrechenslage in seiner Stadt verantwortlich.

Ein dem Basketballstar Michael Jordan ähnlich sehender Amerikaner verklagt Nike, weil er seit deren Werbekampagne mit 'Air' Jordan nicht mehr außer Haus gehen kann ohne um Autogramme gebeten zu werden.

Playboy und Ungustl Rolf Eden wollte eine 19jährige vor den Richter zerren, weil sie den Sex mit ihm mit der Begründung verweigerte, dass er ihr zu alt sei.

Und Richard Batista will von seiner Frau die gespendete Niere wieder haben, nachdem sie ihm die Scheidungspapiere präsentierte.

Sinnferne Klagen sind seit dem McDonalds-Kaffee-Trauma Ende der 70er Jahre vor allem in Amerika durchaus gängig, und auch hin und wieder erfolgreich.

Hier gibts noch einige andere Beispiele, wie Menschen auf dem (Un)Rechtsweg zu Millionen kommen wollten.

Bankdaten von Bord Gais-Kunden gestohlen

In Deutschland gab es ja zuletzt einige solche Fälle, nun haben auch in Irland die Datendiebe zugeschlagen (ob bewusst oder unbewusst): In Roscommon wurden im Rahmen eines Einbruchs auch 15 Laptops gestohlen.
Einer davon enthielt auch äußerst sensible Daten (die anderen wahrscheinlich auch): Nämlich die Adressen und Bankdaten von rund 75.000 Stromkunden, die kürzlich von ESB zu Bord Gais gewechselt sind.
Zwei Dinge sind dabei mehr als bedenklich: 1. Laut Board Gais und Garda waren die Daten nicht verschlüsselt! Herzlich willkommen im digitalen Zeitalter, meine Herrschaften!
Und 2. - und noch bedenklicher: Der Diebstahl fand bereits in der Nacht auf den 5. Juni statt, also vor zwei Wochen. Und wurde erst jetzt bekannt gegeben. Laut Garda aus 'ermittlungstechnischen Gründen'. Also mir wäre nicht wohl dabei, wenn ich mit zwei Wochen Verzögerung erfahren würde, dass meine Adresse und meine Bankdaten irgendwo auf einem gestohlenen Laptop in den Händen von Einbrechern gespeichert sind.
Zum Glück haben wir den geplanten Switch noch nicht durchgeführt.
Grafik: teachsam.de

Mittwoch, 17. Juni 2009

Dursey Island: Das Warten auf die neue Seilbahn

Sie ist in(fast) jedem Bildband und Videobericht über Irland enthalten: Die einzige Seilbahn Irlands, die die sieben (!) regulären Einwohner von Dursey Island an der Küste von Cork mit dem Festland verbindet.
Seit 1969 ist die Seilbahn im Dienst, und neben dem Bootsverkehr (der wegen der heftigen Strömung nicht immer ungefährlich ist) die einzige Verbindung zur Hauptinsel.
Nun wurde die gealterte Gondel ersetzt. 35.000 Euro investierte die Regierung für eine neue. Bei den Installationsarbeiten wurden nun aber Schäden am Sicherheitskabel entdeckt, und aus Sicherheitsgründen gehört dieses auch ausgetauscht.
Die Firma, die die Kabel einst installierte, macht das heute nicht mehr. Zur Zeit sucht man nach einer anderen Firma, die diesen Auftrag annehmen kann. Geschätzte Kosten: Weitere 35.000 Euro, wenns denn mal reicht.
Ist irgendwie auch ein irisches Unikum, wenn auch für die sieben Bewohner sicherlich von großem Vorteil.
Derzeit wird mit einer Wiedereröffnung des Seilbahnverkehrs Mitte August gerechnet. Bis dahin ist weiter reger Bootsverkehr zu erwarten ...

Mehr zum Thema Dursey Island, sozusagen aus der Sicht des direkten Nachbarn, findet man auch hier auf dem Blog des Wanderer.
Foto: www.thomas-hackel.de

Dienstag, 16. Juni 2009

Alter Rock für neue Klassenzimmer

Kennen sie den Mann auf dem Foto noch? Wohl eher nicht, oder? Nun, es handelt sich um Ray Davies, eines der beiden Masterminds hinter der legendären Rockgruppe The Kinks (Lola, You Really Got Me, Waterloo Sunset).

Wie verirrt sich der Engländer Davies nun in einen Irland-Blog? Ganz einfach: Vor kurzem habe ich hier über den Kampf der Schule unseres Sohnes um das finanzielle Überleben berichtet. Und bin draufgekommen, dass es vielen Schulen so geht.

So auch der Ballinadee National School in der Nähe von Kinsale, Co. Cork. Auch dort fehlt Geld, genauer gesagt 45.000 Euro, um die Rechnung einer Baufirma für den Ausbau der Klassenzimmer zu begleichen. Und zufällig besucht eine der vier Töchter von Mr. Davies diese Schule.

Grund genug, um ein Benefizkonzert anzusetzen, um Geld einzutreiben. Das findet nun diesen Freitag im Hotel The White Lady in Kinsale statt. Die Tickets kosten 40 Euro, und bei maximal 400 möglichen Besuchern hofft die Schule so 16.000 Euro zu lukrieren.

Wer in der Gegend ist: Das Event würde ich auf keinen Fall verpassen.

Was mich aber eher nachdenklich stimmt, ist, das wohl nicht in jeder Schule zufällig ein Kind eines Rockstars zugange ist. Und die Schulen immer einfallsreicher und kreativer werden müssen, um die finanziellen Löcher zumindest notdürftig zu stopfen. Und das auch nur vorübergehend.

Montag, 15. Juni 2009

Das Meer


Das Meer

Es liegt da wie a See, wie a riesiger Spiegel
Und bewegt sich kaum merklich, aber ganz still steht's nie
Es kennt tausende G'schichten aus Jahrmillionen
Und die will i erfahr'n, i weiß nur noch net, wie
Und es glitzert und funkelt so sanft zu mir her
I sitz' studenlang da und starr' auf's tiefblaue Meer

I kann d'rin schwimmen, d'rauf segeln, hab aber immer das G'fühl
Dass es plötzlich mit mir machen könnt', was es will
Was mir dabei auch g'schieht, bleibt für's Meer nur a Spiel
Völlig egal

Nur a paar Stunden später kann's dann brodeln und kochen
Tausend salzige Zungen lecken drohend am Land
Nag'n die Stein' aus den Klippen und a größere Welle
Dreht a Schiff um, versenkt's, wie a riesige Hand
Und was es einmal sich g'holt hat, gibt's nur selten mehr her
I sitz' studenlang da und starr' auf's tobende Meer

I weiß, ihm is es wurscht, was i denk', was i spür'
Wir sind a ungleiches Paar, weil nur i kann verlier'n
Und es bleibt trotzdem immer die gleiche Sehnsucht in mir
Kann nix machen

Wie i noch lang net gebor'n war, wenn i schon lang net mehr leb'
Spielt der Wind mit den Well'n, es wird ihm niemals zu blöd
Und wenn wir wirklich all's hinmachen auf dieser Welt
Spielt keine Rolle

Alle glühenden Liebesschwüre draußen am Ufer
Und die blutigsten Schlachten, wo keiner wen schont
Alles Leben und Sterben nimmt's genauso gelassen
Wie das tägliche Gastspiel von der Sonn' und vom Mond
Und kein Gott kann was ändern, es wogt hin und wogt her
In sein' uralten Rhythmus, das ewige Meer



Das Lied "Das Meer" ist von der österreichischen Gruppe STS, erschienen auf dem Album "Auf a Wort" 1992 bei Amadeo. Text und Musik sind von Gert Steinbäcker.

Die Bilder entstanden im Jahr 2006 am Downpatrick Head in der Grafschaft Mayo - für mich einer der spektakulärsten Plätze dieser schönen Insel.

Nachtrag: Was man nicht alles findet auf YouTube: Hier gibts das Lied zum Reinhören: